Straußenführer 2019


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Kunst | Januar 2020 | von Erich Krieger

Die „Paul Ege Art Collection“ in Freiburg im Breisgau

Nach dem Tod des Kunstmäzens wird das Museum unter seinem Namen weitergeführt

Im Juni dieses Jahres verstarb im Alter von 83 Jahren unerwartet der Freiburger Unternehmer, Kunstmäzen und Sammler Paul Ege.
Bis Ende der 90er Jahre war der Gesellschafter der Alexander Bürkle Unternehmensgruppe aktiv und erfolgreich in der Unternehmensleitung tätig. Nach seinem Rückzug aus dem aktiven Geschäftsleben wurde seine sich schon seit vielen Jahren in einer vielfältigen Sammlertätigkeit äußernde Liebe zu Kunst und Kultur zur Hauptaufgabe. Sein Blick richtete sich vor allem auf das abstrakte, gegenstandslose Bild, das sich am entschiedensten mit der Dialektik von Materialität und Bildlichkeit auseinandersetzt. So ist es nur folgerichtig, dass Eges vorrangiges Interesse den Kunstformen der Minimal Art oder des Radical Painting galt und seine Sammlung von Werken von Künstlern dieses Spektrums wuchs und wuchs und heute als eine der bedeutendsten Privatsammlungen im europäischen Raum angesehen wird.

© Paul Ege Art Collection, Bernhard Strauss

Donald Judd: Untitled (1991) 91 – 80; Aluminium, eloxiert und Farbe, 25 x 100 x 25 cm

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Kunst | Januar 2020 | von Annette Hoffmann

In Freiburg ist die Regionale 20 an vier verschiedenen Orten zu entdecken

Die Region in der Stadt

E-Werk
Man hat die Galerie für Gegenwartskunst noch nicht einmal betreten und schon die erste Arbeit der Regionale gesehen. Es ist eine großformatige Fotografie von Sanna Reitz vor dem E-Werk, die Abgrenzungen in Gärten dokumentiert hat. Es ist eines von zwei Projekten, die anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Regionale in Auftrag gegeben wurden. In der Gemeinschaftsarbeit von Hannah Kindler und Nika Timashkova „Soft Violence in Mimicry. Textile Histories of the Past and the Future“ wird der geografische Raum der Regionale als historischer Wirtschaftsraum betrachtet. In ihm sind Stoffmuster nicht mehr das Eigentum von Regionen, sondern Teil einer globalen Wertschöpfungskette.

© promo

E-Werk – Max Frischknecht “Black White On Off Dead Alive”, 2019

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Kunst | Januar 2020 | von Erich Krieger

Försterhaus in Reute wurde zum Mehrzweck-Kulturzentrum

Gemeinde erwarb historisches Privatanwesen und investierte Millionenbetrag in Umbau

Die 3000-Einwohner Gemeinde Reute im Landkreis Emmendingen besitzt seit kurzem ein veritables Kulturhaus, in dem Kunstgalerie, Museum und Veranstaltungsräume ein breit gefächertes Kulturprogramm mit Ausstellungen, Konzerten, Lesungen, Vorträgen, Kleinkunst, aber auch Festlichkeiten oder Tagungen ermöglicht. All dies kann nach einem umfangreichen Umbau im historischen Försterhaus-Anwesen im Ortskern stattfinden. Das Ensemble ist heute im Besitz der Gemeinde und wird programmatisch vom „Verein Kultur im Försterhaus“ mit Leben erfüllt.

© Erich Krieger

Das Försterhaus in Reute

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Kunst | Dezember 2019 | von Redaktion

Tipp für die Adventszeit: “Druckwerke” Gabriele Wübben und Reinhard Wiedemer

Das Kunsthaus L6 in Freiburg im Breisgau präsentiert noch bis zum 25. Januar 2020 Radierung und Lithografie von Gabriele Wübben und Reinhard Wiedemer

Noch bis zum 25. Januar sind in der KünstlerWerkstatt L6 in Freiburg-Zähringen die Werke der beiden Künstler Reinhard Wiedemer und Gabriele Wübben zur Schau gestellt.  Mit den traditionellen Druckverfahren, die die Ausstellung zeigt, werden neue Ausdrucksformen individuell gestaltet. Lineare Darstellung, konstruktiv und organisch, findet sich auch in der
ergänzenden Malerei.

Radierung, Wiedemer

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Kunst | Dezember 2019 | von Nike Luber

Karin Kneffel Retrospektive im Museum Frieder Burda in Baden-Baden

Motive mit geheimnisvoller Aura

Überlebensgroß, unwirklich schön, geradezu überirdisch strahlend: auf Gemälden der Künstlerin Karin Kneffel wirkt banales Obst wie ein vergrößerter Ausschnitt aus einem Traum vom Paradies. Äpfel, Pfirsiche, Trauben, alles verwandelt sich unter Kneffels präzisem Pinselstrich in etwas Wertvolles. Kein Supermarkt und kein Biohof kann solche Früchte produzieren, man muss schon nach Baden-Baden fahren und das Museum Frieder Burda besuchen. Dort hängen nicht nur die glorifizierten Früchte an den Wänden. Das Haus zeigt in Zusammenarbeit mit der Künstlerin und der Kunsthalle Bremen bis zum 8. März eine große, rund 140 Arbeiten umfassende Retrospektive.

© Thomas Bruns

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Kunst | Dezember 2019 | von Annette Hoffmann

Expressionismus im Zeitgeist

Das Museum für Neue Kunst zeigt das Werk von Hermann Scherer in einer Einzelschau, aber nicht als Solitär

1924 macht Ernst Ludwig Kirchner ein Foto von seinem Haus in Davos. Mehrere Skulpturen sind darauf abgebildet, alle scheinen aus einem Holzblock gearbeitet. Doch nur eine dieser Arbeiten stammt von ihm, es ist die Darstellung einer Mutter mit ihrem Kind. Alle anderen sind von Hermann Scherer. Ihre Freundschaft begann 1923 und intensivierte sich durch Besuche Scherers in Davos und das gemeinsame Arbeiten in den Schweizer Bergen. Dann, nur ein Jahr später der Bruch. Was Scherer mache, sei eine „sklavische Nachahmung seiner Kunst“, so Kirchner. Das Gemälde „Berglandschaft Sertigtal-Davos“ Hermann Scherers etwa ist 1923/24 entstanden und zeigt die charakteristischen exaltierten Kirchner-Farben. Blau trifft da auf Violett, ein Orange auf Grün und das Gebirge wirkt derart dynamisch als sei es gerade im Entstehen begriffen.

Ausstellungsansichten “Expressionist Scherer”

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Kunst | November 2019 | von Friederike Zimmermann

Atelierausstellung von Susanne Allgaier in der Zähringer Mühle in Freiburg

Visualisierung des Wassers

Beim offenen Atelier in der Zähringer Mühle zeigt Susanne Allgaier vom 15.-17. November, jeweils 16-20 Uhr, ihre Arbeiten zum Thema: Visualisierung des Wassers. Wenn die Freiburger Künstlerin in ihrem Atelier in der Zähringer Mühle arbeitet, ist sie permanent eingehüllt in das leise Plätschern des angrenzenden Altbaches – eines kleinen Wasserlaufs, der sich durch den Wald herab den Weg von der Anhöhe der Zähringer Burg bis zum Stadtteil Zähringen bahnt: Mal heiter glucksend, mal friedlich flüsternd oder lebendig pulsend, dann, etwa nach Regen, auch bedrohlich rauschend.

© Friederike Zimmermann

Susanne Allgaier vor ihrem Atelier

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Kunst | November 2019 | von Martin Flashar

Van Look-Kunstpreis 2019 geht an Uta Pütz

Fundstücke

Eine Hauptaktivität der im Gedenken an den Künstler Hans-Günther van Look (1939–2007) von seiner Witwe errichteten Stiftung ist die Vergabe eines Kunstpreises im Zwei-Jahres-Rhythmus. Van Look war 1963 Absolvent der Karlsruher Akademie und als Bildhauer, vor allem jedoch Maler aktiv; zudem bleiben seine fast einhundert Glasfenster im Gedächtnis.
Nach Andreas von Ow (2015) und Zora Kreuzer (2017), beide aus der Generation der noch nicht 40-Jährigen sowie Absolventen der Karlsruher Akademie der Bildenden Künste an ihrer Freiburger Zweigstelle, erhält jetzt Uta Pütz die Ehrung, Jahrgang 1969. Auch Pütz studierte kurz in Freiburg, bevor sie die Kunstausbildung in Karlsruhe 2012 (Meisterklasse Prof. Meuser) beendete. Zuvor hatte sie ein Diplom als Landschaftsarchitektin an der Fachhochschule Weihenstephan absolviert.

© promo

Uta Pütz: “God”, Fotografie 2015

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