Straußenführer 2017


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Blutspenden in der Uniklinik Freiburg






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Verzweiflung macht verführbar

Die 42. Rathaushofspiele des Wallgraben Theaters zeigen das Musical „The Black Rider“

Ein riesiges, knallrotes Wetterhäuschen mit Hirschgeweih und zwei Toren füllt die Bühne, davor stehen stilisierte Tannen und ein Hochstand, links davon quetschen sich drei Musiker an die Wand – es herrscht drangvolle Enge zur Premiere des Musicals „The Black Rider“ im Freiburger Wallgraben Theater. Bis kurz vor Beginn hoffte man bei diesen 42. Rathaushofspielen noch auf einen lauen Sommerabend, das folgende Gewitter zwang zum Umzug in den Gewölbekeller. Grandios ist aber auch diese abgespeckte Indoor-Version, die unbedingt Lust macht, das Ganze nochmal unter freiem Himmel zu erleben.

Dynamischer Broadway-Flair im Rathausinnenhof (© Hermann Posch)

Dynamischer Broadway-Flair im Rathausinnenhof (© Hermann Posch)

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Kurzweilig und prallbunt

Shakespeares „Was ihr wollt“ bei den 69. Festspielen auf dem Breisacher Schlossberg

Ein rotes Zuckerbäcker-Schloss steht auf der idyllischen Freiluftbühne auf dem Breisacher Schlossberg, drumherum gibt es echte Bäume, knallbuntes Riesen-Obst und einen Pavillon mit Schaukel. Eine stimmungsvolle Kulisse für ein Märchen mit einer Prise Kitsch und jeder Menge Schabernack (Bühne: Stephanie Breidenstein). All das gibt es bei den 69. Festspielen gleich zwei Mal, wird hier doch mittags „Rumpelstilzchen“ gespielt und danach der Shakespeare-Klassiker „Was ihr wollt“ für die Großen.

Wer liebt hier wen?

Wer liebt hier wen?

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Lebendiges Kopfkino

Kinderoper „Gold“ im Werkraum des Theater Freiburg

Die Spirale von Unzufriedenheit und Gier – kaum jemand hat sie so eindrücklich zu Papier gebracht wie die Gebrüder Grimm in ihrem Märchen „Vom Fischer und seiner Frau“. Unvergessen seit Kindertagen dieser zunehmend verzweifelte Ruf „Manntje, Manntje, Timpe Te, Buttje, Buttje inne See…“, während der Himmel sich verdunkelt, das Meer brodelt und der Sturm heult. So bedrohlich geht es im Werkraum des Theater Freiburg nicht zu, vielmehr entführt die Inszenierung des Musiktheaters „Gold“ erst einmal in eine zauberhafte Robinson Crusoe-Kulisse.

Susana Schnell und Timo Stegmüller  (©Maurice Korbel)

Susana Schnell und Timo Stegmüller (© Maurice Korbel)

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Kafka-Revue: „Der Bau“ im Theater der Immoralisten

Albtraumhafte Ohnmachtsfantasien

Eine Mauer aus schlackenschwarzen Quadern, die lautlos auseinander gleitet. Dahinter eine weiße Wand und ein großer, ferngesteuerter Plastikhai, der mit sanft wedelnder Schwanzflosse minutenlang durch die Stille kreuzt. – Eine skurrile und starke Szene, mit der die Immoralisten ihre Kafka-Revue „Der Bau“ eröffnen – komisch und unheimlich zugleich (Bühne: Manuel Kreitmeier, Markus Wassmer).

Foto der Schauspieler Markus Schlüter, Chris Meiser und Christina Beer in Kafkas "Der Bau"

Markus Schlüter, Chris Meiser und Christina Beer in Kafkas „Der Bau“

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Theater im Marienbad inszeniert Lisa Danulats Kinderstück „So ist es!“

Trashige Endzeitstimmung

Eine Gartenlaube aus Paletten, drum herum Hochbeete mit vertrocknetem Gestrüpp und ein vogelwildes Schrott-Sammelsurium vor rostig-blauer Wellblechwand, in deren Höhe eine Guckkastenbühne eingelassen ist: Hinter durchsichtigen Plastiklamellen sieht man Computer, Stuhl und Schreibtisch. Unten wuselt ein barfüßiger Hippie in bodenlanger, brauner Kapuzenkutte herum, sein geschäftiges Geräume unterbricht er immer dann für einen Schluck aus dem Reagenzglas, wenn das Industrierohr am Boden einen Stoß dicken Qualm in seine Kleingärtner-Aussteiger-Müllkippen-Einsiedelei röchelt.

Schauspieler Nic Reitzenstein in "So ist es!"

Nic Reitzenstein © Andreas Metzner

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Das Cargo-Theater mit „Als ich fliegen konnte“ im E-Werk

Tiefenpsychologische Reise à la „Alice im Wunderland“

Nichts als ein rustikaler Kleiderschrank steht im nachtblauen Halbdunkel auf der Bühne des Kammertheaters im Freiburger E-Werk. Linkerhand eine Holzbretterbude, in der Carla Wierer während des neuen Cargo-Stückes „Als ich fliegen konnte“ das Geschehen mit Live-Musik, Geräuschen, Klängen und Rhythmen stimmungsvoll begleiten wird.

Szenenbild aus "Als ich fliegen konnte". Es zeigt den Schauspieler Samuel Kübler, der in einen Schrank steht und sich daran klammert

Samuel Kübler in „Als ich fliegen konnte“

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Otfried Preußlers „Kleine Hexe“ wirbelt über die Bühne des Freiburger Theaters

Viel Hokuspokus und Situationskomik

Im November 2009 wirbelte Otfried Preußlers „Kleine Hexe“ schon einmal über die Bühne des Großen Hauses – und war das mit Abstand erfolgreichste Kinderstück in der Ära von Theaterintendantin Barbara Mundel. Jetzt wurde Thalia Kellmeyers Inzenierung des Kinderbuchklassikers mit neuer Besetzung wieder aufgenommen und verbuchte sofortigen Erfolg.

Szenenbild aus "Die kleine Hexe" im Theater Freiburg: Der Revierförster trägt die kleine Hexe huckepack

Die kleine Hexe (Marie Jordan) und der Revierförster © Maurice Korbel

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Lope de Vegas „Tumult im Narrenhaus“ im E-Werk

Ein abgedrehtes Possenspiel

Liebe oder Betrug? Sein oder Schein? Vernunft oder Wahn? In der ebenso turbulenten wie verrückten Komödie „Tumult im Narrenhaus“ von Vielschreiber Lope de Vega (1562-1635) liegt das alles hautnah beieinander und kann blitzschnell ins Gegenteil umschlagen.

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Lope de Vega: Lustvoll inszeniert im E-Werk Freiburg

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