Rekordanstellungen beim Internationalen Grauburgunderpreis 2019

Die Sieger des Internationalen Grauburgunderpreis 2019. Foto: P. Littner

587 Weine, so viele wie noch nie, wurden beim diesjährigen Grauburgunder-Preis angestellt, und von einer Fachjury aus Kellermeistern, Weinsachverständigen, Sommeliers und Journalisten blind verkostet und nach dem 100 Punkte System bewertet.

In fünf verschiedenen Kategorien, neu dabei die fünfte für gereifte, trockene Grauburgunder ab Jahrgang 2013 und älter. Diese neue Kategorie zeigte den Badischen Winzerkeller auf Platz 1, vor der Winzergenossenschaft Achkarren auf 2 und einem 3. Platz gemeinsam für die Weingüter Glatz und Tropper Wein, beide aus der Steiermark.

Nachdem wir dem „alten Neuling“ den Vorzug gegeben haben schauen wir aufs Gesamte. Die meisten Anstallungen erreichte mit stolzen 281 Anstellungen die Kategorie 2, die der gehaltvollen, strukturierten, trockenen, ausdrucksstarken Grauburgunder, durchaus im großen Holzfass ausgebaut und mit satten 13% Alkohol und mehr ausgestattet. Hier hatte das Heitersheimer Weingut Zotz die Nase vorn, das Weingut Geiger aus Thüngersheim/Franken erreichte Platz 2, gefolgt auf 3 von den Fellbacher Weingärtner in Württemberg und dem badischen Weingut Lorenz Keller aus Erzingen.

Zur Kategorie 1, den frischen fruchtigen mit klarer Sortentypizität, 125 Anstellungen, ohne Holzfass oder Barrique, trocken, mit max. 13% Alkohol. Hier gabe es keine badischen Siege, alle drei entstammten dem Anbaugebiet Rheinhessen: das Weingut Müsel aus Hermsheim vor dem Weingut Manz aus Weinoldsheim und dem Weingut Weinmann aus Wörstadt. Die Kategorie 3 weist mit 113 geprüften und bewerteten Weinen charaktervolle trockenen Premium-Grauburgunder auf, die Komplexität

und Lagerpotential aufwarten können, Flaggschiffe und Grand Crus, teils aus dem Barrique. Stolzer Sieger auf Platz 1 die Alde Gott eG aus Sasbachwalden, nicht weniger stolz auf Platz 2 das Eichstetter Weingut Köbelin und auf 3 schließlich wieder die Tropper Weine aus der Steiermark, Bleiben noch die edelsüßen Ruländer und Dessertweine, mit 31 Anstellungen, die kleinste Gruppe. Nicht unerwartet auf Platz 1 hier wiederum die Achkarrer Winzergenossenschaft, das Weingut Messmer aus Burrweiler in der Pfalz, wiederum vor dem gemeinsamen Dritten, dem Kaiserstühler Winzerverein in Oberrotweil und dem Winzerkeller Auggener Schäf.

Die meisten Weinanstellungen kamen aus Deutschland, die restlichen aus Österreich, Italien und der Schweiz. Die Prämierungsfeier nebst Vorstellung der besten Grauburgunder und öffentlicher Preisverleihung fand auf dem Schiff „Weinland Baden“ unter der Moderation des SWR (Martin Seidler) statt. Die Weine wurden von kulinarischen Kostbarkeiten aus der „Kochscheese“ von Sternekoch Thomas Merkle aus Endingen begleitet. Geehrt wurden die Preisträger von der Badischen Weinkönigin Sina Erdrich und der Kaiserstühler Weinprinzessin Katrin Schmidt. Für musikalische Untermalung sorgte der Oberrotweiler Saxophonist Uli Eith.

Die edle Qualität, gepaart mit der Internationalität, werden auch 2019 den Grauburgunder „wieder ein Stückchen weiterwachsen lassen“. Alle Preisträger lassen sich neben vielen weiteren Informationen über den Naturgarten Kaiserstuhl und dessen Website www.naturgarten-kaiserstuhl.de erfahren.

Sahar F. Kratz