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Gesundheit | März 2018 | von Redaktion

Einblicke in das „Krankenhaus der Zukunft“

Neujahrsempfang im Freiburger Loretto-Krankenhaus

Beim Neujahrsempfang des RKK Klinikums im Freiburger Loretto-Krankenhaus legte Sozialminister Manne Lucha dar, wie das Land Baden-Württemberg eine flächendeckende, bedarfsgerechte und hochwertige medizinische Versorgung fördert.

Markus Reithwiesner, Minister Manne Lucha und Bernd Fey (v.l.n.r.)© RKK Klinikum

Anlässlich seines Besuchs in Freiburg überbrachte der Minister die offizielle Förderzusage über 3,4 Millionen Euro für Umbaumaßnahmen im Loretto-Krankenhaus. Markus Reithwiesner, Holding-Geschäftsführer der Haufe Group in Freiburg, zeigte Wege auf systematisch über den Tellerrand hinaus zu schauen und gab im Kontext Strategie, Mensch und Struktur einen Impuls für die digitale Transformation zum „Krankenhaus der Zukunft“.

In seiner Begrüßung stellte Geschäftsführer Bernd Fey fest, dass die Mitarbeiter an Belastungsgrenzen gehen: „Trotzt eines ausgefeilten medizinischen Konzeptes ist es unter den gegebenen gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen für ein gemeinnütziges Haus immer schwieriger Eigenmittel für Investitionen zu erwirtschaften.“ Mit der erteilten Förderzusage können jetzt im Loretto-Krankenhaus Umbaumaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 4,8 Millionen Euro anlaufen und damit die Patientenversorgung weiter verbessert werden.

Minister Lucha erläuterte seine Vorstellungen von einem sektorenübergreifenden Gesundheitssystem, das den Patienten in den Mittelpunkt stellt und die digitalen Möglichkeiten und Chancen gezielt nutzt: „Wir brauchen Top-Krankenhäuser, die das Know-How bündeln und in denen Patienten die erfahrensten Ärzte und die bestmögliche OP bekommen.“ In Bezug auf die von der Landesregierung eingeforderte Zusammenführung von Krankenhäusern und das zum Verkauf stehende, defizitäre Bruder-Klaus-Krankenhaus attestierte der Minister: „Sie haben die Situation erkannt und Sie haben gehandelt, führen Gespräche und tun alles, was möglich ist.“

Haufe Group-Geschäftsführer Markus Reithwiesner stellte dar, dass die Digitalisierung mit einer massiven Veränderung der zukünftigen Arbeitswelt einhergeht. Auch für Krankenhäuser sieht Reithwiesner die Notwendigkeit die Strategie konsequent am Patienten auszurichten, flexible Organisationen zu entwickeln und einen neuen Blick auf den Patienten einzunehmen: „Die Vernetzung über Sektorengrenzen hinweg bietet alle Chancen Effizienz und Versorgungsqualität in der Gesundheitswirtschaft weiterzuentwickeln“. Gefragt sind innovative und vor allem umsetzbare Lösungsansätze, die einhergehen mit Optimierung von Prozess- und Organisationsstrukturen und den Menschen mitnehmen.