Straußenführer 2017


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Blutspenden in der Uniklinik Freiburg






Über den Augenblick hinaus

Die Fondation Beyeler zeigt eine umfassende Ausstellung mit Werken von Wolfgang Tillmans

Wenn man ganz am Ende der Ausstellung angelangt ist, geht Wolfgang Tillmans noch einmal weiter. Die Kompilation von drei Musikvideos erweitert die Kunst Tillmtans um die bewegte Zeit. In „La Palma“ gebiert das Meer Schaum, Woge um Woge schwemmt die See ihn an den Strand. Der Schaum türmt sich, fällt in sich zusammen und breitet sich wieder aus. Er ist ein bisschen braun, wirkt nicht mehr ganz frisch, vielleicht sogar ein bisschen abstoßend. Einen Moment später sieht man lauter bunte Glanzpunkte auf den Schaumkronen, die wie Sterne im All leuchten. Und – das alles ist kein bisschen kitschig.

Wolfgang Tillmanns: "Nite Queen", 2013. Courtesy Galerie Buchholz, Berlin/Cologne, Maureen Paley, London, David Zwirner, New York

Wolfgang Tillmans: „Nite Queen“, 2013. Courtesy Galerie Buchholz, Berlin/Cologne, Maureen Paley, London, David Zwirner, New York

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Monet-Ausstellung zum 20-jährigen Bestehen der Fondation Beyeler

Sanfte Doppelgänger

Lässt sich überhaupt etwas Neues, bisher Ungesehenes von Claude Monet zeigen? Die Fondation Beyeler hat dennoch eine Ausstellung über den beliebten Maler zu ihrem zwanzigjährigen Bestehen gewagt. Und tatsächlich kann man die schlicht „Monet“ betitelte Ausstellung nicht nur mit Genuss, sondern auch mit Gewinn an Erkenntnis betrachten.

Gemälde "Coucher de soleil sur la Seine, l’hiver" von Claude Monet. Es zeigt Eisschollen auf der Seine und ein Sonnenuntergang in Pastellfarben

Claude Monet, Coucher de soleil sur la Seine, l’hiver, 1880. Öl auf Leinwand, 60,6 x 81,1 cm (© Pola Museum of Art, Pola Art Foundation)

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Die Fondation Beyeler zeigt Werke von Calder und Fischli/Weiss

Größer könnte der Unterschied zu Francisco de Goyas programmatischem Werk „Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer“ kaum sein. In aller Seelenruhe hebt sich der Brustkorb der Ratte und des Panda, völlig entspannt liegen die beiden Plüschtiere auf dem Boden der Fondation Beyeler und dösen vor sich hin. Da mag passieren, was will. Über ihnen erhebt sich ein Mobile Calders, das zu den Enden hin immer verzweigter und filigraner wird. Es sieht aus, als sei „Snow Flurry“ von den beiden erträumt. Kein Alp, keine Fledermäuse, aber wohl auch keine Vernunft. So nah kommen sich Peter Fischli/David Weiss und Alexander Calder in der Ausstellung selten. Die Ankündigung, eine Schau mit Werken von Calder und Fischli/Weiss zu zeigen, überraschte. Denn was haben die Mobiles des 1976 gestorbenen Calders schon mit den geistreichen Witzen des Schweizer Künstlerduos gemeinsam, die 1979 begannen, gemeinsam zu arbeiten?

Die Fondation Beyeler zeigt Werke  von Calder und Fischli/Weiss

Peter Fischli/David Weiss: Ein neuer Tag beginnt“, 1984, aus der Serie Equilibres (Stiller Nachmittag/
Foto: Fischli/Weiss Archiv, Zürich

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