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Interview | Juli 2014 | von redaktion

Macho oder Memme?

Im Gespräch: Samy Deluxe, alias Samy Sorge, Rapper

Samy Deluxe

Rapper Samy Deluxe alias Samy Sorge, 36, engagiert sich in der Jugendarbeit, gibt ehrenamtlich Hip-Hop-Workshops und kämpft gegen Rassismus. Auf seinem neuen Album setzt sich der vielfach ausgezeichnete Afrodeutsche (Hit: „Weck mich auf“) mit dem Thema Männlichkeit auseinander.
Olaf Neumann traf Samy Deluxe in seinem Viertel in Hamburg und sprach mit ihm über Power-Frauen, Gangsta-Rapper und Ärger mit der Antifa.

Olaf Neumann: In den 18 Jahren, in denen Sie jetzt Musik machen, sind Sie als Rapper zum Mann geworden. Woran machen Sie das fest?
Samy Deluxe: In erster Linie an einer veränderten Betrachtungsweise von Dingen. Früher fand ich oft etwas Bestimmtes an einem Ami-Rapper toll und wollte es dann genauso machen. Inzwischen habe ich mich selbst, meinen Sound und meine Themen gefunden. Der Titel „Liebe in der Diskothek“ ist eigentlich ein super Tanz-Song, trotzdem handelt er von einer kollektiven Einsamkeit. Mein Album „Männlich“ hinterfragt, was wir mit unserem Leben machen. Viele Songs stehen für eine Art von Suche.
Olaf Neumann: Wie definieren Sie Männlichkeit?
Samy Deluxe: Männlich ist, einmal über seinen Schatten zu springen und sich neue Horizonte zu erobern. In meinem Fall bedeutet das, nach neuen Inspirationsquellen zu suchen und diese anzuwenden. Meine Männlichkeit hat viel mit wachsen zu tun. Ich hänge nicht Bier saufend mit anderen Männern an einer Straßenecke ab oder gehe grölend zu einem Fußballspiel. Männlich ist, aus schlechten Situationen das Beste zu machen. In Eppendorf, wo ich aufgewachsen bin, gab es in den 1980er und 1990er Jahren nicht viele Dunkelhäutige. Heute denke ich, dass ich aus meinem größten Nachteil das krass Positivste gemacht habe. Wenn ich ehemalige Schulkameraden treffe, sind die immer unglücklich in irgendwelchen Jobs.

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Interview | Juni 2014 | von redaktion

Ist die Gesellschaft das neue Spektakel?

Im Gespräch: Axel Brüggemann und Klemens Renoldner

Brüggenmann-Renoldner-Foto

Vor 15 Jahren war Klemens Renoldner Schauspielchef am Freiburger Theater und Axel Brüggemann Student – seine ersten Kritiken hat er für den „Kultur Joker“ geschrieben. Die beiden haben sich erbitterte Streitereien geliefert: über die Kunst, die Kritik und die Stadt. Zeitung und Theater waren öffentliche Medien, die den Diskurs in Freiburg mitbestimmt haben.
Zum 25. Jubiläum des „Joker“ haben wir die beiden noch einmal befragt. Inzwischen sind sie Freunde. Renoldner ist von Freiburg an die Österreichische Botschaft nach Berlin gegangen und leitet heute das Stefan Zweig Centre in seiner Heimat Salzburg, Axel Brüggemann hat als Textchef für die „Welt am Sonntag“ gearbeitet, wohnt in Bremen und Wien und arbeitet als Journalist und Moderator für arte und ZDF, schreibt für den Cicero und den Freitag. Beide haben unterschiedliche Bücher geschrieben. Für uns debattieren sie nun noch einmal über die Kritik und die Kunst.

Brüggemann: Hallo Klemens, seit 17 Jahren ist Freiburg nun unser Erinnerungsraum. Für mich die Studentenstadt, die Stadt der ersten großen Freiheit. Das Studium war der Luxus von Zeit, der Freiraum des vermeintlich unnützen Lesens und Denkens. Der „Kultur Joker“ war mein Raum des praktischen Experimentes: Was darf Kritik? Was kann Kunst? Was passiert jenseits der Grenzen des Benehmens? Heute ist Freiburg für mich Ort des freudigen Erschreckens über die eigene Unverfrorenheit aus Naivität, über den Wagemut des Jünglings – und der befriedigende Sieg der Erkenntnis durch unbewusstes Scheitern.
Renoldner: Du hattest es wirklich sehr gut. Ich allerdings auch. Du konntest studieren und daneben im „Kultur Joker“ schreiben, über alle Themen die Dir in den Kram passten, nicht nur übers Theater. Konntest alles ausprobieren. Auch wenn Du von einer Sache (sagen wir: einem extravaganten Theaterstück) nicht soviel Ahnung hattest, hast Du kühne Thesen aufgestellt. Das war oft hart, Du hast uns Theatermenschen nicht geschont.
Brüggemann: Keine Ahnung? Hey, ich hatte immerhin eine Meinung!

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Interview | Mai 2014 | von redaktion

Erinnerung Erster Weltkrieg

Im Gespräch: Gerd Krumeich, Historiker

Gerd Krumeich

Der Historiker Gerd Krumeich ist Spezialist für den Ersten Weltkrieg, in neuen Büchern geht er dessen Konsequenzen und unverarbeiteten Traumata nach. Zudem beschäftigt er sich schwerpunktmäßig mit der Geschichte Frankreichs und wirkt als einziger deutscher Historiker in einer internationalen Kommission mit, die aus der französischen Gedenkstätte Hartmannswillerkopf in den Vogesen einen deutsch-französischen Ort des Gedenkens und der Freundschaft machen wird. Mit Gerd Krumeich sprach unsere Mitarbeiterin Cornelia Frenkel.

Kultur Joker: Die Entfesselung des 1. Weltkriegs jährt sich zum hundertsten Mal. Im Gedächtnis von Deutschen und Franzosen hat dieser Krieg sehr unterschiedliches Gewicht. Wie äußert sich dies?
Gerd Krumeich: Es ist wirklich bemerkenswert, dass das Gedenken an den 1. Weltkrieg in Deutschland mausetot ist; sogar jetzt, wo wir uns alle um diesbezügliche Veranstaltungen bemühen und viele Bücher geschrieben wurden, kann von einem Kriegsgedenken nicht die Rede sein. Was wir in Deutschland betreiben, unterscheidet sich grundlegend von dem, was unsere west- und osteuropäischen Nachbarn tun, die alle noch ein sehr lebendiges Gedenken haben. Engländer, Franzosen und Belgier erinnern jährlich an die Millionen Toten des 1. Weltkriegs, das hat für sie größere Bedeutung als der 2. Weltkrieg.
Kultur Joker: Blieb die Erinnerung an den 1. Weltkrieg in Deutschland stets ein Zankapfel?

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Interview | April 2014 | von redaktion

„Heiliges“ Gut in Freiburgs Innenstadt

Im Gespräch: Joe Evers, pädagogischer Geschäftsführer des ArTik

Artik Team

Nach monatelangen Renovierungsarbeiten öffnete das Jugendkulturzentrum ArTik im Mai 2012 seine Tore in der Siegesdenkmal-Unterführung am Friedrichsring. Seitdem brummt der Laden mit bis zu 500 jungen Besuchern wöchentlich. Trotzdem blieb das ArTik jetzt den ganzen März über geschlossen, Geschäftsführung, Verein und Vorstand gingen in Klausur. Die Gründe: Der Etat für 2014 wird nicht bis zum Jahresende reichen, intern steht ein Generationenwechsel an. Auch läuft 2016 der Mietvertrag aus, da das ArTik der neuen Straßenbahnlinie weichen muss. Ein Ersatz ist noch nicht in Sicht. Nach einer spannenden Führung durch die circa 650 Quadratmeter großen Räume sprach Marion Klötzer mit Joe Evers über den Stand der Dinge.

Kultur Joker: Joe, du bist seit Anfang an dabei, erst als Mitinitiator, dann zwei Jahre lang ehrenamtlich in der Aufbauarbeit, seit Eröffnung als pädagogischer Geschäftsführer. Hast du trotz der vielen Probleme noch Hoffnung und Energie für das Projekt ArTik?
Joe Evers: Ja, unbedingt. Es gibt Perspektiven und Menschen, die mir weiterhin Energie geben. Vor allem haben die letzten zwei Jahre deutlich gezeigt: Das Konzept funktioniert, der Bedarf ist da, die jungen Leute kommen: Nicht nur zu den Veranstaltungen, sondern auch zur Forró-Tanzgruppe, zum Underground- Tango, den Open turntables für junge DJs, zu den wechselnden Ausstellungen in Malerei und Fotografie in unserer Galerie. Unser Café wird von unterschiedlichsten Leuten genutzt, verschiedene Bands proben im inzwischen gut eingerichteten Bandraum und im ArTik Studio wird fast täglich produziert. Der Chaos Computer Club bietet in unserem Seminarraum eine Reihe von technischen Hilfen, das African Kiss Festival ist hier zu Hause. Dabei brechen vor allem die monatlichen U 18 Partys aus allen Nähten, da gibt es in Freiburg offensichtlich einen enormen Bedarf. Ohne das ArTik würden auf jeden Fall große Lücken entstehen.
Kultur Joker: Ihr versteht euch als Plattform – was bedeutet das?
Joe Evers: Wir machen keine Angebote, wir stellen Räume zur Verfügung. Wir schaffen Rahmenbedingungen, um junge Leute bei ihren eigenen Ideen und Projekten zu unterstützen. Und das bei größtmöglicher Mitbestimmung und beständigen Strukturen. Das hat für uns auch mit jeder Menge Herzblut, Engagement und Idealismus zu tun, denn wir setzten auf Eigenantrieb und Selbstverantwortung unserer aktiven Mitglieder. Dabei hatten wir von Anfang an den Anspruch ein extrem offenes Kulturzentrum zu sein, das im Prinzip an sieben Tagen die Woche zugänglich ist.
Kultur Joker: Und das funktioniert?

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Interview | März 2014 | von redaktion

Ein Literaturhaus für Freiburg?

Im Gespräch: Martin Bruch, neuer Leiter des Literaturbüros Freiburg

Foto: Martin Bruch (li.) und der Debütautor Martin Kordić beim „zwischen/miete Salon“

Martin Bruch (29) ist neuer Leiter des Literaturbüros Freiburg. Der Nachfolger von Stefanie Stegmann, die seit Jahresbeginn das Literaturhaus Stuttgart leitet, war zuletzt Referent in der Münchner Zentrale des Goethe-Instituts und davor für den Frankfurter Verlag Weissbooks tätig. Er hat in Hildesheim, Rom und Berlin studiert und war Redakteur der Literaturzeitschrift „Bella Triste“. Unsere Mitarbeiterin Cornelia Frenkel sprach mit ihm über sein neues Betätigungsfeld in Freiburg.

Kultur Joker: Wie sind Sie zur Literatur gekommen?
Martin Bruch: Als Leser, würde ich sagen, mit Kinder- und Jugendbüchern. In der Schulzeit kamen die üblichen Verdächtigen hinzu, die Manns, Brecht, Hesse. Dann hatte ich Glück und geriet an eine brillante Lehrerin, die etwa Zoë Jenny mit in den Unterricht brachte. Während meines Zivildienstes in der Gedenkstätte Theresienstadt nahmen eigene Schreibversuche zu. An der Universität Hildesheim habe ich bald wieder mehr gelesen und lektoriert als geschrieben. Gegenwartsliteratur war genuiner Bestandteil meines Studiums, genauso wie der Austausch mit Kommilitonen, die sich für Literatur, für Kunst überhaupt begeistern konnten und selbst künstlerisch oder kulturvermittelnd tätig waren.
Kultur Joker: Das bisherige Programm des Literaturbüros Freiburg bietet kontinuierlich einzelne Autorenlesungen sowie Veranstaltungsreihen, die konzeptionell orientiert sind, z.B. „HörBAR“, „Literarisches Werkstattgespräch“, „Literatur im Sortiment“ und die sogenannte „zwischen/miete“. Inwiefern wird es hier Kontinuität, inwiefern Veränderung geben?

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Interview | Februar 2014 | von redaktion

Im Gespräch: Franz Armin Morat, Gründer des Morat-Instituts, Freiburger Kunstsammler und Mäzen

In die Tiefe der Geschichte hinab

Franz Armin Morat Foto: Elfie Semotan

Es ist gleich ein zweifaches Jubiläum: Am 11. November feierte Franz Armin Morat seinen 70. Geburtstag, zugleich dürfen wir auf 30 Jahre Morat-Institut zurückblicken. Geboren wurde der Unternehmersohn 1943 auf der Mathildenhöhe in Darmstadt, in Freiburg wuchs er auf. Er studierte Philosophie, Kunstgeschichte und Musikwissenschaft an den Universitäten von Freiburg, Bern, Heidelberg, Bochum und Gießen, unter anderem bei Michael Theunissen, Max Huggler und Gottfried Boehm. 1983 wurde das Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft gegründet, das seit 1987 in der Lörracher Straße beheimatet ist. Friederike Zimmermann sprach mit Franz Armin Morat über die vergangenen 30 Jahre und die künftigen Ziele des Morat- Instituts.

Kultur Joker: Herr Morat, wann und warum haben Sie angefangen Kunst zu sammeln? Gab es da eine Art Schlüsselerlebnis?
Franz Armin Morat: Man muss zwangsläufig unterscheiden zwischen der Beschäftigung mit der Kunst und der wirtschaftlichen, ökonomischen Möglichkeit Kunst zu sammeln. Es liegt in der Natur der Sache, dass das erste viel früher stattfindet, bevor es dann zur eigentlichen Sammelei kommt. Ich fing an mich mit der Malerei zu beschäftigen, als ich vier oder fünf Jahre alt war und noch nicht lesen konnte. Ich blätterte Bücher durch, und unter diesen befand sich der Band „Die Welt der großen Maler“ von Ulrich Christoffel. Darin befanden sich – miserabel, weil mitten im Krieg publiziert – Schwarz-Weiß-Abbildungen, und diese waren das einzige, was mir zur Verfügung stand.

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Interview | Januar 2014 | von redaktion

Wachstum und wie weiter?

Im Gespräch: Prof. Dr. Niko Paech, Wirtschaftswissenschaftler und Wachstumskritiker

Wir wachsen, wachsen und wachsen und zuweilen fragt man sich, wohin die Menschheit noch wachsen will. Auf dem stetigen Wachsum beruht der Wohlstand der westlichen Industriegesellschaft – so zumindest suggerieren es die Politik und die Wirtschaft, eben diejenigen, die in aller erster Linie von unserer Wirtschaftsordnung profitieren. Allerdings gibt es mittlerweile auch viele kluge Köpfe, die erkannt haben, dass sich die nicht enden wollende Wachstumsspirale längst in einer Sackgasse befindet. Die Natur wird von nimmersatten und profitgierigen Großkonzernen gnadenlos ausgebeutet und ein Garant für Stabilität und soziale Sicherheit ist das auf permanente ökonomische Expansion getrimmte System schon längst nicht mehr. Die Eskalation auf den Finanzmärkten, die Schuldenkrisen und die Verknappung jener Ressourcen, auf deren unbegrenzter und kostengünstiger Verfügbarkeit das industrielle Wohlstandsmodell bislang basierte, sind deutliche Indizien dafür. Zu den schärfsten Kritikern der endlosen Wachstumsparty zählt hierzulande Prof. Dr. Niko Paech von der Universität Oldenburg, dessen Arbeits- und Forschungsschwerpunkte unter anderem im Bereich der Umweltökonomie und der Nachhaltigkeitsforschung liegen. Im Rahmen der Tagung „Wachstum und wie weiter?“, die am 25. Januar in der Katholischen Akademie Freiburg stattfindet, wird Niko Paech nicht nur seine Bedenken äußern, sondern auch darlegen, wie er sich ein nachhaltiges und zukunftsfähiges Wirtschaftssystem vorstellt. Im Vorfeld hatte Claus Weissbarth die Gelegenheit, dem Wirtschaftswissenschaftler einige Fragen zu stellen.

Kultur Joker: Herr Paech, Sie vertreten die Ansicht, dass wirtschaftliches Wachstum weder nachhaltig noch klimafreundlich gestaltet werden kann. Wie kommen Sie zu dieser Auffassung?
Niko Paech: Weiteres Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) scheitert erstens an absehbaren Ressourcenengpässen – wie fossilen Ressourcen, Flächen, seltenen Erden – und verringert zweitens per se keine Verteilungsungleichheiten. Drittens sorgt es nach Erreichen eines bestimmten Wohlstandsniveaus nicht mehr für Glückszuwächse. Viertens ist Wirtschaftswachstum niemals zum ökologischen Nulltarif zu haben.

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Interview | Dezember 2013 | von redaktion

„Wichtig ist der Wille, nicht das Geld“

Im Gespräch: Günter Wamser, Abenteuerreiter und Referent

Manche Leute machen schon verrückte Dinge. Wie zum Beispiel Günter Wamser, der sich 1994 auf das Pferd geschwungen hat, um den amerikanischen Doppelkontinent mit der Hilfe von Vierbeineren von Feuerland bis Alaska zu durchqueren. Vier bis fünf Jahre hatte der heute 54-jährige für seinen langen Ritt ursprünglich eingeplant, knapp 20 Jahre wurden schließlich daraus, ehe er im Herbst diesen Jahres sein Ziel im hohen Norden erreichte.
Rund 30.000 Kilometer hat Wamser zurückgelegt und berichtet mittlerweile in zahlreichen Fotoreportagen, Büchern und Vorträgen von den Abenteuern seiner außergewöhnlichen Reise. Neben den humorvollen und berührenden Geschichten, eindrucksvollen Bildern und faszinierenden Landschaften ist es vor allen Dingen die Nähe zu seinen Tieren, die einen besonders berührenden Eindruck hinterlässt. „Was zunächst als Abenteuer gedacht war, wurde über all die Jahre meine Art zu leben“, sagt Günter Wamser heute, der mit seiner Live-Reportage „Abenteuerreiter“ am 8. Feburar im Rahmen der Mundologia im Konzerthaus Freiburg gastiert. Vorab hatte Claus Weissbarth die Gelegenheit zu einem längeren Gespräch mit Günter Wamser.

Kultur Joker: Herr Wamser, Sie haben den amerikanischen Doppelkontinent von Feuerland bis Alaska mit Pferden durchquert. Wie kommt man auf eine derart ungewöhnliche Idee, die die meisten Menschen wohl als irrwitzig abtun würden?
Günter Wamser: Das hat sich eigentlich über viele Jahre entwickelt. Schon mit Anfang zwanzig bin ich mit dem Motorrad quer durch Europa gefahren, was mich mit der Zeit nicht mehr befriedigt hat. Auf einer Motorradtour durch den amerikanischen Kontinent bin ich auf das Pferd gekommen und habe im wahrsten Sinn des Wortes umgesattelt. Ich bin dann durch Guatemala geritten, was mich extrem fasziniert hat. Daraus ist die Idee entstanden, eine ganz große Reise mit Pferden zu machen.

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