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Artikel aus der Kategorie: Nachhaltig | Januar 2012
„Solare Zeiten“ – das Standardwerk zur Geschichte der Sonnenenergie von Bernward Janzing
Zwölf Aussteller gereichten den Sonnentagen in Sasbach am Kaiserstuhl 1976 zur weltgrößten Solarmesse – und wurden so zu einem wichtigen Baustein der „Karriere der Sonnenenergie“, die Bernward Janzing in seinem neuen Buch „Solare Zeiten“ nacherzählt. In dem üppig bebilderten Werk berichtet der Freiburger Journalist und Träger des Deutschen Solarpreises 2010 von den vielen Facetten der Solarenergie und von dem oft beschwerlichen Weg, sie zu etablieren. Er schreibt von engagierten Bürger, die jahrzehntelang für den Durchbruch der Sonnenkraft kämpften – eine Geschichte von großen Zielen mit kleinen Kuriositäten und Anekdoten. Der Autor beginnt bei den Weltraumforschern, die Strom brauchten für ihre Satelliten, er schreibt von Politikern, die nach der Ölkrise Ersatz suchten für das knapper werdende Erdöl, und von Bürgern, die für den Klimaschutz und gegen die Atomkraft kämpften. So stellt Janzing eine große Solargemeinschaft vor, die vom Garagen-Bastler bis zum Umwelt verband , vom Wissenschaftler bis zum Architekten, vom Kommunalpolitiker bis zum mutigen Unternehmer reicht. Viele Ereignisse spielen in Südbaden. Einer der frühesten Pioniere waren Vater und Sohn Hans und Jürgen Kleinwächter, zwei kreative Erfinder, die sich in Lörrach schon in den siebziger Jahren der Solartechnik verschrieben. Es folgte die Gründung des Fraunhofer Instituts in Freiburg (von Kollegen des Initiators Adolf Goetzberger übrigens für eine spinnerte Idee gehalten).
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Artikel aus der Kategorie: Gesundheit | Januar 2012
Freiburger Bündnis gegen Depression
Depressionen werden häufig unterschätzt und irgendwo zwischen Schnupfen und Willensschwäche und Einbildung eingeordnet. Dabei handelt es sich um eine ernsthafte Erkrankung, an der die Betroffenen keine Schuld haben. Wird die Depression nicht erkannt, führt sie zu unnötigem Leiden und zur Gefährdung des Patienten, im schlimmsten Fall bis zur Selbsttötung (Suizid). Statistische Hochrechnungen gehen in Freiburg von 12 000 an Depression erkrankten Menschen aus. Mehr als 30 Menschen nehmen sich hier jedes Jahr das Leben. Damit es künftig soweit nicht kommt, hat sich bereits 2010 das Freiburger Bündnis gegen Depression e.V. gegründet und ist seit Januar 2011 mit verschiedenen Veranstaltungen aktiv. Freiburg ist damit eine von knapp 70 Regionen und Städten, die sich deutschlandweit auf lokaler Ebene für die Aufklärung der Öffentlichkeit über Depressionen und eine Verbesserung der Versorgungsstruktur engagieren. Ziel ist die Aufklärung über Depressionen in der Öffentlichkeit und eine verbesserte Versorgung Betroffener. Dadurch soll sich das Wissen über die Depression ausreichend im Alltagswissen verankern. Die Kernbotschaften des Freiburger Bündnisses lauten: Depression kann jeden treffen / Depression hat viele Gesichter / Depression ist behandelbar. Unterstützt wird das Freiburger Bündnis gegen Depression e.V. durch die Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Dr. Dieter Salomon. Um optimale organisatorische Voraussetzungen für die regionalen Aktivitäten zu gewährleisten, wurde mit der Zentrale des Deutschen Bündnis gegen Depression ein dreijähriger Kooperationsvertrag geschlossen, wodurch die Aufklärungsmaterialien wie DVD´s und Broschüren für Betroffene, Angehörige und Ärzte zur Verfügung gestellt sind und der Koordinatorin durchgehend organisatorische Beratung zur Seite gestellt ist.
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Artikel aus der Kategorie: Musik | Januar 2012
Konzert mit Solisten der Holst-Sinfonietta
„Toy, Toy, Toy! – Musik mit und um das Toy Piano“ ist ein ungewöhnliches Klangporträt eines Musikinstruments, das selbst bei geübten Konzertgängern nicht unbedingt mit seriöser Konzertmusik in Verbindung gebracht wird. Mit Toy Piano (dt. Spielzeugklavier) verbindet man gemeinhin eher Kindheitserinnerungen. Klaus Simon, der Musikalische Leiter der Holst-Sinfonietta, hat sich im letzten halben Jahr intensiv auf die Suche nach Repertoire und Instrumenten gemacht. Ein Toy-Pianist zu sein bedeutet zu forschen und zu sichten, zum einen nach Noten, zum anderen nach Instrumenten, die heute größtenteils aus Japan oder den USA kommen. Das Konzert mit Solisten der Holst-Sinfonietta am 30. Januar, 20 Uhr, in der Elisabeth-Schneider-Stiftung in Freiburg huldigt John Cage,
denn mit dessen „Suite für Toy Piano“ von 1948 beginnt die Geschichte des Toy Pianos, das in den letzten 20 Jahren einen wahren Boom erlebt hat. Cage war als Denker und Neuerer eine wichtige Persönlichkeit der Musikgeschichte des 20. Jh. Daher soll das Programm auch ihm gewidmet sein, der
2012 seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte. Weiter auf dem Programm stehen Kompositionen von Anno Schreier, Karlheinz Essl, Helmut Lachenmann, Louis Andriessen, Gilead Mishory
und Moritz Eggert.
Artikel aus der Kategorie: Theater | Januar 2012
 "(How to be) almost there" Foto: Günter Krämmer
Die HeadFeedHands Kompanie für Neuen Zirkus, Tanz und Theater (Freiburg/Köln) wurde Anfang November 2011 beim “No Ballet” Choreographie-Wettbewerb im Theater im Pfalzbau in Ludwigshafen für ihr Akrobatik-Tanz-Duett aus “[ How To Be] Almost There” ausgezeichnet – in beiden Kategorien: HeadFeedHands gewinnt den 1. Preis der Jury und den Publikumspreis. Außerdem gewann das Duo mit demselben Duett alle der drei möglichen Preise beim „SzoloDuo Festival“ in Budapet vom 4. bis 8. Januar 2012: Jury-, Publikums- und Kollegenpreis! Das ist nun die 3. Auszeichnung innerhalb kurzer Zeit – nach dem Preis beim “AllesWasTanzt Gipfel” in Köln im September 2011. Die Produktionen von HeadFeedHands lassen sich nicht kategorisieren : mit Kreativität und Energie suchen die Künstler um Günter Klingler, Marion Dieterle und Tim Behren konsequent nach neuen Ausdrucksformen zwischen Neuem Zirkus, Tanz und Theater. Dank an Publikum und Jury, Glückwunsch an die Künstler!
Aufführungen: “Fischen ohne Helm” (2008), Sa. 21. Januar, 20 Uhr, EWERK Freiburg und So. 22. Januar, 20 Uhr, Burghof Lörrach
Artikel aus der Kategorie: Nachhaltig | Dezember 2011
Elektrizitätswerke Schönau wehren sich gegen Begünstigung stromintensiver Betriebe
 Ursula Sladek
Als Netzbetreiber und bundesweiter Ökostromanbieter wehren sich die Elektrizitätswerke Schönau gegen die Befreiung energieintensiver Unternehmen von den Netzkosten.
Hintergrund: die seit August 2011 geltende neue Stromnetzentgeltverordnung befreit in § 19 Unternehmen mit einem Jahresverbrauch von mehr als 10 Millionen Kilowattstunden und Jahresbenutzungsstunden von mindestens 7.000 komplett von den Netznutzungsgebühren. Diese Unternehmen, z.B. Aluhütten oder Zementhersteller, müssen also überhaupt keine Entgelte mehr für die Nutzung der Stromnetze bezahlen und dies bereits rückwirkend für das laufende Jahr. Die so definierten Strom intensiven Industriebetriebe erhalten die für das Jahr 2011 zu viel bezahlten Netzentgelte zurück, ab dem Jahr 2012 fehlt ihr Beitrag zu den Netzkosten. Rund 520 Unternehmen, die 15 % des Stromverbrauchs ausmachen, könnten in den Genuss dieser kompletten Befreiung bei den Netznutzungsentgelten kommen, die Kosten sollen von den übrigen Verbrauchern in Form einer neuen Umlage übernommen werden. Für einen Durchschnittshaushalt mit 3.500 Kilowattstunden Jahresverbrauch wird dadurch mit Kostensteigerungen von 26 bis 35 € gerechnet und auch mittelständische Unternehmen müssen sich auf deutlich steigende Stromkosten einstellen.
Im Interesse Ihrer Kunden haben die Elektrizitätswerke Schönau Anwälte eingeschaltet, die sich schon dahingehend geäußert haben, dass die rechtliche Zulässigkeit der vollkommenen Befreiung von Netzentgelten sowohl nach deutschem Energiewirtschaftgesetz als auch nach EU-Recht höchst zweifelhaft ist. Zunächst werden daher alle Argumente gegen die Festlegung der neuen Umlage als Stellungnahme im Konsultationsverfahren der Bundesnetzagentur eingebracht, das laut Bundesnetzagentur ergebnisoffen sein soll. Sollte dies nicht zum gewünschten
Ergebnis führen, ist der nächste Schritt die Beschwerde gegen die Festlegung und/oder eine Klage.
„Es kann nicht sein“, so Ursula Sladek, Vorstand der Netzkauf EWS e.G., „dass Haushalte und mittelständische Unternehmen die Kosten der Großindustrie für die Stromnetzbenutzung zahlen müssen, die im Übrigen auch schon von der Beteiligung an den Kosten für die Erneuerbaren Energien befreit sind. Die geplante Umlage widerspricht dem Verursacherprinzip, setzt keinerlei Anreize zur Energie Einsparung und verschlechtert massiv die Voraussetzungen für die dezentrale Kraftwärmekopplung in den begünstigten Unternehmen. Die Kraftwärmekopplung als wichtigster Partner der Erneuerbaren Energien wird somit massiv ausgebremst – die geplante Umlage setzt daher auch energiepolitisch vollkommen falsche Signale“.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Ursula Sladek, Vorstand Netzkauf EWS eG, u.sladek@ews-schoenau.de; Tel. 07673/8885-34.
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