Straußenführer 2017



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Monet-Ausstellung zum 20-jährigen Bestehen der Fondation Beyeler

Sanfte Doppelgänger

Lässt sich überhaupt etwas Neues, bisher Ungesehenes von Claude Monet zeigen? Die Fondation Beyeler hat dennoch eine Ausstellung über den beliebten Maler zu ihrem zwanzigjährigen Bestehen gewagt. Und tatsächlich kann man die schlicht „Monet“ betitelte Ausstellung nicht nur mit Genuss, sondern auch mit Gewinn an Erkenntnis betrachten.

Gemälde "Coucher de soleil sur la Seine, l’hiver" von Claude Monet. Es zeigt Eisschollen auf der Seine und ein Sonnenuntergang in Pastellfarben

Claude Monet, Coucher de soleil sur la Seine, l’hiver, 1880. Öl auf Leinwand, 60,6 x 81,1 cm (© Pola Museum of Art, Pola Art Foundation)

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Landy-Retrospektive im Museum Tinguely

“Out of Order”: Die Kreisläufe des Konsumierens

In Michael Landys Ausstellung geht es gedrängt zu, so gedrängt, dass man verleitet dazu ist, den Titel „Out of Order“ gleich auf die gesamte Retrospektive zu beziehen. Landy jedoch vergleicht seine Ausstellung mit einer englischen Landschaft. Folglich dürfte man also Sichtachsen und konstruierte Zusammenhänge erwarten.

Installation von Michael Landy

Michael Landy: Installationsansicht

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Das Theater Basel führt Stockhausens Oper „Donnerstag“ auf

“Vom Altar auf die Erde”

Schlaghosen und Langhaarperücke. In der linken Hand ein Glas Whiskey, in der rechten eine Zigarette. Die Band im Foyer des Theaters Basel hat noch Pause und wird erst nach und nach vom Dirigenten im roten Anzug zusammengetrommelt. Und gibt sich auch noch betont relaxt, als die sechsstündige Oper „Donnerstag“ von Karlheinz Stockhausen unter der Leitung von Titus Engel mit gestanzten Akkorden im Blech beginnt.

Das Theater führt Stockhausens Oper "Donnertsag" auf

Anu Komsi, Peter Tantsits, Michael Leibundgut, Statisterie.  (c) Sandra Then

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Die Fondation Beyeler zeigt Werke von Calder und Fischli/Weiss

Größer könnte der Unterschied zu Francisco de Goyas programmatischem Werk „Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer“ kaum sein. In aller Seelenruhe hebt sich der Brustkorb der Ratte und des Panda, völlig entspannt liegen die beiden Plüschtiere auf dem Boden der Fondation Beyeler und dösen vor sich hin. Da mag passieren, was will. Über ihnen erhebt sich ein Mobile Calders, das zu den Enden hin immer verzweigter und filigraner wird. Es sieht aus, als sei „Snow Flurry“ von den beiden erträumt. Kein Alp, keine Fledermäuse, aber wohl auch keine Vernunft. So nah kommen sich Peter Fischli/David Weiss und Alexander Calder in der Ausstellung selten. Die Ankündigung, eine Schau mit Werken von Calder und Fischli/Weiss zu zeigen, überraschte. Denn was haben die Mobiles des 1976 gestorbenen Calders schon mit den geistreichen Witzen des Schweizer Künstlerduos gemeinsam, die 1979 begannen, gemeinsam zu arbeiten?

Die Fondation Beyeler zeigt Werke  von Calder und Fischli/Weiss

Peter Fischli/David Weiss: Ein neuer Tag beginnt”, 1984, aus der Serie Equilibres (Stiller Nachmittag/
Foto: Fischli/Weiss Archiv, Zürich

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Musik- und Tanztheater „Melancholia“ am Theater Basel

„Einsamkeit, du Qual der Hertzen“

Wie tanzt man Melancholie? Mit sanften, ersterbenden Bewegungen? Mit gesenktem Kopf und hängenden Schultern? Sebastian Nübling und Ives Thuwis (Inszenierung und Choreographie) wählen am Theater Basel einen anderen Weg.

Musik- und Tanztheater „Melancholia“ am Theater Basel

Bryony Dwyer, junges theater basel © Sandra Then

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Werke von Reinhard Mucha im Kunstmuseum Basel|Gegenwart

Minimalismus mit Patina

Eine Ausstellung mit Werken von Reinhard Mucha gruppiert sich in Basel um seinen „Frankfurter Block”

Ein bisschen Galerie Grässlin im Museum für Gegenwartskunst, das neuerdings Kunstmuseum Basel|Gegenwart heißt. Und auch ein bisschen Galerie Sprüth Magers. Wer den weißen Kubus betritt, ist mit einer besonderen Form des White Cube aus Massivholzprofilen, Gipskarton, Leuchtstofflampen samt Teppichboden konfrontiert. Es ist ziemlich voll und alles andere als clean.

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Verdis Oper “Macbeth” am Theater Basel

“Zerbrochene Fenster, gekippte Statue”

Ein General, der mordet und morden lässt, um König zu werden. Eine kaltblütige, von Machtfantasien besessene Ehefrau, die ihn zu diesen Gewalttaten anstachelt. Giuseppe Verdis Oper „Macbeth“ nach dem Drama von William Shakespeare blickt tief in die menschlichen Abgründe.

Verdis Oper "Macbeth" am Theater Basel

Vladislav Sulimsky und Katia Pellegrino, Chor und Statisterie des Theater Basel. Foto: Sandra Then


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„Prière de toucher – Der Tastsinn in der Kunst“ – Ausstellung im Museum Tinguely Basel

“Berühren und Berührtwerden”

Ohne Sehen, Hören, Riechen, Tasten und Schmecken? Da verfiele der Mensch dem Stumpfsinn. Mit den fünf Sinnen befasst sich derzeit eine Ausstellungsreihe im Museum Tinguely, die letztes Jahr mit dem Thema Riechen begann. Nun geht eine Schau dem haptischen Sinn als Grundlage unserer Welterfahrung und ästhetischen Kompetenz nach und führt dabei auch durch zweitausend Jahre Kulturgeschichte.

Abraham Bosse. Der Tastsinn, Blatt 5 der Folge Die fünf Sinne, um 1638. Radierung © Foto ETH Zürich

Abraham Bosse. Der Tastsinn, Blatt 5 der Folge Die fünf Sinne, um 1638. Radierung © Foto ETH Zürich

 

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