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Interview | April 2015 | von redaktion

“Ohren und Herzen öffnen”

Klaus Lauer, Künstlerischer Leiter der Badenweiler Musiktage im Interview

Es war eine kleine Sensation, als sich der frühere Hotelier und Konzertveranstalter Klaus Lauer im letzten Jahr aufmachte, die 2007 zum großen Bedauern eingestampften, renommierten Römerbad-Musiktage in einem anderen Saal unter einem neuen Namen fortzusetzen. Schon im ersten Jahr feierten die Badenweiler Musiktage, wie das Kammermusikfestival nun heißt, einen großen Erfolg, so dass es künftig sogar zwei Zyklen pro Jahr geben wird. Georg Rudiger hat sich mit Klaus Lauer getroffen. Ein Gespräch über die Reize der Neuen Musik, den improvisierenden Komponisten Bruno Mantovani und den frühen Beginn seiner Konzerte.

Klaus Lauer, Künstlerischet Leiter der Badenweiler Musiktage

Klaus Lauer, Künstlerischet Leiter der Badenweiler Musiktage

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Interview | März 2015 | von redaktion

Christliche Fanatiker auf dem Vormarsch?

Im Gespräch: Matthew Sutton, Historiker an der Washington State University

Über wichtige – und für uns Europäer zum Teil befremdliche – Vorgänge in den USA erfahren wir wenig, etwa über den Aufstieg und den Einfluss der religiösen Rechten auf die Politik. Damit beschäftigt sich der Religionshistoriker Matthew Sutton, Lehrstuhlinhaber für Geschichte an der Washington State University und Autor des vielbeachteten Standardwerks „American Apocalypse: A History of Modern Evangelicalism“. Aktuell arbeitet Sutton an einem Buch mit dem Titel „FDR´s Army of Faith: Religion and Espionage in World War II“ und gibt zudem die Aufsatzsammlung „American Faith in the New Millennium“ heraus. Kürzlich hielt er auf Einladung des Carl-Schurz-Hauses an der Universität Freiburg den Vortrag „Der ‚Antichrist‘ und der Aufstieg der christlichen Rechten in den USA“. Zusammen mit dem Übersetzer Georg Zipp befragte unsere Mitarbeiterin Cornelia Frenkel den Historiker.

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Interview | Februar 2015 | von redaktion

“Jetzt ist die Stadt am Zug”

Manuel Kreitmeier und Florian Wetter, künstlerische Leiter am Freiburger Theater der Immoralisten, im Gespräch

Sie sind treffsicher in der Auswahl ihrer Stücke. Ihre Inszenierungen sind packend, unterhaltsam, interessant und auch witzig. Sie fordern das Publikum ohne es zu überfordern, und es strömt in Scharen. Wer dieses Theater einmal besucht hat, kommt immer wieder… Im Februar wird das Freiburger Theater der Immoralisten – 2010 eröffnet auf dem Gelände des Stühlinger Gewerbehofs mit 140 Quadratmetern und bis zu 80 Zuschauerplätzen – fünf Jahre alt. 27 Produktionen wurden seitdem dort gezeigt. Ereignisreiche fünf Jahre also, in denen das Theater an sich und seinem Publikum stetig gewachsen ist. Aber auch Zeit für die beiden Theaterleiter Manuel Kreitmeier und Florian Wetter, um Bilanz zu ziehen. Friederike Zimmermann war dabei und erfuhr einiges über ihre künstlerischen Strategien, aber auch über die Schwierigkeiten, die ein solch intensiver Theaterbetrieb mit sich bringt.

Manuel Kreitmeier und Florian Wetter Foto: Chris Meiser

Manuel Kreitmeier und Florian Wetter
Foto: Chris Meiser

 

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Interview | Dezember 2014 | von redaktion

Dr. Jan Eckel, Privatdozent und Akademischer Rat am Historischen Seminar der Universität Freiburg, im Gespräch:

Im Bewusstsein handeln wäre Fortschritt

Das Thema „Menschenrechte“ ist im Grunde kein rein akademisches Anliegen, sondern berührt auch philosophische und politische Fragen, die die breite Gesellschaft betreffen und interessieren. Der Historiker Jan Eckel hat es nun in seiner Studie „Die Ambivalenz des Guten. Menschenrechte in der internationalen Politik seit den 1940ern“ aufgegriffen und empirisch untersucht. Seine Ergebnisse beleuchten nicht nur die Gesamtgeschichte der Menschenrechtspolitik seit 1945 von einer bislang unbekannten Seite, sondern werfen zugleich ein Schlaglicht auf die neu zu schreibende Geschichte der internationalen Beziehungen.
Friederike Zimmermann befragte ihn zu den verschiedenen Facetten des vermeintlich Guten – etwa am Beispiel humanitärer Einsätze, deren Folgen als Ganzes betrachtet nicht zwangsläufig und immer als positiv zu bewerten sind; ein so neuer wie brisanter Aspekt insbesondere im Hinblick auf die aktuellen Geschehnisse in Syrien.

Privatdozent Dr. Jan Eckel (Copyright Hanspeter Trefzer)

Privatdozent Dr. Jan Eckel (Copyright Hanspeter Trefzer)

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Interview | Oktober 2014 | von redaktion

Andreas Altmann im Gespräch über sein Buch “Verdammtes Land. Eine Reise durch Palästina”

 

Andreas Altmann

Andreas Altmann

 

Religiöser Fanatismus verhindert Frieden

Schon so vieles wurde über den Nahost-Konflikt geschrieben, und dennoch scheint bis heute keine Lösung in Sicht. Daher stellte sich Andreas Altmann in seinem Buch „Verdammtes Land. Eine Reise durch Palästina“ diesen Anspruch erst gar nicht. Doch er reiste durch Palästina, nahm an Demonstrationen teil, wurde verhaftet, sprach mit Israelis und Palästinensern, war Zeuge unglaublicher Gewalt. Wenn uns die Menschen Palästinas und ihre Probleme bislang fern erschienen waren, so kommen wir ihnen nun plötzlich ganz nah. Derzeit befindet sich der mehrfach ausgezeichnete Reporter und Buchautor auf Lesereise mit seinem kürzlich in vierter Auflage erschienenem Buch. Friederike Zimmermann sprach mit ihm über Glauben und religiösen Fanatismus, der einen dauerhaften Frieden in dieser Region unmöglich macht.

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Interview | Oktober 2014 | von redaktion

Prof. em. Dr. Peter Finke, Wissenschaftstheorie und Kulturökologie (Universität Bielefeld) im Gespräch

“Wir sind noch keine Wissensgesellschaft”

Im Gespräch: Peter Finke

Prof. em. Dr. Peter Finke

Viele tragen dazu bei, ohne dass es ihnen bewusst wäre – Citizen Science, auch Bürgerwissenschaft genannt, trifft offenbar den Nerv unserer Zeit: Längst ist die Energiewende Sache der Bürger; Hobby-Archäologen legen das Grabmal des Poblicius, den bedeutendsten römischen Fund jenseits der nördlichen Alpen, frei; ein Imker kämpft für gentechnikfreie Natur und Landwirtschaft und gewinnt vor dem Europäischen Gerichtshof gegen den Gentechnikriesen Monsanto.
Nun widmet sich am 11. Oktober, ab 10 Uhr unter dem Titel „Befreiung aus dem Elfenbeinturm“ eine Tagung in der Katholischen Akademie Freiburg diesem Thema. Unter den Referenten befindet sich Prof. Peter Finke, dessen neuestes Buch „Citizen Science – das unterschätzte Wissen der Laien“ kürzlich im Oekom Verlag erschien und seitdem große Aufmerksamkeit erregt. Friederike Zimmermann sprach mit ihm darüber, wie Laien, Experten und professionelle Wissenschaftler künftig besser kooperieren könnten, um eine handlungsfähige Wissensgesellschaft zu werden und gemeinsam eine zukunftsfähige Welt zu gestalten.

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Interview | September 2014 | von redaktion

„Mainstream ist der Anfang von Erstarrung“

Im Gespräch: Klaus Simon, Gründer und Leiter der Young Opera Company Freiburg

Klaus SimonJäger und Sammler, sei er – sagt Klaus Simon über sich selbst. Dabei stehen aber weder Rehe noch Pilze im Mittelpunkt seiner Leidenschaft. Es geht hier vielmehr um Lieder, Orchestermusik und Opern, die von dem rührigen Musiker ausgegraben, gehegt und gepflegt werden.  Der 46-jährige Überlinger prägt schon über zwei Jahrzehnte als Dirigent, Pianist und Arrangeur das Freiburger Musikleben. Die von ihm gegründete Young Opera Company Freiburg feiert nun ihr 20-jähriges Jubiläum mit einer auswändigen Produktion von Detlev Glanerts Oper „Die drei Rätsel“. Georg Rudiger sprach mit ihm über seine Jungferntaufe und die Vor- und Nachteile eines freien Opernensembles.

Kultur Joker: Im Oktober feiert die Young Opera Company ihr 20-jähriges Bestehen. Die erste Opernproduktion des freien Musiktheaterensembles war aber schon am 9. Juli 1993 in der Reithalle Ebnet mit Gustav Holsts „Savitri“. Das sind doch 21 Jahre.
Klaus Simon: Wir wollten eigentlich 2003 unser zehnjähriges Jubiläum mit John Adams‘ Songplay „I Was Looking at the Ceiling and Then I Saw The Sky“ feiern. Dann mussten wir aber die Produktion verschieben – und haben es ein Jahr später nachgeholt. Wir haben jetzt also ein Jubiläum, das in gewisser Weise ein Jahr hinterhertickt.

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Interview | August 2014 | von redaktion

„Mein Geldbeutel ist eine scharfe Waffe“

Im Gespräch: Hannes Jaenicke, Schauspieler und Dokumentarfilmer

Hannes Jaennicke

In einem blutigen Krieg ums Elfenbein werden jährlich 40.000 Elefanten getötet. Tierschützer befürchten, dass die illegale Jagd die Elefanten in Afrika in weniger als zehn Jahren ausrotten könnte. Der deutsche Schauspieler Hannes Jaenicke, der auch in Hollywood Fuß gefasst hat, hat in Kenia mit Wissenschaftlern, Wildhütern und Wilderern gesprochen. Herausgekommen ist eine berührende TV-Dokumentation, die am 31. Juli im ZDF ausgestrahlt wurde.

Hier der Link zur Sendung:http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2207988/Hannes-Jaenicke-im-Einsatz-f%C3%BCr-Elefanten

Die Fragen an Hannes Jaenicke stellte Olaf Neumann.
Kultur Joker: Herr Jaenicke, in der ZDF-Dokumentation „Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Elefanten“ treffen Sie Tierschützer, Wissenschaftler und Wildhüter, die den afrikanischen Elefanten vor dem Aussterben bewahren wollen. Konnten Sie in Kenia feststellen, dass die Dickhäuter uns Menschen ähneln?
Hannes Jaenicke: Ja, und zwar sehr viel mehr als ich dachte. Man geht immer davon aus, dass Primaten uns am ähnlichsten sind. Aber Elefanten sind uns mindestens genauso ähnlich. Zum Beispiel darin, wie sie trauern oder wie sie zu ihren „Friedhöfen“ zurückgehen. Sie haben sogar Beerdigungsrituale. Die Art, wie sie ihren Nachwuchs aufziehen, ähnelt uns so sehr, dass einem fast die Spucke wegbleibt.

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