Gütezeichen Internationaler Grauburgunder-Preis

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Der Grauburgunder gilt seit Jahrzehnten als der Leitwein des Kaiserstuhl. Da wundert es dann nicht, dass der Internationale Grauburgunder-Preis lebhaftes Interesse nicht nur bei deutschen Winzern hervorruft. Zur Preisverleihung 2016 Ende Juni im Gutsbetrieb Blankenhornsberg des Staatsweingutes Freiburg wurden 501 Spitzenweine angestellt, die von einer hochrangig besetzten Jury nach Farbe, Geruch und Geschmack im 100-Punkte-System in vier Kategorien bewertet wurden.

295 angestellte Weine entstammen badischen Parzellen, die Deutschen Weinanbaugebiete Franken, Hessische Bergstraße, Mosel, Nahe, Pfalz, Rheingau, Rheinhessen und Württemberg teilen die restlichen Anstellungen mit Betrieben aus Frankreich, Italien und der Schweiz.

Nur in einer der vier Kategorien besetzten die Kaiserstühler selbst den ersten Platz. Die Winzergenossenschaft Oberbergen erhielt für ihre 2011er Oberbergener Bassgeige Ruländer Beerenauslese fünf Sterne mit 95,35 Punkten die höchste Bewertung überhaupt und verwies mit geringem Abstand den Winzerverein Oberrotweil und das rheinhessische Weingut Zehe-Claus bei den edelsüßen Ruländern und Dessertweinen auf die Plätze zwei und drei.

In der Kategorie eins der leichten, fruchtig und trockenen Grauburgunder bis 13% Alkoholvolumen ohne Holz und Barrique setzten sich ebenfalls die Rheinhessen durch. Als Sieger zeigte sich hier das Weingut Müsel, gefolgt wiederum vom Winzerverein Oberrotweil und der Kappelrodecker Winzergenossenschaft Waldulm.

Die Kategorie zwei preist Weine aus, die mit 13 und mehr Alkoholpunkten, ebenfalls trocken und ohne merkbaren Holzeinfluss ausgebaut wurden. Mit dem Weingut Manz aus Weinoldsheim auch hier ein rheinhessischer Sieger, gefolgt von den Bodenseewinzern des Staatsweingutes Meersburg und des Weingutes Aufricht aus Stetten.

Zur Kategorie drei zählen Grauburgunder in Premiumqualitäten, Selektion oder anderen betrieblichen Qualitätsspitzen bei max. 4gr. / l Restzucker, die auch Holzfass- oder Barrique-Reifung erfahren haben dürfen. Auch hier ist das rheinhessische Weingut Manz wieder Top, das Pfälzer Weingut Waldkirch aus Rhodt belegt Platz 2, und mit dem „immer stärker werdenden“ Weingut Köbelin aus Eichstetten hat sich auf Platz 3 auch ein Kaiserstühler Winzer eingestellt.

Geehrt wurden die Ausgezeichneten – 10 in jeder Kategorie – von der neu gewählten Badischen Weinköningin Magdalena Malin und der Kaiserstühler Weinprinzessin Yasmin Isele. Neu in 2016 ist die Anerkennung des Grauburgunder-Wettbewerbs als offizieller „Grauburgunder-Preis“ durch das Ministerium für landwirtschaftlichen Raum und Verbraucherschutz in Stuttgart. Die Siegerweine können also nun mit dem neuen Gütezeichen versehen werden und geben so dem Weinfreund mit einem Blick Aufschluss über die hervorragende Qualität.

Sahar F. Kratz