Straußenführer 2017


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Im Gespräch: Winfried Toll, Leiter der Camerata Vocale Freiburg

„Wir sind eine Schicksalsgemeinschaft“

Letztes Jahr feierte die Camerata Vocale Freiburg ihr 40-jähriges Bestehen. Georg Rudiger sprach mit Winfried Toll, der den Spitzenchor seit 30 Jahren leitet, über die Faszination der Berge, die Wärme des Klangs und die Verbindung zwischen Musik und Religion.

Wilfried Toll, Leiter des Freiburger Spitzenchors Camerata Vocale. (@ Gretel Kaltenbach)

Wilfried Toll, Leiter des Freiburger Spitzenchors Camerata Vocale. (@ Gretel Kaltenbach)

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Regisseur David Bösch zeigt eine blutige „Elektra“ am Theater Basel

Walzer im Schlachthaus

David Bösch mag es düster. Schon in seinem Basler „Idomeneo“ aus dem Jahr 2013 reihte er eine Nachtszene an die andere. Am Ende zog keine Humanität ein, sondern Barbarei, die weißen Kleider der Choristen waren blutbefleckt. Jede Menge Blut gibt es auch in Richard Strauss‘ einaktiger Oper „Elektra“: Schon in der Vorgeschichte sind grausame Verbrechen geschehen.

Mal apathisch, mal blutrünstig: Rachel Nicholls als Elektra. (© Sandra Then)

Mal apathisch, mal blutrünstig: Rachel Nicholls als Elektra. (© Sandra Then)

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Rossinis Oper „La Cenerentola“ am Theater Basel glänzt vor allem musikalisch

Brillante Koloraturen vor schwarzen Blumen

Für Gioachino Rossinis 1817 in Rom uraufgeführte Oper „La Cenerentola“ verzichtete Librettist Jacopo Ferretti ganz bewusst auf die märchenhaften Elemente, um die Geschichte von der unterdrückten Stieftochter direkter, grotesker und dunkler zu erzählen. Es gibt also keinen Zauberbaum und keine Tauben, die beim Auslesen der Linsen helfen.

Sarah Brady, Anastasia Bickel und Andrew Murphy in Rossinis La Cenerentola am Theater Basel. ©Priska Ketterer

Sarah Brady, Anastasia Bickel und Andrew Murphy in Rossinis La Cenerentola am Theater Basel. (© Priska Ketterer)

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Vier Frankensteins mit geschmeidigen Hüften

Eine Hommage an Hollywood: Joan Anton Rechis deutsche Erstaufführung von Kurt Weills Musical „Love Life“ am Freiburger Theater

Das Freiburger Theater hat nun das so gut wie unbekannte Werk Kurt Weills, das 1948 am Broadway Premiere feierte und in der ein geschiedenes Ehepaar auf sein Leben zurückblickt, als deutsche Erstaufführung auf die Bühne gebracht. Georg Rudiger vermisst in der Produktion die szenische Stringenz.

David Arnsperger als Samuel Cooper, Rebecca Jo Loeb als Susan Cooper und der opernchor des Freiburger Theaters in Kurt Weills Musical Love Life. ©2017 / Birgit Hupfeld

David Arnsperger als Samuel Cooper, Rebecca Jo Loeb als Susan Cooper und der opernchor des Freiburger Theaters in Kurt Weills Musical Love Life. (© 2017 / Birgit Hupfeld)

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Mit Schutzhelm in die Opern-Baustelle

„Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach am Theater Freiburg

„Wozu Dichter in dürftiger Zeit?“, steht auf dem Schild, das ein Schauspieler vor Vorstellungsbeginn auf der Bühne des Freiburger Theaters hochhält. Das Hölderlin-Zitat soll Jacques Offenbachs Oper „Hoffmanns Erzählungen“, die der neue, aus Oberhausen gekommene Intendant Peter Carp und seine Musiktheaterdramaturgin Tatjana Beyer am Eröffnungswochenende des Hauses platziert hat, in die Gegenwart holen und grundsätzliche Fragen zum Thema Literatur und Politik stellen.

Inga Schäfer, Rolf Romei, Roberto Gionfriddo, Opernchor des Theater Freiburg. © Tanja Dorendorf

Inga Schäfer, Rolf Romei, Roberto Gionfriddo, Opernchor des Theater Freiburg. © Tanja Dorendorf

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Koksender Graf trifft offenherzige Gräfin

Eine charmante, konventionelle Produktion von „Le Nozze di Figaro“ an der Straßburger Oper

Sexuelle Übergriffe im Berufsleben gibt es nicht erst seit der Affäre um den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein. In Mozarts Oper „Le Nozze di Figaro“ werden die Kammerzofe Susanna und die Gärtnerstochter Barbarina von ihrem Vorgesetzten, dem Grafen Almaviva, bedrängt.

Davide Luciano als übergriffiger Graf Almaviva © Klara Beck

Davide Luciano als übergriffiger Graf Almaviva © Klara Beck

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Mit Galgenhumor in die Apokalypse

Philippe Manourys neues Musiktheater „Kein Licht“ eröffnet die neue Saison an der Straßburger Oper

Ein ganzes, in diesem Jahr geschriebenes Kapitel hat Elfriede Jelinek dem US-Präsidenten gewidmet und damit ihrem nach der Atomkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 entstandenen und 2012 ergänzten Text „Kein Licht“ ein nicht minder bedrohliches Update verpasst. Mit dem Stück beginnt die Spielzeit 2017/18 an der Opéra national du Rhin.

"Kein Licht": Die multimediale Untergangsshow regt zum Nachdenken an. © Klara Beck

“Kein Licht”: Die multimediale Untergangsshow regt zum Nachdenken an. © Klara Beck

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Kontinuität, Recycling-Musik und eine Enttäuschung

Generalmusikdirektor Fabrice Bollon stellt die neue Konzertsaison des Philharmonischen Orchesters Freiburg vor

Der kommende Wechsel der Intendantin Barbara Mundel zu Peter Carp am Freiburger Theater hat für das Philharmonische Orchester, was die Sinfoniekonzerte angeht, keine Bedeutung. Generalmusikdirektor Fabrice Bollon sorgt hier für Kontinuität und setzt auch in der kommenden Spielzeit auf einen Mix aus Bekanntem und Unbekanntem, ohne dabei ganz avantgardistische Stücke ins Programm zu nehmen.

Fabrice Bollon, Generalmusikdirektor des Philharmonischen Orchesters Freiburg (© Britt Schilling)

Fabrice Bollon, Generalmusikdirektor des Philharmonischen Orchesters Freiburg (© Britt Schilling)

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