Straußenführer 2017


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Theater im Marienbad inszeniert Lisa Danulats Kinderstück „So ist es!“

Trashige Endzeitstimmung

Eine Gartenlaube aus Paletten, drum herum Hochbeete mit vertrocknetem Gestrüpp und ein vogelwildes Schrott-Sammelsurium vor rostig-blauer Wellblechwand, in deren Höhe eine Guckkastenbühne eingelassen ist: Hinter durchsichtigen Plastiklamellen sieht man Computer, Stuhl und Schreibtisch. Unten wuselt ein barfüßiger Hippie in bodenlanger, brauner Kapuzenkutte herum, sein geschäftiges Geräume unterbricht er immer dann für einen Schluck aus dem Reagenzglas, wenn das Industrierohr am Boden einen Stoß dicken Qualm in seine Kleingärtner-Aussteiger-Müllkippen-Einsiedelei röchelt.

Schauspieler Nic Reitzenstein in "So ist es!"

Nic Reitzenstein © Andreas Metzner

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Uraufführung von Haas‘ Oper „Koma“ bei den Schwetzinger SWR-Festspielen

„Fast bist Du versunken“

In Thomas Bernhards „Der Theatermacher“ scheitert der Protagonist Bruscon noch daran, das Ende seiner Komödie in der totalen Finsternis spielen zu lassen. Der Feuerwehrhauptmann von Utzbach besteht nämlich darauf, dass die Notbeleuchtung angeschaltet bleibt. Bei der Uraufführung von Georg Friedrich Haas‘ Oper „Koma“ nach einem Text von Händel Klaus im Rokokotheater des Schwetzinger Schlosses hingegen herrscht über weite Strecken völlige Dunkelheit. Selbst die Pultlampen sind bei dieser Koproduktion mit dem Staatstheater Darmstadt ausgeschaltet. Opernchef Georges Delnon, der sich mit dieser Produktion von den Schwetzinger SWR-Festspielen verabschiedet, kündigt das ungewöhnliche Setting noch vor der Vorstellung an und verweist zur Beruhigung des Premierenpublikums darauf hin, dass an allen Ausgängen Mitarbeiter postiert sind.

Uraufführung von Haas´Oper "Koma" bei den Schwetzunger SWR-Festspielen

Im Rokokotheater des Schwetzinger Schlosses herrscht über weite Strecken völlige Dunkelheit
© Bärbl Hohmann

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Das Theater Basel führt Stockhausens Oper „Donnerstag“ auf

„Vom Altar auf die Erde“

Schlaghosen und Langhaarperücke. In der linken Hand ein Glas Whiskey, in der rechten eine Zigarette. Die Band im Foyer des Theaters Basel hat noch Pause und wird erst nach und nach vom Dirigenten im roten Anzug zusammengetrommelt. Und gibt sich auch noch betont relaxt, als die sechsstündige Oper „Donnerstag“ von Karlheinz Stockhausen unter der Leitung von Titus Engel mit gestanzten Akkorden im Blech beginnt.

Das Theater führt Stockhausens Oper "Donnertsag" auf

Anu Komsi, Peter Tantsits, Michael Leibundgut, Statisterie.  (c) Sandra Then

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Francesco Cavallis Oper „Veremonda“ bei den Schwetzinger SWR Festspielen

Conchita Wurst in Gummistiefeln

Eine Stahlwand riegelt die Bühne ab. Sie bildet einen starken Kontrapunkt zum verspielten, weiß-goldenen Interieur des Rokokotheaters im Schwetzinger Schloss. Die Spielfläche für Francesco Cavallis rund dreistündige Oper „Veremonda“ aus dem Jahr 1652 muss erst von den allegorischen Figuren Sole/Sonne (Alin Deleanu) und Il Crepuscolo/Dämmerung (Johannes Mayer) erschaffen werden, die die Wand mit vereinten Kräften nach hinten schieben.

 Francesco Cavallis Oper „Veremonda“  bei den Schwetzinger SWR Festspielen

Die amazonenhafte Veremonda (Netta Or) bedroht Delio
(Lawrence Zazzo) © Martina Pipprich


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Fest auf dem Marktplatz Baden-Baden

Theater und Live-Musik

Anlässlich der bevorstehenden Freilichtaufführungen des Theaters Baden-Baden auf dem Marktplatz in Baden-Baden („Der Talisman“,17. Juni bis 24. Juli) findet am Wochenende vor der Premiere ein dreitägiges Marktplatzfest statt. Von 10. bis 12. Juni gibt es auf der Theaterbühne ein Kinderprogramm für die Kleinen.

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Verdis Oper „Macbeth“ am Theater Basel

„Zerbrochene Fenster, gekippte Statue“

Ein General, der mordet und morden lässt, um König zu werden. Eine kaltblütige, von Machtfantasien besessene Ehefrau, die ihn zu diesen Gewalttaten anstachelt. Giuseppe Verdis Oper „Macbeth“ nach dem Drama von William Shakespeare blickt tief in die menschlichen Abgründe.

Verdis Oper "Macbeth" am Theater Basel

Vladislav Sulimsky und Katia Pellegrino, Chor und Statisterie des Theater Basel. Foto: Sandra Then


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„Der Menschen Feind“ von PeterLicht im Theater Basel

„Selfie statt Seele“

Der Absolutismus konnte einen ganz schön zum Narren machen. Ganzkörperperücken, Seidenhöschen für Männer und dann erst die Schuhe. Wer diese Codes und auch die ständige Präsentation bei Hofe erfüllte, hatte keine Zeit mehr, das System infrage zu stellen. Man muss nur einen Blick auf Alceste (Florian von Manteuffel) und Philinte (Max Rothbart) werfen und schon denkt man an Norbert Elias´ Deutung der Epoche Ludwigs des XIV.

"Der Menschen Feind" von PeterLicht im Theater Basel

Florian von Manteuffel und Liliane Amuat. Copyright Simon Hallström

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12. Tschechische Kulturtage in Freiburg und der Regio

Literatur, Theater, Film, Vorträge und Ausstellungen

Vom 1. bis 10. Mai finden in diesem Jahr die Tschechischen Kulturtage in Freiburg und in der Regio statt. Veranstaltet werden sie von der Brücke-Institut gGmbH der Brücke/Most-Stiftung und vom Tschechischen Zentrum München mit zahlreichen regionalen Veranstaltungspartnern. Fünfzehn Einzelveranstaltungen an zehn Tagen warten auf das Publikum.

12. Tschechische Kulturtage in Freiburg und der Regio

„Das Meer sehen“: Ein Film von Kindern für Kinder

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