Straußenführer 2019


Anzeigen

Architekturtage 2019





Rahmenladen



domani




Kunst | Dezember 2016 | von Redaktion

„Francis Bacon. Unsichtbare Räume“ in der Staatsgalerie Stuttgart

Über das existentielle Ausgeliefertsein des Menschen

In der Kunstwelt steht schon lange fest, dass der Brite Francis Bacon (1909-1992) einer der bedeutendsten Maler des 20. Jahrhunderts war. Und seit seinem Tod hat sein Werk noch an Beachtung gewonnen. Auch die Höchstpreise im Kunsthandel, die seine Bilder neuerdings erzielen, sind ein Indikator dafür. „Unsichtbare Räume“, der Titel dieser Ausstellung, bezeichnet erstmals einen zentralen Aspekt im Werk von Francis Bacon.

Weiterlesen…

Theater | Dezember 2016 | von Redaktion

„Die Sache Makropulos“ am Theater Freiburg

Vera Nemirova inszeniert Leos Janáceks Oper mit Katerina Hebelková als Primadonna

Der Zeiger auf dem großen Zifferblatt steht still. Die Zeit ist angehalten für die Operndiva Emilia Marty, die, weil sie als Kind von ihrem Vater ein Lebenselixier zu trinken bekam, inzwischen 337 Jahre zählt: In Leos Janáceks Oper „Die Sache Makropulos“ am Freiburger Theater verkörpert die tschechische Mezzosopranistin Katerina Hebelková die Primadonna. Und macht aus der geheimnisvollen Figur eine sinnliche, selbstbewusste, von den Männern begehrte Frau, die ihr zerbrechliches Inneres mit dem Glanz des Erfolgs schützt.

Foto von Opernsängerin Katerina Hebelková als Primadonna, sie sitzt vor einem großen Ziffernblatt und schminkt sich

Katerina Hebelková in Leos Janáceks Oper „Die Sache Makropulos“ – zu sehen bis Mitte Januar im Theater Freiburg © Maurice Korbel

Weiterlesen…

Theater | Dezember 2016 | von Redaktion

Im Theater Basel sucht Caligula die Freiheit in der Grausamkeit

Inszenierung von Antonia Latella im Schauspielhaus

Dies vorweg: im Theater Basel, wo „Caligula“ jetzt in einer Inszenierung von Antonia Latella im Schauspielhaus gespielt wird, klammert man alle Anspielungen auf die Gegenwart aus. Caligula ist wie ein Kind, das zu schnell Verantwortung übernehmen musste und zynisch geworden ist. Dass man sich im Herbst 2016 von “Caligula” im Theater Basel dennoch geradezu unangenehm angefasst fühlt, hat mit dem Ergebnis der Wahl in den USA zu tun. In dem Stück begegnet uns ein Herrschertyp, der beratungsresistent ist und allein seiner eigenen Meinung zu folgen scheint. Das Unberechenbare und die Furcht, die damit einhergeht, ist die Grundlage seiner Herrschaft.

Szenenbild mit sieben Schauspielern aus "Caligula" im Theater Basel. Manche tragen keine Hosen, ihre Körper werfen große Schatten auf die rote Wand im Hintergrund

Vincent Glander, Thomas Reisinger, Steffen Höld, Martin Hug, Thiemo Strutzenberger und Katja Jung in “Caligula” © Sandra Then

Weiterlesen…

Theater | Dezember 2016 | von Redaktion

Queeres Theater mit erfrischend einfachen Mitteln

Das “Prinzip Katamaran und andere Identitäten” vom Theaterkollektiv RaumZeit

Wann ist der Mensch ein Mann? Eine Frau? Oder eben einfach: MenschIn? Wer möchte behaupten, es gäbe nur zwei Geschlechter? Wer möchte ernsthaft bestreiten, dass nicht jedermann oder -frau mit mehr oder weniger Anteilen des jeweils anderen Geschlechts ausgestattet ist? In Wahrheit sind die Übergänge fließend, zwischen den Polen des männlichen und des weiblichen Prinzips wären unzählige weitere Geschlechter – „andere Identitäten“ – anzusiedeln. Eigentlich… Sind sie aber nicht. Denn da hält das „Prinzip Katamaran“ seinen Riegel vor, das, wie sein Name schon sagt, aus nur zwei Polen besteht. Dazwischen: Nichts.

Szenenbild mit Nic Reitzenstein vom Theaterkollektiv RaumZeit in "Prinzip Katamaran und andere Identitäten"

Nic Reitzenstein (Schauspiel und Regie) in “Prinzip Katamaran und andere Identitäten” © Sebastian Schulz

Weiterlesen…

Kids | Dezember 2016 | von Redaktion

Otfried Preußlers „Kleine Hexe“ wirbelt über die Bühne des Freiburger Theaters

Viel Hokuspokus und Situationskomik

Im November 2009 wirbelte Otfried Preußlers „Kleine Hexe“ schon einmal über die Bühne des Großen Hauses – und war das mit Abstand erfolgreichste Kinderstück in der Ära von Theaterintendantin Barbara Mundel. Jetzt wurde Thalia Kellmeyers Inzenierung des Kinderbuchklassikers mit neuer Besetzung wieder aufgenommen und verbuchte sofortigen Erfolg.

Szenenbild aus "Die kleine Hexe" im Theater Freiburg: Der Revierförster trägt die kleine Hexe huckepack

Die kleine Hexe (Marie Jordan) und der Revierförster © Maurice Korbel

Weiterlesen…

Kunst | Dezember 2016 | von Redaktion

„Herbert Maier. Wer wir sind“ – Ausstellung im Museum für Neue Kunst Freiburg

Eine Bestandsaufnahme des Menschlichen

Unter den Hunderten von Aquarellen findet sich auch ein Selbstporträt. „Wer sind wir (selbst)“, das in diesem Jahr entstanden ist, zeigt den Kopf Herbert Maiers, einen Querschnitt und einen Längsschnitt durch sein Gehirn. Die Augen geschlossen, über das Gesicht laufen Farbschlieren. Vielleicht tot, vielleicht während einer Messung der Gehirnaktivitäten. Denn irgendwo muss es ja sitzen, das Bildgedächtnis. Irgendwo muss es einen eigenen Ort geben für all das, was wir in unserem Leben jemals gesehen haben.

Weiterlesen…

Theater | November 2016 | von Redaktion

Opera Factory Freiburg begeistert mit “Fake and Error” im E-Werk

Zwischen Schwindel und Irrtum

Manche Einakter sind einfach zu kurz, um eine abendfüllende Produktion zu gewährleisten. Deshalb kombinierte die Opera Factory Freiburg die deutsche Erstaufführung von Luke Bedfords Kammeroper „Through his teeth“ (2014) mit Claudio Monteverdis dramatischem Madrigal „Il combattimento di Trancredi e Clorinda“ (1624) in einem intensiven, präzisen und berührenden Opernabend im Freiburger E-Werk.

kulturjoker_theater_fake_error_e-werk

Siri Karoline Thornhill und Georg Gädker © Sebastian Düsenberg

Weiterlesen…

Literatur | August 2016 | von Redaktion

Können Künstler Helden sein?

Rezension: „Künstlerhelden? Heroisierung und mediale Inszenierung von Malern, Bildhauern und Architekten“

Gemeinhin versteht man unter Helden tapfere Krieger, die in Liedern und Sagen Anerkennung fanden. Oder zumindest uneigennützige Menschen, die ein vorbildhaftes Verhalten an den Tag legen und in schwierigen Situationen stets kühlen Kopf und andere vor Unglück bewahren. Aber kann auch der Künstler ein Held sein? Wie will er mit seiner Kunst andere – oder gar die Welt – retten? Diesen Fragen geht das Buch „Künstlerhelden? Heroisierung und mediale Inszenierung von Malern, Bildhauern und Architekten“ (kürzlich erschienen bei ›ad picturam‹, Merzhausen) nach.

Weiterlesen…