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Veranstaltungsdetails

Mi   18. September 2019
Musik Freiburg Jazzhaus Freiburg
20:00 Uhr: Jazzfestival 2019 – Jacob Karlzon Trio + Karl Seglem


Jacob Karlzon Trio


Der schwedische Jazzpianist Jacob Karlzon ist ein stilistisch und musikalisch weit gereister Mann. Er hat klassische Klavierstücke gespielt, hat mit großen Namen des Jazzwie Kenny Wheeler, Billy Cobham, Norma Winstone und Tim Hagans die Bühnen geteilt,hat sich für das Album ›More‹ aus dem Jahr 2012 auch mal mit seiner Metal-Sozialisationbefasst, hat auf seinem letzten Album ›Now‹ elektronische Elemente den Puls seiner Musik setzen lassen. Kein Wunder, dass er sich lieber als einen ›alternativen Musiker‹ bezeichnet und nicht als reinen Jazzer, was immer das auch sein mag. Aber damit keine Missverständnisse aufkommen: Karlzon ist dennoch ein Mann des Jazz. Manche nennen ihn gern einen Extremisten, der in einem Song mit immenser Energie sein Instrument an den Rand seiner Möglichkeiten treibt, um im nächsten zarte oder gar zärtliche Töne anzustimmen. Besonders eindrucksvoll tut er dies auf der Bühne, dort spielt und jongliert er mit Genres, Sounds, Elektronik, Atmosphären und Dynamik, atemberaubend und höchst virtuos, mal mit muskulöser Bravour, dann wieder mit fragiler Empfindsamkeit aber immer unbeirrt und mit grenzenloser Neugier.


Mit seinem neuesten Werk ›Open Waters‹, das im Herbst 2019 bei Warner erscheint undvon einer Deutschlandtour begleitet wird, hebt Jacob Karlzon die hohe Kunst des Piano-Trios auf eine neue Ebene. Mit jedem Tastenschlag zieht er sein Publikum näher ans Meer, packt es plötzlich und zieht es immer tiefer hinein. Bis es nichts mehr sieht als ›Open Waters‹, eine Urgewalt, die faszinierend und gefährlich zugleich sein kann. Gemeinsam mit Morten Ramsbøl am Bass und Rasmus Kihlberg am Schlagzeug lieferter den perfekten Soundtrack zum eigenen Kopfkino.


Karl Seglem


"Die Natur ist mir sehr wichtig. In der Natur hole ich mir Kraft, Kreativität und Inspiration. Dort finde ich echte und sehr einfache Freuden. In der Natur wird die Musik in vielerlei Hinsicht lebendig. Das Wort Natur bedeutet das, was nicht vom Menschen erschaffen ist. Die Entstehung des Albums Nunatak war ein langer Prozess. In der Tat geht es sich um viele Prozesse. Erst komponieren, einüben, vorführen. Dann auseinanderreißen, hinzufügen, umformen und aufbauen, und schließlich fertig stellen. 


Ich habe ein schlechtes Gewissen, dass meine Beiträge nicht ausreichend sind. Ich möchte gern sowohl weniger konsumieren, mehr recyceln, kein Essen wegschmeißen, nie wieder fliegen, und am liebsten mein Auto sofort verkaufen. Aber das Leben in einem der reichsten Länder der Welt ist, paradoxerweise, ausreichend komfortabel. In vielerlei Hinsicht ist deswegen das Album Nunatak ein Aufschrei. Meine Musik ist wie die Kraft, einer felsigen Bergspitze, die das Eis durchstößt, ein Nunatak. Verzweiflung und Trauer haben dieses Album zu etwas ungewöhnlich Neuem für mich gemacht. Ich erhalte ständig „Antworten“ und Inspiration von der Natur und denke: Sei stark, wehre dich, gib immer das Beste. Lebe im Hier und Jetzt. Sei kreativ. Entdecke den Sinn in etwas Kleinem, das dadurch zu etwas Großes wird" Men argue, nature acts (Voltaire).




Text: Veranstalter


Jazzhaus Freiburg
Schnewlinstr. 1
79098 Freiburg
www.jazzhaus.de