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Vier neue Shows bei den Schlosslichtspielen 2018 in Karlsruhe

Wechselspiel aus Farben und Formen

Wenn es im August dunkel wird in Karlsruhe, fängt das Schloss an zu leuchten. Unterlegt von Klängen, verwandelt sich die Fassade der ehemaligen großherzoglichen Residenz in ein Wechselspiel aus Farben und Formen, die ineinander übergehen und immer neue Eindrücke kreieren. Auch die vierte Saison der Schlosslichtspiele wird vom ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie kuratiert.

Rund eine Million Zuschauer hatten sich in den letzten drei Jahren auf dem Schlossplatz eingefunden, um die raffinierte optische Auflösung barocker Architektur zu erleben.

Auch in diesem Sommer werden Tausende abends mit Klappstühlen und Picknickkörben zum Schlossplatz wandern oder sich auf dem Rasen niederlassen, um das Schauspiel zu genießen. Vier neue Shows stehen auf dem Programm. Unangefochtener Publikumsliebling seit den ersten Schlossfestspielen 2016 ist das ungarische Künstlerkollektiv Maxin10sity.

Ihre Show 2018 heißt „I’MMORTAL“, eine Wortspiel, das sowohl „unsterblich“ wie „Ich bin sterblich“ bedeutet. Dafür arbeitete Maxin10sity mit Akrobaten der Recirquel Company aus Budapest zusammen. Sie schlüpfen in verschiedene Rollen, unter anderem die Rolle eines Zirkusartisten, der nach einem Sturz unsterblich wird.

Das Künstlerkollektiv Global Illumination erzählt in „The Object of the Mind“ die Geschichte von Apparaten, Maschinen und Codes nach, die von der analogen Ära zur Digitalisierung führten. Klingt abstrakt, aber dank virtuosen Video-Mappings gelingen originelle Eindrücke, die zugleich einen Erkenntnisgewinn vermitteln sollen.

Der ungarische Künstler Laszlo Zsolt Bordos spielt mit Erinnerungen. In „Memories“ macht der 3-D-Künstler aus dem Karlsruher Schloss einen imaginären Speicherort für seine persönlichen Erinnerungen. Die allerdings bruchstückhaft sind. Bordos zielt in „Memories“ auch auf die Visualisierung des Vergessens ab, ein ebenso ambitioniertes wie aufregendes Unterfangen.

Jonas Denzel wird dagegen handgreiflich. Der Film- und Medienkünstler bespielt in seiner Show „hands on“ die Schlossfassade als sei sie ein Instrument. Aus den Fenstern erscheinen Hände, die auf die Fassade klopfen, reiben und klatschen. Auch die Zuschauer sollen mitmachen und so Teil des mitreißenden Rhythmus werden. Der Sound entsteht ausschließlich durch Elemente des Schlosses wie Fenster, Regenrinnen und Wände. Kunst soll nicht nur zum Nachdenken anregen, sie kann und darf auch Spaß machen. Der Eintritt zu der ausgesprochen populären Lichtshow ist frei.

Nike Luber

Schlosslichtspiele 2018: ab 3. August um 21:30 Uhr, ab 17. August um 21 Uhr, ab 31. August um 20:30 Uhr.
www.schlosslichtspiele.info