Straußenführer 2017



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„Herbert Maier. Wer wir sind“ – Ausstellung im Museum für Neue Kunst Freiburg

Eine Bestandsaufnahme des Menschlichen

Unter den Hunderten von Aquarellen findet sich auch ein Selbstporträt. „Wer sind wir (selbst)“, das in diesem Jahr entstanden ist, zeigt den Kopf Herbert Maiers, einen Querschnitt und einen Längsschnitt durch sein Gehirn. Die Augen geschlossen, über das Gesicht laufen Farbschlieren. Vielleicht tot, vielleicht während einer Messung der Gehirnaktivitäten. Denn irgendwo muss es ja sitzen, das Bildgedächtnis. Irgendwo muss es einen eigenen Ort geben für all das, was wir in unserem Leben jemals gesehen haben.

Foto aus Herbert Maiers Atelier. Auf Regalbretten im Hintergrund sind zahlreiche ungerahmte Gemälde von Menschen zu sehen, manche wirken fotorealistisch, andere wie Zeichnungen von Skulpturen, Masken und Büsten

Herbert Maier: Visuelle Bibliothek, Atelieransicht © Bernhard Strauss

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„Concept and Idea in Art“ – Künstlerbuch-Ausstellung im Kunstraum Alexander Bürkle

150 Bücher aus der Sammlung der niederländischen Brokken-Zijp Foundation of Art werden in Freiburg ausgestellt

Bei der Entwicklung eines Künstlerbuches spielen Form, Inhalt und Material auf intensive Weise zusammen, verbinden sich Bild und Text, ergänzen sich Handwerk, Grafik und Typografie. Mit rund 150 Exemplaren aus der niederländischen Sammlung der Brokken-Zijp Foundation of Art wird diese eigensinnige Gattung derzeit im Kunstraum Alexander Bürkle vorgestellt, teils ergänzt um Werke der hauseigenen Sammlung.

Foto von ausgestellten Künstlerbüchern von Richard Tuttle, aufgenommen im Kunstraum Alexander Bürkle in Freiburg

Werke von Richard Tuttle im Kunstraum Alexander Bürkle © Bernhard Strauss

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Das RKK Klinikum wächst weiter

Geriatrische Frührehabilitation zeigt Wirkung

Um Patienten auch in einer immer älter werdenden Gesellschaft eine optimale Versorgung anbieten zu können, hat das RKK Klinikum seinen Schwerpunkt für Altersmedizin ausgebaut. Die im Frühjahr 2016 im St. Josefskrankenhaus eröffnete Station IDA (Interdisziplinäre Altersmedizin) hat sich bereits nach wenigen Wochen bewährt.

Foto von Dr. Bernd Köster in weißem Kittel auf der Station IDA des RKK Klinikums

Dr. Bernd Köster auf der Station IDA des RKK Klinikums

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Mikrokredite helfen Andenbewohnern

Soziale Geldanlage schafft Einkommen für benachteiligte Menschen in Ecuador

Der 55-jährige Ecuadorianer Rafael Morales ist ein Selfmademan. An die 50 farbenfrohe Hängematten fertigt er pro Woche in seiner kleinen Werkstatt. Die Webtechnikhat er sich von Freunden beibringen lassen. Sein großer Stolz: ein elektrischer Webstuhl. Den Kredit dafür bekam er vom Oikocredit-Partner Santa Anita, einer Spar- und Kreditgenossenschaft in den nördlichen Anden.

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Familie Morales fertigt in ihrer kleinen Werkstatt Hängematten

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Der “Widerstand der Ästhethik” – über das Wirken des Schriftstellers Peter Weiss

Im Gespräch: Der Historiker Werner Schmidt

Das Werk des Schriftstellers und Intellektuellen Peter Weiss (1916 – 1982) ist mit der Geschichte einer ganzen Epoche verflochten und hat die literarischen Auseinandersetzungen der Nachkriegszeit entscheidend mitgeprägt. Zuletzt wurde sein Roman „Die Ästhetik des Widerstands“ theatralisiert, der nun, zum 100. Geburtstag von Peter Weiss, erstmals in einer textkritischen Ausgabe erscheint. Des Weiteren hat der in Stockholm emeritierte Historiker Werner Schmidt eine Biographie geschrieben, die sich auf unbekanntes Material stützen kann. Unsere Mitarbeiterin Cornelia Frenkel hat den Autor befragt

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Peter Weiss © Andrej Reiser/ Suhrkamp Verlag

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Bemalte Fassade in der Wiehre wird zum Prüfstein für die Denkmalpflege

Wie viel Kunst verträgt die Stadt?

Eine Frau erbt ein Haus im Freiburger Stadtteil Wiehre. Kein hochherrschaftliches, keine Professorenvilla der Gründerzeit, die es dort auch zu Genüge gibt, sondern ein etwas schlichteres in eher zurückhaltendem Stil des Historismus um 1870. Sie wohnt selbst dort, mehrere Mietparteien ebenso. Es werden die Fassaden nach und nach unansehnlicher, durch temporäre Graffiti-Tags markiert, der Entschluss zur Renovierung reift. Den Auftrag erhält der Street-Art-Künstler Tom Brane, ein polychromes, flächenfüllendes und vielfiguriges Gemälde wird besprochen: Enten, Gänse, Hunde, viele Grünpflanzen, Kinder. Nahezu ausnahmslos gefällt schon die Entwurfsphase den Anrainern, ein familiengerechter, nachbarschaftsfreundlicher Eye-Catcher, so scheint es.

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Noch in Arbeit: Tom Branes bunte Bilderwelt am Haus Kirchstaße/ Ecke Konradstraße

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So könnte Marilyn Monroe ums Leben gekommen sein

 Die “Marilyn Tapes” im Theater der Immoralisten

„I wanna be loved by you, by you…“, – in ihrem berühmtesten Song sagte Marilyn Monroe die Wahrheit und nichts als die Wahrheit: Sie, Inbegriff von Sex und Unschuld, wollte geliebt werden, als Schauspielerin, als Sängerin, als Frau, als Geliebte. Geradezu süchtig war sie nach Ruhm und Anerkennung. Die Wahrheit über ihre Todesumstände kam dafür nie ans Licht. War es Selbstmord, wie man die Öffentlichkeit glauben machte – oder wurde sie doch ermordet? Wer steckte dann hinter ihrem Tod und was hat es mit den mysteriösen Tonbändern des FBI auf sich?

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Florian Wetter (Dr. Greenson) und Jochen Kruß (Peter Lawford verkleidet als Marylin)

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Opera Factory Freiburg begeistert mit “Fake and Error” im E-Werk

Zwischen Schwindel und Irrtum

Manche Einakter sind einfach zu kurz, um eine abendfüllende Produktion zu gewährleisten. Deshalb kombinierte die Opera Factory Freiburg die deutsche Erstaufführung von Luke Bedfords Kammeroper „Through his teeth“ (2014) mit Claudio Monteverdis dramatischem Madrigal „Il combattimento di Trancredi e Clorinda“ (1624) in einem intensiven, präzisen und berührenden Opernabend im Freiburger E-Werk.

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Siri Karoline Thornhill und Georg Gädker © Sebastian Düsenberg

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