Herzlichen Glückwunsch Vorderhaus!

Cargo Theater: "Der große Coup"
Cargo Theater: "Der große Coup"

Kleinkunsttempel feiert 25-jähriges Jubiläum

Das Vorderhaus macht Kleinkunst groß – und das bereits seit 25 Jahren! Angefangen hat die „Kultur in der FABRIK“ mit einem überdachten Raum zwischen zwei Gebäuden. Mit den Jahren wuchs dieser Raum im soziokulturellen Zentrum der Fabrik, und mit ihm die Künstler, die hier auftraten. Viele sind der Bühne bis heute treu geblieben. Das Vorderhaus hat sich als Kabarettbühne Freiburgs etabliert und man zählt heute über 30 000 Zuschauer bei 220 Veranstaltungen jährlich.

In drei Schritten soll nun das Jubiläum dieses und kommendes Jahr gefeiert, die Bühne feierlich bespielt werden. Den Startschuss gibt ein offizieller Festakt am 21. September für geladene Gäste.

Das Publikum kann sich im Jubiläumsjahr auf eine besondere Art von Gastspielen freuen. In acht „Tandems“, zwischen Oktober und Mai, treffen alte Hasen auf das Frischfleisch der Kabarett-Szene. Konkret: etablierte Künstler stellen neue Kolleginnen und Kollegen vor und stehen mit ihnen gemeinsam auf der Bühne. Martin Wiedemann, Geschäftsführer des Vorderhauses, erklärt: „inwieweit sich die Programme der beiden verschränken, haben wir den Künstlern freigestellt.“ Man darf also gespannt sein, ob sich etwa Volker Pispers mit Vocal Recall an die Tasten wagt oder ob Georg Schramm sich mit Team und Struppi ins Abenteuer des Anarchie-Kabaretts stürzt. In jedem Fall werden Fantasie und Jungtalente beflügelt.

Offen sein für Neues, ausprobieren, auch mal etwas Ungewöhnliches wagen, darauf legte das Haus immer Wert. Karin Hönes, zuständig für die Pressearbeit, wünscht sich auch für die Zukunft, „dass man neue Projekte angehen kann, ohne gleich im Detail alles durchrechnen zu müssen“. Sascha Bendiks bezeichnete die Einrichtung als „Bühne, die bedingungslos offen ist“ und auch Volkmar Staub hebt in seiner „Lobhudelei“ im Fabrik-Rundbrief hervor, dass die Programmmacher mit ihrer „Gier auf Neues“ viele einzigartige Projekte ins Rollen gebracht haben.

Besonders am Vorderhaus ist auch das Kinderprogramm, „das von Anfang an integraler Bestandteil bei uns war“, wie Ute Lingg, zuständig für das Kinderprogramm, hinzufügt. Mittlerweile sind 60 „Gigs für Kids“ pro Jahr auf dem Spielplan vertreten. Außergewöhnliches bringt dann auch der 13. März 2014, an dem sich fast alle Freiburger Kabarettisten im Großen Haus des Stadttheaters zur Jubliäums-Gala, sozusagen einem Geburtstagsgruß für Veranstalter und Publikum, zusammenfinden.
Bereits am 18. September macht Dieter Hildebrandt mit „Ich kann doch auch nichts dafür“ seinem Klagen und auch dem seiner Mitmenschen Luft. Offenbar so treffend, dass die Veranstaltung bereits lange im Voraus ausverkauft war.

An gleich zwei Abenden (26./27. September) unterhält das Cargo Theater mit seinem Comic-Theaterstück „Der große Coup“ das Publikum. Rasant geht es hier zu, Witz, Slapstick und Tragikomik folgen aufeinander. Nichts für schwache Nerven dafür aber für die Lachmuskeln.

Mit einem Auftritt von Kabarettist Max Utoff schließt das Septemberprogramm. „Oben bleiben“ ist seine Devise. So unanständig, wie Kabarett sein kann, beschreibt er das „Oben“, von dem jeder sich das beste Stück sichern will. Doch das gelingt nur, wenn die „Unten“ auf Abstand gehalten werden. „Und so ruft man ihnen zu: Das Leben ist kein Wunschkonzert! Eher eins von Rammstein. Zu teuer, schlecht im Geschmack, das Böse anbetend.“

Infos/Tickets: www.vorderhaus.de 

Pia Wetzl

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