Straußenführer 2017


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Auf dem Beiboot

Peter Carp zeigt am Theater Freiburg mit der Adaption von Peter Hürlimanns Novelle „Das Gartenhaus“ seine Handschrift

Thomas Hürlimanns Novelle „Das Gartenhaus“ erschien 1989, vor drei Jahren inszenierte sie Freiburgs neuer Intendant Peter Carp am Theater Oberhausen, seiner vorherigen Wirkstätte. Nun hat er sie für das Kleine Haus des Theater Freiburg adaptiert – Es ist die erste, wenn auch nicht eben neue Inszenierung des Intendanten, die in Freiburg zu sehen ist.

Die Schauspieler Margot Gödros und Hartmut Stanke in "Das Gartenhaus". (© Tanja Dorendorf)

Die Schauspieler Margot Gödros und Hartmut Stanke in „Das Gartenhaus“. (© Tanja Dorendorf)

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Das dicke Ende

Am Theater Basel wurde Lukas Linders Komödie „Der Revisor oder Das Sündenbuch“ uraufgeführt

Lukas Linder übernimmt in seiner Komödie nur das Grundgerüst von Nikolai Gogols „Revisor“ und behandelt dieses wie eine Travestie. Die Kleine Bühne des Theater Basel wird zu einer Ideal-Schweiz mit einem schematischen Alpenpanorama, in der sich die Dorfbewohner gegen alles Fremde abschotten wollen.

Katja Jung, Franziska Hackl, Barbara Horvath, Vincent Glander, Andrea Bettini, Thomas Reisinger und Max Rothbart in "Der Revisor oder Das Sündenbuch". (© Kim Culetto)

Katja Jung, Franziska Hackl, Barbara Horvath, Vincent Glander, Andrea Bettini, Thomas Reisinger und Max Rothbart in „Der Revisor oder Das Sündenbuch“. (© Kim Culetto)

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Von Witebsk zur Pariser Bohème

„Marc Chagall. Die Jahre des Durchbruchs 1911 bis 1919“ im Kunstmuseum Basel

Basel scheint derzeit ein Ort der Blockbuster. In der Fondation Beyeler ist Paul Klee zu sehen, im Kunstmuseum Basel Marc Chagall. Möglicherweise steht es derzeit nicht gut für Experimente, zumal das Kunstmuseum Basel zwischenzeitlich ein veritables Finanzproblem bekommen hat.

Marc Chagall: „Ich und mein Dorf“, 1911. Ausschnitt. (© Kumu Basel/Martin P. Bühler)

Marc Chagall: „Ich und mein Dorf“, 1911. Ausschnitt. (© Kumu Basel/Martin P. Bühler)

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Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen

Max Frischs „Biedermann und die Brandstifter“ im Wallgraben Theater in Freiburg

„Es kommt mir kein Hausierer ins Haus!“ giftet Haarwasserfabrikant Gottlieb Biedermann in Richtung seines Dienstmädchens, aber da sitzt Jupp schon breitbeinig neben ihm auf dem Sofa und schnappt sich eine Zigarre. Es folgen Wein, Imbiss und Schlafplatz – alles mit Dreistigkeit erlabert und ergattert. Und der Hauseigentümer? Kann nicht nein sagen, ist vollkommen überfordert. Dafür hat er jetzt selbst die Brandstifter auf dem Dachboden, die er beim Stammtisch noch eigenhändig aufhängen wollte.

Max Frischs „Biedermann und die Brandstifter“ im Wallgraben Theater

Max Frischs „Biedermann und die Brandstifter“ im Wallgraben Theater

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„Nationalsozialismus in Freiburg“ – Ausstellung im Augustinermuseum

Die Spitze des Eisbergs

Die unter Federführung des Historikers Robert Neisen und einem gewichtigen Beirat entstandene Ausstellung „Nationalsozialismus in Freiburg“ stützt sich auf zahlreiche Bücher, Veröffentlichungen des Stadtarchivs sowie Recherchen aus der Zivilgesellschaft. Hinzu kommen Bilder und historische Gegenstände, z.B. das antisemitische Kinderbuch „Der Giftpilz“ (1938) oder die Aktentasche des unbeugsamen Freiburger Sozialdemokraten Stefan Meier, der Stadtrat sowie Reichstagsabgeordneter in Berlin war und im März 1933 zu den 94 Mutigen gehörte, die gegen das Ermächtigungsgesetz der Nazis stimmten. 1944 wurde er im KZ Mauthausen ermordet.

Foto von Nazis bei einer Kundgebung auf dem Freiburger Münsterplatz 1939

Freiburger Nazis beim NSDAP-Kreisparteitag 1939 auf dem Münsterplatz (Schenkung E. Fehrenbach © Städtische Museen Freiburg/ Augustinermuseum)

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„SKITS. 13 Ausstellungen in 9 Räumen“ in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden

Die kryptischen Rätsel des Michael Müller

„SKITS. 13 Ausstellungen in 9 Räumen“ ist ein ungewöhnlicher Titel für eine Ausstellung. Aber er beschreibt treffend das, was einen bis zum 19. Februar in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden erwartet. Michael Müller hat die Räume der Kunsthalle in ein vielseitiges Panoptikum verwandelt, in der Figuren aus der antiken griechischen Mythologie ebenso ihren Platz finden wie ein ausgestopfter Kakadu.

Videostill aus Michael Müllers "Hermes & Hermaphroditos". Es zeigt einen Berggipfel umgeben von rosa Wolken. Auf dem Gipfel steht eine goldene Wippe wie von einem Kinderspielplatz, auf dieser schaukeln zwei goldene Figuren

Michael Müller: „Hermes & Hermaphroditos“. Video, 2015

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Beschläge Koch zeigt Bilder von Martin Kasper

Betreten erbeten: Bühnen der Erinnerung

Weit erstreckt sich der Kinosaal nach vorne. In der Mitte seiner Stirnseite, besser: in der zentralperspektivischen Mitte des Bildes prangt eine weiße Leinwand, die aus sich heraus zu leuchten scheint. Ansonsten erzählt sie nichts, kein Film spielt sich auf ihr ab. Die gedeckten Farben, die verblichene Polsterung der Wände und der abblätternde Boden, von dem die mit rotem Samt bezogenen Kinosessel entfernt wurden – alles weist auf eine prachtvolle Ausstattung hin, die schon einmal bessere Zeiten gesehen hat. Eine Art Cinema Paradiso aus einer Zeit, als irgendwie noch alles in Ordnung schien.

Gemälde "Lichtspiele" von Martin Kaspar. Es zeigt einen leeren Kinosaal, das Gemälde ist in warmen, rot-braunen Erdtönen gehalten

Martin Kasper: „Lichtspiele“. Zu sehen bis 29. Januar 2017 bei Beschläge Koch

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Dostojewskis „Schuld und Sühne“ im Theater der Immoralisten

Im Kopf eines Mörders

Ein lauter Knall, schon ist man mittendrin im Stück – und damit quasi im Kopf eines Mannes, der gleich zum Mörder wird. In höchster Erregung wirft sich Rodion Raskolnikow von Wand zu Wand in der engen dunklen Blackbox, auf die das Theater der Immoralisten für dieses Stück geschrumpft wurde; in Tuchfühlung zum Publikum, das um die schmale Vierung der Bühnenfläche herumgruppiert ist.

Szenenbild aus Dostojewskis "Schuld und Sühne" im Freiburger Theater der Immoralisten. Es zeigt den Schauspieler Jochen Kruß als Raskolikow in einer Verhörsirtuazion

Raskolikow (Jochen Kruß)

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