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Kunsthalle Messmer Riegel: Evard-Preis für konkret-konstruktive Kunst

Aufforderung genau hinzuschauen

In der Kunsthalle Messmer sind derzeit konkret-konstruktive Kunstwerke zu sehen, die für die Vergabe des 4. Internationalen Evard-Preises ausgewählt wurden; 755 Künstler aus 47 Ländern hatten sich beworben, 108 sind in die Ausstellung gelangt. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert; im März wird eine Fachjury entscheiden, welches Werk ihn diesmal verdient hat. Die Wahl wird nicht einfach sein für die Juroren. Benannt ist die Auszeichnung nach dem Künstler André Evard (1876 – 1972), einem Vertreter der abstrakt-geometrischen Malerei; dieser Kunstrichtung sieht sich der Preis also verpflichtet.

Peter Wackernagel: „Spacecorner 3“, 2015

Peter Wackernagel: „Spacecorner 3“, 2015


Den Besucher erwarten viele ansprechende Exponate mit oft rätselhaften Aspekten, die ihn anregen zu fragen, wie es dem jeweiligen Künstler gelingt, die Denkweisen und Theoreme der konkreten Kunst in einem neuartigen Kunstwerk zu realisieren und Bildmittel wie Linie, Fläche, Raum und Farbe – unter Beachtung von Proportionen, Sehgesetzen und Materialeigenschaften – auf konkrete Art zu konstruieren? „Konkret“ ist ein Werk nämlich nicht bereits deshalb, weil in ihm geometrische Elemente und mathematische Inhalte auftreten oder Primärfarben verwendet und variiert werden. Wie lässt sich somit einschätzen, was etwa Werner Dorsch („Nach vorne und nach hinten“), Rita Ernst („Müstair III“), Hupert Lampert („Vier Boxen …“), Bernhard Malin („Pyritkreis“), Axel Rohlfs („Oberflächen- und Tiefenstruktur eines Doppelknotens OT 33“), Bernhard Sandfort („Zusammenhänge aus Gesetz und Zufall“), Rolf Schneebeli („In Bewegung 23 / A“), Martin Willing („Konischer Stab zum Kubus gekantet“), Ilse Aberer („square four“) und Peter Schoppel („OT-575-II“) genau bewerkstelligen und ins Bild setzen? Und wie kommen optische Täuschungen zustande – z. B. bei Dominique Teufens reizender „Einfalt“, Peter Wackernagels „Spacecorner“, Helene Briels Papierarbeiten oder verschiedenen Wandobjekten? Die Ausstellung wird von einer Broschüre mit biografischen Angaben und Statements der Künstler begleitet.

Zu den bisherigen Preisträgern des Evard-Preises zählen Inge Dick, Knut Navrot, Wolfram Ullrich und Jo Niemeyer sowie Peter Somm als Publikumsliebling. Der Jury gehören diesmal Marli Hoppe-Ritter (Museum Ritter Waldenbuch), Sabine Schachl („Haus Konstruktiv“ Zürich) und Ewald Karl Schrade (Art Karlsruhe) an. Im Rahmen der Ausstellung wird zudem ein Publikumspreis vergeben, den die Besucher bestimmen und dabei Attraktives gewinnen können.

Der Preis wird im Rahmen der Finissage am 24. April überreicht.

Ausstellung zum 4. Internationalen Evard-Preis. Di bis So, 11-17 Uhr. Am zweiten Mi. im Monat Führung um 17 Uhr. Bis 24. April 2016

Cornelia Frenkel