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Theater | November 2019 | von Fabian Lutz

Mit „Die Vier“ zeigen die Immoralisten, wie vier idealistische Politiker an einer neuen Weltordnung scheiterten

Vorspiel zum Untergang

Es ist ermüdend, PolitikerInnen beim Zanken zu beobachten. Zumindest wenn dies in der Öffentlichkeit geschieht. Spannender gestaltet sich die Frage, was hinter den Kulissen passiert und noch spannender, was vor entscheidenden Momenten der Weltpolitik in all jenen Hinterzimmern passierte, zu denen keiner von uns je Zutritt hatte. 1919 war ein solcher Moment gekommen. Unter Leitung des amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson kamen der britische Premierminister David Lloyd George, der Präsident des italienischen Ministerrats Vittorio Emanuele Orlando und der französische Ministerpräsident Georges Clemenceau zusammen, um nach dem Ersten Weltkrieg eine gerechte neue Weltordnung zu schaffen.

© Manuel Kreitmeier

Frankreich, Amerika, Großbritannien in Person: Anna Tomicsek, Florian Wetter, Markus Schlüter

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Theater | Oktober 2019 | von Georg Rudiger

Die Opéra national du Rhin wird zum Opernhaus

“Wem ich nie begegnete, das bin ich”

Echte Partystimmung kommt im Straßburger Opernhaus nicht auf, als nach der französischen Erstaufführung von Philip Venables Oper „4.48 Psychosis“ der „Opernwelt“-Chefredakteur Albrecht Thiemann gemeinsam mit Bertrand Rossi, stellvertretender Geschäftsführer des Hauses, die Bühne betritt, um die Elsässische Rheinoper (Straßburg, Colmar, Mulhouse) gemäß der Jahresumfrage von 50 Kritikern als „Opernhaus des Jahres“ auszuzeichnen.

© Klara Beck

4.48 Psychosis

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Tanz | September 2019 | von Renate Killmann

Die „Kunst der Fuge“ am Theater Oldenburg

Atmosphärisch gedeutet und quicklebendig!

„Jedes fertige Werk ist eine Anmerkung zu einer früheren Leistung und zu etwas, das kommen wird.“ Was bedeutet dieser Ausspruch Luciano Berios in Bezug auf ein letztes großes Werk im Leben eines Künstlers? Auf diese Spurensuche begibt sich Joachim-Ernst Berendt in seinem Buch „Hinübergehen“, das sich mit dem Zauber des Spätwerks berühmter Komponisten beschäftigt.

Nicol Omezzolli und Lester René González Álvarez „Canon alla Ottava“© Stephan Walzl

Nicol Omezzolli und Lester René González Álvarez „Canon alla Ottava“

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Interview | September 2019 | von Georg Rudiger

Im Gespräch: Benedikt Stampa, neuer Intendant des Festspielhaus Baden-Baden

„Baden-Baden ist ein Sehnsuchtsort“

13 Jahre leitete Benedikt Stampa das Konzerthaus Dortmund, das er mit innovativen Formaten und außergewöhnlichen Künstlern zu einem wichtigen europäischen Musikort machte. Nun übernimmt der Musikwissenschaftler die Intendanz beim Festspielhaus Baden-Baden. Vor seinem Amtsantritt sprach Georg Rudiger mit Stampa über die Emotionalisierung der klassischen Musik, einen neuen Saal und die Fanfreundschaft zwischen dem SC Freiburg und Borussia Dortmund.

© Christian Grund

Benedikt Stampa (53) übernimmt ab dieser Saison die Intendanz des Festspielhaus Baden-Baden von Andreas Mölich-Zebhauser.

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Theater | September 2019 | von Georg Rudiger

Die Bregenzer Festspiele verzaubern mit „Rigoletto“ in der Regie von Philipp Stölzl

Spektakulär berührend

Der Kopf von Verdis Rigoletto ist 13 Meter hoch, neun Meter breit und ragt aus dem Bodensee. Der Kragen der Riesenfigur, die von hydraulischen Pumpen zum Leben erweckt wird, fungiert als Hauptbühne. In der Neuproduktion der Bregenzer Festspiele unter der Regie von Philipp Stölzl begeistert aber nicht nur das Bühnenbild, sondern auch das Schauspiel und die musikalische Untermalung durch die Wiener Symphoniker.

© Karl Forster

Beeindruckend: Szene aus “Rigoletto” bei den Bregenzer Festspielen.

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Kids | September 2019 | von Erich Krieger

Das Theater in den Bergen thematisiert in “Insekten?!”das Insektensterben auf amüsant-ernste Weise

Der Mensch beim Sägen am eigenen Ast

Wieder ist in Häg-Ehrsberg Landschaftstheater der besten Sorte angesagt. Das „Theater in den Bergen“ um den Autor und Regisseur Arnd Heuwinkel und die Kostümbildnerin und Schauspielerin Antonia Tittel inszeniert seit 2011 in Häg-Ehrsberg am oberen Ende des Angenbachtals, einem Seitental der Wiese, auf der Schwarzwaldhöhe anspruchsvolles Volkstheater mit Tiefgang. In der aktuellen Produktion “Insekten?!” geht es um Eingriffe des Menschen in die Natur.

© Erich Krieger

Antonia Tittel (li) mit dem Mückenschwarm in “Insekten?!”.

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Theater | September 2019 | von Marion Klötzer

Im Tanzprojekt „Grenzland“ am Theater Freiburg verarbeiten Männer ihre Krebs-Erfahrungen

Ringen um Stolz und Autonomie

Nach den Frauen sind die Männer dran: Mit dem Tanzprojekt “Grenzland” bringen 17 Männer ihre Krebserfahungen auf die Bühne des Werkraums des Freiburger Stadttheaters. Die Übergänge zwischen meditativen Sequenzen und geballter Männlichkeit samt dynamischer Kampffiguren sind fließend, der Gänsehautfaktor hoch.

© Britt Schilling

Simon Winiger und Anton Bauer in “Grenzland” am Theater Freiburg.

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Musik | September 2019 | von Fabian Lutz

Die Opera Factory Freiburg zeigt Gustav Holsts “Sāvitri” zu ihrem 25-jährigen Jubiläum

Moderne Harmonien

Gustav Holsts “Sāvitri” brachten Klaus Simon und seine Opera Factory (früher: Young Opera Company) bereits 1993 schon einmal auf die Bühne. Im Rahmen ihres 25-jährigen Bestehens führte die Freiburger Musiktheaterformation das Werk in der Pauluskirche auf.

© Sebastian Düsenberg

Colin Balzer, Ekkehard Abele und Karoline Thornhill in “Sāvitri”.

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