Straußenführer 2017



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Das Projekt „Eurotopia“ am Theater Freiburg spürt der Utopie auf dem Kontinent nach

Europa ist ein Kessel Buntes

Wenn die Idee Europa zunehmend unklar wird, kann es nicht schaden zu ihren Wurzeln zurückzukehren. Und so steht am Anfang des Theaterprojektes „Eurotopia“ die Oper, genauer der Oper gewordene Mythos von der Entführung Europas durch den Stier. An sich ja keine schlechte Idee, schließlich ist die Verbindung von Musik und Mythos eine der Wurzeln der Kunst.

Szene von Emre Koyuncuoğlu

Szene von Emre Koyuncuoğlu (© M. Korbel)

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Heike M. Goetze inszeniert „Endstation Sehnsucht“ am Theater Freiburg

Die Gewalt ist gesellschaftslos

Tennessee Williams’ „Endstation Sehnsucht“ ist ein Stück mit einer geradezu symbolträchtigen Physis der Protagonisten. Marlon Brando im T-Shirt als Stanley Kowalski ist Legende. Auch Heike M. Goetzes Inszenierung von „Endstation Sehnsucht“ am Theater Freiburg ist ein Nachhall davon – wenn auch unter anderen Vorzeichen. Es macht auf der Bühne des Kleinen Hauses einen Unterschied, wie Körper, Nacktheit und Blößen in Szene gesetzt werden.

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Johanna Eiworth und André Benndorff in “Endstation Sehnsucht” © M. Korbel

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Gorkis “Wassa Schelesnowa” und “Die Mutter” im Theater Freiburg

Die Verhältnisse sind nicht so

Ein Blick auf das Bild an der Wand und wir wissen, woher das Vermögen von Wassa Schelesnowa stammt. Nicht etwa von Ziegeln, Kacheln, Holz und Torf, wie ihr Sohn Semjon das Geschäftsmodell des Familienunternehmens beschreibt. Es beruht auf der Ausbeutung der Arbeiter.

Szenenfoto aus Wassa Schelesnowa: Die Schauspielerinnen Melanie Lüninghöner und Marie Bonnet vor einem Wandgemälde ausgebeuteter Arbeiter

Melanie Lüninghöner und Marie Bonnet © M. Korbel

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Uraufführung am Theater Freiburg: Ludger Vollmers Oper “Crusades”

Liebe in Zeiten des Terrors

Ein islamistischer Selbstmordattentäter, der sich kurz vor dem Anschlag auf die Jerusalemer Grabeskirche bekehrt und deshalb von seinem Auftraggeber erschossen wird – „Crusades“, die neue Oper von Ludger Vollmer, trägt am Ende richtig dick auf. Und lässt nochmals alle der über 100 Beteiligten auf die Bühne kommen, um im Epilog Frieden und Gerechtigkeit zu fordern.

Szene aus "Crusades" am Theater Freiburg. Es zeigt die Schauspielerinnen Sirin Kilic und Kim-Lillian Strebel

Sirin Kilic und Kim-Lillian Strebel in “Crusades” am Theater Freiburg (© Maurice Korbel)

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Mareike Mikat inszeniert „Nathan der Weise“ im Theater Freiburg

Wer hat Angst vor Lessing?

„Beware of the camel“, steht auf dem Warnhinweis. Jerusalem zur Zeit Nathan des Weisen ist eine globalisierte Handelsregion. Nathan ist mit seiner Karawane unterwegs als seine Tochter Recha beinahe einen Unfall erleidet. Das Haus steht in Flammen und wäre da nicht der Tempelherr gewesen, die junge Frau hätte ihr Leben gelassen. Doch ihren Dank will er nicht, Recha ist Jüdin, er Christ.

Szene aus Lessings "Nathan der Weise" im Theater Freiburg. Es zeigt die Schauspieler André Benndorf und Victor Calero.

André Benndorf und Victor Calero in Lessings “Nathan der Weise” im Theater Freiburg © Marice Korbel

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„Die Sache Makropulos“ am Theater Freiburg

Vera Nemirova inszeniert Leos Janáceks Oper mit Katerina Hebelková als Primadonna

Der Zeiger auf dem großen Zifferblatt steht still. Die Zeit ist angehalten für die Operndiva Emilia Marty, die, weil sie als Kind von ihrem Vater ein Lebenselixier zu trinken bekam, inzwischen 337 Jahre zählt: In Leos Janáceks Oper „Die Sache Makropulos“ am Freiburger Theater verkörpert die tschechische Mezzosopranistin Katerina Hebelková die Primadonna. Und macht aus der geheimnisvollen Figur eine sinnliche, selbstbewusste, von den Männern begehrte Frau, die ihr zerbrechliches Inneres mit dem Glanz des Erfolgs schützt.

Foto von Opernsängerin Katerina Hebelková als Primadonna, sie sitzt vor einem großen Ziffernblatt und schminkt sich

Katerina Hebelková in Leos Janáceks Oper „Die Sache Makropulos“ – zu sehen bis Mitte Januar im Theater Freiburg © Maurice Korbel

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Otfried Preußlers „Kleine Hexe“ wirbelt über die Bühne des Freiburger Theaters

Viel Hokuspokus und Situationskomik

Im November 2009 wirbelte Otfried Preußlers „Kleine Hexe“ schon einmal über die Bühne des Großen Hauses – und war das mit Abstand erfolgreichste Kinderstück in der Ära von Theaterintendantin Barbara Mundel. Jetzt wurde Thalia Kellmeyers Inzenierung des Kinderbuchklassikers mit neuer Besetzung wieder aufgenommen und verbuchte sofortigen Erfolg.

Szenenbild aus "Die kleine Hexe" im Theater Freiburg: Der Revierförster trägt die kleine Hexe huckepack

Die kleine Hexe (Marie Jordan) und der Revierförster © Maurice Korbel

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Robert Schuster inszeniert „Die Schutzflehenden“ im Theater Freiburg

Zwölf szenische Episoden zu den Themen Flucht und Europa

Eigentlich hätte Robert Schuster ja zwei von Shakespeares Königsdramen inszenieren sollen – und wohl auch wollen. Man wird dies im Verlauf des Abends, der drei Stunden dauern wird, noch das eine oder andere Mal hören und auch vorgeführt sehen. Doch dann verlangte die Gegenwart ihren Tribut vom Theater. Und der hieß Aktualität und Migrationskrise. Die deutschen Theater entdeckten Aischylos‘ „Die Schutzflehenden“.

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