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Interview | Oktober 2015 | von barbara

Heidegger in anderer Sicht

Im Interview: Prof. Dr. Silvio Vietta – Literaturwissenschaftler und Heidegger-Kenner

Silvio Vietta (*1941 in Berlin) ist Literaturwissenschaftler und Professor em. an der Universität Hildesheim. Seine Forschungen konzentrieren sich auf deutsche Literatur, Philosophie und Europäische Kulturgeschichte. Vietta publizierte u.a. zu Heidegger, den er noch persönlich kannte, was auch Anlass unseres Gesprächs ist. Jüngste Forschungen widmen sich der Rationalität als Motor der Kulturgeschichte Europas. Er sieht nicht die unterschiedlichen Religionen oder gar den Monotheismus als Motor von Gewalt, sondern dass der religiöse Fundamentalismus vielmehr umgekehrt nur die Antwort ist auf eine Asymmetrie in der Rationalitätsentwicklung. Im Frühjahr 2015 erschien dann Viettas „Abrechnung“ mit der aktuellen Heidegger-Debatte, in der er dem Vorwurf eines „seinsgeschichtlichen Antisemitismus“ Heideggers vehement widerspricht. Am 6. Oktober findet ein hochkarätig besetztes Podiumsgespräch zwischen Rüdiger Safranski, Peter Trawny und Silvio Vietta in Kirchzarten in der Rainhofscheune statt. Das Gespräch führte Jens Bodemer, der die Veranstaltung auch initiiert und konzeptioniert hat.

Im Gespräch: Silvio Vietta. Prof, em. Dr. phil. Silvio Vietta, Literaturwissenschaftler, Heidegger Kenner

Im Gespräch: Prof. em. Dr. phil. Silvio Vietta, Literaturwissenschaftler und  Heidegger Kenner

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Interview | September 2015 | von barbara

Konstantin Wecker im Interview

“Der Ungehorsame” – Konstantin Wecker, Liedermacher und Poet

Konstantin Wecker, Liedermacher, Poet, Aktivist und bekennender Anarchist, wird seit jeher gehasst und geliebt. Obwohl er Millionen Platten verkaufte und sich inmitten der Schickeria tummelte, blieb er eine Ikone der Linken. In seinem 42. Album „Ohne Warum“ singt er mächtig und ausdrucksvoll gegen die Verhältnisse an, die Lieder präsentiert er derzeit auf einer Tour unter dem Motto „40 Jahre Wahnsinn“. Olaf Neumann sprach mit dem vor Vitalität strotzenden 68jährigen über die Vorzüge des Älterwerdens, die Entstehung von Fremdenhass und darüber, dass der Pazifismus nicht sterben darf.

Konstantin Wecker im Interview    Foto: Thomas Karsten

Konstantin Wecker im Interview. Foto: Thomas Karsten

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Interview | Juli 2015 | von barbara

Im Interview: José F. A. Oliver, Begründer und Kurator des Hausacher LeseLenz

„mehrseitig / meersaitig“

Im Interview: J. F. A. Oliver

Im Interview: J. F. A. Oliver                                                Foto: Yves G. Noir

An Denkanstößen, ästhetischen Erfahrungen und kritischen Überlegungen wird es beim Hausacher LeseLenz auch diesmal gewiss nicht fehlen. Unter dem Motto „mehrseitig / meersaitig“ sind vom 8. bis zum 17. Juli Autorinnen, Autoren und Musiker aus Europa und der ganzen Welt angekündigt. Teils sind die illustren Gäste, die ihr Kommen zugesagt haben, griechischer, irakischer, iranischer, marokkanischer, nigerianischer und syrischer Herkunft. Die seit fast zwanzig Jahren in Hausach und im Mittleren Kinzigtal stattfindenden Literaturtage genießen über die Landesgrenzen hinaus Renommee. Zum Auftakt wird der Schriftsteller José F. A. Oliver, Initiator und passionierter Kurator dieses funkelnden Literaturfestivals, die drei diesjährigen Stadtschreiber begrüßen. Die folgende Eröffnungsveranstaltung mit dem arabischen Dichter Adonis darf als Highlight gelten; es gibt weitere Höhepunkte, darunter die Gesprächsrunde „Vom poetischen W:ort“. Unsere Mitarbeiterin Cornelia Frenkel hat José F. A. Oliver zu den Veranstaltungen befragt.

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Interview | Juni 2015 | von barbara

Antje Reinhard und Hanna Lehmann im Interview

“Unsere Stärke liegt in den Zeitstiftern”

Im Interview: Antje Reinhard und Hanna Lehmann

Im Interview: Antje Reinhard und Hanna Lehmann

Fragt man irgendwo in die Runde, wer etwas zu verschenken habe, so erntet man in der Regel verständnislose Blicke. Und doch gibt es sie, diese vielen Menschen, die – wenn sie vielleicht auch kein Geld übrig haben – sich mit ihrer Kreativität und vor allem mit jenem Gut, das in unserer Gesellschaft immer seltener wird, in die Allgemeinheit einbringen: Zeit.

Geld, Ideen und Zeit sind die drei Komponenten, auf denen eine Bürgerstiftung basiert. Hier werden sie, wiederum durch ehrenamtliches Engagement, zu Multiplikatoren, um in unserer Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen. 2006 wurde eine solche von zirka 60 Gründungsstiftern in Freiburg ins Leben gerufen. Diese zählt zu den 275 Bürgerstiftungen in Deutschland, die vom Bundesverband der Deutschen Stiftungen anerkannt wurden. Mittlerweile laufen die Vorbereitungen zum 10-jährigen Jubiläum im nächsten Jahr, das mit allerlei (positiven) Umbrüchen aufwartet, wie Antje Reinhard vom Vorstand und Hanna Lehmann – Vorsitzende des Stiftungsrates und Regionalkuratorin Baden-Württemberg der Initiative Bürgerstiftungen – im Gespräch mit Friederike Zimmermann verraten.

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Interview | April 2015 | von redaktion

“Ohren und Herzen öffnen”

Klaus Lauer, Künstlerischer Leiter der Badenweiler Musiktage im Interview

Es war eine kleine Sensation, als sich der frühere Hotelier und Konzertveranstalter Klaus Lauer im letzten Jahr aufmachte, die 2007 zum großen Bedauern eingestampften, renommierten Römerbad-Musiktage in einem anderen Saal unter einem neuen Namen fortzusetzen. Schon im ersten Jahr feierten die Badenweiler Musiktage, wie das Kammermusikfestival nun heißt, einen großen Erfolg, so dass es künftig sogar zwei Zyklen pro Jahr geben wird. Georg Rudiger hat sich mit Klaus Lauer getroffen. Ein Gespräch über die Reize der Neuen Musik, den improvisierenden Komponisten Bruno Mantovani und den frühen Beginn seiner Konzerte.

Klaus Lauer, Künstlerischet Leiter der Badenweiler Musiktage

Klaus Lauer, Künstlerischet Leiter der Badenweiler Musiktage

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Interview | März 2015 | von redaktion

Christliche Fanatiker auf dem Vormarsch?

Im Gespräch: Matthew Sutton, Historiker an der Washington State University

Über wichtige – und für uns Europäer zum Teil befremdliche – Vorgänge in den USA erfahren wir wenig, etwa über den Aufstieg und den Einfluss der religiösen Rechten auf die Politik. Damit beschäftigt sich der Religionshistoriker Matthew Sutton, Lehrstuhlinhaber für Geschichte an der Washington State University und Autor des vielbeachteten Standardwerks „American Apocalypse: A History of Modern Evangelicalism“. Aktuell arbeitet Sutton an einem Buch mit dem Titel „FDR´s Army of Faith: Religion and Espionage in World War II“ und gibt zudem die Aufsatzsammlung „American Faith in the New Millennium“ heraus. Kürzlich hielt er auf Einladung des Carl-Schurz-Hauses an der Universität Freiburg den Vortrag „Der ‚Antichrist‘ und der Aufstieg der christlichen Rechten in den USA“. Zusammen mit dem Übersetzer Georg Zipp befragte unsere Mitarbeiterin Cornelia Frenkel den Historiker.

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Interview | Februar 2015 | von redaktion

“Jetzt ist die Stadt am Zug”

Manuel Kreitmeier und Florian Wetter, künstlerische Leiter am Freiburger Theater der Immoralisten, im Gespräch

Sie sind treffsicher in der Auswahl ihrer Stücke. Ihre Inszenierungen sind packend, unterhaltsam, interessant und auch witzig. Sie fordern das Publikum ohne es zu überfordern, und es strömt in Scharen. Wer dieses Theater einmal besucht hat, kommt immer wieder… Im Februar wird das Freiburger Theater der Immoralisten – 2010 eröffnet auf dem Gelände des Stühlinger Gewerbehofs mit 140 Quadratmetern und bis zu 80 Zuschauerplätzen – fünf Jahre alt. 27 Produktionen wurden seitdem dort gezeigt. Ereignisreiche fünf Jahre also, in denen das Theater an sich und seinem Publikum stetig gewachsen ist. Aber auch Zeit für die beiden Theaterleiter Manuel Kreitmeier und Florian Wetter, um Bilanz zu ziehen. Friederike Zimmermann war dabei und erfuhr einiges über ihre künstlerischen Strategien, aber auch über die Schwierigkeiten, die ein solch intensiver Theaterbetrieb mit sich bringt.

Manuel Kreitmeier und Florian Wetter Foto: Chris Meiser

Manuel Kreitmeier und Florian Wetter
Foto: Chris Meiser

 

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Interview | Dezember 2014 | von redaktion

Dr. Jan Eckel, Privatdozent und Akademischer Rat am Historischen Seminar der Universität Freiburg, im Gespräch:

Im Bewusstsein handeln wäre Fortschritt

Das Thema „Menschenrechte“ ist im Grunde kein rein akademisches Anliegen, sondern berührt auch philosophische und politische Fragen, die die breite Gesellschaft betreffen und interessieren. Der Historiker Jan Eckel hat es nun in seiner Studie „Die Ambivalenz des Guten. Menschenrechte in der internationalen Politik seit den 1940ern“ aufgegriffen und empirisch untersucht. Seine Ergebnisse beleuchten nicht nur die Gesamtgeschichte der Menschenrechtspolitik seit 1945 von einer bislang unbekannten Seite, sondern werfen zugleich ein Schlaglicht auf die neu zu schreibende Geschichte der internationalen Beziehungen.
Friederike Zimmermann befragte ihn zu den verschiedenen Facetten des vermeintlich Guten – etwa am Beispiel humanitärer Einsätze, deren Folgen als Ganzes betrachtet nicht zwangsläufig und immer als positiv zu bewerten sind; ein so neuer wie brisanter Aspekt insbesondere im Hinblick auf die aktuellen Geschehnisse in Syrien.

Privatdozent Dr. Jan Eckel (Copyright Hanspeter Trefzer)

Privatdozent Dr. Jan Eckel (Copyright Hanspeter Trefzer)

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