Straußenführer 2017


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Mit Schutzhelm in die Opern-Baustelle

„Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach am Theater Freiburg

„Wozu Dichter in dürftiger Zeit?“, steht auf dem Schild, das ein Schauspieler vor Vorstellungsbeginn auf der Bühne des Freiburger Theaters hochhält. Das Hölderlin-Zitat soll Jacques Offenbachs Oper „Hoffmanns Erzählungen“, die der neue, aus Oberhausen gekommene Intendant Peter Carp und seine Musiktheaterdramaturgin Tatjana Beyer am Eröffnungswochenende des Hauses platziert hat, in die Gegenwart holen und grundsätzliche Fragen zum Thema Literatur und Politik stellen.

Inga Schäfer, Rolf Romei, Roberto Gionfriddo, Opernchor des Theater Freiburg. © Tanja Dorendorf

Inga Schäfer, Rolf Romei, Roberto Gionfriddo, Opernchor des Theater Freiburg. © Tanja Dorendorf

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Koksender Graf trifft offenherzige Gräfin

Eine charmante, konventionelle Produktion von „Le Nozze di Figaro“ an der Straßburger Oper

Sexuelle Übergriffe im Berufsleben gibt es nicht erst seit der Affäre um den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein. In Mozarts Oper „Le Nozze di Figaro“ werden die Kammerzofe Susanna und die Gärtnerstochter Barbarina von ihrem Vorgesetzten, dem Grafen Almaviva, bedrängt.

Davide Luciano als übergriffiger Graf Almaviva © Klara Beck

Davide Luciano als übergriffiger Graf Almaviva © Klara Beck

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Mit Galgenhumor in die Apokalypse

Philippe Manourys neues Musiktheater „Kein Licht“ eröffnet die neue Saison an der Straßburger Oper

Ein ganzes, in diesem Jahr geschriebenes Kapitel hat Elfriede Jelinek dem US-Präsidenten gewidmet und damit ihrem nach der Atomkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 entstandenen und 2012 ergänzten Text „Kein Licht“ ein nicht minder bedrohliches Update verpasst. Mit dem Stück beginnt die Spielzeit 2017/18 an der Opéra national du Rhin.

"Kein Licht": Die multimediale Untergangsshow regt zum Nachdenken an. © Klara Beck

„Kein Licht“: Die multimediale Untergangsshow regt zum Nachdenken an. © Klara Beck

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Kontinuität, Recycling-Musik und eine Enttäuschung

Generalmusikdirektor Fabrice Bollon stellt die neue Konzertsaison des Philharmonischen Orchesters Freiburg vor

Der kommende Wechsel der Intendantin Barbara Mundel zu Peter Carp am Freiburger Theater hat für das Philharmonische Orchester, was die Sinfoniekonzerte angeht, keine Bedeutung. Generalmusikdirektor Fabrice Bollon sorgt hier für Kontinuität und setzt auch in der kommenden Spielzeit auf einen Mix aus Bekanntem und Unbekanntem, ohne dabei ganz avantgardistische Stücke ins Programm zu nehmen.

Fabrice Bollon, Generalmusikdirektor des Philharmonischen Orchesters Freiburg (© Britt Schilling)

Fabrice Bollon, Generalmusikdirektor des Philharmonischen Orchesters Freiburg (© Britt Schilling)

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Im Gespräch: Eva Kleinitz, neue Intendantin der Straßburger Oper

„Dynamik für Stadt und Region“

Sie war schon stellvertretende Intendantin bei den Bregenzer Festspielen und an der Stuttgarter Staatsoper. Vor einem Jahr wurde Eva Kleinitz nun als Nachfolgerin des Belgiers Marc Clémeur zur „Directrice Générale de l`Opéra national du Rhin“ ernannt. Am 22. September beginnt sie ihre erste Spielzeit mit der französischen Erstaufführung von Philippe Manourys Oper „Kein Licht“. Georg Rudiger hat die 45-jährige Niedersächsin im Café der Straßburger Oper getroffen und sich mit ihr über ihren neuen Job und den damit verbundenen Neuanfang an der elsässischen Rheinoper unterhalten.

Eva Kleinitz (© Martin Sigmund)

Eva Kleinitz (© Martin Sigmund)

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Ghandi-Oper „Satyagraha“: Theater Basel tanzt grandios

Modulation Impossible

Die Schweizer Erstaufführung der Ghandi-Oper „Satyagraha“ von Phillip Glass, die sich mit den frühen Jahren Mahatma Gandhis in Südafrika und seiner dort entstanden Philosophie des gewaltfreien Widerstands beschäftigt, überzeugt vor allem durch die Tänzerinnen und Tänzer der Antwerpener Eastman-Kompanie.

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Schweizer Erstaufführung von „Satyagraha“ (© Koen Broos)

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Berliner Philharmoniker: 5 Jahre Osterfestspiele in Baden-Baden

„Es ist gut, manches Mal in den Süden zu kommen“

Seit 5 Jahren gastieren die Osterfestspiele der Berliner Philharmoniker im Baden-Badener Festspielhaus. Ausgerechnet in der Stadt mit der hächsten Millionärsdichte Deutschlands sind die Spiele jünger, offener und zugänglicher geworden.

Foto des Dirigenten der Berliner Philharmoniker Sir Simon Rattle

Dirigent Sir Simon Rattle (© Stefan Rabold)

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Massenets Oper „Werther“ in Zürich

Große Emotionen in der Furnier-Wohnlandschaft

Kein Fenster lässt nach draußen blicken, keine Pflanze lockert das triste Ambiente auf. Das Haus – eine einzige Schrankwand! Auch die Decke ist bei „Werther“ im Opernhaus Zürich mit hellem Furnier verkleidet.

Szene aus „Werther“  im Opernhaus Zürich

Werther (Juan Diedo Flórez), Charlotte (Anna Stéphany) und Statisten (© Herwig Prammer)

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