Straußenführer 2017


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Theater Freiburg: Neue Spielzeit, neuer Intendant

Peter Carp wird im ersten Jahr seiner Intendanz viele internationale Produktionen zeigen

Noch ist das neue Spielzeitheft nicht veröffentlicht, das wird es erst im September geben, doch einen Einblick in die erste Saison des neuen Intendanten Peter Carp kann man bereits nehmen. Anders als Barbara Mundel hat Carp nicht den Ehrgeiz, die Institution Stadttheater neu zu erfinden. Er setzt auf Geschichten und die Menschen, die sie erzählen.

Peter Carp ist der neue Intendant des Theater Freiburg (© Britt Schilling)

Peter Carp ist der neue Intendant des Theater Freiburg (© Britt Schilling)

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Mit „Weltveränderer“ endet die Ära Mundel am Theater Freiburg

Theatrale Nabelschnur

Dass die Intendanz von Barbara Mundel jetzt im Schauspiel mit der Premiere des Stücks „Weltveränderer“ endet, sagt einiges über das Selbstverständnis aus. Es ist wohl nur halbironisch gemeint, nach eineinhalb Stunden jedenfalls weiß man es nicht so genau.

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Martin Weigel (© Maurice Korbel)

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Die Antike ist ein Kunstrukt

Eine Ausstellung in der Archäologischen Sammlung demonstriert die Schauseiten antiker Skulpturen

Die Antike, so wie wir sie kennen, ist ein Konstrukt: so weiß, so frontal. An der marmornen Kälte griechischer und römischer Skulpturen wurde bekanntlich bereits gekratzt und seitdem denkt man über eine farbige Antike nach. An der Freiburger Universität hat man im Rahmen eines dreijährigen Förderprojektes, das von der Mercator-Stiftung finanziert wurde, die Schauseiten antiker Skulpturengruppen zum Thema gemacht.

Foto eines Antiken Statuenensembles, es zeigt den trojanischen Priesters Laokoon im Todeskampf

Gruppe des trojanischen Priesters Laokoon im Todeskampf, Archäologische Sammlung der Universität Freiburg, Gipsabguss nach Original in Rom, Vatikanische Museen, um 50 v. Chr. (© J. Ruf)

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„Ich, Moby Dick“ im Theater im Marienbad

Ans Wasser

Nach einer 90-minütigen Lektüre ist man bei Herman Melvilles Roman „Moby-Dick“ noch nicht weit. Vermutlich noch nicht mal auf dem offenen Meer. In Sascha Flockens Inszenierung von Ulrich Hubs „Ich, Moby Dick“ ist dann schon wieder alles vorbei, ist aber paradoxerweise zum Anfang des Romans zurückgekehrt. Hub endet mit einem der berühmtesten Anfangssätze der Weltliteratur: „Nennt mich Ismael“.

Szenenfoto aus "Ich, Moby Dick" im Theater im Marienbad

Kapitän Ahab und die Crew im Theater im Marienbad

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Das Projekt „Eurotopia“ am Theater Freiburg spürt der Utopie auf dem Kontinent nach

Europa ist ein Kessel Buntes

Wenn die Idee Europa zunehmend unklar wird, kann es nicht schaden zu ihren Wurzeln zurückzukehren. Und so steht am Anfang des Theaterprojektes „Eurotopia“ die Oper, genauer der Oper gewordene Mythos von der Entführung Europas durch den Stier. An sich ja keine schlechte Idee, schließlich ist die Verbindung von Musik und Mythos eine der Wurzeln der Kunst.

Szene von Emre Koyuncuoğlu

Szene von Emre Koyuncuoğlu (© M. Korbel)

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Kunstverein Freiburg startet das Projekt „Site Visit“

Eine Spielwiese

Ganz so clean sieht die Installation von Camille Le Houzec und Jocelyn Villemont bereits nicht mehr aus. Nach der Performance von New Noveta (Keira Fox, Ellen Freed) klafft ein ziemliches Loch in einer der Hohlkehlen.

Kunstwerk „Paradies“ von Berthold Reiß

Berthold Reiß: „Paradies“

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Heike M. Goetze inszeniert „Endstation Sehnsucht“ am Theater Freiburg

Die Gewalt ist gesellschaftslos

Tennessee Williams‘ „Endstation Sehnsucht“ ist ein Stück mit einer geradezu symbolträchtigen Physis der Protagonisten. Marlon Brando im T-Shirt als Stanley Kowalski ist Legende. Auch Heike M. Goetzes Inszenierung von „Endstation Sehnsucht“ am Theater Freiburg ist ein Nachhall davon – wenn auch unter anderen Vorzeichen. Es macht auf der Bühne des Kleinen Hauses einen Unterschied, wie Körper, Nacktheit und Blößen in Szene gesetzt werden.

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Johanna Eiworth und André Benndorff in „Endstation Sehnsucht“ © M. Korbel

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Gorkis „Wassa Schelesnowa“ und „Die Mutter“ im Theater Freiburg

Die Verhältnisse sind nicht so

Ein Blick auf das Bild an der Wand und wir wissen, woher das Vermögen von Wassa Schelesnowa stammt. Nicht etwa von Ziegeln, Kacheln, Holz und Torf, wie ihr Sohn Semjon das Geschäftsmodell des Familienunternehmens beschreibt. Es beruht auf der Ausbeutung der Arbeiter.

Szenenfoto aus Wassa Schelesnowa: Die Schauspielerinnen Melanie Lüninghöner und Marie Bonnet vor einem Wandgemälde ausgebeuteter Arbeiter

Melanie Lüninghöner und Marie Bonnet © M. Korbel

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