Straußenführer 2017


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Ghandi-Oper „Satyagraha“: Theater Basel tanzt grandios

Modulation Impossible

Die Schweizer Erstaufführung der Ghandi-Oper „Satyagraha“ von Phillip Glass, die sich mit den frühen Jahren Mahatma Gandhis in Südafrika und seiner dort entstanden Philosophie des gewaltfreien Widerstands beschäftigt, überzeugt vor allem durch die Tänzerinnen und Tänzer der Antwerpener Eastman-Kompanie.

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Schweizer Erstaufführung von „Satyagraha“ (© Koen Broos)

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Mozarts „Don Giovanni“ am Theater Basel

Herzens(ver)brecher mit Frauenverschleiß

Ein riesiges Fahndungsplakat ist bereits bei der Ouvertüre zu sehen: Don Giovanni wanted. Der Blick des Gesuchten: kalt und leer. Das ist keine Sympathiefigur, sondern ein Schwerverbrecher, der in der Inszenierung von Richard Jones am Theater Basel im Mittelpunkt steht.

Szenenbild aus "Don Giovanni" im Theater Basl, es zeigt den Schauspieler Riccardo Fassi mit einem Telefonbuch vor einem Buffet

Riccardo Fassi als Don Giovanni im Theater Basel (© Priska Ketterer)

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Uraufführung am Theater Freiburg: Ludger Vollmers Oper „Crusades“

Liebe in Zeiten des Terrors

Ein islamistischer Selbstmordattentäter, der sich kurz vor dem Anschlag auf die Jerusalemer Grabeskirche bekehrt und deshalb von seinem Auftraggeber erschossen wird – „Crusades“, die neue Oper von Ludger Vollmer, trägt am Ende richtig dick auf. Und lässt nochmals alle der über 100 Beteiligten auf die Bühne kommen, um im Epilog Frieden und Gerechtigkeit zu fordern.

Szene aus "Crusades" am Theater Freiburg. Es zeigt die Schauspielerinnen Sirin Kilic und Kim-Lillian Strebel

Sirin Kilic und Kim-Lillian Strebel in „Crusades“ am Theater Freiburg (© Maurice Korbel)

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„Die Sache Makropulos“ am Theater Freiburg

Vera Nemirova inszeniert Leos Janáceks Oper mit Katerina Hebelková als Primadonna

Der Zeiger auf dem großen Zifferblatt steht still. Die Zeit ist angehalten für die Operndiva Emilia Marty, die, weil sie als Kind von ihrem Vater ein Lebenselixier zu trinken bekam, inzwischen 337 Jahre zählt: In Leos Janáceks Oper „Die Sache Makropulos“ am Freiburger Theater verkörpert die tschechische Mezzosopranistin Katerina Hebelková die Primadonna. Und macht aus der geheimnisvollen Figur eine sinnliche, selbstbewusste, von den Männern begehrte Frau, die ihr zerbrechliches Inneres mit dem Glanz des Erfolgs schützt.

Foto von Opernsängerin Katerina Hebelková als Primadonna, sie sitzt vor einem großen Ziffernblatt und schminkt sich

Katerina Hebelková in Leos Janáceks Oper „Die Sache Makropulos“ – zu sehen bis Mitte Januar im Theater Freiburg © Maurice Korbel

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Opera Factory Freiburg begeistert mit „Fake and Error“ im E-Werk

Zwischen Schwindel und Irrtum

Manche Einakter sind einfach zu kurz, um eine abendfüllende Produktion zu gewährleisten. Deshalb kombinierte die Opera Factory Freiburg die deutsche Erstaufführung von Luke Bedfords Kammeroper „Through his teeth“ (2014) mit Claudio Monteverdis dramatischem Madrigal „Il combattimento di Trancredi e Clorinda“ (1624) in einem intensiven, präzisen und berührenden Opernabend im Freiburger E-Werk.

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Siri Karoline Thornhill und Georg Gädker © Sebastian Düsenberg

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Nur nicht selbstreferentiell: Die Spielzeit 2016/17 am Theater Basel

Große und bekannte Figuren bestimmen die Saison

Das Motto der Spielzeit 2016/17 am Theater Basel „Vom Mythos der Möglichkeiten“ klingt fast ein bisschen zu abgeklärt für eine zweite Saison. Wer die Möglichkeiten bereits für einen Mythos hält, testet sie nicht. Doch Intendant Andreas Beck, der vor einem Jahr das Theater Basel übernahm, versteht dieses Motto weniger selbstreferentiell als gesellschaftspolitisch und will Misstrauen säen, wo globale Märkte uns Möglichkeiten wie noch nie versprechen. Nichts desto trotz sind es große und bekannte Figuren nicht nur der Theatergeschichte, die diese Spielzeit bestimmen.

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Tana Rosás Suñé, zu sehen in „B | E“ © Theater Basel

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„Oper hat Harmonie zu schaffen“

Der Straßburger Intendant Marc Clémeur vor seiner letzten Saison an der Opéra national du Rhin

Eigentlich hatte Marc Clémeur seinen Abschied als Intendant der Straßburger Opéra national du Rhin für den Sommer 2016 geplant. Und dafür mit dem von Robert Carsen inszenierten „Don Carlo“ ein echtes Wunschstück ans Ende gesetzt. Damit in Ruhe ein Nachfolger gesucht werden konnte, hat sich der Belgier auf Bitten der Politik aber bereit erklärt, noch um eine Saison zu verlängern, ehe er sich dem Gesangsnachwuchs widmet. Inzwischen ist auch die Nachfolge geklärt: Eva Kleinitz, Operndirektorin an der Stuttgarter Staatsoper, wird am 1. September 2017 ihren Dienst als Generalintendantin in Straßburg antreten.

Peter Konwitschny inszeniert „La Juive“ Foto: Annemie Augustijns

Peter Konwitschny inszeniert „La Juive“
© Annemie Augustijns

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Das Theater Basel führt Stockhausens Oper „Donnerstag“ auf

„Vom Altar auf die Erde“

Schlaghosen und Langhaarperücke. In der linken Hand ein Glas Whiskey, in der rechten eine Zigarette. Die Band im Foyer des Theaters Basel hat noch Pause und wird erst nach und nach vom Dirigenten im roten Anzug zusammengetrommelt. Und gibt sich auch noch betont relaxt, als die sechsstündige Oper „Donnerstag“ von Karlheinz Stockhausen unter der Leitung von Titus Engel mit gestanzten Akkorden im Blech beginnt.

Das Theater führt Stockhausens Oper "Donnertsag" auf

Anu Komsi, Peter Tantsits, Michael Leibundgut, Statisterie.  (c) Sandra Then

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