Straußenführer 2018


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Theodor Fontanes „Unterm Birnbaum“ beim Sommer-Open-Air der Immoralisten

Die Leichen der Anderen

Wenn sich im Gras unterm Birnbaum das Fallobst sammelt, kann schon auch mal ein kleiner Wurm drin sein. So richtig wurmstichig wird’s in Theodor Fontanes Kriminovelle von 1885, die die Freiburger Immoralisten als diesjähriges Sommer-Open-Air auf die Bühne bringen, aber erst unter der Erdoberfläche im Wurzelbereich, wo der Wirt Abel Hradschek eine Leiche aus dem letzten Weltkrieg entdeckt. Und wieder vergräbt.

Die Schauspieler Florian Wetter und Jochen Kruß in Fontanes „Untern Birnbaum“, zu sehen bis 8. September 2018 im Freiburger Theater der Immoralisten. ©Manuel Kreitmeier/Norbert Steinhöfel

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Freiburger Museum für Neue Kunst zeigt „Julius Bissier und Ostasien“

Das Bild als Dichtung

Es muss ein großes Faszinosum gewesen sein, dieses Stück Welt auf der anderen Seite des Globus. Dabei war Julius Bissier (1893-1965) nie in Ostasien gewesen. Und doch schien seine Kunst in dieser Kultur zu wurzeln. Wie dieser enge Bezug zustande kam, zeigen derzeit die beiden Kuratorinnen Isabel Herda und Anne Hagdorn in der Ausstellung „Im Raum meiner Imagination. Julius Bissier und Ostasien“ auf.

Julius Bissier: „Aufprallende Woge“, 1939. ©Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, VG-Bild-Kunst, Bonn 2018, Foto: Achim Kukulies

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Elisabeth-Schneider-Stiftung zeigt Fotografien von Amin El Dib

Intimität des Augenblicks

Hoch ragen die Grashalme bis zur Bildmitte auf, ein Trampelpfad führt aus der Schattenzone heraus ins Licht. Wohin das Auge auch blickt: Wiese, mit gelben Einsprengseln von Blumen malerisch durchsetzt. Es ist ein stimmungsvoller Mikrokosmos, der sich in der Ausstellung von Amin El Dib in der Elisabeth-Schneider-Stiftung  auftut. Für einen Moment glaubt man sich mit der Natur eins.

Amin El Dib: Fotografie aus der Serie „Under Skies of Blue And Grey“

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Kunst Koch zeigt Werke von Friedemann Hahn

Dem Auge geben, was einst Vorstellung war

Friedemann Hahn ist nicht nur Maler und Dichter, sondern auch Cineast. Szenen alter Kinofilme stehen im Zentrum der aktuellen Ausstellung des in Hinterzarten aufgewachsenen Künstlers in den Räumen der Firma Beschläge Koch in Freiburg.

Friedemann Hahn: „The big sleep“ .

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Mit „Professor Bernhardi“ übertreffen sich die Immoralisten selbst

Operation am offenen Herzen

Der aktuelle Bezug liegt auf der Hand, auch der zynisch mit „Komödie“ übertitelte Programmzettel zu „Professor Bernhardi“ stellt ihn klar: „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“, wird da der deutsche Innenminister zitiert. Die „Komödie“, wie sie Arthur Schnitzler bereits vor hundert Jahren sezierte, droht sich zu wiederholen; und die Immoralisten werden nicht müde uns darauf hinzuweisen.

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Wie kommt die Kunst ins Buch?

Im Gespräch: Dieter Weber, Modo Verlag

„Wir bringen Kunst in Bücher“, lautet die Losung von modo, einem der wichtigsten Kunstbuchverlage im Südwesten Deutschlands mit Sitz in Freiburg. Anlässlich des 20-jährigen Verlagsjubiläums wollte Friederike Zimmermann von Dieter Weber wissen, was modo als Kunstbuchverlag so besonders macht und wie es dazu kam.

Dieter Weber, Kunsthändler und Verleger

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Zielsicher ins Schwarze

Raffinierte Adaption: Die Uraufführung „1914“ der Freiburger Immoralisten

Als sich US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Diktator Kim Jong-un vor wenigen Wochen verbal befeuerten und so die Angst vor einem Flächenbrand schürten, befanden sich die Freiburger Immoralisten längst in den Proben zu ihrem neuen Stück „1914“. Wie so oft hatten sie die dräuende Gewitterstimmung in der Welt längst aufgegriffen und inhaltlich zum Thema ihrer nächsten Inszenierung gemacht.

Schauspieler Jochen Kruß in "1914" im Freiburger Theater der immoralisten. © Manuel Kreitmeier

Schauspieler Jochen Kruß in „1914“ im Freiburger Theater der immoralisten. © Manuel Kreitmeier

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Einfach nicht wie andere Bücherläden

Die Freiburger Jos Fritz Buchhandlung wurde mit dem Deutschen Buchhandlungspreis ausgezeichnet

Jos(s) Fritz (geboren um 1470-1525, bei Bruchsal) war keiner von den Angepassten. Zeit seines Lebens kämpfte er, wiewohl vergeblich, gegen die Unterdrückung der armen Land­bevölkerung, und begründete so die Bundschuhbewegung. Damit qualifizierte sich der Revolutionär zum idealen Namensgeber für die 1975 gegründete Freiburger Buchhandlung in der Wilhelmstraße – mitten im „Rebellenviertel“ und just zu jener Zeit, als die Bevölkerung gemeinsam gegen das damals geplante Kernkraftwerk in Wyhl aufstand.

Staatsministerin für Kultur Medien Prof. Monika Grütters bei der Übergabe des Deutschen Buchhandelspreis an Ilaria Maccagno und Heidemarie Schlenk (v.l.n.r.). © Dt. Buchhandlungspreis/Nico Herzog

Staatsministerin für Kultur Medien Prof. Monika Grütters bei der Übergabe des Deutschen Buchhandelspreises an Ilaria Maccagno und Heidemarie Schlenk (v.l.n.r.). © Dt. Buchhandlungspreis/Nico Herzog

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