Der Straußenführer


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Kultour | April 2020 | von Redaktion

ZKM bietet Digitales Festival: Komponistinnen eine Stimme geben

Die großen Namen der Musikgeschichte sind meist männlich. Ob Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Strauss oder Alexander Skrjabin. Doch wie sieht es mit Komponistinnen Isabella Leonarda oder Rebecca Saunders aus? Das digitale Festival „Feminale der Musik – Female Composers“ des ZKM widmet sich vom 6. April-  1. Mai  der mangelnden Präsenz weiblicher Musikerinnen und ihren Schöpfungen in der Geschichtsschreibung.

© Mélanie Bonis/ Éliane Radigue, © ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe

Das digitale Festival “Feminale der Musik – Female Composers”

Zu jeder Zeit und in jeder Biografie einer Komponistin gab es Hindernisse. Angefangen bei gesellschaftlichen Zwänge, Neid und Engstirnigkeit männlicher Kollegen bis hin zu Berufsverboten, die diese bemerkenswerten Musikerinnen überwinden mussten, um kreativ arbeiten und veröffentlichen zu können. Einige waren zu Lebzeiten sehr bekannt, gerieten nach ihrem Tod aber in Vergessenheit. Noch heute, im vordergründig offenen und demokratischen Informationszeitalter, wird Komponistinnen die Erlernung, Ausübung und Lehre in konservativen Strukturen erheblich erschwert.

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Kultour | April 2020 | von Redaktion

Karte kaufen und Gutes tun!

Freiburger Künstler*innen brauchen Ihre Hilfe! Das E-Werk Freiburg setzt ein Zeichen der Solidarität mit Freiburger Künstler*innen, deren bereits geplante Veranstaltungen aufgrund der Corona-Krise abgesagt werden mussten. Mit der virtuellen Aktion „Karte kaufen und Gutes tun“ können Sie direkt und unbürokratisch helfen. Das geht ganz einfach und bequem vom heimischen Sofa aus: Auf der Webseite des E-Werks und auf reservix.de können Tickets zu 5, 10, 15,  20, 50 oder 100 Euro gekauft werden.

© E-Werk

Die Erlöse dieser nicht real stattfindenden Veranstaltung gehen zu 100 Prozent an Freiburger Künstler*innen, deren Veranstaltungen nun im E-Werk Freiburg nicht wie geplant stattfinden können und die dadurch in eine finanzielle Notsituation geraten sind. Diese Aktion gilt vorerst bis zum 30. Juni 2020. Gegebenenfalls wird sie selbstverständlich verlängert, um die Existenz „unserer“ Künstler*innen zu sichern.
Karte kaufen und Gutes tun:
Jetzt Karte kaufen (auf der verlinkten Seite können Sie dann den Betrag auswählen, den sie spenden möchten.)

Kultour | Februar 2020 | von Redaktion

17. Mundologia-Festival vom 7. bis 9. Februar 2020 im Konzerthaus Freiburg

„Neugier auf das Unbekannte“

„Neugier auf das Unbekannte“ – Unter diesem Motto stehen 2020 alle Live-Reportagen, Fotoausstellungen und Workshops der 17. Auflage des Mundologia-Festivals, das ins Konzerthaus Freiburg einlädt.
Neugier ist eine unserer wichtigsten Eigenschaften. Wie ein innerer Motor treibt sie seit Menschengedenken unsere Entwicklung voran und hilft uns, neue Erkenntnisse zu gewinnen. Ohne sie hätten wir weder ferne Kontinente entdeckt, noch wären wir zum Mond geflogen! Diese Lust auf das Unbekannte und Riskante steht auch im Mittelpunkt der 17. Mundologia. Das spiegelt sich auch im Reportagen-Programm wider. Mit Hilfe modernster Technik, lichtstarken Beamern und einer 12,5 x 8 Meter großen Leinwand bringen die Veranstalter beeindruckende Bilder und Videos in HD-Qualität auf die große Bühne im Konzerthaus.

© Harald Philipp
© Chhikara/Franzisket

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Kultour | Januar 2020 | von Erich Krieger

Deutschlands größtes Theater sitzt in Titisee-Neustadt

Das Ehepaar Landgraf leitet seit 45 Jahren den bedeutendsten Tourneetheater-Betrieb

Wenn Joachim Landgraf gelegentlich als mächtigster Theaterintendant in Deutschland bezeichnet wird, hat er das selbst wohl nicht so gerne. Fakt ist aber, dass die Konzertdirektion Landgraf seit ihren Anfängen im Jahre 1945 in Titisee-Neustadt die Bundesrepublik flächendeckend mit mobilen Theaterproduktionen aus allen Genres versorgt. Die durchweg mit namhaften Künstlern besetzten Inszenierungen aus den Bereichen Schauspiel, Musical, Operette, Crossover, Entertainment und Tanz werden überall von Städten mit geeigneten Spielstätten aber ohne eigenes Ensemble gebucht. Da immer mehrere Produktionen gleichzeitig unterwegs sind, werden im Durchschnitt pro Tag über 5000 Zuschauer erreicht. Joachim Landgraf hat nach dem plötzlichen Tod seines Vaters Ernst als 28-jähriger im Jahr 1974 den Tournee-Betrieb übernommen und leitet ihn seitdem zusammen mit seiner Frau Birgit im künstlerischen Bereich. Seit kurzem ist der Betrieb in eine GmbH umgewandelt worden und Joachim Landgraf hat die Geschäftsführung abgegeben. Erich Krieger hat das theaterbesessene Ehepaar in den Geschäftsräumen in Neustadt getroffen und über ihre Erfahrungen und die heutige Situation des Tourneetheaters befragt.

© Erich Krieger

Das Ehepaar Landgraf

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Kultour | Oktober 2019 | von Cornelia Frenkel

Anlässlich der Frankfurter Buchmesse

Gute Bücher – neu oder neu aufgelegt

Ein Mensch möchte er werden, keine Funktion sein. Freude an Besitz ist ihm fremd: „Er wollte ja nur mitlieben, mithelfen, Glück zu schaffen und schönes Dasein.“ So denkt der Protagonist in „Der Kramladen des Glücks“ (1913), dem soeben neu aufgelegten Roman von Franz Hessel. Dass er nicht zielgerichtet sei und keinen Beruf anstrebe, hält man Gustav Behrendt vor. Doch die Welt interessiert ihn unbedingt. Bei einem Spaziergang durch winklige Gassen in Basel entdeckt er einen „Spezereiladen“ und ist fasziniert von all den unnützen Dingen, die dort zu sehen sind. Ähnlich beeindruckt ihn später eine Gemischtwarenhandlung, in der Walnüsse, Äpfel und Feigen neben einem Holzkreisel lagern. Solche Vielfalt versetzt ihn in seine Kindheit zurück, eine Zeit ohne Pläne und Absichten. „Der Kramladen des Glücks“ folgt zwar den Stationen des klassischen Bildungsromans – Kindheit, Jugend, frühes Erwachsenenalter -, aber der Held, den die sinnliche Liebe zunehmend seelisch erschüttert, arbeitet sich an nichts ab, sondern eignet sich die Welt offen und staunend an, als sei er ein Fremder. Auch wenn das Buch, soeben neu ediert, keine Autobiographie ist, erkennen wir hier die Haltung des Flaneurs Franz Hessel.

© Promo

Annie Ernaux. Die Jahre. Suhrkamp Verlag

 

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Kultour | Oktober 2019 | von Peter Frömmig

Reflexionen über das Warten

Von Zeitdruck und Muße

Beim Warten fiel mir ein, was ich vergessen hatte.

Wir nähern uns wieder der Adventszeit, die durch ihre vorweihnachtliche Ausdehnung zu kommerziellen Zwecken bereits begonnen hat. Das kann nicht nur für gläubige Christen als störend empfunden werden, sondern selbst für Atheisten und Agnostiker, die inzwischen zur Mehrheit gehören. Dahinter steht ein durch das kapitalistische System vorangetriebenes Effizienzdenken, das dem Abwarten entgegen steht. Zeit ist Geld. Was zählt, ist der schnelle Euro. Das Vorauseilen beschleunigt Hektik und verhindert das Aufkommen einer besonderen Stimmung, die einmal mit dem Advent, ursprünglich eine Zeit der Besinnung und Erwartung, einherging. Die allseitige Beschleunigung – eben nicht nur von Betriebssystemen, sondern mittlerweile aller Lebensbereiche – ist zu einem Ausdruck unserer Epoche geworden. Keiner hat mehr Zeit. Nicht nur im Berufsalltag, sondern auch im Privatleben, in sogenannter Freizeit muss alles eng getaktet, lückenlos verplant sein. Soziologen bezeichnen Zeitknappheit als ein modernes Phänomen. Dabei war es gerade das Versprechen der modernen Technologie, durch das Beschleunigen vieler Prozesse Zeit zu sparen.
Vorauseilen zu müssen, nicht mehr warten zu können ist für viele zu einem sozialen Zwang geworden. Sich dem zu entziehen ist nicht leicht, das kann jeder im Alltag an sich selbst feststellen. Wer die Dinge langsam angeht, könnte in den Verdacht geraten, von gestern zu sein.

© promo

„Die Kunst des Wartens“, Wagenbach Verlag

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Kultour | Juli 2019 | von Cornelia Frenkel

Auf den Spuren antiker Bauwerke im Südosten Frankreichs

Die Römische Provence lockt mit jahrtausendealter Ingenieurskunst

Wer nach Spuren antiker Bauwerke sucht, wird in der Provence, jener Landschaft im Südosten Frankreichs, die zwischen Rhônetal und Italien am Mittelmeer liegt, nicht enttäuscht. Nach der Besiedlung durch die Griechen kamen die Römer und hinterließen mitunter eindrucksvolle Ingenieursbauten wie den Pont du Gard.

Pont du Gard: Der rund 2000 Jahre alte römische Aquädukt zählt zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Südfrankreichs.

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Kultour | April 2019 | von Friederike Zimmermann

Das Bauhaus – eine Sozialutopie?

100 Jahre Bauhaus: Sehnsucht nach Licht, Luft und geistiger Freiheit

In Weimar fing alles an. Dennoch war es die Akademie der Künste in Berlin, die im Januar den großen Geburtstag des Bauhauses mit einer Festwoche einläutete: Das Bauhaus feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Jubiläum – und die Welt feiert mit.

© Andreas Praefcke

Das Haus Le Corbusier in der Stuttgarter Weißenhofsiedling beherbergt heute das Weißenhofmuseum.

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