Neue Arbeiten von Elisabeth Endres im Kunstverein Schallstadt. Artikel weiterlesen »
Einfach nur „Block“ hat Elisabeth Endres ihre Werkserie übermalter Auktionskataloge genannt. Eine Lakonie, die sich in den aufgedruckten Mitteilungen wie „Ausstellung, Freitag, 2. bis 5. November 1928 von 10 bis 6 Uhr“ oder „Dienstag, 6. November 1928, Vormittag 10 Uhr“ wiederfindet. Was das Berliner Kunst-Auctions-Haus Rudolph Lepke hier ankündigt, war jedoch nicht irgendeine Versteigerung, sondern eine politische und ästhetische Kehrtwende. Mitte der 1920er Jahre trennte sich Russland von seiner zaristischen und großbürgerlichen Vergangenheit und verkaufte jene Kunstschätze, die man nicht für pädagogisch oder kunsthistorisch wertvoll hielt. Nicht nur Museumsbestände kamen im Ausland unter den Hammer, viele Bilder, Möbel und Gegenstände des Kunsthandwerks wurden enteignet und zu Devisen gemacht.











