Straußenführer 2017


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Blutspenden in der Uniklinik Freiburg






Mit „Weltveränderer“ endet die Ära Mundel am Theater Freiburg

Theatrale Nabelschnur

Dass die Intendanz von Barbara Mundel jetzt im Schauspiel mit der Premiere des Stücks „Weltveränderer“ endet, sagt einiges über das Selbstverständnis aus. Es ist wohl nur halbironisch gemeint, nach eineinhalb Stunden jedenfalls weiß man es nicht so genau.

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Martin Weigel (© Maurice Korbel)

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Ghandi-Oper „Satyagraha“: Theater Basel tanzt grandios

Modulation Impossible

Die Schweizer Erstaufführung der Ghandi-Oper „Satyagraha“ von Phillip Glass, die sich mit den frühen Jahren Mahatma Gandhis in Südafrika und seiner dort entstanden Philosophie des gewaltfreien Widerstands beschäftigt, überzeugt vor allem durch die Tänzerinnen und Tänzer der Antwerpener Eastman-Kompanie.

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Schweizer Erstaufführung von „Satyagraha“ (© Koen Broos)

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„Play.Tschechow“ der Schauspielschule im E-Werk

Zoff in der russischen Sommerfrische

List, Lust und jede Menge Zoff in der russischen Sommerfrische zeigen jetzt dreizehn Schauspielschülerinnen und Schüler aller Semester der Freiburger Schauspielschule im E-Werk. „Play.Tschechow“, so der Titel ihres rund zweistündigen Spektakels, für das Regisseurin Grete Linz Tschechows Komödie „Die Heirat“ kongenial mit seinen Einaktern „Der Bär“, „Jubiläum“, „Der Heiratsantrag“ und „Tragödie wider Willen“ verwoben hat.

Play.Tschechow: Eine lustige und originelle Inszenierung im Freiburger E-Werk

Play.Tschechow: Eine lustige und originelle Inszenierung im Freiburger E-Werk

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Massenets Oper „Werther“ in Zürich

Große Emotionen in der Furnier-Wohnlandschaft

Kein Fenster lässt nach draußen blicken, keine Pflanze lockert das triste Ambiente auf. Das Haus – eine einzige Schrankwand! Auch die Decke ist bei „Werther“ im Opernhaus Zürich mit hellem Furnier verkleidet.

Szene aus „Werther“  im Opernhaus Zürich

Werther (Juan Diedo Flórez), Charlotte (Anna Stéphany) und Statisten (© Herwig Prammer)

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Egon Schiele: Vom enfant terrible zum geheiligten Künstler

Die Wiener Albertina zeigt Werke anlässlich Schieles 100. Todestag

Egon Schiele (1890-1918) war sich selbst immer treu geblieben. „Die Figur ist doch das Wesentlichste, was mich am meisten erfüllt: der menschliche Körper“, erklärte er seiner langjährigen Gefährtin Walburga „Wally“ Neuzil. Trotz des rauen Gegenwinds, der ihm deshalb aus der Wiener Gesellschaft und Kunstszene entgegentoste, hielt er zeitlebens an seinem Grundmotiv, der Aktdarstellung fest.

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Egon Schiele: Schwarzhaariger Mädchenakt, 1910 (Ausschnitt)
Bleistift, Pinsel, Aquarell mit proteinhaltigen Bindemitteln, Deckweiß, auf Packpapier (© Albertina, Wien)

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„Tosca“ bei den Osterfestspielen Baden-Baden

Simon Rattle dirigiert, Philippe Himmelmann inszeniert

Fünf kantige Akkorde im dreifachen Forte. „Robustissimo“ und „Tutta forza“ steht in der Partitur. So beginnt „Tosca“, Puccinis grandioser Opernschocker. Die Berliner Philharmoniker lassen im Festspielhaus Baden-Baden bei der Eröffnung der Opernfestspiele unter Simon Rattle diese kalten Klänge wie Blendraketen aufleuchten, um nach einer kurzen Panikattacke im Blech den Tuttiklang zu einem warmen Erzählton zurückzudimmen. Blitzschnell wechselt das Orchester zwischen Behaglichkeit und Bedrohung, zwischen Leichtigkeit und Drama.

Szene aus „Tosca“  im Festspielhaus Baden-Baden

„Tosca“ im Festspielhaus Baden-Baden (© Monika Rittershaus)

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Das Museum Frieder Burda zeigt Arbeiten von Sigmar Polke

Seiten- und Pinselhiebe

Muss Kunst immer ernst sein? Witz gehört in Sigmar Polkes Werk dazu und macht den besonderen Charme seiner Arbeiten aus. Der 2010 verstorbene Künstler spielte dabei auch gern mit Zitaten. So hat er die Umrisse von Albrecht Dürers berühmtem Hasen nachgeformt – mit Wäschegummi. Dieses Werk ist Teil der Ausstellung „Sigmar Polke. Alchemie und Arabeske“, die bis zum  21. Mai im Museum Frieder Burda in Baden-Baden gezeigt wird. Die Schau präsentiert Polke-Werke aus der Sammlung Frieder Burda und ergänzt sie um thematisch passende Arbeiten aus dem Nachlass des Künstlers und Stücke aus internationalen Sammlungen. Das Ergebnis bietet einen reizvollen Querschnitt durch Sigmar Polkes experimentierfreudiges und humorvolles künstlerisches Arbeiten.

Kunstwerk von Sigmar Polke: „Dürer Hase“, 1968. Es zeigt die Skizze eines Hasen

Sigmar Polke: „Dürer Hase“, 1968

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Monet-Ausstellung zum 20-jährigen Bestehen der Fondation Beyeler

Sanfte Doppelgänger

Lässt sich überhaupt etwas Neues, bisher Ungesehenes von Claude Monet zeigen? Die Fondation Beyeler hat dennoch eine Ausstellung über den beliebten Maler zu ihrem zwanzigjährigen Bestehen gewagt. Und tatsächlich kann man die schlicht „Monet“ betitelte Ausstellung nicht nur mit Genuss, sondern auch mit Gewinn an Erkenntnis betrachten.

Gemälde "Coucher de soleil sur la Seine, l’hiver" von Claude Monet. Es zeigt Eisschollen auf der Seine und ein Sonnenuntergang in Pastellfarben

Claude Monet, Coucher de soleil sur la Seine, l’hiver, 1880. Öl auf Leinwand, 60,6 x 81,1 cm (© Pola Museum of Art, Pola Art Foundation)

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