Straußenführer 2018


Anzeigen



Waldhof Freiburg



Südbadens größtes Musikhaus


Rahmenladen



domani




Nachhaltig | Januar 2012 | von redaktion

„Karriere der Sonnenenergie“

„Solare Zeiten“ – das Standardwerk zur Geschichte der Sonnenenergie von Bernward Janzing

Zwölf Aussteller gereichten den Sonnentagen in Sasbach am Kaiserstuhl 1976 zur weltgrößten Solarmesse – und wurden so zu einem wichtigen Baustein der „Karriere der Sonnenenergie“, die Bernward Janzing in seinem neuen Buch „Solare Zeiten“ nacherzählt. In dem üppig bebilderten Werk berichtet der Freiburger Journalist und Träger des Deutschen Solarpreises 2010 von den vielen Facetten der Solarenergie und von dem oft beschwerlichen Weg, sie zu etablieren. Er schreibt von engagierten Bürger, die jahrzehntelang für den Durchbruch der Sonnenkraft kämpften – eine Geschichte von großen Zielen mit kleinen Kuriositäten und Anekdoten. Der Autor beginnt bei den Weltraumforschern, die Strom brauchten für ihre Satelliten, er schreibt von Politikern, die nach der Ölkrise Ersatz suchten für das knapper werdende Erdöl, und von Bürgern, die für den Klimaschutz und gegen die Atomkraft kämpften. So stellt Janzing eine große Solargemeinschaft vor, die vom Garagen-Bastler bis zum Umwelt verband , vom Wissenschaftler bis zum Architekten, vom Kommunalpolitiker bis zum mutigen Unternehmer reicht. Viele Ereignisse spielen in Südbaden. Einer der frühesten Pioniere waren Vater und Sohn Hans und Jürgen Kleinwächter, zwei kreative Erfinder, die sich in Lörrach schon in den siebziger Jahren der Solartechnik verschrieben. Es folgte die Gründung des Fraunhofer Instituts in Freiburg (von Kollegen des Initiators Adolf Goetzberger übrigens für eine spinnerte Idee gehalten).

Weiterlesen…

Nachhaltig | Dezember 2011 | von redaktion

Befreiung von Netzentgelten zulässig?

Elektrizitätswerke Schönau wehren sich gegen Begünstigung strom­intensiver Betriebe

Ursula Sladek

Als Netzbetreiber und bundesweiter Ökostromanbieter wehren sich die Elektrizitätswerke Schönau gegen die Befreiung energieintensiver Unternehmen von den Netzkosten.
Hintergrund: die seit August 2011 geltende neue Stromnetzentgeltverordnung befreit in § 19 Unternehmen mit einem Jahresverbrauch von mehr als 10 Millionen Kilowattstunden und Jahresbenutzungsstunden von mindestens 7.000 komplett von den Netznutzungsgebühren. Diese Unternehmen, z.B. Aluhütten oder Zementhersteller, müssen also überhaupt keine Entgelte mehr für die Nutzung der Stromnetze bezahlen und dies bereits rückwirkend für das laufende Jahr. Die so definierten Strom intensiven Industriebetriebe erhalten die für das Jahr 2011 zu viel bezahlten Netzentgelte zurück, ab dem Jahr 2012 fehlt ihr Beitrag zu den Netzkosten. Rund 520 Unternehmen, die 15 % des Stromverbrauchs ausmachen, könnten in den Genuss dieser kompletten Befreiung bei den Netznutzungsentgelten kommen, die Kosten sollen von den übrigen Verbrauchern in Form einer neuen Umlage übernommen werden. Für einen Durchschnittshaushalt mit 3.500 Kilowattstunden Jahresverbrauch wird dadurch mit Kostensteigerungen von 26 bis 35 € gerechnet und auch mittelständische Unternehmen müssen sich auf deutlich steigende Stromkosten einstellen.
Im Interesse Ihrer Kunden haben die Elektrizitätswerke Schönau Anwälte eingeschaltet, die sich schon dahingehend geäußert haben, dass die rechtliche Zulässigkeit der vollkommenen Befreiung von Netzentgelten sowohl nach deutschem Energiewirtschaftgesetz als auch nach EU-Recht höchst zweifelhaft ist. Zunächst werden daher alle Argumente gegen die Festlegung der neuen Umlage als Stellungnahme im Konsultationsverfahren der Bundesnetzagentur eingebracht, das laut Bundesnetzagentur ergebnisoffen sein soll. Sollte dies nicht zum gewünschten
Ergebnis führen, ist der nächste Schritt die Beschwerde gegen die Festlegung und/oder eine Klage.
„Es kann nicht sein“, so Ursula Sladek, Vorstand der Netzkauf EWS e.G., „dass Haushalte und mittelständische Unternehmen die Kosten der Großindustrie für die Stromnetzbenutzung zahlen müssen, die im Übrigen auch schon von der Beteiligung an den Kosten für die Erneuerbaren Energien befreit sind. Die geplante Umlage widerspricht dem Verursacherprinzip, setzt keinerlei Anreize zur Energie Einsparung und verschlechtert massiv die Voraussetzungen für die dezentrale Kraftwärmekopplung in den begünstigten Unternehmen. Die Kraftwärmekopplung als wichtigster Partner der Erneuerbaren Energien wird somit massiv ausgebremst – die geplante Umlage setzt daher auch energiepolitisch vollkommen falsche Signale“.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Ursula Sladek, Vorstand Netzkauf EWS eG, u.sladek@ews-schoenau.de; Tel. 07673/8885-34.

Nachhaltig | Dezember 2011 | von redaktion

Nachhaltige Geldanlagen

Grünes Geld – Handbuch für ethisch-ökologische Geldanlagen 2012/2013

Noch zu Beginn des Jahrzehnts galten nachhaltige Geldanlagen als eine Domäne privater Anleger. Sie haben damit u.a. den Ausbau der erneuerbaren Energie-Branche mit  bundesweit über 280.000 Arbeitsplätzen ermöglicht. Bis 2020 rechnet die Bundesregierung hier mit einem Anstieg auf 500.000 Arbeitsplätze, womit  diese Branche die Größenordnung der Automobilbranche erreichen wird. Heutzutage sind außer den Umwelttechnikfonds auch Umweltaktien an der Börse hinzugekommen. Nachhaltigkeit ist im Laufe der Jahre inzwischen zu einem Milliardenmarkt  geworden.
Nachhaltige Geldanlagen im Bereich Klimaschutz, Wasser, Umwelttechnologie, Emerging  Markets sind auf dem Weg zum Mainstream. Mehr und mehr werden damit Wertediskussionen auch in Kapitalanlagen abgebildet. Viele Anleger nachhaltigen Investments verknüpfen ihre ökologische Einstellung und ihre Geldanlage. Umfragen belegen, dass bereits für ein Drittel der Befragten Geldanlagen nach Nachhaltigkeitskriterien in Frage kommen. Nachdem nachhaltige Unternehmen in der derzeitigen Krise besser abschneiden als konventionelle Wettbewerber, ergeben sich bei nachhalten Fonds auch höhere Börsenwerte.
Damit sich der an ethisch- ökologischen Geldanlagen interessierte Anleger in diesem riesigen Markt mit einer Fülle von neuen Investitionsmöglichkeiten orientieren kann, haben die Autoren Max Deml und Holger Blisse ein fundiertes Nachschlagewerk mit dem Titel „Grünes Geld – Handbuch für ethisch–ökologische Geldanlagen“ hierfür entwickelt.
Mit der Neuauflage des seit nun mehr 20 Jahren erscheinenden „Klassikers“ unter den Handbüchern zu ethisch–ökologischen Geldanlagen liegt ein überarbeitetes und informatives, mit unabhängigen Informationen versehenes, Buch zu vielfältigen Öko-Investmentmöglichkeiten vor.
Es bietet einen weitreichenden Überblick über  Banken, Aktien- und Renten- Investmentfonds, ethisch-ökologische Aktienindizes, Ratingorganisationen, Immobilien und Sachwerte. Ein Augenmerk liegt in dieser Auflage auf dem Bereich mit festverzinslichen bzw. sachwertbezogenen Investments, wie Plantagen und Immobilien. Neue Produkte in den Bereichen Mikrokredite und Genussrechte, aber auch deren Probleme werden vorgestellt.
Listen für den Anlegerschutz komplettieren das Handbuch zu einem umfassenden Informations- und Nachschlagewerk für den an „grünen Geldanlagen“ interessierten Bürger.
Insgesamt ist das Buch sehr übersichtlich gestaltet, ergänzt durch  Tabellen mit Firmen- und  Internetadressen. Damit bietet dieses Handbuch nützliche und umfassende Informationen rund um das Thema der ethisch-ökologischen Geldanlagen.
Ingrid Klein/Marion Rapp
(Umweltakademie Baden-Württemberg)

Max Deml / Holger Blisse (2011): Grünes Geld. Das Handbuch für ethisch-ökologische Geldanlagen 2012/13. Hampp Verlag, Stuttgart, 357 Seiten. ISBN: 978-3-942561-12-9;  Erhältlich im Buchhandel. Euro 19.95.

Nachhaltig | Dezember 2011 | von redaktion

Engagiert Euch

Nachhaltige Gedanken von Stéphane Hessel

Vor über einem Jahr war Stéphane Hessel durch sein Manifest „Empört Euch!“ in aller Munde; mit dem nachfolgenden Titel „Engagiert Euch“ setzt er sein damaliges Plädoyer für Verantwortung und Zivilcourage fort. Das schmale Buch besteht wesentlich aus einem Gespräch, das der über neunzigjährige Stéphane Hessel mit dem jungen Journalisten und Umweltaktivisten Gilles Vanderpooten geführt hat. Nachhaltige Entwicklungspolitik, Ökologie und demokratische Grundwerte sind ihre Themen. Im Anhang ist die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ abgedruckt, an deren Entwicklung Hessel 1948 als Mitarbeiter der Uno beteiligt war. Geschichte erinnern und daraus einen Appell an die nächste Generation abzuleiten, das ist Hessels Anliegen. Seine Argumente scheinen einfach; doch selbst wenn sie einem nicht immer gefallen, ihre Überzeugungskraft gewinnen sie zuletzt aus der Lebensgeschichte dieses engagierten Demokraten.
Eben diese Lebensgeschichte, niedergelegt in der Autobiographie „Tanz mit dem Jahrhundert“, wurde nun endlich als Taschenbuch aufgelegt. Wie sich bei Stéphane Hessel  Persönliches mit weltgeschichtlichen Ereignissen überschneidet, darf erstaunen. 1917 in Berlin geboren, emigrierte er 1924 mit seiner Familie nach Frankreich. Nur knapp überlebte der Widerstandskämpfer die NS-Diktatur, danach war er als Mitarbeiter der UNO und französischer  Diplomat international aktiv, in New York, Genf, Algier und Saigon. Bis heute bewegt er sich in mehreren Sprachen und verfügt über ein phantastisches Gedächtnis. Dass auch Liebe, Ehe und Kinder  nicht zu kurz kamen, all das erzählt „Tanz mit dem Jahrhundert“ leicht und präzise.
Stéphane Hessels Eltern, Helen und Franz, haben als Schriftsteller und Übersetzer das intellektuelle Deutschland des 20. Jahrhunderts mitgeprägt; Franz Hessel schrieb 1929 etwa das extraordinäre Buch „Spazieren in Berlin“. Soeben wurde es in einer ansprechenden Neuauflage ediert, mit einem Geleitwort seines Sohnes. Bis heute beeindruckt und inspiriert, was Franz Hessel über sein Spazierengehen in Berlin notierte; der Leser befindet sich mittendrin und sieht sich an die Hand genommen von der Empfehlung: „…ein wenig Müßiggang und Genuss lernen und das Ding Berlin in seinem Neben- und Durcheinander von Kostbarem und Garstigem, Solidem und Unechtem, Komischem und Respektablem so lange anschauen, liebgewinnen und schön finden, bis es schön ist“. So bestimmt das Bewusstsein das Sein und nicht umgekehrt − das trifft auch insgesamt auf diese Familiensaga zu.
„Engagiert Euch!“ – Stéphane Hessel im Gespräch mit Gilles Vanderpooten, aus dem Französischen von Michael Kogon. Ullstein Verlag, Berlin 2011. 61 S.
Stéphane Hessel. Tanz mit dem Jahrhundert. Erinnerungen. Aus dem Französischen von Roseli und Saskia Bontjes van Beek. List Verlag Berlin 2011. 400 S.
Franz Hessel. Spazieren in Berlin. Geleitwort von Stéphane Hessel, Nachwort von Bernd Witte. Verlag für Berlin-Brandenburg. Berlin 2011. 240 S.
Cornelia Frenkel

Nachhaltig | Oktober 2011 | von redaktion

Windkraftinitiative „Free Energy“

Freiburger Architekt Wolfgang Frey stellt Innovation im Bereich Erneuerbare Energien vor

Der renommierte Freiburger Architekt Wolfgang Frey stellte im September seine neue Windkraftinitiative „Free Energy“ im Rahmen der Baden Messe 2011 vor: der 51-jährige montierte selbst 3 Windräder auf einen extra dafür angefertigten Strommast.

Weiterlesen…

Nachhaltig | September 2011 | von redaktion

Eine Annäherung an eine Katastrophe

Für die Veranstaltungsreihe „Tschernobyl 25 Expeditionen“ haben sich Freiburger Institutionen zusammengetan

Das Foto von Andrej Krementschouk ist im Morat-Institut in Freiburg ausgestellt

Als die Veranstaltung „Tschernobyl 25 Expeditionen“ geplant wurde, war sie als Gedenken an eine Katastrophe geplant. Dass der Super-GAU in Tschernobyl vom 26. April 1986
durch den Reaktorunfall im März dieses Jahres in Fukushima eine traurige Wiederholung erfuhr, hat dies verändert. Und so ist die Veranstaltungsreihe „Tschernobyl 25 Expeditionen“, die seit April in Berlin, Kiew, Warschau, Brüssel und dem Wendland gastiert und ab dem 18. September auch in Freiburg zu sehen ist, mehr als eine Gedenkveranstaltung,

Weiterlesen…

Nachhaltig | August 2011 | von redaktion

Stadtteildetektive – Kinder erforschen ihren Stadtteil

Kinderbeteiligung für eine gesunde und zukunftsfähige Stadt

Stadtteildetektive Mooswald bei der Stadtteilbegehung, Foto: Kinderbüro der Stadt Freiburg

Die Aktionsräume, die Kindern in ihrem Wohnumfeld zur Verfügung stehen, sind mitentscheidend dafür, ob Kinder ihr natürliches Bedürfnis nach Bewegung ausleben können, und somit ein wichtiger Faktor für die gesunde Entwicklung von Kindern. Mit dem Beteiligungs-Projekt „Stadtteildetektive“ hat sich das Kinderbüro der Stadt Freiburg zum Ziel gesetzt, nach und nach jeden Freiburger Stadtteil aus Kindersicht zu analysieren und die Ergebnisse für eine kindgerechte, gesundheitsbewusste und zeitgemäße Stadtplanung zu nutzen. Die Stadtteile Littenweiler, Kappel, Zähringen, Brühl-Beurbarung, Haslach, Mooswald und Weingarten sind bereits auf diese Weise untersucht worden.

Weiterlesen…

Nachhaltig | Juli 2011 | von redaktion

Umweltbildungszentrum mit Charme

Die Ökostation Freiburg feiert ihr 25-jähriges Jubiläum

1986 wurde sie zur Landesgartenschau erbaut, heute ist sie aus Freiburg und der Region nicht mehr wegzudenken: die Ökostation des BUND. Als außerschulischer Lernort und Bürgerzentrum in Sachen Umwelt hat sie sich längst einen Namen gemacht. Rund 15 000 Menschen besuchen das baubiologische Haus und den Biogarten im Jahr. Weit über die Grenzen hinaus bis nach Japan ist das Umweltbildungszentrum bekannt.

Eine wechselvolle Geschichte
April 1986. Die Landesgartenschau hatte soeben die Tore geöffnet, da regnete die Tschernobylwolke über dem Südwesten nieder. Ein schwieriger Start für den BUND, der als Beitrag zur Landesgartenschau ein ökologisches Zentrum mit Naturhaus und Garten errichtet hatte. Dennoch oder vielleicht deshalb erregte die Ökostation viel Aufmerksamkeit und wurde während der LGS von über 1 Mio Besucher besichtigt.
Am 15. Februar 1987 zerstörte dann ein Brand das Naturhaus völlig. In den folgenden Jahren bestand die Ökostation hauptsächlich aus dem Biogarten. 1990 baute die Stadt Freiburg in enger Zusammenarbeit mit dem BUND-Regionalverband südlicher Oberrhein und mit Hilfe der Versicherungsgelder das Naturhaus wieder auf. Im Sommer 1991 eröffnete die neue Ökostation und nahm ihren dauerhaften Betrieb auf. Eine zweite Stelle wurde eingerichtet. Ein trauriges Kapitel ereignete sich 1995. Bei einem Mordanschlag, der bis heute nicht aufgeklärt wurde, kam eine Mitarbeiterin ums Leben. Die Ökostation blieb ein Vierteljahr lang geschlossen, die Ökolaube wurde abgerissen und der Vorplatz heller und sicherer gestaltet.

Weiterlesen…