Straußenführer 2017


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Mit Schutzhelm in die Opern-Baustelle

„Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach am Theater Freiburg

„Wozu Dichter in dürftiger Zeit?“, steht auf dem Schild, das ein Schauspieler vor Vorstellungsbeginn auf der Bühne des Freiburger Theaters hochhält. Das Hölderlin-Zitat soll Jacques Offenbachs Oper „Hoffmanns Erzählungen“, die der neue, aus Oberhausen gekommene Intendant Peter Carp und seine Musiktheaterdramaturgin Tatjana Beyer am Eröffnungswochenende des Hauses platziert hat, in die Gegenwart holen und grundsätzliche Fragen zum Thema Literatur und Politik stellen.

Inga Schäfer, Rolf Romei, Roberto Gionfriddo, Opernchor des Theater Freiburg. © Tanja Dorendorf

Inga Schäfer, Rolf Romei, Roberto Gionfriddo, Opernchor des Theater Freiburg. © Tanja Dorendorf

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Im Gespräch: Udo Lindenberg, Rock ’n‘ Roller und nationale Ikone

„Schall und Rauch“

Udo Lindenberg ohne Zigarre? Nie. Rauchend wurde der Erfinder der Paniksprache zum beliebtesten Sänger Deutschlands, zu einer nationalen Ikone. Die Zigarre blieb sein Leuchtfeuer und Markenzeichen, als Rauchen in Deutschland schon längst geächtet war. Für ihn ist sie sowas wie Salat. Auch mit 70 ist der schnoddrige „Panikpräsident“ noch politisch unkorrekt, authentisch, schräg, kreativ und originell. Just wurde er mit einem Bambi in der Kategorie „Musik National“ geehrt, die Laudatio hielt niemand Geringeres als Sting – auf deutsch. Olaf Neumann traf Udo Lindenberg in Hamburg an der Bar des Atlantic Hotels und sprach mit ihm über seine neue CD, DVD und Blu-ray „Stärker als die Zeit – Live“, Altern in Würde und die panischen Zeiten, in denen wir gerade leben.

Portraitfoto von Udo Lindenberg mit Zigarre, Hut und Sonnenbrille

Udo Lindenberg (© Tine Acke)

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Zur Psychologie von Terror und Gewalt

Im Gespräch: Tilmann Moser – Psychoanalytiker und Therapeut

Der Psychoanalytiker und Literaturwissenschaftler Tilmann Moser (*1938) ist Autor zahlreicher Bücher zum Thema Psychotherapie. In der Auseinandersetzung mit Kunst und Literatur findet er aufschlussreiches Material für seine Menschenkenntnis. Ganz besonders beschäftigen Moser aber die seelischen Auswirkungen von Krieg, NS-Zeit und Diktaturen sowie die unverstanden gebliebenen Gefühle, die daraus mitunter in Form von Aggressivität oder Depression hervorgehen.

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