Straußenführer 2017


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Regisseur David Bösch zeigt eine blutige „Elektra“ am Theater Basel

Walzer im Schlachthaus

David Bösch mag es düster. Schon in seinem Basler „Idomeneo“ aus dem Jahr 2013 reihte er eine Nachtszene an die andere. Am Ende zog keine Humanität ein, sondern Barbarei, die weißen Kleider der Choristen waren blutbefleckt. Jede Menge Blut gibt es auch in Richard Strauss‘ einaktiger Oper „Elektra“: Schon in der Vorgeschichte sind grausame Verbrechen geschehen.

Mal apathisch, mal blutrünstig: Rachel Nicholls als Elektra. (© Sandra Then)

Mal apathisch, mal blutrünstig: Rachel Nicholls als Elektra. (© Sandra Then)

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Rossinis Oper „La Cenerentola“ am Theater Basel glänzt vor allem musikalisch

Brillante Koloraturen vor schwarzen Blumen

Für Gioachino Rossinis 1817 in Rom uraufgeführte Oper „La Cenerentola“ verzichtete Librettist Jacopo Ferretti ganz bewusst auf die märchenhaften Elemente, um die Geschichte von der unterdrückten Stieftochter direkter, grotesker und dunkler zu erzählen. Es gibt also keinen Zauberbaum und keine Tauben, die beim Auslesen der Linsen helfen.

Sarah Brady, Anastasia Bickel und Andrew Murphy in Rossinis La Cenerentola am Theater Basel. ©Priska Ketterer

Sarah Brady, Anastasia Bickel und Andrew Murphy in Rossinis La Cenerentola am Theater Basel. (© Priska Ketterer)

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Mit Schutzhelm in die Opern-Baustelle

„Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach am Theater Freiburg

„Wozu Dichter in dürftiger Zeit?“, steht auf dem Schild, das ein Schauspieler vor Vorstellungsbeginn auf der Bühne des Freiburger Theaters hochhält. Das Hölderlin-Zitat soll Jacques Offenbachs Oper „Hoffmanns Erzählungen“, die der neue, aus Oberhausen gekommene Intendant Peter Carp und seine Musiktheaterdramaturgin Tatjana Beyer am Eröffnungswochenende des Hauses platziert hat, in die Gegenwart holen und grundsätzliche Fragen zum Thema Literatur und Politik stellen.

Inga Schäfer, Rolf Romei, Roberto Gionfriddo, Opernchor des Theater Freiburg. © Tanja Dorendorf

Inga Schäfer, Rolf Romei, Roberto Gionfriddo, Opernchor des Theater Freiburg. © Tanja Dorendorf

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Ghandi-Oper “Satyagraha”: Theater Basel tanzt grandios

Modulation Impossible

Die Schweizer Erstaufführung der Ghandi-Oper “Satyagraha” von Phillip Glass, die sich mit den frühen Jahren Mahatma Gandhis in Südafrika und seiner dort entstanden Philosophie des gewaltfreien Widerstands beschäftigt, überzeugt vor allem durch die Tänzerinnen und Tänzer der Antwerpener Eastman-Kompanie.

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Schweizer Erstaufführung von “Satyagraha” (© Koen Broos)

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Mozarts “Don Giovanni” am Theater Basel

Herzens(ver)brecher mit Frauenverschleiß

Ein riesiges Fahndungsplakat ist bereits bei der Ouvertüre zu sehen: Don Giovanni wanted. Der Blick des Gesuchten: kalt und leer. Das ist keine Sympathiefigur, sondern ein Schwerverbrecher, der in der Inszenierung von Richard Jones am Theater Basel im Mittelpunkt steht.

Szenenbild aus "Don Giovanni" im Theater Basl, es zeigt den Schauspieler Riccardo Fassi mit einem Telefonbuch vor einem Buffet

Riccardo Fassi als Don Giovanni im Theater Basel (© Priska Ketterer)

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Uraufführung am Theater Freiburg: Ludger Vollmers Oper “Crusades”

Liebe in Zeiten des Terrors

Ein islamistischer Selbstmordattentäter, der sich kurz vor dem Anschlag auf die Jerusalemer Grabeskirche bekehrt und deshalb von seinem Auftraggeber erschossen wird – „Crusades“, die neue Oper von Ludger Vollmer, trägt am Ende richtig dick auf. Und lässt nochmals alle der über 100 Beteiligten auf die Bühne kommen, um im Epilog Frieden und Gerechtigkeit zu fordern.

Szene aus "Crusades" am Theater Freiburg. Es zeigt die Schauspielerinnen Sirin Kilic und Kim-Lillian Strebel

Sirin Kilic und Kim-Lillian Strebel in “Crusades” am Theater Freiburg (© Maurice Korbel)

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„Die Sache Makropulos“ am Theater Freiburg

Vera Nemirova inszeniert Leos Janáceks Oper mit Katerina Hebelková als Primadonna

Der Zeiger auf dem großen Zifferblatt steht still. Die Zeit ist angehalten für die Operndiva Emilia Marty, die, weil sie als Kind von ihrem Vater ein Lebenselixier zu trinken bekam, inzwischen 337 Jahre zählt: In Leos Janáceks Oper „Die Sache Makropulos“ am Freiburger Theater verkörpert die tschechische Mezzosopranistin Katerina Hebelková die Primadonna. Und macht aus der geheimnisvollen Figur eine sinnliche, selbstbewusste, von den Männern begehrte Frau, die ihr zerbrechliches Inneres mit dem Glanz des Erfolgs schützt.

Foto von Opernsängerin Katerina Hebelková als Primadonna, sie sitzt vor einem großen Ziffernblatt und schminkt sich

Katerina Hebelková in Leos Janáceks Oper „Die Sache Makropulos“ – zu sehen bis Mitte Januar im Theater Freiburg © Maurice Korbel

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Opera Factory Freiburg begeistert mit “Fake and Error” im E-Werk

Zwischen Schwindel und Irrtum

Manche Einakter sind einfach zu kurz, um eine abendfüllende Produktion zu gewährleisten. Deshalb kombinierte die Opera Factory Freiburg die deutsche Erstaufführung von Luke Bedfords Kammeroper „Through his teeth“ (2014) mit Claudio Monteverdis dramatischem Madrigal „Il combattimento di Trancredi e Clorinda“ (1624) in einem intensiven, präzisen und berührenden Opernabend im Freiburger E-Werk.

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Siri Karoline Thornhill und Georg Gädker © Sebastian Düsenberg

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