Der Straußenführer


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Kunst | Januar 2020 | von Erich Krieger

Die „Paul Ege Art Collection“ in Freiburg im Breisgau

Nach dem Tod des Kunstmäzens wird das Museum unter seinem Namen weitergeführt

Im Juni dieses Jahres verstarb im Alter von 83 Jahren unerwartet der Freiburger Unternehmer, Kunstmäzen und Sammler Paul Ege.
Bis Ende der 90er Jahre war der Gesellschafter der Alexander Bürkle Unternehmensgruppe aktiv und erfolgreich in der Unternehmensleitung tätig. Nach seinem Rückzug aus dem aktiven Geschäftsleben wurde seine sich schon seit vielen Jahren in einer vielfältigen Sammlertätigkeit äußernde Liebe zu Kunst und Kultur zur Hauptaufgabe. Sein Blick richtete sich vor allem auf das abstrakte, gegenstandslose Bild, das sich am entschiedensten mit der Dialektik von Materialität und Bildlichkeit auseinandersetzt. So ist es nur folgerichtig, dass Eges vorrangiges Interesse den Kunstformen der Minimal Art oder des Radical Painting galt und seine Sammlung von Werken von Künstlern dieses Spektrums wuchs und wuchs und heute als eine der bedeutendsten Privatsammlungen im europäischen Raum angesehen wird.

© Paul Ege Art Collection, Bernhard Strauss

Donald Judd: Untitled (1991) 91 – 80; Aluminium, eloxiert und Farbe, 25 x 100 x 25 cm

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Kultour | Januar 2020 | von Erich Krieger

Deutschlands größtes Theater sitzt in Titisee-Neustadt

Das Ehepaar Landgraf leitet seit 45 Jahren den bedeutendsten Tourneetheater-Betrieb

Wenn Joachim Landgraf gelegentlich als mächtigster Theaterintendant in Deutschland bezeichnet wird, hat er das selbst wohl nicht so gerne. Fakt ist aber, dass die Konzertdirektion Landgraf seit ihren Anfängen im Jahre 1945 in Titisee-Neustadt die Bundesrepublik flächendeckend mit mobilen Theaterproduktionen aus allen Genres versorgt. Die durchweg mit namhaften Künstlern besetzten Inszenierungen aus den Bereichen Schauspiel, Musical, Operette, Crossover, Entertainment und Tanz werden überall von Städten mit geeigneten Spielstätten aber ohne eigenes Ensemble gebucht. Da immer mehrere Produktionen gleichzeitig unterwegs sind, werden im Durchschnitt pro Tag über 5000 Zuschauer erreicht. Joachim Landgraf hat nach dem plötzlichen Tod seines Vaters Ernst als 28-jähriger im Jahr 1974 den Tournee-Betrieb übernommen und leitet ihn seitdem zusammen mit seiner Frau Birgit im künstlerischen Bereich. Seit kurzem ist der Betrieb in eine GmbH umgewandelt worden und Joachim Landgraf hat die Geschäftsführung abgegeben. Erich Krieger hat das theaterbesessene Ehepaar in den Geschäftsräumen in Neustadt getroffen und über ihre Erfahrungen und die heutige Situation des Tourneetheaters befragt.

© Erich Krieger

Das Ehepaar Landgraf

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Nachhaltig | Dezember 2019 | von Friederike Zimmermann

Superverständlich: Das Buch „Kleine Gase – Große Wirkung“

Kompaktwissen zum Klimawandel für Jedermensch

Es ist quadratisch, hat das Format einer Großtafel Ritter-Sport-Schokolade und kostet nur wenig mehr als diese: Das Buch zum Klimawandel „Kleine Gase – Große Wirkung“ von Christian Serrer und David Nelles mit Bestsellerpotential.
Die Autoren – beide 22-jährig und Studenten der Wirtschaftswissenschaften – haben dieses Bändchen im Eigenverlag herausgegeben und damit der großartigen Idee stattgegeben, wissenschaftlich fundiertes, ausgiebig und präzise recherchiertes Fachwissen zum Klimawandel „kurz, anschaulich, verständlich“ rüberzubringen, so dass es wirklich jeder verstehen kann. (Woran natürlich auch die gelungenen Grafiken ihren Anteil haben.)

© Edmund Möhrle

Die Autoren von “Kleine Gase – Große Wirkung”

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Kunst | Dezember 2019 | von Nike Luber

Karin Kneffel Retrospektive im Museum Frieder Burda in Baden-Baden

Motive mit geheimnisvoller Aura

Überlebensgroß, unwirklich schön, geradezu überirdisch strahlend: auf Gemälden der Künstlerin Karin Kneffel wirkt banales Obst wie ein vergrößerter Ausschnitt aus einem Traum vom Paradies. Äpfel, Pfirsiche, Trauben, alles verwandelt sich unter Kneffels präzisem Pinselstrich in etwas Wertvolles. Kein Supermarkt und kein Biohof kann solche Früchte produzieren, man muss schon nach Baden-Baden fahren und das Museum Frieder Burda besuchen. Dort hängen nicht nur die glorifizierten Früchte an den Wänden. Das Haus zeigt in Zusammenarbeit mit der Künstlerin und der Kunsthalle Bremen bis zum 8. März eine große, rund 140 Arbeiten umfassende Retrospektive.

© Thomas Bruns

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Kunst | Dezember 2019 | von Annette Hoffmann

Expressionismus im Zeitgeist

Das Museum für Neue Kunst zeigt das Werk von Hermann Scherer in einer Einzelschau, aber nicht als Solitär

1924 macht Ernst Ludwig Kirchner ein Foto von seinem Haus in Davos. Mehrere Skulpturen sind darauf abgebildet, alle scheinen aus einem Holzblock gearbeitet. Doch nur eine dieser Arbeiten stammt von ihm, es ist die Darstellung einer Mutter mit ihrem Kind. Alle anderen sind von Hermann Scherer. Ihre Freundschaft begann 1923 und intensivierte sich durch Besuche Scherers in Davos und das gemeinsame Arbeiten in den Schweizer Bergen. Dann, nur ein Jahr später der Bruch. Was Scherer mache, sei eine „sklavische Nachahmung seiner Kunst“, so Kirchner. Das Gemälde „Berglandschaft Sertigtal-Davos“ Hermann Scherers etwa ist 1923/24 entstanden und zeigt die charakteristischen exaltierten Kirchner-Farben. Blau trifft da auf Violett, ein Orange auf Grün und das Gebirge wirkt derart dynamisch als sei es gerade im Entstehen begriffen.

Ausstellungsansichten “Expressionist Scherer”

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Theater | Dezember 2019 | von Marion Klötzer

Das Jugendstück „Satelliten am Nachthimmel“ im Theater im Marienbad

Ein Kaleidoskop von Gefühlen

„Ich hab ein schwarzes Loch im Bauch“, behauptet Joni alias Lisa Bräuniger. Breitbeinig steht sie mit ihrem Plastikeimer-Helm auf einer riesigen, silbernen Drehscheibe im Schwimmbecken des Theaters im Marienbad (Ausstattung: Karen Simon). Über ihr schwebt ein Gespinst aus dicken Drähten, die Szene ist in geheimnisvoll-blaues Weltraumlicht getaucht. Um anders sein und Neues denken, um Schmerz, Wut und Mut, um Sinnsuche und Abenteuerlust dreht sich das Jugendstück „Satelliten am Nachthimmel“ des 1984 geborenen Norwegers Kristofer Blindheim Grønskag, das 2018 mit dem Baden-Württembergischen Jugendtheaterpreis ausgezeichnet wurde und jetzt unter der Regie von Carina Eberle Premiere feierte. Ein Stück wie gemacht für das Ensemble des Theaters im Marienbad: Poetisch, Fantasie strotzend, voller Imagination, Leerstellen und Zwischentönen.

© Minz und Kunst Photography

“Satelliten am Nachthimmel”

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Theater | Dezember 2019 | von Georg Rudiger

Die Geister im Kopf

Peter Carp inszeniert, Gerhard Markon dirigiert eine herausragende Produktion von Benjamin Brittens „The turn of the screw“ am Theater Freiburg

Eine Gouvernante kommt in ein englisches Landhaus, um zwei Kinder zu betreuen. Eigentlich sollte nur noch die Haushälterin Mrs. Grose in dem prachtvollen Anwesen wohnen, aber schon bald tauchen zwei weitere Gestalten auf, die als Geister von Verstorbenen gedeutet werden. Die Idylle wandelt sich in Schrecken. Die rätselhafte Vergangenheit wird zur Bedrohung. Am Ende ist ein Kind tot. Und die Gouvernante verstummt.

© Paul Leclaire

“The Turn Of The Screw”

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Gesundheit | Dezember 2019 | von Redaktion

4. Freiburger Unternehmer-Symposium am 4. und 5. März 2020

Erfolgsfaktor „Gesunde Führung“

Die Führungskultur der Zukunft stellt die Gesundheit der Mitarbeiter in den Mittelpunkt. Aber wie kann eine gesunde Führungskultur zum Erfolgsfaktor eines Unternehmens entwickelt werden? Das 4. Freiburger Unternehmer-Symposium „Gesunde Führung – Der Erfolgsfaktor für Betriebliches Gesundheitsmanagement“ wird am Donnerstag, dem 5. März 2020 im Gesundheitsresort Freiburg Führungskräften Impulse und Antworten auf zentrale unternehmerische Herausforderungen unserer Zeit geben. Foren, Marktplätze und Round-Table Gespräche garantieren die Vermittlung von Best-Practice Know-How und wegweisender Konzepte, deren Erfolge sich bereits in der Praxis bewährt haben.

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