Straußenführer 2017



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„Ramses – Göttlicher Herrscher am Nil“

Ausstellung im Badischen Landesmuseum Karlsruhe

Monumentale Statuen und ein geradezu epischer Bericht über eine wichtige Schlacht sind von ihm überliefert. Aber wer war Pharao Ramses II. wirklich? Das Badische Landesmuseum Karlsruhe versucht in der umfangreichen Schau „Ramses – Göttlicher Herrscher am Nil“ bis zum 18. Juni dem Menschen Ramses näher zu kommen.

Wandrelief mit der Darstellung eines Pharaos

Wandrelief mit der Darstellung eines Pharaos
(© Musée du Louvre, Paris/ Christian Decamps)

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Das Cargo-Theater mit “Als ich fliegen konnte” im E-Werk

Tiefenpsychologische Reise à la “Alice im Wunderland”

Nichts als ein rustikaler Kleiderschrank steht im nachtblauen Halbdunkel auf der Bühne des Kammertheaters im Freiburger E-Werk. Linkerhand eine Holzbretterbude, in der Carla Wierer während des neuen Cargo-Stückes „Als ich fliegen konnte“ das Geschehen mit Live-Musik, Geräuschen, Klängen und Rhythmen stimmungsvoll begleiten wird.

Szenenbild aus "Als ich fliegen konnte". Es zeigt den Schauspieler Samuel Kübler, der in einen Schrank steht und sich daran klammert

Samuel Kübler in “Als ich fliegen konnte”

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“Research Refugees”: Andere Perspektiven auf die Flucht

Junge Filmemacher starten Filmtour am 11. Januar in der Uni Freiburg

Im Herbst 2015 auf dem Höhepunkt der sogenannten „Flüchtlingswelle“ bestimmten 441.899 neue Asylanträge, Millionen besorgter Bürger und mehr als 500 rechte Gewalttaten die Schlagzeilen. Unter diesen Eindrücken regte der Regisseur und Grimme-Preisträger Michael Klier die Idee einer gemeinsamen Intervention junger Filmemacher an, sich filmisch zu verhalten zu einer Situation, die alle akut erreicht hatte.

Foto eines dunkelhäutigen Mannes auf einem Hausdach. Er vollführt eine Bewegung die an Tai-Chi oder Yoga erinnert.

Jenseits der gängigen Fernsehbilder: “Research Refugees”. Filmstill © Therese Koppe

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Im Gespräch: Udo Lindenberg, Rock ‘n’ Roller und nationale Ikone

„Schall und Rauch“

Udo Lindenberg ohne Zigarre? Nie. Rauchend wurde der Erfinder der Paniksprache zum beliebtesten Sänger Deutschlands, zu einer nationalen Ikone. Die Zigarre blieb sein Leuchtfeuer und Markenzeichen, als Rauchen in Deutschland schon längst geächtet war. Für ihn ist sie sowas wie Salat. Auch mit 70 ist der schnoddrige „Panikpräsident“ noch politisch unkorrekt, authentisch, schräg, kreativ und originell. Just wurde er mit einem Bambi in der Kategorie „Musik National“ geehrt, die Laudatio hielt niemand Geringeres als Sting – auf deutsch. Olaf Neumann traf Udo Lindenberg in Hamburg an der Bar des Atlantic Hotels und sprach mit ihm über seine neue CD, DVD und Blu-ray „Stärker als die Zeit – Live“, Altern in Würde und die panischen Zeiten, in denen wir gerade leben.

Portraitfoto von Udo Lindenberg mit Zigarre, Hut und Sonnenbrille

Udo Lindenberg (© Tine Acke)

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„Nationalsozialismus in Freiburg“ – Ausstellung im Augustinermuseum

Die Spitze des Eisbergs

Die unter Federführung des Historikers Robert Neisen und einem gewichtigen Beirat entstandene Ausstellung „Nationalsozialismus in Freiburg“ stützt sich auf zahlreiche Bücher, Veröffentlichungen des Stadtarchivs sowie Recherchen aus der Zivilgesellschaft. Hinzu kommen Bilder und historische Gegenstände, z.B. das antisemitische Kinderbuch „Der Giftpilz“ (1938) oder die Aktentasche des unbeugsamen Freiburger Sozialdemokraten Stefan Meier, der Stadtrat sowie Reichstagsabgeordneter in Berlin war und im März 1933 zu den 94 Mutigen gehörte, die gegen das Ermächtigungsgesetz der Nazis stimmten. 1944 wurde er im KZ Mauthausen ermordet.

Foto von Nazis bei einer Kundgebung auf dem Freiburger Münsterplatz 1939

Freiburger Nazis beim NSDAP-Kreisparteitag 1939 auf dem Münsterplatz (Schenkung E. Fehrenbach © Städtische Museen Freiburg/ Augustinermuseum)

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„SKITS. 13 Ausstellungen in 9 Räumen“ in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden

Die kryptischen Rätsel des Michael Müller

„SKITS. 13 Ausstellungen in 9 Räumen“ ist ein ungewöhnlicher Titel für eine Ausstellung. Aber er beschreibt treffend das, was einen bis zum 19. Februar in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden erwartet. Michael Müller hat die Räume der Kunsthalle in ein vielseitiges Panoptikum verwandelt, in der Figuren aus der antiken griechischen Mythologie ebenso ihren Platz finden wie ein ausgestopfter Kakadu.

Videostill aus Michael Müllers "Hermes & Hermaphroditos". Es zeigt einen Berggipfel umgeben von rosa Wolken. Auf dem Gipfel steht eine goldene Wippe wie von einem Kinderspielplatz, auf dieser schaukeln zwei goldene Figuren

Michael Müller: “Hermes & Hermaphroditos”. Video, 2015

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Beschläge Koch zeigt Bilder von Martin Kasper

Betreten erbeten: Bühnen der Erinnerung

Weit erstreckt sich der Kinosaal nach vorne. In der Mitte seiner Stirnseite, besser: in der zentralperspektivischen Mitte des Bildes prangt eine weiße Leinwand, die aus sich heraus zu leuchten scheint. Ansonsten erzählt sie nichts, kein Film spielt sich auf ihr ab. Die gedeckten Farben, die verblichene Polsterung der Wände und der abblätternde Boden, von dem die mit rotem Samt bezogenen Kinosessel entfernt wurden – alles weist auf eine prachtvolle Ausstattung hin, die schon einmal bessere Zeiten gesehen hat. Eine Art Cinema Paradiso aus einer Zeit, als irgendwie noch alles in Ordnung schien.

Gemälde "Lichtspiele" von Martin Kaspar. Es zeigt einen leeren Kinosaal, das Gemälde ist in warmen, rot-braunen Erdtönen gehalten

Martin Kasper: “Lichtspiele”. Zu sehen bis 29. Januar 2017 bei Beschläge Koch

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Dostojewskis „Schuld und Sühne“ im Theater der Immoralisten

Im Kopf eines Mörders

Ein lauter Knall, schon ist man mittendrin im Stück – und damit quasi im Kopf eines Mannes, der gleich zum Mörder wird. In höchster Erregung wirft sich Rodion Raskolnikow von Wand zu Wand in der engen dunklen Blackbox, auf die das Theater der Immoralisten für dieses Stück geschrumpft wurde; in Tuchfühlung zum Publikum, das um die schmale Vierung der Bühnenfläche herumgruppiert ist.

Szenenbild aus Dostojewskis "Schuld und Sühne" im Freiburger Theater der Immoralisten. Es zeigt den Schauspieler Jochen Kruß als Raskolikow in einer Verhörsirtuazion

Raskolikow (Jochen Kruß)

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