Der Straußenführer


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Kids | April 2020 | von Redaktion

Aktion „Bücher für Kinder“ der Stadtbibliothek Freiburg

Die Stadtbibliothek startet ab sofort die Aktion „Bücher für Kinder“. Der Medienbestand der Kinder- und Jugendbibliothek am Münsterplatz wurde vor der Schließung nahezu komplett ausgeliehen. Durch die großzügige finanzielle Unterstützung der Matthias-Ginter-Stiftung besteht nun aber die Möglichkeit, neue Kinderbücher zu bestellen und diese trotz geschlossener Bibliothek nach Hause zu liefern. Die Stiftung finanziert die Neuanschaffung und den mit der Auslieferung verbundenen Aufwand mit einem Betrag von 15.000 Euro. Die neuen Bücher werden zu Buchpaketen zusammengestellt, die nach der Bestellung per Velokurier zu den Kindern nach Hause gebracht werden.

© Stadtbibliothek Freiburg

Bücher für Kinder: Velokurier bringt die Bücher zu Ihnen nach Hause

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Literatur | März 2020 | von Redaktion

Lesung “Die Schönheit der Begegnung” von Frank Berzbach: 25. März, 19 Uhr

Für ein wenig Abwechslung und kulturelle Begegnung sorgt das Angebot der Buchhandlung Hugendubel am 25. März, 19 Uhr auf dem Instagram-Account @hugendubel_buchhandlungen. Dort wird der Autor Frank Berzbach Live ab 19 Uhr  aus dem Werk “Die Schönheit der Begegnung” vorlesen. Das Angebot setzt somit erste Impulse dem “social distancing” entgegenzuwirken und kulturelle Möglichkeiten in die Wohnzimmer der Interessierten zu bringen. Der virtuelle Kontakt ist zwar kein Vergleich zum Live-Erlebnis mit Publikum, ist aber ein Hoffnungsschimmer für Menschen, die auf Kultur nicht verzichten möchten.

© Eisele Verlag

Was: Lesung
Wann: 25. März, 19 Uhr
Wo: Instagram @hugendubel_buchhandlungen

Literatur | März 2020 | von Redaktion

Ein Brief an Literaturfreunde

Wurfpost aus dem Literaturhaus Freiburg

Liebes Publikum,

da wir Sie nicht ins Literaturhaus einladen können, kommt das Literaturhaus zu Ihnen: am 19. März als Hörstück für den Ohrensessel (Heinzl Spagl liest Éric Vuillard) und demnächst als Wurfpost in den Briefkasten. Jetzt bestellen, weiterlesen – und die Kunst unterstützen.
Alle Künstlerinnen und Künstler, die bis zu den Osterferien im Literaturhaus Freiburg zu Gast gewesen wären, sind eingeladen, uns digitale Post zu schicken. Aus diesen Einsendungen setzt unser unermüdlich funkensprühender Grafiker Andreas Töpfer eine Hauszeitung, die wir mit einer japanischen Schnelldruckmaschine im mechanischen Siebdruck vervielfältigen und Ihnen vor den Osterferien postalisch zukommen lassen.

© Literaturhaus Freiburg

Wurfpost aus dem Literaturhaus Freiburg

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Literatur | März 2020 | von Cornelia Frenkel

Lesetipp aus der Redaktion: Verlorene Leben

Ergreifende Erzählung von Pierre Kretz

In der dicht geschriebenen Erzählung „Verlorene Leben“ zeigt sich Pierre Kretz als Meister des Wesentlichen und der treffsicheren Andeutung. Aus ungewöhnlicher Perspektive lässt er den Leser Zug um Zug die Geschichte des Protagonisten Ernest Schmitt erfahren, nämlich vermittelt durch kurze Berichte von Personen, die dessen Wege einst kreuzten und gerne wüssten, wo er verblieben ist. Aufgewachsen in einer Bauernfamilie zu Beginn des 20. Jahrhunderts in einem Dorf im Sundgau, wird er in seiner Kindheit geprägt von Zwistigkeiten, die sein Vater mit Nachbarn austrägt, den „richa Meller“; durch die Blume lässt sich erahnen, dass dabei verleugnete Verwandtschaften sowie sexuelle Tabuisierungen eine Rolle spielten. Als begabtes Kind fällt Ernest dem Dorfpfarrer auf, wird auf ein bischöfliches Knabenseminar geschickt, kann aber an ihn gestellte Erwartungen nicht erfüllen, er hört „den Ruf Jesu’ nicht“. So wird er kein Kirchenmann, sondern studiert Jura und wird Anwalt.

Verlorene Leben

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Literatur | März 2020 | von Peter Frömmig

Lesetipp aus der Redaktion: Der Freiburger Bernhard Villinger und sein Buch „Die Arktis ruft“

Vom Schwarzwald in die Polarwelt

In der Polarbibliothek von Klaus Isele wird an den Freiburger Arktisforscher, Filmer und Mediziner Bernhard Villinger (1889-1967) erinnert. In seinem Buch „Die Arktis ruft“, erstmals 1929 und also vor genau 90 Jahren erschienen, berichtet Villinger von Forschungsreisen ins Polargebiet. Seit früher Jugend war Villinger eng mit dem Sport verbunden, hat er sich als Bergsteiger und erfolgreicher Skiläufer einen Namen gemacht. Als Darsteller wirkte er in Filmen wie „Das Wunder des Schneeschuhs“ (1919/1920) mit, bei dem auch sein Freund, der Freiburger Kameramann Sepp Allgeier beteiligt war. Schon als Student war Villinger Mitglied des von Aktiven des Freiburger FC begründeten „Akademischen Ski-Clubs Freiburg im Breisgau“, wurde er zu dessen Vorstand gewählt. Später, von 1936 bis 1944, war er Präsident des Freiburger FC. In den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs als Arzt zum Volkssturm im Elsass dienstverpflichtet, nahm Villinger nach seiner Entnazifizierung wieder die Praxistätigkeit in Freiburg auf.

© promo

Die Arktis ruft

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Literatur | März 2020 | von Cornelia Frenkel

Lesetipp aus der Redaktion: Was ist am Kapitalismus so unerträglich?

Jean Ziegler antwortet auf Fragen seiner Enkelin

Auch in seinem neuesten Buch nimmt Jean Ziegler die ganze Welt in den Blick und entdeckt kontinuierlich Unerträgliches, Ausbeutung und Hunger – auf einem Planeten, der „vor Reichtum überquillt“ – sowie Vertreibung von Bevölkerungen durch Profitgier, die zudem Böden, Flüsse und Meere vergiftet und das Klima beschädigt. Für jeden der von ihm angeprangerten Skandale hat er Beispiele parat, von Indien über den Kongo bis nach Guatemala. Der Soziologe, Schriftsteller, ehemals Abgeordneter im Schweizer Parlament und Mitarbeiter der UNO, ist als scharfer Kritiker des Finanzkapitals und der Allmacht von Großkonzernen bekannt. Auch im hohen Alter glaubt er jedoch an die aktive Kraft des Gewissens, die ermögliche, dass immer mehr Menschen der „kannibalischen Weltordnung“ des Kapitalismus den Rücken kehren und eine breite Widerstandsfront formieren, die an seiner „Abschaffung“ arbeitet. Hoffnung verkörpert für ihn insbesondere die Zivilgesellschaft, in der sich zahlreiche Organisationen für humanitäre Ziele engagieren.

© Promo

Der Autor Jean Ziegler

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Kultour | Oktober 2019 | von Cornelia Frenkel

Anlässlich der Frankfurter Buchmesse

Gute Bücher – neu oder neu aufgelegt

Ein Mensch möchte er werden, keine Funktion sein. Freude an Besitz ist ihm fremd: „Er wollte ja nur mitlieben, mithelfen, Glück zu schaffen und schönes Dasein.“ So denkt der Protagonist in „Der Kramladen des Glücks“ (1913), dem soeben neu aufgelegten Roman von Franz Hessel. Dass er nicht zielgerichtet sei und keinen Beruf anstrebe, hält man Gustav Behrendt vor. Doch die Welt interessiert ihn unbedingt. Bei einem Spaziergang durch winklige Gassen in Basel entdeckt er einen „Spezereiladen“ und ist fasziniert von all den unnützen Dingen, die dort zu sehen sind. Ähnlich beeindruckt ihn später eine Gemischtwarenhandlung, in der Walnüsse, Äpfel und Feigen neben einem Holzkreisel lagern. Solche Vielfalt versetzt ihn in seine Kindheit zurück, eine Zeit ohne Pläne und Absichten. „Der Kramladen des Glücks“ folgt zwar den Stationen des klassischen Bildungsromans – Kindheit, Jugend, frühes Erwachsenenalter -, aber der Held, den die sinnliche Liebe zunehmend seelisch erschüttert, arbeitet sich an nichts ab, sondern eignet sich die Welt offen und staunend an, als sei er ein Fremder. Auch wenn das Buch, soeben neu ediert, keine Autobiographie ist, erkennen wir hier die Haltung des Flaneurs Franz Hessel.

© Promo

Annie Ernaux. Die Jahre. Suhrkamp Verlag

 

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Literatur | Juli 2019 | von Cornelia Frenkel

Was ist am Kapitalismus so unerträglich?

Jean Ziegler antwortet auf Fragen seiner Enkelin

Sein neues Buch verfasste der Schweizer Soziologe, Politiker und Kapitalismuskritiker Jean Ziegler als Dialog mit seiner Enkelin – und wendet sich so explizit an die Jugend. Eine Rezension.

© Hermance Triay

“Was ist so schlimm am Kapitalismus?” – fragt der Jean Ziegler in seinem neuen Buch.

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