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Kultour | Oktober 2018 | von Friederike Zimmermann

Bewusstsein für Architektur schaffen

Die trinationalen Architekturtage 2018 stehen unter dem Motto „Gemeinsam(er)“

Rund 200 Veranstaltungen entlang des gesamten Oberrheins: Bis Ende Oktober veranstaltet das Europäische Architekturhaus die Architektage 2018. Auch in Freiburg, Basel und im Elsass finden Vorträge, Führungen und Ausstellungen statt, die sich schwerpunktmäßig unserem durch Architektur geprägten Zusammenleben widmen.

© Arthur Crestan

Arthur Crestani: „Bad city dream“, Guraon, Indien, 2017. Bis 31. Oktober zu sehen im Rahmen der Ausstellung Archifoto 2017 im Centre Culturel Français Freiburg.

„Ensemble(s)“. „Gemeinsam(er)“. Das diesjährige Motto der trinationalen Architekturtage am Oberrhein kann vieles heißen. Und das soll es auch. Denn die Gestaltung von Architektur ist immer ein komplexes Unterfangen: Involviert sind Architekten, Bauherren, die Politiker, Partner, Ingenieure und – vor allem und immer mehr – die Bewohner und die Nutzer, für die gebaut wird.

Die Tendenz zur Demokratisierung von Architektur also, wenn man so will. Wie schön. Denn für Otto Normalbürger ist Architektur immer irgendwie einfach da. Und dann soll man darin wohnen, leben, arbeiten… Da liegt es doch nahe, mitzureden und mitzugestalten. Wie sehr sich die uns umgebenden Bauten wie eine Art „Inneneinrichtung“ des eigenen Kosmos auf unser Befinden auswirken, ist den wenigsten Menschen bewusst.

Entsprechend bietet das diesjährige Programm mit zirka 200 Veranstaltungen vom 28. September bis 31. Oktober wieder etliches für jedermensch: Das Aneignen öffentlicher Räume, gemeinsames Gärtnern, kollektive Wohnraumgestaltung… In Freiburg werden wieder mehrere Radtouren in lockerer Atmosphäre angeboten („Architektur mit dem Rad“ 7.10., 21.10., jeweils 14 Uhr und „Space vs. Place“ 14.10., 14 Uhr).

Auch das Kommunale Kino ist wieder mit zwei Filmen dabei. Verschiedene Ausstellungen bieten vertiefte Einblicke, etwa im Centre Culturel Français Freiburg die vierte Ausgabe von „Archifoto – international awards of architectural photography“; ein Wettbewerb, den La Chambre und das Europäische Architekturhaus 2017 organisierte, um den fotografischen Blick auf Architektur, urbane Landschaft und die Welt zu schärfen.

Sehr beliebt sind auch die Mittagsführungen. Am 12.10. findet eine solche ins Schwarzwaldstadion des SC Freiburg statt (mit Rudi Raschke), ein bauliches Patchwork, das sich im Laufe der Vereinsgeschichte an die wachsenden Herausforderungen immer wieder anpassen musste. Eine weitere Mittagsführung führt am 19.10., von 12.30 bis 14 Uhr in die Lokhalle im Kreativpark; – eine einzigartige Location der Freiburger Industriekultur, deren 1.500 Quadratmeter großes Areal 120 moderne und attraktive Arbeitsplätze vornehmlich für Kreativschaffende bietet.

Als absolute Highlights, vor allem für die Architektur-Fans, gelten in diesem Jahr mehrere Vorträge mit weltweit bekannten Architekten: Odile Decq, Kjetil Traedal Thorsen (Snohetta) und Daniel Libeskind sprechen in Straßburg, Mulhouse und Offenburg. Der Vortrag „Das Unfertige bauen“ von Anne Démians (Paris) findet am 11.10., um 20 Uhr (anders als angekündigt!) im HS 1010, KG I, Universität Freiburg, statt.

Weitere interessante Veranstaltungen lohnen einen Abstecher in die rheinische Umgebung – z.B. das Tankturmfest in Heidelberg und nicht zu vergessen die zahlreichen interessanten Veranstaltungen in Frankreich, die teilweise auch für das deutschsprachige Publikum ausgerichtet sind.

Was: Architekturtage 2018
Wann: 28. September bis 31. Oktober 2018
Wo: Freiburg und Baden-Württemberg, Elsaß und Basel
Web: www.europa-archi.eu