Straußenführer 2017


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Jede Menge Abgründiges

Franz Kafkas „Der Prozess“ im Theater der Immoralisten

Da liegt er wie ein gefallener Engel in Ripp-Unterwäsche und Socken mitten auf dem roten Teppich einer zweitklassigen Showbühne im Theater der Immoralisten. Gleich zweimal schmückt Josef K.s riesengroßes Porträt im Retrostil die Wand, dazwischen blinkt ein Leuchtschild mit den Worten „Go“, die Pfeile weisen in entgegengesetzte Richtungen.

Jochen Kruß als Josef K.

Jochen Kruß als Josef K.

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Dostojewskis „Schuld und Sühne“ im Theater der Immoralisten

Im Kopf eines Mörders

Ein lauter Knall, schon ist man mittendrin im Stück – und damit quasi im Kopf eines Mannes, der gleich zum Mörder wird. In höchster Erregung wirft sich Rodion Raskolnikow von Wand zu Wand in der engen dunklen Blackbox, auf die das Theater der Immoralisten für dieses Stück geschrumpft wurde; in Tuchfühlung zum Publikum, das um die schmale Vierung der Bühnenfläche herumgruppiert ist.

Szenenbild aus Dostojewskis "Schuld und Sühne" im Freiburger Theater der Immoralisten. Es zeigt den Schauspieler Jochen Kruß als Raskolikow in einer Verhörsirtuazion

Raskolikow (Jochen Kruß)

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Nur nicht selbstreferentiell: Die Spielzeit 2016/17 am Theater Basel

Große und bekannte Figuren bestimmen die Saison

Das Motto der Spielzeit 2016/17 am Theater Basel „Vom Mythos der Möglichkeiten“ klingt fast ein bisschen zu abgeklärt für eine zweite Saison. Wer die Möglichkeiten bereits für einen Mythos hält, testet sie nicht. Doch Intendant Andreas Beck, der vor einem Jahr das Theater Basel übernahm, versteht dieses Motto weniger selbstreferentiell als gesellschaftspolitisch und will Misstrauen säen, wo globale Märkte uns Möglichkeiten wie noch nie versprechen. Nichts desto trotz sind es große und bekannte Figuren nicht nur der Theatergeschichte, die diese Spielzeit bestimmen.

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Tana Rosás Suñé, zu sehen in „B | E“ © Theater Basel

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