Straußenführer 2019


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Kultour | Oktober 2019 | von Cornelia Frenkel

Anlässlich der Frankfurter Buchmesse

Gute Bücher – neu oder neu aufgelegt

Ein Mensch möchte er werden, keine Funktion sein. Freude an Besitz ist ihm fremd: „Er wollte ja nur mitlieben, mithelfen, Glück zu schaffen und schönes Dasein.“ So denkt der Protagonist in „Der Kramladen des Glücks“ (1913), dem soeben neu aufgelegten Roman von Franz Hessel. Dass er nicht zielgerichtet sei und keinen Beruf anstrebe, hält man Gustav Behrendt vor. Doch die Welt interessiert ihn unbedingt. Bei einem Spaziergang durch winklige Gassen in Basel entdeckt er einen „Spezereiladen“ und ist fasziniert von all den unnützen Dingen, die dort zu sehen sind. Ähnlich beeindruckt ihn später eine Gemischtwarenhandlung, in der Walnüsse, Äpfel und Feigen neben einem Holzkreisel lagern. Solche Vielfalt versetzt ihn in seine Kindheit zurück, eine Zeit ohne Pläne und Absichten. „Der Kramladen des Glücks“ folgt zwar den Stationen des klassischen Bildungsromans – Kindheit, Jugend, frühes Erwachsenenalter -, aber der Held, den die sinnliche Liebe zunehmend seelisch erschüttert, arbeitet sich an nichts ab, sondern eignet sich die Welt offen und staunend an, als sei er ein Fremder. Auch wenn das Buch, soeben neu ediert, keine Autobiographie ist, erkennen wir hier die Haltung des Flaneurs Franz Hessel.

© Promo

Annie Ernaux. Die Jahre. Suhrkamp Verlag

 

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Literatur | Juli 2019 | von Cornelia Frenkel

Was ist am Kapitalismus so unerträglich?

Jean Ziegler antwortet auf Fragen seiner Enkelin

Sein neues Buch verfasste der Schweizer Soziologe, Politiker und Kapitalismuskritiker Jean Ziegler als Dialog mit seiner Enkelin – und wendet sich so explizit an die Jugend. Eine Rezension.

© Hermance Triay

“Was ist so schlimm am Kapitalismus?” – fragt der Jean Ziegler in seinem neuen Buch.

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Literatur | April 2019 | von Peter Frömmig

Thilo Krause erhält den Peter-Huchel-Preis 2019

Vom Leuchten der einfachen Dinge

Der renommierte Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik, jeweils verliehen für eine „herausragende Neuerscheinung“ des Vorjahres, geht 2019 an Thilo Krause. Sein Buch unter dem Titel „Was wir reden, wenn es gewittert“ erschien im Hanser Verlag, der sich schon lange verdient gemacht hat um deutschsprachige und internationale Dichtung.

© Yvonne Böhler

Peter-Huchel-Preisträger 2019: Thilo Krause.

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Kunst | Januar 2019 | von Cornelia Frenkel

María Hesse zeichnet das Leben der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo nach

„Viva la Vida“

„Wer das eigene Leid einmauert, läuft Gefahr, dass es ihn von innen verschlingt“, so eine Erkenntnis von Frida Kahlo. Die Spanierin María Hesse zeichnet in „Frida Kahlo. Eine Biographie“ auf verblüffende Weise das Leben und Werk der berühmtesten Künstlerin Mexikos nach.

© Wilhelm Kahlo

Frida Kahlo im Alter von 25 Jahren, porträtiert 1932 von ihrem Vater Wilhelm Kahlo.

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Literatur | November 2018 | von Fabian Lutz

Schwierigkeiten eines Protests

Buchbesprechung: „Die blinden Flecken der 68er-Bewegung“ von Wolfgang Kraushaar

In beeindruckender Breite geht Wolfgang Kraushaar in seiner Analyse auf die Verfehlungen und Probleme der 68er-Bewegung ein. Den Bogen spannt er von Politik, Gesellschaft, Philosophie bis hin zur Medien- und Popkultur. Eine Buchbesprechung.

© Sascha Hartgers

Chronist der 68er-Bewegung: Politikwissenschaftler Wolfgang Kraushaar.

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Literatur | November 2018 | von Annette Hoffmann

Herta Müller eröffnet das 32. Freiburger Literaturgespräch

Viel Worthunger

Vom 8. bis 11. November findet die 32. Ausgabe des Freiburger Literaturfestival statt. Eröffnet wird das Festival von Herta Müller, Trägerin des Literaturnobelpreises 2009.

© Stephanie von Becker

Herta Müller: Die deutsch-rumänische Autorin eröffnet das 32. Freiburger Literaturgespräch am 8. November im Neuen Rathaus.

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Interview | August 2018 | von Cornelia Frenkel

Im Gespräch: Susanne Fritz, Schriftstellerin

Einzelne im Mahlstrom der Geschichte

Bevor sich Susanne Fritz (*1964) auf das literarische Schreiben konzentrierte, arbeitete sie als Regieassistentin und Regisseurin an Theatern in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Ihre Romane, Erzählunge und Essays basieren auf ihrer eigenen Biographie, konsequent eingebettet in geschichtliche und kulturelle Zusammenhänge ein. Cornelia Frenkel befragte Susannne Fritz zu ihrem neuesten Buch „Wie kommt der Krieg ins Kind“.

© Burkhard Riegels

Susanne Fritz.

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Gesundheit | Juni 2018 | von Redaktion

Aus dem Buch eines Komapatienten

Lesung am 21. Juni im St. Josefskrankenhaus

Am Donnerstag, 21. Juni 2018 um 18 Uhr findet im Casino des St. Josefskrankenhauses eine öffentliche Lesung mit einem einleitenden Impulsvortrag statt. Zu Gast ist Emmanuel Beule, erfolgreich therapierter Komapatient und Autor des Werkes „Irgendwo ist oben. Das Tagebuch“.

Autor Emmanuel Beule ist am 21. Juni im Casino des St. Josefskrankenhauses zu Gast. ©RKK Klinikum

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