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Gesundheit | Oktober 2018 | von Redaktion

Psychoonkologie: Hilfe für die Seele

Multidisziplinärer Therapieansatz im Sigma-Zentrum

Die Diagnose Krebs ist eine erschütternde Feststellung, die bei vielen Betroffenen Ängste und Sorgen auslöst und nicht selten auch zu Traumafolgestörungen führt. Gelingt es nicht, Gedanken und Gefühle mitzuteilen, sind häufig depressive Verstimmungen und Schwankungen des seelischen Gleichgewichts die Folge. In derlei Fällen kommt der Therapieansatz der Psychoonkologie in Frage.

© Sigma-Zentrum

Prof. Dr. Christoph Bielitz.

Obwohl die Psychoonkologie für eine patientenzentrierte onkologische Versorgung unabdingbar ist, fehlen in Deutschland für sehr junge aber auch für betagte Patienten etablierte psychoonkologische Versorgungskonzepte. Die Psychoonkologie im Sigma-Zentrum Bad Säckingen unterstützt diese Patientengruppen mit ihren Angehörigen bei der Verarbeitung der Krankheit und hilft ihnen, in belastenden Situationen Mut, Kraft und Hoffnung zu schöpfen.

Die Ängste der an Krebs Erkrankten sind zum großen Teil existenzielle Ängste. Der Verlauf der Erkrankung ist oft nicht vorhersehbar, nicht kontrollierbar, sondern unberechenbar, eine Zerreißprobe zwischen Hoffnungen und Befürchtungen, eine Achterbahn der Gefühle. Diese anhaltende Bedrohung, die nicht von außen, sondern aus dem eigenen Körper kommt, erleben viele Menschen wie eine tickende Zeitbombe, die jederzeit losgehen kann und der sie sich hilflos ausgeliefert fühlen.

Lebensbedrohliche Erkrankungen wie Krebs können auch Depressionen auslösen, die oftmals zu einer Abwärtsspirale führen, weil sie dem Patienten den Lebensmut rauben, die Immunabwehr schwächen und dadurch die Kraft nehmen, gegen die Krebserkrankung zu kämpfen. Dabei sind die Problemlagen und daraus resultierenden psychosozialen Bedürfnisse von Krebspatienten je nach Lebensphase, in der die Erkrankung auftritt, oft sehr unterschiedlich. Bei betagten Patienten bestehen z.B. häufig Multimorbidität und daraus resultierend schwierige Behandlungsentscheidungen, aber auch Probleme der Alltagsbewältigung oder Gefahren von sozialer Vereinsamung.

Bei sehr jungen Menschen kann die Krankheit psychische und soziale Entwicklungsvorgänge beeinträchtigen, die Betroffenen haben aber gleichzeitig weniger Verarbeitungsmöglichkeiten, mit Lebenskrisen umzugehen als ältere Patienten. Die Krebserkrankung eines Menschen betrifft aber nicht nur ihn alleine, sondern zieht seine ganze Familie in Mitleidenschaft. Auch Angehörige lebensbedrohlich Erkrankter sind in der Gefahr, wie die Betroffenen selbst eine Traumafolgestörung zu entwickeln.

„Das sich auch an Angehörige von an Krebs erkrankten Menschen richtende Behandlungsangebot im Sigma-Zentrum Bad Säckingen trägt der Tatsache Rechnung, dass die Fragen und Problemlagen bei einer Krebserkrankung sowohl medizinisch als auch psychologisch adressiert werden müssen und Onkologie und Psychoonkologie nicht getrennt voneinander gesehen werden dürfen“, betont der Ärztliche Direktor Prof. Dr. med. Christoph Bielitz und ergänzt: „Die Psychoonkologie sollte deshalb bei Krebserkrankungen ein integraler Bestandteil eines multidisziplinären Therapieansatzes sein“.

Das Sigma-Zentrum in Bad Säckingen ist eines der deutschlandweit führenden privaten Fach-Krankenhäuser für interdisziplinäre Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin.

Weiterführende Informationen: www.sigma-zentrum.de.