Straußenführer 2019


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Theater | November 2019 | von Georg Rudiger

Das Theater Basel brilliert mit einem drei Jahre alten, aber sehr aktuellen „Barbier von Sevilla“

Die Liebe in den Zeiten der Social Media

Kirill Serebrennikov ist nicht da. Statt des russischen Regisseurs kommt im Theater Basel am Ende des vom Publikum gefeierten „Barbiers von Sevilla“ seine Assistentin Julia Huebner auf die Bühne, die die Neueinstudierung dieser drei Jahre alten Produktion der Komischen Oper Berlin betreute. Serebrennikov ist nur auf einem Foto zu sehen. Der im August 2017 gegen ihn verhängte Hausarrest wurde zwar im April dieses Jahres aufgehoben. Seinen Reisepass hat er aber nicht wieder erhalten. Huebner musste deshalb die Proben in Basel auf Video aufnehmen lassen und mit ihm besprechen, um seine kluge, komplexe und doch auch wunderbar leichte Inszenierung in Basel neu erstehen zu lassen.

© Promo

Theater-Basel: “Il barbiere di Siviglia”

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Theater | Oktober 2019 | von Georg Rudiger

Die Opéra national du Rhin wird zum Opernhaus

“Wem ich nie begegnete, das bin ich”

Echte Partystimmung kommt im Straßburger Opernhaus nicht auf, als nach der französischen Erstaufführung von Philip Venables Oper „4.48 Psychosis“ der „Opernwelt“-Chefredakteur Albrecht Thiemann gemeinsam mit Bertrand Rossi, stellvertretender Geschäftsführer des Hauses, die Bühne betritt, um die Elsässische Rheinoper (Straßburg, Colmar, Mulhouse) gemäß der Jahresumfrage von 50 Kritikern als „Opernhaus des Jahres“ auszuzeichnen.

© Klara Beck

4.48 Psychosis

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Theater | Juni 2019 | von Georg Rudiger

Ein echter Wurf: Debussys „Pelléas et Mélisande“ am Theater Freiburg

Die Entdeckung der Langsamkeit

Mit der hochmusikalischen Inszenierung von Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“ liefert das Freiburger Theater den ersten echten, wenn auch späten Opernhöhepunkt der Saison. Im Mittelpunkt: Mezzosopranistin Katharina Ruckgaber als Mélisande.

© Rainer Muranyi

Katharina Ruckgaber und John Carpenter als Mélisande und Pelléas am Theater Freiburg.

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Theater | März 2019 | von Georg Rudiger

Die Straßburger Oper zeigt Giovanni Legrenzis Oper „La Divisione del Mondo“

Es menschelt bei den Göttern

Geschacher um Kompetenzen gibt es nicht nur in Politik und Wirtschaft, sondern auch bei den Göttern. Davon erzählt Giovanni Legrenzis Barockoper „La Divisione del Mondo“ (Die Teilung der Welt), die an der Straßburger Oper Premiere feierte und nun in Colmar und Mulhouse zu sehen ist.

© Klara Beck

Szene aus “La Divisione del Mondo” an der Straßburger Rheinoper.

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Theater | Februar 2019 | von Georg Rudiger

Benedikt von Peter inszeniert einen packenden, düsteren „Don Giovanni“ am Theater Luzern

Die andere Seite des Lichts

Benedikt von Peter inszeniert Mozarts Don Giovanni in Luzern nicht als Person, sondern als Prinzip des Begehrens. Ein radikaler Ansatz, der einen Vorgeschmack auf die Saison 2020/21 des Theater Basel liefern könnte: Dann übernimmt der 41-jährige Deutsche die Intendanz des Basler Dreispartenhauses.

© Ingo Hoeh

In Benedikt von Peters Inszenierung ist Don Giovanni das Prinzip des Begehrens.

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Theater | Januar 2019 | von Georg Rudiger

Axel Ranisch inszeniert Prokofiews „Die Liebe zu den drei Orangen“ in Stuttgart als Computerspiel

Pralles Leben im ästhetischen Super-GAU

Mit seiner überhitzten, grotesken Oper „Die Liebe zu den drei Orangen“, die 1921 in Chicago uraufgeführt wurde, wollte Sergej Prokofiew einen bewussten Gegenentwurf zur schwülstigen Romantik schaffen. Axel Ranisch inszeniert das Stück an der Staatsoper Stuttgart als Computerspiel.

© Staatsoper Stuttgart / Matthias Baus

Carole Wilson als Fata Morgana, Michael Ebbecke als Zauberer Celio, Mitglieder des Staatsopernchors Stuttgart und Statisterie der Staatsoper.

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Theater | November 2018 | von Georg Rudiger

“Lucia di Lammermoor” am Theater Basel begeistert musikalisch

Mehr Opfer als Mörderin

Zwischen Rossinischer Leichtigkeit und der Dramatik Giuseppe Verdis – da siedelt der Dirigent Giampaolo Bisanti am Theater Basel Donizettis „Lucia di Lammermoor“ an. Der Italiener hat genau das richtige Händchen für diese Belcanto-Oper.

© Sandra Then

Rosa Feola & Fabián Lara in “Lucia di Lammermoor” am Theater Basel.

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Theater | November 2018 | von Georg Rudiger

Viktor Ullmanns KZ-Oper „Der Kaiser von Atlantis“ im E-Werk

Machtverlust im Nebel

Kaum eine Oper ist so mit ihrer Entstehungsgeschichte verknüpft wie „Der Kaiser von Atlantis“ von Viktor Ullmann. Der österreichische Komponist schrieb sie 1943 im Konzentrationslager Theresienstadt für genau die Instrumente, die man zur Verfügung hatte – darunter Saxofon und Banjo.

© Sebastian Düsenberg

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