Geschichten, die man nicht verpassen sollte!

Freiburger Figurentheatertage im Vorderhaus

Charakterdarsteller mit zerknautschten Papiergesichtern, der Geliebte als rote Peperoni, ein Ensemble kauziger Klappmaul-Senioren, die nicht ins Altersheim wollen – zum sechsten Mal präsentieren die Freiburger Figurentheatertage vom 10. bis zum 15. März wieder Bühnenproduktionen aus ganz Deutschland, die im Spagat zwischen Schauspiel, Objekt- und Figurentheater das Kopfkino zum Laufen bringen. Für Jugendliche und Erwachsene gibt es in diesem Jahr drei ganz besondere Inszenierungen zu erleben.

THEATER-ZITADELLE

Den Auftakt der Figurentheatertage macht ein echter Klassiker für die Kleinen: Gleich zweimal spielt das Karlsruher Marotte-Theater den „Grüffelo“ – mit wunderschönen Tierfiguren, bezauberndem Waldambiente und vielen Geräuschen. Weiter geht´s mit dem Theater Fiesemadände und ihrer Hutzelgeschichte nach Otfried Preussler „Hörbe mit dem großen Hut“, dessen Held einfach so aus dem Siebengiebelwald spaziert, obwohl draußen der grausige Plampatsch haust. Dem begegnet Hörbe zum Glück nicht, dafür aber dem Zottelschatz Zwottel, der ein lustiger Geselle ist… Und auch die Inszenierung „Lotta zieht um“ vom Berliner Theater Zitadelle zeigt, wie aufregend es ist seinem eigenen Kopf zu folgen. Deswegen zieht die fünfjährige Lotta auch auf den Dachboden ihrer Nachbarin… Wunderbar kreativ wird es beim Freiburger Theater Vagabündel und ihrer Geschichte „Das vierte Ei“, die mit jeder Menge Papier vom zu klein geratenen Spatz Friedrich erzählt, der trotz vieler Pannen an seinen Traum vom Fliegen glaubt. Dabei wird gezeichnet, geschnitten, gefaltet und zerknittert…

Die dramatischen Ereignisse um Romeo und Julia als Küchenschlacht, bei der Gewürzgläser, Peperonis und Salzstreuer die Hauptrollen spielen und Joghurts den Hochzeitschor geben – das präsentiert das Berliner Ensemble „Kaufmann & Co“ mit einer Inszenierung voller Spaß und Poesie. Und auch „Die Berliner Stadtmusikanten“ sind eine verblüffende Neuinterpretation: Weil Kuh, Wolf, Katz und Spatz nicht ins Altersheim wollen, hauen sie in Berlin noch mal mächtig auf den Putz. Eine Puppenkomödie mit skurrilen Tieren, viel Charme und Live-Musik. Ums Altwerden geht es auch in dem Familienstück „Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor“ der Gruppe Cie. Freaks und Fremde. Weil der einst so kluge und abenteuerlustige Fuchs nämlich senil geworden ist, legen sich die jungen Füchse mächtig ins Zeug. – Geschichten, die man nicht verpassen sollte!

Marion Klötzer

Programm:
10. 3. Marotte Figurentheater – „Der Grüffelo“ um 10 + 15 Uhr (ab 4 Jahren)
11.3. Theater Fiesemadände – „Hörbe mit dem großen Hut“ um 10 + 15 Uhr (ab 3 Jahren)
12.3. Figurentheater Vagabündel – „Das vierte Ei“ um 10 + 15 Uhr (ab 4 Jahren)
13.3. Theater Zitadelle – „Lotta zieht um“ um 10 Uhr (ab 4 Jahren)
13.3. Kaufmann & Co – „Romeo und Julia – Liebe und Tod in der Küche“ um 20 Uhr (für Erwachsene)
14.3. Theater Zitadelle – „Die Berliner Stadtmusikanten“ um 20 Uhr (für Jugendliche und Erwachsene)
15.3. Cie. Freaks und Fremde, „Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor“, 16 Uhr (ab 6 Jahren)
Kinder unter drei Jahren dürfen leider nicht in die Veranstaltungen! Infos: www.vorderhaus.de

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