Straußenführer 2017


Anzeigen:

Dawanda Kreativmarkt Handgemacht Freiburg Oktober 2017






Randale und Liebe

„Greiffenegg und Ramberg“ im Haus der Graphischen Sammlung im Augustinermuseum Freiburg

Eine ungewöhnliche Ausstellung ist das derzeit im Haus der Graphischen Sammlung: Der Titel rankt sich um zwei Männer, die vornehmlich im Spiegel von Zeichnungen aus den Jahren 1821-24 in Erscheinung treten, die zugleich Zeugnis ihrer Freundschaft sind. Die Rede ist von dem in Freiburg geborenen und gestorbenen Hermann Gottlob Xaver von Greiffenegg-Wolffurt (1773-1847) und Johann Heinrich Ramberg (1763–1840), Hofkünstler und Karikaturist am Hofe von Hannover.

Johann Heinrich Ramberg: „Greiffenegg prüft die Wetterlage auf Osoppo“, 1824 (© Städtische Museen Freiburg, Foto Axel Killian)

Johann Heinrich Ramberg: „Greiffenegg prüft die Wetterlage auf Osoppo“, 1824 (© Städtische Museen Freiburg, Foto Axel Killian)

Artikel weiterlesen »

„Nationalsozialismus in Freiburg“ – Ausstellung im Augustinermuseum

Die Spitze des Eisbergs

Die unter Federführung des Historikers Robert Neisen und einem gewichtigen Beirat entstandene Ausstellung „Nationalsozialismus in Freiburg“ stützt sich auf zahlreiche Bücher, Veröffentlichungen des Stadtarchivs sowie Recherchen aus der Zivilgesellschaft. Hinzu kommen Bilder und historische Gegenstände, z.B. das antisemitische Kinderbuch „Der Giftpilz“ (1938) oder die Aktentasche des unbeugsamen Freiburger Sozialdemokraten Stefan Meier, der Stadtrat sowie Reichstagsabgeordneter in Berlin war und im März 1933 zu den 94 Mutigen gehörte, die gegen das Ermächtigungsgesetz der Nazis stimmten. 1944 wurde er im KZ Mauthausen ermordet.

Foto von Nazis bei einer Kundgebung auf dem Freiburger Münsterplatz 1939

Freiburger Nazis beim NSDAP-Kreisparteitag 1939 auf dem Münsterplatz (Schenkung E. Fehrenbach © Städtische Museen Freiburg/ Augustinermuseum)

Artikel weiterlesen »

Augustinermuseum: Haus der Graphischen Sammlung eröffnet mit Hans Baldung Grien

Der zweite Bauabschnitt der Sanierung des Museums steht kurz vor Fertigstellung

ASES-UTRE-GIMU-UNUM – im ersten Moment wollen sich die großen Lettern auf der fensterlosen Fassade noch nicht so recht erschließen, doch schon im nächsten wird klar: Andersherum gelesen, nämlich jeweils von oben nach unten, wird ein Wort daraus: AUGU-STIN-ERMU-SEUM. Die Lettern befinden sich jeweils in kleinen Nischen, die sich auf der fensterlosen Fassade wie kleine Blendfenster ausnehmen, was ihr ein harmonisches Gesamtbild verleiht. Jeder Buchstabe weist zudem eine eigene Typographie auf – ein Hinweis darauf, was sich hinter der Fassade befindet: Die Graphische Sammlung, die am 17. September mit Holzschnitten von Hans Baldung Grien eröffnet wird.

Fassade des Hauses der Graphischen Sammlung, Augustinermuseum Freiburg

Haus der Graphischen Sammlung, Augustinermuseum
© Städtische Museen Freiburg 2016 Foto: Florian Bilger

Artikel weiterlesen »

Tigerfell und schmelzender Schnee

Das Freiburger Augustinermuseum zeigt eine Retrospektive des Keramikers Horst Kerstan

Was treibt einen an, ein ganzes Arbeitsleben lang Gefäße zu schaffen: Schalen, Vasen, Schüsseln, Teetassen? Horst Kerstan hätte die Frage vermutlich nicht einmal verstanden.
Der Keramiker, der seit 1965 in Kandern arbeitete, hatte vermutlich ein eher existentielles Verhältnis zu Gefäßen. Obwohl er bereits in den 1960er Jahren auch Skulpturen aus Ton schuf, stand das Gefäß immer im Mittelpunkt. „Stellt man ein Gefäß an einen wichtigen Platz im Raum und fügt Blumen hinzu, so ist die Verbindung zwischen Mensch, Erde und Himmel gegeben“, schrieb er 1991.

Artikel weiterlesen »

Allegorie des Sehens

Friedrich Eibner: "Blick vom Fischerbrunnen auf das Freiburger Münster", 1868

Friedrich Eibner: "Blick vom Fischerbrunnen auf das Freiburger Münster", 1868

„Mit Stift und Feder“ bringt im Augustinermuseum das grafische Werk in Erinnerung

Dass diese Ausstellung zur Unzeit käme, lässt sich wirklich nicht behaupten. „Mit Stift und Feder“, so der Titel der Präsentation von Zeichnungen vom Klassizismus bis zum Jugendstil im Augustinermuseum versteht sich als Schaufenster der Sammlung, die zukünftig in einem eigenständigen Gebäude unterkommen wird. Noch ist das „Haus der Graphischen Sammlung“ in Bau, im Augustinermuseum hat sich deren Leiter Felix Reuße um eine Sichtung des Bestandes gekümmert.

Artikel weiterlesen »