Straußenführer 2017


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Im Interview Wolfram Wette, Historiker, Freier Autor und Bundesverdienstkreuzträger

„Täter, Opfer, Widerstand“

Wolfram Wette (*1940), Historiker und freier Autor, 1971 bis 1995 am Militärgeschichtlichen Forschungsamt (MGFA) in Freiburg tätig, danach am Historischen Seminar der hiesigen Universität als außerplanmäßiger Professor, hat die Historische Friedensforschung mitbegründet und ist Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der Bundesvereinigung „Opfer der NS-Militärjustiz“. Als Vertreter einer kritischen Militärgeschichte hat er sich für die Rehabilitierung von Wehrmachts-Deserteuren eingesetzt und herausragende Erkenntnisse zur NS-Zeit erarbeitet, indem er Täter, Opfer und Persönlichkeiten des Widerstands untersuchte. An Wolfram Wette, den Forscher, Aufklärer und Brückenbauer zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit, wurde dieses Jahr das Bundesverdienstkreuz verliehen. Unsere Mitarbeiterin Cornelia Frenkel hat ihn befragt.

Im Interview Wolfram Wette, Foto: Roland Krieg

Foto: Roland Krieg

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„terrains“ – eine Ausstellung in der Katholischen Akademie Freiburg mit Werken von Julia Schmid

Katholische Akademie Freiburg: Ausstellung „terrains“ von Julia Schmid
Auseinandersetzung mit Stadt und Natur

Aufmerksamkeit für alltägliche Details und ihre Zusammenhänge, das können die Gemälde, Texte, Fotografien und Fotogramme von Julia Schmid (*1969 Wuppertal) unbedingt stärken. Sie arbeitet mit einer Vielzahl von Techniken und Medien, ihre ausschnitthaft wirkenden Bilder vergegenwärtigen meist Pflanzen, Insekten, Naturdenkmäler und Reste von Wildnis in urbanen Zusammenhängen. Sie registrieren Spuren, aufgelesen in einer bestimmten raum-zeitlichen Situation, einem begrenzten Areal und dessen Verflechtungen, sei es auf einem Spazierweg in Arzdorf, in der Umgebung eines Gebäudes in Hannover oder Helsinki, einer Brache und städtischen Schnittstelle in Lehrte, oder etwa im ständigen Atelier. Aufschluss darüber liefern erklärende Schilder, die als integraler Bestandteil der Bildwerke gelten und der „verorteten Malerei“ – um einen Begriff von Julia Schmid zu gebrauchen – das Dekorative nehmen. Zentrales Element sind auch Landkarten und Stadtpläne.

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28. Internationale Kulturbörse und 17. Freiburg Grenzenlos Festival

Freiburg: Internationale Kulturbörse und Grenzenlos Festival
200 Live-Auftritte in 12 Tagen

Zum Treffpunkt der internationalen Kultur- und Eventbranche sowie zu einer großen Kleinkunstbühne wird Freiburg Ende Januar mit der 28. Internationalen Kulturbörse und dem 17. Freiburg Grenzenlos Festival. Traditionell eröffnet werden die Fachmesse und das Kleinkunstfestival am 25. Januar (20 Uhr) mit einem gemeinsamen Gala-Abend in der Messe Freiburg, bei der Komödiant Helge Thun durch ein breitgefächertes Programm. Genregrenzen sprengen dort unter anderem das Kabarettduo „Das Geld liegt auf der Fensterbank, Marie“ und die Mozart Heroes, die sich mit Violoncello und Gitarre durch die Musikepochen rocken.

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David Bittner in Freiburg beim Mundologia – Festival

David Bittner, Biologe und Fotograf, im Interview über Bären und Wildnis

Der Schweizer Biologe und Fotograf David Bittner reist regelmäßig nach Alaska, um die Küstenbraunbären in der Wildnis zu beobachten. Seine Bilder und Filme gehören zu den aufregendsten und spektakulärsten Aufnahmen, die je von Begegnungen mit wilden Bären gemacht wurden und sind am 31. Januar 2016, 15 Uhr, auf dem 13. MUNDOLOGIA – Festival im Konzerthaus Freiburg zu sehen. Im Gespräch mit Janine Böhm berichtet David Bittner von zaghaften Annäherungsversuchen, Scheinangriffen und menschlichem Fehlverhalten.

David Bittner

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„Der kleine Ritter Trenk“ im Theater Freiburg

Theaterzauber wider den Rest der Welt

Wer in diesen Tagen Trost finden möchte und sich ein wenig ver- oder bezaubern lassen möchte, dem sei das neue Kinderstück am Theater Freiburg – „Der kleine Ritter Trenk“ (2006), ein recht junges Stück der Jugendbuchautorin Kirsten Boie, das es als Zeichentrickfilm sogar schon auf die Leinwand geschafft hat – wärmstens empfohlen. Ohnehin gilt, soviel Zauber wie in einem Kinderstück ist sonst nie. Heraufbeschworen hat diese poetische Bilderwelt das am Freiburger Theater längst bewährte Trio mit dem britischen Regisseur Robin Telfer, dem Komponisten Günter Lehr und der Bühnen- und Kostümbildnerin Sabina Moncys.

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„Form folgt“ – eine Ausstellung im Kunstraum Alexander Bürkle in Freiburg

Die Ausstellung „Form folgt“ im Kunstraum Alexander Bürkle befasst sich mit den Möglichkeiten der Skulptur

"Form folgt" / Andrea Ostermeyer: Weiße Hemden, 2014

“Form folgt” – Ausstellung im Kunstraum Alexander Bürkle in Freiburg. Andrea Ostermeyer: Weiße Hemden, 2014

Wenn man am Ende den Rundgang abgeschlossen hat und von den Werken Walter Schelenz‘ zu denen von Nikola Ukić gelangt ist, hat man im Kunstraum Alexander Bürkle ein ganzes Spektrum von Möglichkeiten der Skulptur gesehen. Die „Form folgt“ – wollte man den Ausstellungstitel weiterführen – keinen Gesetzen, sie springt und wenn sie überhaupt etwas folgt, dann Gestaltungsprozessen, die selten orthodox sind. Die Skulpturen von Ukić stehen dabei sicher an einem äußeren Spektrum. Ihre hybride Form ist das Ergebnis eines Formprozesses, den der Düsseldorfer Künstler nur begrenzt kontrollieren kann. Der Montageschaum, den er verwendet, reagiert spontan und schließt die verwendete Erde ebenso mit ein wie die Folie, auf der sich Drucke erkennen lassen. Diese Ballen, Ukić nennt die drei Arbeiten aus diesem Jahr „Gerettete Mängel“, „Easy Rider“ und „Loses Mundwerk“ sind auf ihre Weise malerisch. Wobei die Form der Malerei ihre Grenzen aufweist, Krümmungen und Faltungen verhindern, dass man die aufgedruckten Motive oder Farbflächen in ihrer Gänze erkennt. Um den Körper der Skulptur mag man herumgehen können, um seine malerische Seite nicht.

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Die Reißleine ziehen!

Was kann noch repariert werden bei der Platzgestaltung zwischen Freiburger Kollegiengebäude II und Stadttheater?

Freiburgern fährt ein Schaudern durch die Glieder. Denn sie merken in diesen Tagen, wie es im Zuge der Erneuerung des Innenstadtrings am sog. Platz der alten Synagoge in Kürze zu Baumaßnahmen kommt, von denen niemand so recht weiß, wer sie eigentlich warum gewollt hat.
Deshalb lohnt es, Rückschau zu halten und einige der grundsätzlichen Fragen zu stellen. Dazu unterhielten wir uns mit Dr. Immo Beyer, Archäologe und Bauhistoriker. Hier einige Auszüge des spannenden Gesprächs.

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Tigerfell und schmelzender Schnee

Das Freiburger Augustinermuseum zeigt eine Retrospektive des Keramikers Horst Kerstan

Was treibt einen an, ein ganzes Arbeitsleben lang Gefäße zu schaffen: Schalen, Vasen, Schüsseln, Teetassen? Horst Kerstan hätte die Frage vermutlich nicht einmal verstanden.
Der Keramiker, der seit 1965 in Kandern arbeitete, hatte vermutlich ein eher existentielles Verhältnis zu Gefäßen. Obwohl er bereits in den 1960er Jahren auch Skulpturen aus Ton schuf, stand das Gefäß immer im Mittelpunkt. „Stellt man ein Gefäß an einen wichtigen Platz im Raum und fügt Blumen hinzu, so ist die Verbindung zwischen Mensch, Erde und Himmel gegeben“, schrieb er 1991.

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