Straußenführer 2016



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Im Gespräch: Funny van Dannen, Sänger und Gitarrist

Barde mit Botschaft

Funny van Dannen gilt als Deutschlands bester Barde – spätestens seit Udo Lindenberg und die Toten Hosen seine Songs aufnehmen. Der 58-jährige Wahlberliner mit der glockenklaren Ministrantenstimme wurde sogar als „Bob Dylan fürs neue Jahrtausend“ bezeichnet. Und dass, obwohl seine skurrilen Songs selten über drei Oktaven hinaus gehen und der Gesang bei ihm nicht notwendigerweise mit der Melodie harmonieren muss. Auch das aktuelle Album „Come On – Live im Lido“ deckt wieder ein breites Spektrum ab: von traurigen Dramen und ironischen Politsongs bis hin zu absurden Alltagsgeschichten und Blödeleien. Olaf Neumann sprach mit Funny van Dannen alias Franz-Josef Hagmanns in Berlin über Nationalgefühle und Homoerotik im Fußball.

Foto des Sängers Funny van Dannen alias Franz-Josef Hagmanns

Funny van Dannen (© Amélie Losier)

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Im Gespräch: Udo Lindenberg, Rock ‘n’ Roller und nationale Ikone

„Schall und Rauch“

Udo Lindenberg ohne Zigarre? Nie. Rauchend wurde der Erfinder der Paniksprache zum beliebtesten Sänger Deutschlands, zu einer nationalen Ikone. Die Zigarre blieb sein Leuchtfeuer und Markenzeichen, als Rauchen in Deutschland schon längst geächtet war. Für ihn ist sie sowas wie Salat. Auch mit 70 ist der schnoddrige „Panikpräsident“ noch politisch unkorrekt, authentisch, schräg, kreativ und originell. Just wurde er mit einem Bambi in der Kategorie „Musik National“ geehrt, die Laudatio hielt niemand Geringeres als Sting – auf deutsch. Olaf Neumann traf Udo Lindenberg in Hamburg an der Bar des Atlantic Hotels und sprach mit ihm über seine neue CD, DVD und Blu-ray „Stärker als die Zeit – Live“, Altern in Würde und die panischen Zeiten, in denen wir gerade leben.

Portraitfoto von Udo Lindenberg mit Zigarre, Hut und Sonnenbrille

Udo Lindenberg (© Tine Acke)

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Life’s Blood: Luft und Wasser

Im Gespräch: Patrice Bart-Williams, Sänger mit Wurzeln im Rheinland und Westafrika

Patrice Bart-Williams steht für moderne, weltläufige Reggae-Musik mit Einflüssen aus Soul, Hip-Hop und Jazz. Die Wurzeln des 37-jährigen Sängers liegen sowohl im Rheinland als auch in Westafrika, woher sein Vater stammt. Er absolvierte Tourneen mit Lauryn Hill und den Black Eyed Peas und spielt regelmäßig auf den größten Reggae-Festivals der Welt. Sein neuestes Album „Life’s Blood“ hat eine eindeutig politische, aber auch tanzbare Botschaft. Olaf Neumann traf sich mit Patrice in Berlin auf ein Glas Mineralwasser.

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Sänger Patrice © Barron Claiborne

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Gitarrist Carlos Santana im Interview

“Nicht denken, spielen”

Meistergitarrist Carlos Santana erlebt gerade seinen dritten Frühling. Der 69-jährige Woodstock-Veteran und Erfinder des Latin Rock hat sich wieder mit seiner Originalband zusammengetan, mit der er Evergreens wie „Black Magic Woman“ und „Samba pa ti“ erschuf. Auf dem aktuellen Album „Santana IV“ verschmelzen singende Gitarrenklänge und Hammondorgel-Soli mit Latino-Rhythmen, Chicano-Rock, Jazz und Psychedelic. Olaf Neumann sprach mit Carlos Augusto Santana Alves über Woodstock, Donald Trump und Rezepte gegen Hass.

Gitarrist Carlos Santana im Interview

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Jean-Michel Jarre über sein neues Album “Electronica 2: The Heart Of Noise”

“Die Kunst der Geräusche”

Jean-Michel Jarre (67) bildet auf „Electronica 2: The Heart Of Noise“ ein Team mit niemand geringerem als Edward Snowden (32). Es ist die erste musikalische Kooperation des berühmten Whistleblowers, der seit 2013 inkognito in Russland lebt. Des Weiteren hat Jarre namhafte Kollegen wie Yello, Laurie Anderson, Moby, Hans Zimmer, Primal Scream und die Pet Shop Boys dazu eingeladen, mit ihm ein Konzeptalben einzuspielen – gewissermaßen die DNA der elektronischen Musik. Olaf Neumann traf den Pariser Synthi-Pop-Pionier in Berlin zum Gespräch über Edward Snowdens Fingerabdrücke, die Anschläge von Paris und den Rechtsruck in der Gesellschaft.

Jean Michel Jarre im Interview über Electronica 2

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Benjamin von Stuckrad-Barre im Vorderhaus Freiburg

Autor Benjamin von Stuckrad-Barre im Interview

“Zwischen Rausch und Ruhm”

Benjamin von Stuckrad-Barre wurde bekannt als Autor der so genannten Generation Golf. Bereits sein Debütroman „Soloalbum“ entwickelt sich zum Bestseller, doch der Autor zerbricht am Leben zwischen Rausch und Ruhm – und wird nach Jahren im Nebellabyrinth auf wundersame Weise von seinem Jugendidol Udo Lindenberg gerettet. Sein neuester Coup „Panikherz“ ist ein fast 600 Seiten starkes Hybrid aus Autobiografie, Bildungsroman und analytischer Nabelschau. Ein berührendes Buch über mythische Orte, Rock’n’Roll, Drogen-abstürze, Essstörungen, Freundschaft und Freiheit. Olaf Neumann traf einen gut gelaunten Stuckrad-Barre in Hamburg zum Comeback-Interview.

Benjamin von Stuckrad-Barre im Vorderhaus Freiburg

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Sido in Freiburg mit seiner Tour Liebe Live

Rapper Sido im Interview

Mit provokanten Texten und Totenkopf-Maske wurde er zu einem der erfolgreichsten deutschen Rapper: Sido. Mittlerweile ist der vor 34 Jahren als Paul Hartmut Würdig geborene Elternschreck selbst glücklicher Familienvater. Der einstige Rüpel des deutschen Rap ist zwar geläutert, aber zum Interview in einem Konferenzraum der Plattenfirma Universal in Berlin erscheint er demonstrativ eine halbe Stunde zu spät. Die kräftigen Arme vollständig tätowiert, am Handgelenk gut sichtbar die Rolex, im dichten Vollbart schimmern vereinzelte graue Haare. Olaf Neumann sprach mit Sido über dessen neues Album „VI“ und seinen Aufstieg aus einfachen Verhältnissen an die Spitze der Charts.

© Murat Aslan

Foto: © Murat Aslan

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„Mein Geldbeutel ist eine scharfe Waffe“

Im Gespräch: Hannes Jaenicke, Schauspieler und Dokumentarfilmer

Hannes Jaennicke

In einem blutigen Krieg ums Elfenbein werden jährlich 40.000 Elefanten getötet. Tierschützer befürchten, dass die illegale Jagd die Elefanten in Afrika in weniger als zehn Jahren ausrotten könnte. Der deutsche Schauspieler Hannes Jaenicke, der auch in Hollywood Fuß gefasst hat, hat in Kenia mit Wissenschaftlern, Wildhütern und Wilderern gesprochen. Herausgekommen ist eine berührende TV-Dokumentation, die am 31. Juli im ZDF ausgestrahlt wurde.

Hier der Link zur Sendung:http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2207988/Hannes-Jaenicke-im-Einsatz-f%C3%BCr-Elefanten

Die Fragen an Hannes Jaenicke stellte Olaf Neumann.
Kultur Joker: Herr Jaenicke, in der ZDF-Dokumentation „Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Elefanten“ treffen Sie Tierschützer, Wissenschaftler und Wildhüter, die den afrikanischen Elefanten vor dem Aussterben bewahren wollen. Konnten Sie in Kenia feststellen, dass die Dickhäuter uns Menschen ähneln?
Hannes Jaenicke: Ja, und zwar sehr viel mehr als ich dachte. Man geht immer davon aus, dass Primaten uns am ähnlichsten sind. Aber Elefanten sind uns mindestens genauso ähnlich. Zum Beispiel darin, wie sie trauern oder wie sie zu ihren „Friedhöfen“ zurückgehen. Sie haben sogar Beerdigungsrituale. Die Art, wie sie ihren Nachwuchs aufziehen, ähnelt uns so sehr, dass einem fast die Spucke wegbleibt.

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