„So prächtig auch die Musik gelungen sein mag, hat man doch Mühe, die Langeweile und Banalität des Textes zu ertragen“, urteilte der Schriftsteller Charles Collé 1750 über die fünf Jahre zuvor uraufgeführte Ballettkomödie („Ballet-bouffon“) von Jean-Philippe Rameau. Die Geschichte um Jupiter und seine zickende Gattin Juno wirkt besonders unter dem heutigen Blickwinkel reichlich konstruiert. Um ihre Eifersucht endgültig zu kurieren, entschließen sich König Cithéron und Merkur, eine Scheinhochzeit Jupiters mit der hässlichen Froschnymphe Platée zu arrangieren. Kurz vor dem Vollzug der Trauung rauscht die keifernde Juno heran, lüpft Platées Schleier und bricht in schallendes Gelächter aus. Das Paar hat seine Ehekrise überwunden, Platée verzieht sich fluchend wieder in ihren Sumpf.














