Straußenführer 2017


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Denken und Urteilsvermögen überprüfen

Das Theater Basel in der Saison 2017/18

Während in Berlin der Kampf um Personalien und Neuanfänge tobt, wirkt Andreas Becks Vorwort zum Programmheft der kommenden Saison ziemlich nachdenklich. Überhaupt hat man das Gefühl, dass diese Intendantengrußworte von Mal zu Mal nachdenklicher werden. Es gehe heute darum im Theater Zeitgeschehen, Gesellschaft und Politik darzustellen, liest man da und weiter, das Denken und Urteilsvermögen zu überprüfen. Schade nur, dass die eigentlichen Entscheidungsträger wohl gar nicht erst ins Theater gehen.

Andreas Beck, Intendant des Theater Basel (© Simon Hallström)

Andreas Beck, Intendant des Theater Basel (© Simon Hallström)

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Nur nicht selbstreferentiell: Die Spielzeit 2016/17 am Theater Basel

Große und bekannte Figuren bestimmen die Saison

Das Motto der Spielzeit 2016/17 am Theater Basel „Vom Mythos der Möglichkeiten“ klingt fast ein bisschen zu abgeklärt für eine zweite Saison. Wer die Möglichkeiten bereits für einen Mythos hält, testet sie nicht. Doch Intendant Andreas Beck, der vor einem Jahr das Theater Basel übernahm, versteht dieses Motto weniger selbstreferentiell als gesellschaftspolitisch und will Misstrauen säen, wo globale Märkte uns Möglichkeiten wie noch nie versprechen. Nichts desto trotz sind es große und bekannte Figuren nicht nur der Theatergeschichte, die diese Spielzeit bestimmen.

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Tana Rosás Suñé, zu sehen in „B | E“ © Theater Basel

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Entdeckungen und Meilensteine des Repertoire

Opéra du Rhin in Strasbourg

Opéra national du Rhin in Strasbourg

Die Straßburger Oper präsentiert eine attraktive Spielzeit 2014/15

Die Zahlen sind beeindruckend. 30 Prozent der Besucherinnen und Besucher der Operá national du Rhin mit den Spielstätten Straßburg, Mulhouse und Colmar sind unter 26 Jahre alt. Das Durchschnittsalter des Publikums liegt bei erstaunlichen 41 Jahren.
Rund ein Viertel der Besucher der Straßburger Oper kommt dabei aus Deutschland und der Schweiz – die deutschen Übertitel bei allen Vorstellungen sind ein willkommener Extraservice. In der neuen Spielzeit hat die Straßburger Oper unter ihrem Intendanten Marc Clémeur besonders viele Entdeckungen zu bieten. Die Saison startet mit der Uraufführung der Oper „Quai Ouest“ des französischen Komponisten Régis Campo. Dreißig Sequenzen gliedern das Libretto, das nach dem gleichnamigen Theaterstück von Bernard-Marie Koltès entstanden ist (Dirigent: Marcus Bosch, Regie: Kristian Frédric). Auch die Buffa-Opern „L‘Amico Fritz“ von Pietro Mascagni (Paolo Carignani/ Vincent Boussard), der mit seiner veristischen Kurzoper „Cavalleria rusticana“ in die Musikgeschichte eingegangen ist, und „La Vie Parisienne“ (Claude Schnitzler/Waut Koeken) von Jacques Offenbach sind nur selten auf der Bühne zu erleben. Gespannt sein darf man auch auf Paul Dukas‘ dreiaktige Oper „Ariane et Barbe-Bleue“, die vom französischen Starregisseur Olivier Py in Szene gesetzt wird (Premiere am 26.4.15). Das in Colmar angesiedelte Opernstudio stellt sich gleich mit zwei Produktionen vor, die ebenfalls eher unbekannten Werken gewidmet sind.

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