Straußenführer 2017



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Wärmen am Lagerfeuer

Die Hamburger Elbphilharmonie wurde eröffnet

Der Weg zur Kunst ist steil. Man muss sich schon anstrengen, wenn man zu dem großen Konzertsaal der Hamburger Elbphilharmonie gelangen möchte. Eine geschwungene Holztreppe führt von der öffentlich zugänglichen Plaza hinauf. Und wenn man höher sitzt im steilen Saal, hat man noch viele weitere Stufen zu bewältigen, wählt man nicht den bequemen Weg über die Aufzüge. Man kann auch einfach den Kugellampen folgen, die wie ein Lichtband Orientierung geben.

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Lichtinszenierung zur Eröffnung der Elbphilharmonie (© Ralph Larmann)

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Mozarts “Don Giovanni” am Theater Basel

Herzens(ver)brecher mit Frauenverschleiß

Ein riesiges Fahndungsplakat ist bereits bei der Ouvertüre zu sehen: Don Giovanni wanted. Der Blick des Gesuchten: kalt und leer. Das ist keine Sympathiefigur, sondern ein Schwerverbrecher, der in der Inszenierung von Richard Jones am Theater Basel im Mittelpunkt steht.

Szenenbild aus "Don Giovanni" im Theater Basl, es zeigt den Schauspieler Riccardo Fassi mit einem Telefonbuch vor einem Buffet

Riccardo Fassi als Don Giovanni im Theater Basel (© Priska Ketterer)

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Uraufführung am Theater Freiburg: Ludger Vollmers Oper “Crusades”

Liebe in Zeiten des Terrors

Ein islamistischer Selbstmordattentäter, der sich kurz vor dem Anschlag auf die Jerusalemer Grabeskirche bekehrt und deshalb von seinem Auftraggeber erschossen wird – „Crusades“, die neue Oper von Ludger Vollmer, trägt am Ende richtig dick auf. Und lässt nochmals alle der über 100 Beteiligten auf die Bühne kommen, um im Epilog Frieden und Gerechtigkeit zu fordern.

Szene aus "Crusades" am Theater Freiburg. Es zeigt die Schauspielerinnen Sirin Kilic und Kim-Lillian Strebel

Sirin Kilic und Kim-Lillian Strebel in “Crusades” am Theater Freiburg (© Maurice Korbel)

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„Die Sache Makropulos“ am Theater Freiburg

Vera Nemirova inszeniert Leos Janáceks Oper mit Katerina Hebelková als Primadonna

Der Zeiger auf dem großen Zifferblatt steht still. Die Zeit ist angehalten für die Operndiva Emilia Marty, die, weil sie als Kind von ihrem Vater ein Lebenselixier zu trinken bekam, inzwischen 337 Jahre zählt: In Leos Janáceks Oper „Die Sache Makropulos“ am Freiburger Theater verkörpert die tschechische Mezzosopranistin Katerina Hebelková die Primadonna. Und macht aus der geheimnisvollen Figur eine sinnliche, selbstbewusste, von den Männern begehrte Frau, die ihr zerbrechliches Inneres mit dem Glanz des Erfolgs schützt.

Foto von Opernsängerin Katerina Hebelková als Primadonna, sie sitzt vor einem großen Ziffernblatt und schminkt sich

Katerina Hebelková in Leos Janáceks Oper „Die Sache Makropulos“ – zu sehen bis Mitte Januar im Theater Freiburg © Maurice Korbel

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Opera Factory Freiburg begeistert mit “Fake and Error” im E-Werk

Zwischen Schwindel und Irrtum

Manche Einakter sind einfach zu kurz, um eine abendfüllende Produktion zu gewährleisten. Deshalb kombinierte die Opera Factory Freiburg die deutsche Erstaufführung von Luke Bedfords Kammeroper „Through his teeth“ (2014) mit Claudio Monteverdis dramatischem Madrigal „Il combattimento di Trancredi e Clorinda“ (1624) in einem intensiven, präzisen und berührenden Opernabend im Freiburger E-Werk.

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Siri Karoline Thornhill und Georg Gädker © Sebastian Düsenberg

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„Oper hat Harmonie zu schaffen“

Der Straßburger Intendant Marc Clémeur vor seiner letzten Saison an der Opéra national du Rhin

Eigentlich hatte Marc Clémeur seinen Abschied als Intendant der Straßburger Opéra national du Rhin für den Sommer 2016 geplant. Und dafür mit dem von Robert Carsen inszenierten „Don Carlo“ ein echtes Wunschstück ans Ende gesetzt. Damit in Ruhe ein Nachfolger gesucht werden konnte, hat sich der Belgier auf Bitten der Politik aber bereit erklärt, noch um eine Saison zu verlängern, ehe er sich dem Gesangsnachwuchs widmet. Inzwischen ist auch die Nachfolge geklärt: Eva Kleinitz, Operndirektorin an der Stuttgarter Staatsoper, wird am 1. September 2017 ihren Dienst als Generalintendantin in Straßburg antreten.

Peter Konwitschny inszeniert „La Juive“ Foto: Annemie Augustijns

Peter Konwitschny inszeniert „La Juive“
© Annemie Augustijns

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“Die Welt ist nicht so, wie sie ist”

Das Freiburger Ensemble Aventure feiert sein 30-jähriges Bestehen

Georg Rudiger sprach mit dem künstlerischen Leiter Wolfgang Rüdiger über ein singendes Gartentor und andere Hörabenteuer in der Neuen Musik.

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Seit 1986 künstlerischer Leiter des Ensemble Aventure: Wolfgang Rüdiger

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Uraufführung von Haas‘ Oper „Koma“ bei den Schwetzinger SWR-Festspielen

“Fast bist Du versunken”

In Thomas Bernhards „Der Theatermacher“ scheitert der Protagonist Bruscon noch daran, das Ende seiner Komödie in der totalen Finsternis spielen zu lassen. Der Feuerwehrhauptmann von Utzbach besteht nämlich darauf, dass die Notbeleuchtung angeschaltet bleibt. Bei der Uraufführung von Georg Friedrich Haas‘ Oper „Koma“ nach einem Text von Händel Klaus im Rokokotheater des Schwetzinger Schlosses hingegen herrscht über weite Strecken völlige Dunkelheit. Selbst die Pultlampen sind bei dieser Koproduktion mit dem Staatstheater Darmstadt ausgeschaltet. Opernchef Georges Delnon, der sich mit dieser Produktion von den Schwetzinger SWR-Festspielen verabschiedet, kündigt das ungewöhnliche Setting noch vor der Vorstellung an und verweist zur Beruhigung des Premierenpublikums darauf hin, dass an allen Ausgängen Mitarbeiter postiert sind.

Uraufführung von Haas´Oper "Koma" bei den Schwetzunger SWR-Festspielen

Im Rokokotheater des Schwetzinger Schlosses herrscht über weite Strecken völlige Dunkelheit
© Bärbl Hohmann

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