Straußenführer 2017


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Blutspenden in der Uniklinik Freiburg






Vor 80 Jahren wurde Guernica zerstört

Tapisserie nach Picasso erinnert daran im Musée Unterlinden Colmar

Durch einen brutalen Luftangriff am 26. April 1937 starben hunderte Zivilisten und die Stadt wurde fast vollständig zerstört. Picassos Gemälde „Guernica“, das als Reaktion auf dieses Schrecknis entstanden ist, hat bis heute nichts von seiner Aktualität eingebüßt; es reiste um die Welt, blieb viele Jahre in New York und fand – nach Ende der Franco-Diktatur – in Madrid seinen Platz. In Colmar wird derzeit eine textile Version des Gemäldes ausgestellt.

Jacqueline de La Baume, d‘après Pablo Piccaso: „Guernica“, 1976 (© Succession Picasso 2015)

Jacqueline de La Baume, d‘après Pablo Piccaso: „Guernica“, 1976 (© Succession Picasso 2015)

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Magritte-Ausstellung in der Frankfurter Kunsthalle Schirn

Rätselhafte Bildkompositionen

Wirklichkeit, Wahrheit, Illusion? Das beschäftigte den Maler René Magritte (1898–1967), der sich zuvörderst als denkender Mensch verstand. Die Kunsthalle Schirn widmet ihm derzeit eine konzentrierte Einzelausstellung, die rund 70 Leihgaben aus aller Welt vereint und in fünf Kapiteln seine konzeptuelle Auseinandersetzung mit der Beziehung von Bild und Sprache, Philosophie und Malerei erhellt.

Gemälde von René Magritte: „Variante de la tristesse“. Es zeigt ein Huhn vor einem Ei im Eierbecher

René Magritte: „Variante de la tristesse“, 1957 (© Schirn Frankfurt)

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„Passion – Leidenschaft“-Ausstellung im Museum ART.plus in Donaueschingen

Von Ultraschwarz bis Schneeweiß

Schwarz, diese markante und lichtärmste Farbe, trete sie nun alleine oder kontrastiv auf, ist in der Kunst seit Jahrzehnten ein heiß diskutiertes Sujet. Für Pierre Soulages (*1919 Rodez), der momentan mit fünfzehn monochromen Arbeiten im Fokus der Ausstellung „Passion – Leidenschaft“ im Museum ART.Plus in Donaueschingen gezeigt wird, wurde Schwarz im Zusammenspiel mit Lichtreflexen, die Nuancen von Anthrazitgrau bis zu Weiß hervorzubringen vermögen, eine wahre Passion.

Monochromes Werk von Pierre Soulages

Monochromes Werk von Pierre Soulages

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Raymond É. Waydelich: Retrospektive in der Städtischen Galerie Offenburg

Einfallsreicher Archäologe der Zukunft

Die Gegenwart als Vergangenheit betrachten und typische Utensilien unserer Zeit für die Nachwelt vergraben, das charakterisiert Raymond Waydelichs Projekt „Archäologie der Zukunft“ – ganz nebenbei wird so auf unsere Vergänglichkeit angespielt.

Radierung  „Elsass - Schwarzwald" von Raymond É. Waydelich

Raymond É. Waydelich: „Elsass – Schwarzwald“, 2002, Radierung (Foto © Christophe Hamm)

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Im Gespräch: Marianne Haardt, Direktorin der Stiftungsverwaltung

Eine humane Zukunft für die Stadt

Seit einem halben Jahr ist Marianne Haardt Direktorin der Freiburger Stiftungsverwaltung, die unter ihrem Dach sechs kommunale Stiftungen beherbergt, zahlreiche Einrichtungen umfasst, rund fünfhundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt und über ein erhebliches Vermögen verfügt, das sich im Laufe der Jahrhunderte durch großzügige Stifterinnen und Stifter stetig entwickelt hat. Unsere Mitarbeiterin Cornelia Frenkel hat Marianne Haardt zu ihrem neuen Wirkungsfeld befragt.

Foto von Marianne Haardt, Direktorin der Stiftungsverwaltung Freiburg

Marianne Haardt

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Von Freiheit und Schönheit

Christo & Jeanne-Claude – Ausstellung in der Kunsthalle Messmer

Möglichst vielen Menschen den Anlass für eine ästhetische Erfahrung zu bieten, das gehört zu den Hauptanliegen des Künstlerpaares Christo (*1935) & Jeanne-Claude (1935-2009), das seit den 1960er Jahren durch spektakuläre, logistisch ausgefeilte Kunstaktionen weltweit bekannt wurde. Sehr erfolgreich war die Verhüllung des Berliner Reichstags, der, nach über zwanzig Jahren Vorbereitung (!), 1994 mit hunderttausend Quadratmetern feuerfestem Gewebe eingekleidet werden durfte – über fünf Millionen Besucher strömten herbei.

Foto des von Christo in Stoff verhällten Pont Neuf

Christo: Verhüllter Pont Neuf

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„Technische Paradiese: Die Zukunft in der Karikatur des 19. Jahrhunderts“ – Ausstellung im Museum LA8 in Baden Baden

Zwischen Überraschung und Befürchtung

Neue Maschinen können ein Alptraum sein, aber auch zum Spott reizen. Wie solche auf Zeitgenossen des 19. Jahrhunderts wirkten, sei es als feuerspeiender Drache oder eiserne Spinne, das spiegelt sich in Karikaturen, die Innovationen wie Dampfmaschine, Eisenbahn, Rohrpost, Fotografie, Telegrafie, Telefonie und Automobil persiflieren.

Gemälde "Die Kruppschen Teufel" von Heinrich Kley. Es zeigt Arbeiter und große Teufelsgestalten in einer Stahlfabrik

„Die Kruppschen Teufel“, Heinrich Kley, 1913. Derzeit zu sehen im Museum LA 8 in Baden-Baden

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„Nationalsozialismus in Freiburg“ – Ausstellung im Augustinermuseum

Die Spitze des Eisbergs

Die unter Federführung des Historikers Robert Neisen und einem gewichtigen Beirat entstandene Ausstellung „Nationalsozialismus in Freiburg“ stützt sich auf zahlreiche Bücher, Veröffentlichungen des Stadtarchivs sowie Recherchen aus der Zivilgesellschaft. Hinzu kommen Bilder und historische Gegenstände, z.B. das antisemitische Kinderbuch „Der Giftpilz“ (1938) oder die Aktentasche des unbeugsamen Freiburger Sozialdemokraten Stefan Meier, der Stadtrat sowie Reichstagsabgeordneter in Berlin war und im März 1933 zu den 94 Mutigen gehörte, die gegen das Ermächtigungsgesetz der Nazis stimmten. 1944 wurde er im KZ Mauthausen ermordet.

Foto von Nazis bei einer Kundgebung auf dem Freiburger Münsterplatz 1939

Freiburger Nazis beim NSDAP-Kreisparteitag 1939 auf dem Münsterplatz (Schenkung E. Fehrenbach © Städtische Museen Freiburg/ Augustinermuseum)

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