Straußenführer 2018


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Theodor Fontanes „Unterm Birnbaum“ beim Sommer-Open-Air der Immoralisten

Die Leichen der Anderen

Wenn sich im Gras unterm Birnbaum das Fallobst sammelt, kann schon auch mal ein kleiner Wurm drin sein. So richtig wurmstichig wird’s in Theodor Fontanes Kriminovelle von 1885, die die Freiburger Immoralisten als diesjähriges Sommer-Open-Air auf die Bühne bringen, aber erst unter der Erdoberfläche im Wurzelbereich, wo der Wirt Abel Hradschek eine Leiche aus dem letzten Weltkrieg entdeckt. Und wieder vergräbt.

Die Schauspieler Florian Wetter und Jochen Kruß in Fontanes „Untern Birnbaum“, zu sehen bis 8. September 2018 im Freiburger Theater der Immoralisten. ©Manuel Kreitmeier/Norbert Steinhöfel

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„Beatrice Cenci“ und „Carmen“ werden bei den Bregenzer Festspielen 2018 bejubelt

Ästhetische Ausgrabung und bezaubernder Blockbuster

Die Opferkerzen auf dem breiten Glas-Sarkophag brennen, die Goldmünzen im Inneren glänzen. Zu den wuchtigen Klängen der Ouvertüre von Berthold Goldschmidts 1950 komponierter Oper „Beatrice Cenci“ zur Eröffnung der Bregenzer Festspiele schafft Regisseur Johannes Erath mit seiner Bühnenbildnerin Katrin Connan zu Beginn ein starkes Bild für die Verbindung von religiöser Inbrunst und grenzenlosem Reichtum.

„Beatrice Cenci“ bei den Bregenzer Festspielen. ©Karl Forster

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Das Freiburg Festival und stellt hybride Formen in den Mittelpunkt

Das Internationale Tanz-und Theaterfestival nach seiner Umbenennung und Neuausrichtung

Headbanging war nicht unbedingt das, was von diesen eher zierlichen Asiatinnen erwartet werden konnte. Doch nun stehen sie inmitten der Zuschauerreihen, und werfen ihre langen schwarzen Haare. Und das ausgerechnet zu Rammstein.

Künstlergruppe BERLIN mit „Zvizdal“. ©Frederik Buyckx

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Charmanter Trash, Klischees und große Stars in Berlin

„Il Viaggio a Reims“, „Die Nase“ und „Macbeth“ in Berlin – ein Premierenrundgang

In Berlin hatten an einem einzigen Wochenende alle drei großen Opernhäuser Premieren. Giuseppe Verdis „Macbeth“ mit Anna Netrebko und Placido Domingo wurde von der Staatsoper Unter den Linden sogar im Public Viewing auf dem Bebelplatz vor rund 20.000 Zuschauern übertragen – gute Gelegenheit für eine Bestandsaufnahme.

Anna Netrebko in „Macbeth“, Staatsoper Unter den Linden. ©Bernd Uhlig

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Performanceabend „Crashtest Paradise“ im Freiburger E-Werk

Von Liebespaaren und Tanzsäcken

Geht das eigentlich noch, „Romeo und Julia“ bei einer Schulaufführung? Man möchte sich gar nicht vorstellen, wie oft auf der Bühne von jungen Tanzschülern bereits von der Liebe und dem Sterben dieses Paares der Weltliteratur erzählt wurde.

Tanzperformance „Crashtest Paradise“ im E-Werk.

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Bitterböse Abrechnung mit der Medienindustrie

„Er ist wieder da“ nach Timur Vermes im Wallgraben Theater in Freiburg

Wenn sich auf der Bühne des Wallgraben Theaters die bombastischen Klänge von Wagners Walkürenritt samt Gefechtgetöse und Qualm im Off verlieren, sieht man erst nur einen Stiefel vor blutroten Kioskwänden. „Kein Feindflieger, kein Geschützdonner!“, wundert sich wenig später der dazugehörige Mann in Wehrmachtsuniform und sucht im Zeitungsständer vergeblich zwischen Geo und Spiegel nach dem Völkischen Beobachter. „Das Großdeutsche Reich eine Bundesrepublik mit Kanzlerin?“ – der Führer ist entsetzt.

Elisabeth Kreßler und Hans Poeschl in Vermes „Er ist wieder da“ im Freiburger Wallgraben Theater. ©Mathias Lauble

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Das Freiburg Festival zeigt sich modifiziert und politisch

Von Nahem und Fernem

Das Internationale Tanz- und Theaterfestival Freiburg heißt nun schlicht Freiburg Festival. Das ebenfalls veränderte Kuratorinnenteam aus Sonja Karadza, Laila Koller, Tamina Theiß und Anna Gojer hat sich weitere Neuerungen einfallen lassen.

Die Ägypterin Laila Soliman greift in „ZigZig“ die Gewalt gegen Frauen während des Unabhängigkeitskriegs gegen die Briten auf. © Ruud Gielens

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Fortsetzung der Revue „Die Frisösen“ auf der Alemannischen Bühne Freiburg

Fetziges Medley auf Alemannisch

„Wir sind die Frisösen, heiß wie die Fritösen!“ schmettert das Team vom Salon Diva und rockt gleich noch ein kerniges „We will cut you“ frei nach Queen hinterher. Friede, Freude, Eierkuchen? Von wegen – die Kacke ist am Dampfen: Mit seinen Monster-Trockenhauben, Stofftapeten und altertümlichen Drehsessels hat der Laden zwar den Charme der 70er, damit aber eindeutig schon bessere Zeiten gesehen.

Das exzentrische Salon-Personal kauderwelscht und trällert in allen möglichen Sprachen. ©Alemannische Bühne

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