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	<title>Kultur Joker</title>
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	<description>Freiburger Kultur- und Veranstaltungszeitung</description>
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		<title>„Ich wünsche mir, dass Ruhe einkehrt“</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 12:10:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[Schuldt-Jensen in Freiburg und hat als Professor für Chordirigieren, Dirigent des Freiburger Kammerchores und künstlerischer Leiter der Musiktage St. Peter Spuren im Musikleben hinterlassen. Sein bis Sommer 2010 befristeter Vertrag an der Freiburger Musikhochschule wurde allerdings nicht verlängert, was den 53-jährigen Dänen dazu veranlasste, gegen das Land Baden-Württemberg zu klagen. Da das Urteil noch nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1244" class="wp-caption aligncenter" style="width: 210px"><img class="size-medium wp-image-1244" src="http://www.kulturjoker.de/wp-content/uploads/2012/01/MortenSchuldtJensen-credit-Sarah-Platte-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /><p class="wp-caption-text">Im Gespräch: Morten Schuldt-Jensen, Chordirigent und Professor</p></div>
<p><strong>Schuldt-Jensen in Freiburg und hat als Professor für Chordirigieren, Dirigent des Freiburger Kammerchores und künstlerischer Leiter der Musiktage St. Peter Spuren im Musikleben hinterlassen. Sein bis Sommer 2010 befristeter Vertrag an der Freiburger Musikhochschule wurde allerdings nicht verlängert, was den 53-jährigen Dänen dazu veranlasste, gegen das Land Baden-Württemberg zu klagen. Da das Urteil noch nicht gesprochen ist und der Prozess auf Ende Januar 2012 vertagt wurde, musste Georg Rudiger im Interview das brisante Thema ausklammern. Ein Gespräch über den Reiz des Unterrichtens, Bonsaibäume und Ruhestörungen im Konzert.<br />
</strong><br />
<strong>Kultur Joker:</strong> Sie sind im Jahr 2006 von Leipzig nach Freiburg gekommen. Wie war für Sie der erste Eindruck von Freiburg?<br />
<strong>Morten Schuldt-Jensen: </strong>Absolut wunderbar. Ich war dort im Herbst 2005, um an der Musikhochschule vorzudirigieren bzw. um einen Probeunterricht zu halten. Die Naturnähe ist etwas ganz Besonderes. Die Freiburger Musikhochschule ist vielleicht die am schönsten gelegene in ganz Deutschland.<br />
<strong>Kultur Joker:</strong> Wie haben Sie von der Ausschreibung erfahren?<br />
Schuldt-Jensen: Ein ehemaliger Schüler von Hans-Michael Beuerle, der nun Professor für Chorleitung an der Leipziger Musikhochschule ist, hat mich darauf aufmerksam gemacht. Beuerles Namen kannte ich, weil ich mich sehr für Brahms interessiere.<br />
<strong>Kultur Joker: </strong>Haben Sie seine Dissertation gekannt?<br />
<strong>Schuldt-Jensen: </strong>Ja. Ich habe als Musikwissenschaftler in Kopenhagen seine Dissertation auf der Literaturliste gehabt. Es war sehr reizvoll mir vorzustellen, so einer großen Persönlichkeit nachfolgen zu dürfen.<br />
<strong>Kultur Joker:</strong> Sie haben neben Dirigieren auch Gesang studiert.<br />
<span id="more-1243"></span><br />
Schuldt-Jensen: Ich habe zunächst Musikwissenschaft und Sportwissenschaft studiert. Dann bin ich an der Musikhochschule von Kopenhagen als Dirigierstudent für Chorund Orchesterleitung aufgenommen worden. Dort habe ich dann auch noch Gesang studiert.<br />
Kultur Joker: Wenn Sie die unterschiedlichen Tätigkeiten gewichten würden – das Dirigieren, das Singen und das Unterrichten – wo ist da die Mitte? Was ist die Hauptsache für Sie?<br />
Schuldt-Jensen: Die Mitte ist in der Mitte. Ohne Singen zu können, macht Chorleitung nicht wirklich Sinn. Und die Chorleitertätigkeit, das Einstudieren von Kompositionen, geht auch bis hin zum Profiniveau schlecht ohne pädagogisches Wissen. Das Unterrichten geht gar nicht, ohne künstlerische Erfahrungen einzubringen. Das heißt, alle drei Sachen sind voneinander abhängig.<br />
Kultur Joker: Was reizt Sie speziell am Unterrichten?<br />
Schuldt-Jensen: Es ist für mich immer wieder eine menschliche und intellektuelle Belebung, im Austausch mit den Studenten zu sein. Es ist zum Beispiel wunderbar, wie Studenten fragen können. Das finde ich pädagogisch sehr reizvoll.<br />
Kultur Joker: Es wurde in ihrem Berufungsvertrag festgelegt, dass sie pro Jahr vier Chorprojekte an der Musikhochschule machen sollen. Das sind, soweit ich weiß, mehr, als es unter Ihrem Vorgänger der Fall war. War es Ihnen wichtig, sich auch verstärkt als Dirigent einzubringen?<br />
Schuldt-Jensen: An der Musikhochschule dienen solche Konzertprojekte einem pädagogischen Zweck. Ich selbst habe in und außerhalb Freiburgs reichlich künstlerische Gestaltungsmöglichkeiten. Für mich ist es undenkbar, Studenten in Chorleitung auszubilden, ohne dass sie sehen können, wie man das in der Praxis gestaltet. Wir haben ja gerade ein Kammerchorprojekt gemacht.<br />
Kultur Joker: Ja, ich habe das  Konzert gehört.</p>
<p>Schuldt-Jensen: Von einer solchen Woche können die Studenten viel mitnehmen. Sie sehen, wie man solch ein Projekt methodisch, künstlerisch, dirigiertechnisch, stimmbildungstechnisch aufbauen kann. Und wie sich das in dem künstlerischen Ergebnis niederschlägt. Ich gebe ihnen ein Beispiel. Wenn man Koch werden möchte und man nie erlebt, wie ein Menü geplant wird, wie man einkauft, wie man das Timing abstimmt, damit das Eis nicht schmilzt, bevor die Kartoffeln gekocht sind, dann wird das wahrscheinlich nichts werden. Übertragen heißt das: Man kann vielleicht ein guter „Techniker“ sein, aber dies allein macht noch keinen guten Dirigenten und künstlerischen Leiter aus.<br />
Kultur Joker: Im Augenblick läuft ja noch die Klage, die Sie gegenüber dem Land Baden-Württemberg angestrengt haben, weil ihr vierjähriger Vertrag nicht wie üblich in ein Beamtenverhältnis verlängert wurde. Ihnen wird unter anderem vorgeworfen, ungenehmigten Urlaub genommen zu haben.<br />
Schuldt-Jensen: Die Vorwürfe werden von uns bestritten, unter anderem darum geht ja das Verfahren. Aber darüber hinaus darf ich mich zum laufenden Prozess nicht äußern<br />
Kultur Joker: Ich war im Freiburger Verwaltungsgericht und habe die Verhandlung erlebt. Und auch die eisige Stimmung, die zwischen den Beteiligten herrschte. Was war das für ein Gefühl, als Sie im Herbst wieder an die Freiburger Musikhochschule zurückgekommen sind? Der Konflikt hat ja auch in der Musikhochschule sehr polarisiert.<br />
Schuldt-Jensen: Ich bin sehr, sehr gerne mit meinen Studenten zusammen. Und da ist die Welt absolut in Ordnung. Die Leute, die angeblich gegen mich sind, treffe ich nicht. Ich begegne in der Musikhochschule immer freundlichen Menschen.<br />
Kultur Joker: Es ist kein Spießrutenlaufen für Sie.<br />
Schuldt-Jensen: Nein. Als das Rektorat damals bekannt gab, dass der Vertrag mit mir nicht verlängert wird, gab es ja viele Solidaritätsbekundungen für mich von Studierenden und Dozenten. Eine Demonstration gegen mich habe ich nie erlebt.<br />
Kultur Joker: Was ist Ihnen als Chordirigent wichtig? Gibt es einen Idealklang für Sie?<br />
Schuldt-Jensen: Nein, das ist stückeabhängig. Das ist so wie bei einem Maler, der entscheiden muss, welchen Hintergrund er für sein Motiv wählt, ob er Ölfarben oder Wasserfarben verwendet usw.<br />
Kultur Joker: Sie machen jetzt mit dem Freiburger Kammerchor, den Sie seit 2008 leiten, das Deutsche Requiem von Johannes Brahms. Können Sie mir an diesem Beispiel zeigen, welche Farben Sie wählen? Schuldt-Jensen: Ich werde sehr auf Transparenz setzen. Die Einflüsse der alten Musik, diese polyphonen Strukturen, die Brahms verwendet, müssen hörbar sein. Und seine menschliche Größe und Freundlichkeit müssen sich in der Farbwahl niederschlagen.<br />
Kultur Joker: Möchten Sie diese Transparenz nur bei Brahms erzielen? Oder ist das eher ein grundsätzliches Klangideal für Sie?<br />
Schuldt-Jensen: Jedes Stück hat eine große Bandbreite an Texturen und Farben, die ich als Dirigent herausarbeiten muss. Vielleicht ist Durchsichtigkeit im Klang wirklich etwas, das ich immer haben möchte. Aber nicht körperlos. Ich möchte die ganze Stimme und den ganzen Körper hören. Aber dafür sorgen, dass es immer in Abstimmung mit den anderen Stimmen passiert.<br />
Kultur Joker: Muss man dafür den einzelnen Sänger stark zurücknehmen?<br />
Schuldt-Jensen: Nein. Ich versuche nicht, die Stimmen zu drosseln, sondern da wachsen zu lassen, wo sie noch keine Äste haben.<br />
Kultur Joker: Aber wenn ein Sänger zu laut ist, funktioniert das nicht.<br />
Schuldt-Jensen: Das ist keine reine Frage der Lautstärke. Das, was einem nicht passt, einfach abzuschneiden, ist der einfache Weg. Ich möchte keine Bonsai- Bäume. Im Gewandhaus-Kammerchor habe ich die Stimmen in prof ilierte Stimmen und sammelnde Stimmen aufgeteilt. Jede profilierte Stimme muss von einer sammelnden Stimme aufgenommen werden. Das habe ich auch bei der Sitzordnung berücksichtigt. Kultur Joker: Die profilierten Stimmen sind also die führenden.<br />
Schuldt-Jensen: Nein, das kann man so nicht sagen. Wenn ich zwei profilierte Stimmen nebeneinander stelle, dann kämpfen sie, was die Obertöne angeht, gegeneinander. Wenn ich aber eine voluminöse, sammelnde Stimme daneben stelle, dann können beide laut singen, stechen aber trotzdem nicht heraus, weil sie von der sammelnden Stimme aufgefangen werden. Und die sammelnde Stimme wird gefördert von der profilierten – das ist ein Geben und Nehmen. Man kann auch im Dirigat die eine Seite stärker betonen, um interpretatorisch etwas auszudrücken. Nehmen wir ein Stück wie Anton Bruckners „Christus factus est“, das Sie gerade gehört haben. Da gibt es Strecken mit wenig Stimmgebung, aber enormer Resonanz. Dieses Piano ist so tragend wie eine Schaummatte. Dann gibt es andere Stellen, wo alle auf hartem Stein gehen müssen.<br />
Kultur Joker: Dann müssen die sammelnden Stimmen auch zu profilierten werden, um einen bestimmten Charakter, eine bestimmte Farbe auszudrücken.<br />
Schuldt-Jensen: Genau. Das ist Gesangstechnik – und das lehre ich auch meinen Studenten.<br />
Kultur Joker: Mit dem Freiburger Kammerchor leiten Sie einen Laienchor. Beißt sich das nicht mit dem hohen Anspruch, den Sie haben?<br />
Schuldt-Jensen: Im Gegenteil! Ich bin ja ganz bewusst in diese Arbeit gegangen. Für mich war die Frage: Gibt es hier ein Potential, das man weiterentwickeln kann? Und wie kann ich den Chor, was das Repertoire angeht, weiterbringen? Ich denke, wir sind in beiden Punkten schon weit gekommen.<br />
Kultur Joker: Haben Sie das mit den gleichen Leuten gemacht, die bei Ihrem Antritt schon dabei waren? Schuldt-Jensen: Ja. Ein paar haben mit dem Dirigentenwechsel aus Altersgründen aufgehört. Die anderen damaligen Mitglieder des Chores, die vorgesungen haben, sind genommen worden.<br />
Kultur Joker: Die Chormitglieder mussten neu vorsingen bei Ihrem Amtsantritt?<br />
Schuldt-Jensen: Ich wollte einfach den Stand der Dinge kennenlernen. Nach dem Motto: Dies soll mein Chor werden. Welche Ressourcen habe ich zur Verfügung?<br />
Kultur Joker: Arbeiten Sie mit Laien gleich wie mit Profis?<br />
Schuldt-Jensen: Im Prinzip schon. Manchmal dauern manche Dinge eben etwas länger, aber ich möchte schon auch bestimmte Klangfarben haben usw. Wir haben jetzt gerade ein Jazz-Programm gemacht, das wir mit Werken von Edvard Grieg und einigen A-Cappella-Sachen aus dem 20. Jahrhundert gemischt haben. Die Frage war sozusagen, ob wir eine Klarinette zu einem Saxophon umbauen können. Das war eine enorme Herausforderung, weil ich mit dem Chor nie zuvor Jazz oder Gospels gesungen habe.<br />
Kultur Joker: Jazz hat der Freiburger Kammerchor meines Wissen früher nicht gesungen. Was hat sich noch verändert beim Freiburger Kammerchor, seit Sie ihn leiten?<br />
Schuldt-Jensen: Wir singen viele A-Cappella-Programme. Das war früher nicht fest eingeplant. Wir wechseln jetzt immer ab zwischen einem A-Cappella- Projekt und einem großen, symphonischen Programm. Die Zahl der Projekte haben wir fast verdoppelt. Früher waren es in der Regel zwei pro Jahr, jetzt sind es vier.<br />
Kultur Joker: Was macht für Sie den Freiburger Kammerchor aus?<br />
Schuldt-Jensen: Ich denke, dass der Chor mittlerweile auf semiprofessionellem Niveau singt. Es freut mich, dass der Kammerchor so experimentierfreudig geworden ist. Ich war nicht sicher, ob wir das schaffen, als wir im Herbst mit den Proben zu meiner Jazzsuite begonnen hatten. Wenn man solch einen gestandenen Chor aus Anwälten, Lehrern, Studienräten etc. in fremdes Terrain führt, muss man schon aufpassen, dass sich die Chorsänger wohlfühlen. Dass der Chor dieses Programm letztendlich so überzeugend gesungen hat, freut mich wirklich sehr.<br />
Kultur Joker: Was muss man mitbringen, um im Freiburger Kammerchor zu singen?<br />
Schuldt-Jensen: Zeit, Chorerfahrung, eine gute Stimme und eine gewisse Offenheit.<br />
Kultur Joker: Man muss keinen Gesangsunterricht gehabt haben?<br />
Schuldt-Jensen: Das hilft schon. Aber es gibt auch Stimmen, die noch nicht die gewünschte Qualität haben, aber sehr beeinflussbar sind. Die nehmen wir auch.<br />
Kultur Joker: Ich möchte noch einmal zurückkommen auf das Konzert mit dem Kammerchor der Musikhochschule in der Friedenskirche. Ich war überrascht, wie gut das klingt. Ich war aber auch überrascht, dass Sie einer Frau, deren kleines Kind geredet hat, nahe gelegt haben, den Raum zu verlassen.<br />
Schuldt-Jensen: Viele Zuhörer haben sich anschließend für die klaren Worte bedankt. Und fanden es auch nicht richtig von der Mutter, in diesem Zusammenhang einfach sitzen zu bleiben, obwohl das Kind hörbar das Konzert störte und mehr Aufmerksamkeit erregte als die Akteure.<br />
Kultur Joker: Ich habe so etwas jedenfalls noch nie erlebt, dass ein Dirigent wegen eines lauten Kindes eine Ansage macht. Es hätte ja auch sein können, dass sich das Problem von alleine löst. Unruhe gibt es ja häufig in Konzerten.<br />
Schuldt-Jensen: Deshalb habe ich zunächst abgewartet, ob sich das Kind beruhigt und meine Ansage erst nach dem zweiten Stück gemacht. Ich fordere keine absolute Stille. Das Publikum ist aber in dieses Konzert gekommen und hat Eintritt bezahlt, um Musik zu hören. Ich bin selbst Vater von vier Kindern und finde es sehr wichtig, Kinder an Musik heranzuführen. Wenn man Kinder hat, die nicht in einen solchen Zusammenhang passen, sollte man sie nicht mitnehmen. Dafür gibt es Konzerte speziell für Kinder.<br />
Kultur Joker: Jetzt beginnt ein neues Jahr. Was wünschen Sie sich für 2012?<br />
Schuldt-Jensen: Ich wünsche mir, dass Ruhe einkehrt. Ich wünsche mir, dass diese für mich eigentlich nicht verständliche Situation an der Freiburger Musikhochschule zu einem guten Ende führt. Und dass die Studierenden mit einer gewissen Sicherheit und Planbarkeit studieren können.<br />
Kultur Joker: Was erhoffen Sie sich von dem Konzert im Freiburger Konzerthaus mit dem Kammerchor am 29. Januar, wenn Sie das Brahms-Requiem zur Aufführung bringen?<br />
Schuldt-Jensen: Ich wünsche mir ein großes Publikum. Dieses wunderbare Stück kann uns heute, wo viele orientierungslos sind, sehr viel sagen. Ich haben Ihnen unseren Brahms-Flyer mitgebracht. Wie würden Sie diesen interpretieren?<br />
Kultur Joker: Die schwarze Schrift „Requiem“ wird bunt, ein Schmetterling fliegt davon. Vielleicht möchten Sie die freundliche, helle Note des Werkes betonen.<br />
Schuldt-Jensen: Genau, dieses Stück ist ja kein Requiem im traditionellen Sinne. Es ist ein wunderbares Werk, das sehr modern ist. Es meint: Es werde Licht.<br />
Kultur Joker: Herr Schuldt- Jensen, vielen Dank für das Gespräch. Konzerte mit dem Freiburger Kammerchor (Johannes Brahms: Ein deutsches Requiem) und dem Leipziger Kammerorchester unter der Leitung von Morten Schuldt-Jensen am 28. Januar 2012 im Franziskaner/Villingen und am 29. Januar 2012 im Konzerthaus Freiburg, jeweils 20 Uhr (19 Uhr: Einführung durch den Dirigenten). Firmendienst : 0761/38 20 78 Touristik : 0761/38 10 21 Fax : 0761/28 00 30 e-mail: info@funfly.de internet: www.fun-fly.de W i l h e l m Moltkestrs. 2t r8. 1 a •• 7 970909988F Fr reeiibbuurrgg</p>
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		<title>Die wahre Geschichte der Sissi</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 11:28:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>

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		<description><![CDATA[Das erfolgreichste deutschsprachige Musical gastiert im Musical Theater Basel 1992 feierte das Musical „Elisabeth – Die wahre Geschichte der Sissi“ seine Weltpremiere bei den Vereinigten Bühnen Wien. Seither eroberte es die Herzen von über acht Millionen Zuschauern weltweit. Michael Kunze und Sylvester Levay haben mit ihrer dramatischen und herzergreifenden musikalischen Darstellung des Lebens der Kaiserin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das erfolgreichste deutschsprachige Musical gastiert im Musical Theater Basel</strong></p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-1238" src="http://www.kulturjoker.de/wp-content/uploads/2012/01/ELISABETH_1-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></p>
<p>1992 feierte das Musical „Elisabeth – Die wahre Geschichte der Sissi“ seine Weltpremiere bei den Vereinigten Bühnen Wien. Seither eroberte es die Herzen von über acht Millionen Zuschauern weltweit. Michael Kunze und Sylvester Levay haben mit ihrer dramatischen und herzergreifenden musikalischen Darstellung des Lebens der Kaiserin Elisabeth von Österreich einen Klassiker geschaffen, der sich zum erfolgreichsten deutschsprachigen Musical aller Zeiten entwickelt hat. Vom 18. Januar bis 5. Februar kommt die gefeierte Tourneeproduktion des Originalteams der Vereinigten Bühnen Wien zum 20-jährigen Jubiläum erstmals auf die Bühne des Musical Theater Basel. Das Schicksal der schönen Kaiserin Elisabeth von Österreich hat ganze Generationen berührt. Unvergessen und Kult sind die Verfilmungen des Stoffes aus den 50er Jahren mit Romy Schneider als Sissi und Karl-Heinz Böhm als Kaiser Franz Joseph. Michael Kunze und Sylvester Levay haben sich der faszinierenden Persönlichkeit der Sissi – wie die Wiener ihre geliebte Kaiserin zu nennen pflegen – und ihrem bemerkenswerten Leben von einer ganz anderen Seite genähert. Abseits von allem Kitschigen zeichnen sie den Lebensweg der Kaiserin der Herzen als einen, der von Höhen und Tiefen, Glück und Zweifeln, Engagement und Rückzug erzählt. Elisabeth zeigt sich als eine Frau, die ihren Freiheitswillen lebt – gegen den Druck des höfischen Verhaltenskodex, der sich in ihrem gespaltenen Verhältnis zu Franz Josephs Mutter, der Erzherzogin Sophie, manifestiert. Damit sind ihre Bestrebungen nach einem eigenen Leben, eigenem Glück und eigener Persönlichkeit schon fast emanzipatorisch zu nennen. Kunze hat seiner Elisabeth eine männliche Hauptfigur an die Seite gestellt, die androgyn und schattenhaft ihr tiefstes Sehnen personifiziert: der Tod – die Rolle, die Musicalstar Uwe Kröger in der Wiener Uraufführung zu einem der bekanntesten Musicaldarsteller des deutschprachigen Raums machte. Die Musik von Sylvester Levay zum herb-lyrischen Libretto von Michael Kunze reicht von herrrlichen Gänsehaut- Balladen wie „Ich gehör‘ nur mir“ bis zu schnellen, rockigen Nummern wie „So wie man denkt“. Vorstellungen: 18.1.-5.2., Di bis Fr, jew. 19.30 Uhr; Sa u. So, 14.30 und 19.30 Uhr. Karten: Eventim: 01805 570070.</p>
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		<title>Vergessene Kultur</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 13:40:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>

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		<description><![CDATA[„Tschernobyl. Expeditionen in ein verlorenes Land“ im Freiburger Augustinermuseum Es war nicht die erste ethnologische Expedition in die Polissja, doch die Feldforschungen, die dort zwischen 1994 und 1997 vom Institut für Ethnologie der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine in Lviv unternommen wurden, waren anders. Führten sie doch in die Sperrzone. Ludmila Bulhakova, wissenschaftliche Mitarbeiterin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Tschernobyl. Expeditionen in ein verlorenes Land“<br />
im Freiburger Augustinermuseum</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<div id="attachment_1234" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-1234" src="http://www.kulturjoker.de/wp-content/uploads/2012/01/16-12-Bild-3-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">Blick in die Ausstellung „Tschernobyl. Expeditionen in ein verlorenes Land“</p></div>
<p></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Es war nicht die erste ethnologische Expedition in die Polissja, doch die Feldforschungen, die dort zwischen 1994 und 1997 vom Institut für Ethnologie der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine in Lviv unternommen wurden, waren anders. Führten sie doch in die Sperrzone. Ludmila Bulhakova, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts und Expeditionsteilnehmerin, die nun auch an der Ausstellung „Tschernobyl. Expeditionen in ein verlorenes Land“ beteiligt ist, spricht lieber von Zone. Denn Sperrzonen gab es auch in sowjetischen Straflagern. Im Westen lernte man nach dem 26. April 1986 zwar den Ortsnamen fehlerfrei schreiben, über den ukrainischen Landstrich, in dem der Super-GAU stattfand, lernte man nichts, nichts über die Kultur der dort lebenden Bevölkerung und auch nichts über die Verwerfungen, die dort im 20. Jahrhundert stattfanden. „Tschernobyl. Expeditionen in ein verlorenes Land“ – nun im Wechselausstellungsraum des Freiburger Augustinermuseums zu sehen – ist eine klassische ethnologische Schau, die Objekte sprechen lässt. Doch zugleich ist sie eine politische und symbolische Ausstellung. Nicht allein durch die städtepartnerschaftlichen Verbindungen zu Lviv, sie zollt der Bevölkerung auch eine Art späten Respekt. Tschernobyl und die Polissja gelten manchen als Keimzelle der Slawen. Weitgehend Sumpfgebiet bewahrte sich die Gegend ihre urtümliche Kultur, die vielfach heidnische Elemente aufwies. Um im großen Umfang Landwirtschaft zu betreiben, hätte man die Sümpfe trocken legen müssen. Stattdessen gab es Feldwirtschaft im kleinen Stil, man hielt Vieh und sammelte Beeren und Pilze im Wald. Die Polissja war eine arme Gegend, das Leben hart. Die landwirtschaftlichen Geräte, Holzpflüge sowie Hausrat, aber auch Beerenrechen, die im Museum zu sehen sind, zeugen davon. Man produzierte und baute dem eigenen Bedarf entsprechend an, vermied Überfluss. Dinge, die man nicht selbst herstellte, wurden gehandelt oder getauscht – oft mit jüdischen Kaufleuten. Denn ein großer Anteil der Bevölkerung war jüdisch, er siedelte sich unter der polnischen Herrschaft an und als Katharina die Große an die Macht kam, ordnete sie 1772 an, dass Juden ausschließlich in den ehemals polnischen Gebieten ansässig sein durften. Eine besondere Form der Religiosität bildete sich aus: der Chassidismus. In seiner Blütezeit, im 17. und 18. Jahrhundert, gründeten einzelne Schriftgelehrte Anwesen, in denen bis zu tausend Anhänger lebten. Etwas von seiner Bedeutung lässt sich in Judaica der Sammlung Maximilian Goldstein aus Galizien erahnen, aber auch in einer Projektion historischer Fotos, die ein wenig Einblick in das Leben der osteuropäischen Juden gibt. Man kann die Orthodoxie als Reaktion auf die Pogrome des 17. Jahrhunderts verstehen. Weitere folgten, dann die Sowjetisierung, der Holocaust und schließlich das Reaktorunglück. Die Polissja und ihre Bewohner haben mit der Katastrophe in Tschernobyl ihre Kultur verloren.<br />
<span id="more-1231"></span><br />
Die Freiburger Ausstellung lässt diese nun noch einmal farbenfroh aufleben. Als 1994 die Feldforscher die Orte um Tschernobyl besuchten, war der weitere Gürtel um das Atomkraftwerk teilweise noch nicht evakuiert und zugleich hatten sich erste Rückkehrer dort wieder eingerichtet. Es sind vor allem alte Frauen, die in den Plattenbauten kein wirkliches Zuhause und auch keinen Unterhalt gefunden hatten. In der Ausstellung ist eine von ihnen auf diesem Heimweg zu sehen. Interviews wurden mit den Rückkehrern geführt, aber auch Zeugnisse des Alltags wurden gesichert – und mussten oft wegen der hohen Strahlung in Tschernobyl in Magazinen gelassen werden. In Freiburg sind es vor allem Kleidungsstücke aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert, die einen Einblick in die Alltagskultur geben. Die Trachten der Frauen, die schön gemusterte, schwere Webstoffe als Schürze trugen. Die eleganten hellen Mäntel der Männer, die meist aus gewalktem Filz bestanden, die kürzeren der Frauen, die mit raffiniert gesetzten Zwickeln auf Figur gebracht wurden. Und dann sind da noch die Ruschniks, Webschals, die traditionell in weiß-rot gehalten waren und in den Häusern die Ikonen schmückten, aber die Menschen auch durch das Jahr und das gesamte Leben bei wichtigen Festen begleiteten. Als Erinnerung an die Toten werden sie heute noch auf den Friedhöfen der Polissja um die Grabkreuze geschlungen. Tschernobyl. Expeditionen in ein verlorenes Land. Augustinermuseum, Augustinerplatz, Freiburg. Öffnungszeiten: diso 10-17 Uhr. Bis 18. März. <em>Annette Hoffmann </em></p>
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		<title>„Karriere der Sonnenenergie“</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 13:13:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachhaltig]]></category>

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		<description><![CDATA[„Solare Zeiten“ – das Standardwerk zur Geschichte der Sonnenenergie von Bernward Janzing Zwölf Aussteller gereichten den Sonnentagen in Sasbach am Kaiserstuhl 1976 zur weltgrößten Solarmesse &#8211; und wurden so zu einem wichtigen Baustein der „Karriere der Sonnenenergie“, die Bernward Janzing in seinem neuen Buch „Solare Zeiten“ nacherzählt. In dem üppig bebilderten Werk berichtet der Freiburger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Solare Zeiten“ – das Standardwerk zur Geschichte der Sonnenenergie von Bernward Janzing</strong></p>
<p>Zwölf Aussteller gereichten den Sonnentagen in Sasbach am Kaiserstuhl 1976 zur weltgrößten Solarmesse &#8211; und wurden so zu einem wichtigen Baustein der „Karriere der Sonnenenergie“, die Bernward Janzing in seinem neuen Buch „Solare Zeiten“ nacherzählt. In dem üppig bebilderten Werk berichtet der Freiburger Journalist und Träger des Deutschen Solarpreises 2010 von den vielen Facetten der Solarenergie und von dem oft beschwerlichen Weg, sie zu etablieren. Er schreibt von engagierten Bürger, die jahrzehntelang für den Durchbruch der Sonnenkraft kämpften – eine Geschichte von großen Zielen mit kleinen Kuriositäten und Anekdoten. Der Autor beginnt bei den Weltraumforschern, die Strom brauchten für ihre Satelliten, er schreibt von Politikern, die nach der Ölkrise Ersatz suchten für das knapper werdende Erdöl, und von Bürgern, die für den Klimaschutz und gegen die Atomkraft kämpften. So stellt Janzing eine große Solargemeinschaft vor, die vom Garagen-Bastler bis zum Umwelt verband , vom Wissenschaftler bis zum Architekten, vom Kommunalpolitiker bis zum mutigen Unternehmer reicht. Viele Ereignisse spielen in Südbaden. Einer der frühesten Pioniere waren Vater und Sohn Hans und Jürgen Kleinwächter, zwei kreative Erfinder, die sich in Lörrach schon in den siebziger Jahren der Solartechnik verschrieben. Es folgte die Gründung des Fraunhofer Instituts in Freiburg (von Kollegen des Initiators Adolf Goetzberger übrigens für eine spinnerte Idee gehalten).<br />
<span id="more-1226"></span><br />
Auch das Freiburger Solarhaus in Tiengen, die Solar- Fabrik und die Solarstrom AG sowie Freiburgs Solararchitekt Rolf Disch spielen in der Geschichte eine tragende Rolle. Überwiegend hat das Buch die Historie in Deutschland im Blick. Aber auch die Schweiz – bis ins Jahr 2000 in der Photovoltaik den Deutschen voraus – hatte immer wieder Spannendes zu bieten. Dass die erste europäische Netzeinspeisung von Solarstrom im November 1979 ausgerechnet vom Dach eines Geräteschuppens am Eidgenössischen Institut für Reaktorforschung erfolgte, gehört zu den Kurisositäten der Solarhistorie. Und als im September 1983 in München die erste netzgekoppelte Photovoltaikanlage Deutschlands auf einem Privatdach eingeweiht wurde, war das nur mit einem kreativen Trick möglich, der heute Schmunzeln lässt. Janzing beschreibt weiter, wie in den neunziger Jahren kommunale Aktivitäten in vielen Gemeinden die Solarenergie voranbrachten und wie mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im Jahr 2000 der Boom beginnen konnte. Auch den Kampf um das EEG rollt das Buch natürlich auf und zeigt nebenbei, welche Bedeutung in einem solchen politischen Prozess die Redenschreiber von Politikern haben können. Das Buch ist eine unterhaltsame Mischung aus Zeitgeschichte und Lesegeschichten, es ist einerseits locker geschrieben und vermittelt andererseits „en passant“ manche (auch technischen) Zusammenhänge. Und vor allem ist es auch ein Buch zum Blättern: Bärtige Bastler der siebziger Jahre und Studenten im Strickpulli, die später Karriere in der Solarbranche machten, geben einen anschaulichen Eindruck der damaligen Zeit. So wie auch der Blick in frühe Solarfabriken von einer enormen technischen Entwicklung seither kündet. Aber es geht auch mitunter fachlich zur Sache: Man erfährt nebenbei, wie Solarenergie die Strommärkte verändert und warum die Konzerne die Photovoltaik überhaupt nicht mögen. Nämlich weil der Sonnenstrom amMittag anfällt, zu jenen Zeiten, in denen sich der Kohle- und Atomstrom in der Vergangenheit zu Höchstpreisen verkaufen ließ. Auf gut verständliche Weise liefert das Buch auch viele Hintergrundinformationen für die politische Debatte, nicht zuletzt auch durch seine Grafiken: Eine Abbildung der Preisentwicklung von Photovoltaik zum Beispiel macht deutlich, dass Solarstrom den Ruf der teuren Energie inzwischen zu Unrecht trägt. Im Jahr 2012 wird der Preis von Solarstrom auf ähnlichem Niveau angelangt sein, wie der konventionelle Strom aus der Steckdose. Begonnen im Jahr 1954 mit der Erfindung der Solarzelle, endet das Buch schließlich mit Fukushima und mit einem Ausblick. Der Autor prognostiziert, dass der japanische Super-GAU „die globale Energiepolitik gravierend verändern“ werde. <em>Und zwar „viel stärker als es 25 Jahre zuvor die Katastrophe von Tschernobyl vermochte.“ A propos Prognosen: „Solare Zeiten“ hat das Zeug, zum Standardwerk in Sachen Solargeschichte zu werden. „Solare Zeiten“, Janzing, Bernward, 192 Seiten, Picea Verlag, Freiburg, 24 Euro. </em></p>
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		<title>Im Kampf gegen Stigmatisierung</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 12:55:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Freiburger Bündnis gegen Depression Depressionen werden häufig unterschätzt und irgendwo zwischen Schnupfen und Willensschwäche und Einbildung eingeordnet. Dabei handelt es sich um eine ernsthafte Erkrankung, an der die Betroffenen keine Schuld haben. Wird die Depression nicht erkannt, führt sie zu unnötigem Leiden und zur Gefährdung des Patienten, im schlimmsten Fall bis zur Selbsttötung (Suizid). Statistische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Freiburger Bündnis gegen Depression</strong></p>
<p>Depressionen werden häufig unterschätzt und irgendwo zwischen Schnupfen und Willensschwäche und Einbildung eingeordnet. Dabei handelt es sich um eine ernsthafte Erkrankung, an der die Betroffenen keine Schuld haben. Wird die Depression nicht erkannt, führt sie zu unnötigem Leiden und zur Gefährdung des Patienten, im schlimmsten Fall bis zur Selbsttötung (Suizid). Statistische Hochrechnungen gehen in Freiburg von 12 000 an Depression erkrankten Menschen aus. Mehr als 30 Menschen nehmen sich hier jedes Jahr das Leben. Damit es künftig soweit nicht kommt, hat sich bereits 2010 das Freiburger Bündnis gegen Depression e.V. gegründet und ist seit Januar 2011 mit verschiedenen Veranstaltungen aktiv. Freiburg ist damit eine von knapp 70 Regionen und Städten, die sich deutschlandweit auf lokaler Ebene für die Aufklärung der Öffentlichkeit über Depressionen und eine Verbesserung der Versorgungsstruktur engagieren. Ziel ist die Aufklärung über Depressionen in der Öffentlichkeit und eine verbesserte Versorgung Betroffener. Dadurch soll sich das Wissen über die Depression ausreichend im Alltagswissen verankern. Die Kernbotschaften des Freiburger Bündnisses lauten: Depression kann jeden treffen / Depression hat viele Gesichter / Depression ist behandelbar. Unterstützt wird das Freiburger Bündnis gegen Depression e.V. durch die Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Dr. Dieter Salomon. Um optimale organisatorische Voraussetzungen für die regionalen Aktivitäten zu gewährleisten, wurde mit der Zentrale des Deutschen Bündnis gegen Depression ein dreijähriger Kooperationsvertrag geschlossen, wodurch die Aufklärungsmaterialien wie DVD´s und Broschüren für Betroffene, Angehörige und Ärzte zur Verfügung gestellt sind und der Koordinatorin durchgehend organisatorische Beratung zur Seite gestellt ist.<br />
<span id="more-1220"></span><br />
Ein kollegialer unterstützender Austausch findet auch unter den einzelnen regionalen Bündnissen statt, nach dem Motto: „Das Rad muss nicht immer neu erfunden werden.“ Weiterhin wurde im November 2010 eine Schulung organisiert, bei der 13 Trainer-/Multiplikatoren aus verschiedenen Berufsgruppen (z.B. Ärzte, Apotheker, Lehrer, Mitarbeiter aus Beratungsstellen, Hebammen, Seelsorge und Polizei, Mitarbeiter aus dem Pflegedienst, u.s.w.) geschult wurden. Durch die Schulung wurden die Trainer grundsätzlich in die Lage versetzt, Depression leichter zu erkennen und über geeignete Unterstützungsangebote zu informieren. Es wurden Trainer geschult, die aus ihrem beruflichen Kontext heraus fundierte theoretische Kenntnisse zu Depression und Suizidalität besaßen, möglicherweise auch diagnostische sowie therapeutische Kompetenzen mitbrachten. Die Schulung der Trainer war auf die jeweilige Situation der verschiedenen Zielgruppen zugeschnitten, um dann in der Region Freiburg Informationsveranstaltungen zur Aufklärung über Depression anzubieten. Des weiteren werden spezielle Fortbildungen angeboten, die für Ärzte, Psychotherapeuten sowie Apotheker und pharmazeutische Mitarbeiter konzipiert sind, wo eine Optimierung von Diagnose und Therapie im Vordergrund der Schulungen steht. Diese Fortbildungen werden in der Regel mit den Landes- oder Bezirkskammern und/oder Verbänden in Kooperation geplant und akkreditiert. Eine hohe Akzeptanz und breite Wirksamkeit des Aktionsprogramms sichert sich das Freiburger Bündnis gegen Depression e.V. durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit auf lokaler Ebene. Durch eine kooperative Zusammenarbeit unterschiedlichster Institutionen und Personen, die primär oder sekundär in die Versorgung depressiv erkrankter Menschen eingebunden sind, entstehen hochqualifizierte Aktionen und Veranstaltungen zur Aufklärung und Entstigmatisierung von Depression und zielgruppenspezifische Angebote. Im Rahmen der interdisziplinären Bündniskampagne wurden verschiedene inhaltliche Schwerpunkte gesetzt, zu denen einzelne Arbeitsgruppen zielgruppenspezifische Angebote erarbeiten. Ein besonderer Schwerpunkt hier in Freiburg ist bereits seit Beginn der Kampagne die Arbeitsgruppe „Männer und Depression“, die sich aufgrund des offensichtlichen Bedarfs, der sich dazu sehr deutlich abzeichnete, gegründet hat. In den letzten Jahren ist klar geworden, dass die Bedeutung depressiver Erkrankungen bei Männern bisher deutlich unterschätzt wurde. Eine wichtige Ursache hierfür scheint zu sein, dass die Diagnosekriterien der WHO das depressive Krankheitsbild von Frauen deutlich beschreibt, aber für die Symptomatik männlicher Depressiver nicht gleich geeignet erscheint. Das bedeutet, dass während depressive Frauen über niedergeschlagene Stimmung, verminderten Antrieb, Verlust von Interesse und Freude, vermindertes Selbstwertgefühl und Gefühle von Freud- und Wertlosigkeit berichten, dominiert bei männlichen Depressiven oft eher berufliches Überengagement, das Abstreiten von Kummer und Niedergeschlagenheit, zunehmende Ärgerattacken, ein vermehrter Alkohol- und Nikotinkonsum und intensivierte sportliche Betätigung, dies jedoch ohne folgende Entspannung. Männer mit einer Depression wirken zwar in der Regel deutlich sozial zurückgezogen, verneinen dies aber und tun sich sehr schwer, über ihren veränderten psychischen Zustand zu sprechen. Dies dokumentiert sich auch in der Tatsache, dass in deutschen Hausarztpraxen bei Frauen die richtige Diagnose der Erkrankten nur in 45 Prozent gestellt wird, der Anteil von richtig diagnostizierten depressiven Männern jedoch sogar bei nur 24 Prozent liegt. Wie außerordentlich wichtig das Erkennen einer Depression bei Männern ist, verdeutlicht sich in der Tatsache, dass Suizide im Gegensatz zu Suizidversuchen bei Männern wesentlich häufiger vorkommen als bei Frauen. Die männliche Depression ist sehr stark durch das Stigma-Problem gefärbt. Männer haben ein wesentlich schlechteres so genanntes „Hilfesuchverhalten“ als Frauen, weil ihr Rollenstereotyp bestimmt ist durch Eigenschaften wie aktiv, zielorientiert, kompetetiv durchsetzungsfähig, unabhängig, selbstsicher und entscheidungsfreudig. Wenn sie diesen männlichen Idealen nicht mehr entsprechen können, entsteht hohe Scham, dass sie sich verbissen in Beruf, Sport, aber auch Alkohol und Streitereien stürzen. Hilfe wegen Traurigkeit, Lust- und Interessenlosigkeit oder Schlafstörungen aufsuchen ist für viele Männer kaum vorstellbar und bedeutet Niederlage. So geschehen Suizide bei depressiven Männern sehr häufig ohne jede Vorwarnung und ohne vorausgegangene Versuche, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dies ist bitter, weil auch die Depressionen von Männern gut behandelbar sind und bei Minderung äußerer Belastungsfaktoren eine gute Prognose aufweisen. Ein weiterer Schwerpunkt beim Freiburger Bündnis gegen Depression e.V. für das Jahr 2012 wird das Thema Depression bei Kindern und Jugendlichen. Leichte depressive Verstimmungen bis hin zu schweren depressiven Störungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen, unter denen Kinder und Jugendliche leiden. Das Risiko, an einer Depression zu erkranken, steigt bei Jugendlichen gegenüber Kindern an: Bei Kindern im Vorschulalter liegt die Häufikeit bei ca. 1 Prozent, im Grundschulalter sind weniger als 2 Prozent der Kinder betroffen. Aktuell leiden 3-10 Prozent aller Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren unter einer Depression. Das Freiburger Bündnis plant zu diesem Thema einen Schülerkongress für das Jahr 2012, der auf verschiedenen Ebenen zur Symptomatik, Entstehungsformen, Therapiemöglichkeiten und Suizidprävention aufklärt und informiert. Auch bei über 60-jährigen können Depressionen im Alter die Lebensqualitat über Jahre stark beeinträchtigen; deshalb wurde dieser Bereich in die Arbeit des Freiburger Bündnis gegen Depression e.V. als Schwerpunkt mit aufgenommen. Fast alle Menschen kennen Zeiten, in denen sie sich traurig oder niedergeschlagen fühlen. Mit dem Älterwerden können sich vor allem Verlusterlebnisse häufen – zum Beispiel in der Familie, im Freundeskreis, im Beruf oder gesundheitlich. Depressionen gehören neben dementiellen Erkrankungen zu den häufigsten psychischen Störungen im höheren Lebensalter. Zudem steigt das Suizidrisiko mit zunehmendem Alter, insbesondere bei Männern, drastisch an. Zu häufig werden depressive Symptome jedoch als normale Begleiterscheinung von Alter oder Lebenskrisen verkannt. Diesen Schwerpunkt thematisiert die Planungsgruppe AG Depression im Alter sehr erfolgreich bereits seit 2006 und erarbeitete dazu bisher bereits zwei erfolgreiche Veranstaltungsreihen mit Vorträgen zu Diagnose und Behandlung, Kurse zum Umgang mit Depression für Erkrankte, Angehörige, Ehrenamtliche und Fachleute, muttersprachliche Gesprächsvorträge für Menschen aus Italien, Spanien, Russland, Kroatien und der Türkei Die AG Depression im Alter hat sich dem Freiburger Bündnis gegen Depression e.V. angeschlossen und erarbeitet derzeit eine dritte Veranstaltungsreihe für das Jahr 2012. Depression am Arbeitsplatz wird hier in Freiburg auch einen besonderen Stellenwert bekommen. Viele regionale Firmen und Unternehmen kennen das Phänomen: Mitarbeiter, die man über Jahre für ihr Engagement schätzen gelernt hat, scheinen plötzlich am Ende ihrer Kräfte zu sein: Konzentrationsprobleme, Motivationsverlust, Dünnhäutigkeit, Reizbarkeit, aber auch sozialer Rückzug können zu den äußerlich auffälligsten Veränderungen zählen. Ist der Mitarbeiter „ausgebrannt“, d.h. von andauerndem Stress körperlich und psychisch so erschöpft, dass er vorübergehend nicht mehr arbeiten kann? Oder sind die Veränderungen Anzeichen einer depressiven Erkrankung? Die Daten deutscher Krankenversicherer aus den letzten Jahren zeigen gestiegene Ausfallzeiten und Berufsunfähigkeiten aufgrund psychischer Erkrankungen. Psychische Erkrankungen sind die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit. Bei Männern ist der Anteil psychischer Erkrankungen als Berentungsdiagnose von 8 Prozent im Jahr 1983 auf fast 27 % im Jahr 2004 angestiegen, bei Frauen von unter 10 Prozent auf rund 37 Prozent (Verband Deutscher Rentenversicherungsträger, 2006). Trotz insgesamt sinkender Krankenstände hat der Anteil psychisch bedingter Fehlzeiten an der gesamten Arbeitsunfähigkeit in den letzten Jahren stetig zugenommen (1980: 2,5 % auf 2008: 10,9 %; BKK Gesundheitsreport 2009). Dabei stehen quantitativ die affektiven Störungen im Vordergrund mit „F32 depressive Episode“ auf Platz eins (Gesundheitsreport 2009 der BKK und AOK) – Depressionen spielen innerhalb der psychischen Erkrankungen also eine besondere Rolle. Zum Schwerpunkt Depression am Arbeitsplatz und den Auswirkungen davon plant das Freiburger Bündnis gegen Depression e.V. eine Veranstaltung als Podiumsdiskussion mit Vertretern aus der Psychiatrie und Psychotherapie, der Krankenkassen, der Rentenversicherung, der Rehaberatung, der Arbeitsagentur und Vertretern aus der Wirtschaft und einem Betroffenen. <em>Infos: www.freiburger-buendnis- gegen-depression.de oder Tel. 01803-076103 (9 ct. aus dem deutschen Festnetz). Sprechzeiten: donnerstags 12.30-14 Uhr. Spendenkonto: Sparkasse Freiburg Nördlicher Breisgau (68050101 BLZ), Konto: 12960114. Prof. Mathias Berger, Prof. Gunther Haag, Stefanie Hirth   </em></p>
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		<title>„Toy, Toy, Toy!&#8230;“</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 12:20:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Konzert mit Solisten der Holst-Sinfonietta „Toy, Toy, Toy! – Musik mit und um das Toy Piano“ ist ein ungewöhnliches Klangporträt eines Musikinstruments, das selbst bei geübten Konzertgängern nicht unbedingt mit seriöser Konzertmusik in Verbindung gebracht wird. Mit Toy Piano (dt. Spielzeugklavier) verbindet man gemeinhin eher Kindheitserinnerungen. Klaus Simon, der Musikalische Leiter der Holst-Sinfonietta, hat sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Konzert mit Solisten der Holst-Sinfonietta</strong></p>
<p>„Toy, Toy, Toy! – Musik mit und um das Toy Piano“ ist ein ungewöhnliches Klangporträt eines Musikinstruments, das selbst bei geübten Konzertgängern nicht unbedingt mit seriöser Konzertmusik in Verbindung gebracht wird. Mit Toy Piano (dt. Spielzeugklavier) verbindet man gemeinhin eher Kindheitserinnerungen. Klaus Simon, der Musikalische Leiter der Holst-Sinfonietta, hat sich im letzten halben Jahr intensiv auf die Suche nach Repertoire und Instrumenten gemacht. Ein Toy-Pianist zu sein bedeutet zu forschen und zu sichten, zum einen nach Noten, zum anderen nach Instrumenten, die heute größtenteils aus Japan oder den USA kommen. Das Konzert mit Solisten der Holst-Sinfonietta am 30. Januar, 20 Uhr, in der Elisabeth-Schneider-Stiftung in Freiburg huldigt John Cage,<br />
denn mit dessen „Suite für Toy Piano“ von 1948 beginnt die Geschichte des Toy Pianos, das in den letzten 20 Jahren einen wahren Boom erlebt hat. Cage war als Denker und Neuerer eine wichtige Persönlichkeit der Musikgeschichte des 20. Jh. Daher soll das Programm auch ihm gewidmet sein, der<br />
2012 seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte. Weiter auf dem Programm stehen Kompositionen von Anno Schreier, Karlheinz Essl, Helmut Lachenmann, Louis Andriessen, Gilead Mishory<br />
und Moritz Eggert.</p>
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		<title>Doppelt ausgezeichnet!!</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 15:25:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>

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		<description><![CDATA[Die HeadFeedHands Kompanie für Neuen Zirkus, Tanz und Theater (Freiburg/Köln) wurde Anfang November 2011 beim &#8220;No Ballet&#8221; Choreographie-Wettbewerb im Theater im Pfalzbau in Ludwigshafen für ihr Akrobatik-Tanz-Duett aus &#8220;[ How To Be] Almost There&#8221; ausgezeichnet &#8211; in beiden Kategorien: HeadFeedHands gewinnt den 1. Preis der Jury und den Publikumspreis. Außerdem gewann das Duo mit demselben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_1183" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"> <img class="size-medium wp-image-1183 " src="http://www.kulturjoker.de/wp-content/uploads/2012/01/How-to-be-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">&quot;(How to be) almost there&quot;   Foto: Günter Krämmer</p></div>
<p style="text-align: left;">Die HeadFeedHands Kompanie für Neuen Zirkus, Tanz und Theater (Freiburg/Köln) wurde Anfang November 2011 beim &#8220;No Ballet&#8221; Choreographie-Wettbewerb im Theater im Pfalzbau in Ludwigshafen für ihr Akrobatik-Tanz-Duett aus &#8220;[ How To Be] Almost There&#8221; ausgezeichnet &#8211; in beiden Kategorien: HeadFeedHands gewinnt den 1. Preis der Jury und den Publikumspreis. Außerdem gewann das Duo mit demselben Duett alle der drei möglichen Preise beim „SzoloDuo Festival“ in Budapet vom 4. bis 8. Januar 2012: Jury-, Publikums- und Kollegenpreis! Das ist nun die 3. Auszeichnung innerhalb kurzer Zeit – nach dem Preis beim &#8220;AllesWasTanzt Gipfel&#8221; in Köln im September 2011. Die Produktionen von HeadFeedHands lassen sich nicht kategorisieren : mit Kreativität und Energie suchen die Künstler um Günter Klingler, Marion Dieterle und Tim Behren konsequent nach neuen Ausdrucksformen zwischen Neuem Zirkus, Tanz und Theater. Dank an Publikum und Jury, Glückwunsch an die Künstler!<br />
<strong>Aufführungen: &#8220;Fischen ohne Helm&#8221; (2008), Sa. 21. Januar, 20 Uhr, EWERK Freiburg und So. 22. Januar, 20 Uhr, Burghof Lörrach</strong></p>
<p style="text-align: left;">
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		<title>Befreiung von Netzentgelten zulässig?</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 13:43:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Elektrizitätswerke Schönau wehren sich gegen Begünstigung strom­intensiver Betriebe Als Netzbetreiber und bundesweiter Ökostromanbieter wehren sich die Elektrizitätswerke Schönau gegen die Befreiung energieintensiver Unternehmen von den Netzkosten. Hintergrund: die seit August 2011 geltende neue Stromnetzentgeltverordnung befreit in § 19 Unternehmen mit einem Jahresverbrauch von mehr als 10 Millionen Kilowattstunden und Jahresbenutzungsstunden von mindestens 7.000 komplett von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Elektrizitätswerke Schönau wehren sich gegen Begünstigung strom­intensiver Betriebe</p>
<div id="attachment_1177" class="wp-caption aligncenter" style="width: 209px"><img class="size-medium wp-image-1177" title="ursula-sladek_port_2011" src="http://www.kulturjoker.de/wp-content/uploads/2011/12/ursula-sladek_port_2011-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /><p class="wp-caption-text">Ursula Sladek</p></div>
<p>Als Netzbetreiber und bundesweiter Ökostromanbieter wehren sich die Elektrizitätswerke Schönau gegen die Befreiung energieintensiver Unternehmen von den Netzkosten.<br />
Hintergrund: die seit August 2011 geltende neue Stromnetzentgeltverordnung befreit in § 19 Unternehmen mit einem Jahresverbrauch von mehr als 10 Millionen Kilowattstunden und Jahresbenutzungsstunden von mindestens 7.000 komplett von den Netznutzungsgebühren. Diese Unternehmen, z.B. Aluhütten oder Zementhersteller, müssen also überhaupt keine Entgelte mehr für die Nutzung der Stromnetze bezahlen und dies bereits rückwirkend für das laufende Jahr. Die so definierten Strom intensiven Industriebetriebe erhalten die für das Jahr 2011 zu viel bezahlten Netzentgelte zurück, ab dem Jahr 2012 fehlt ihr Beitrag zu den Netzkosten. Rund 520 Unternehmen, die 15 % des Stromverbrauchs ausmachen, könnten in den Genuss dieser kompletten Befreiung bei den Netznutzungsentgelten kommen, die Kosten sollen von den übrigen Verbrauchern in Form einer neuen Umlage übernommen werden. Für einen Durchschnittshaushalt mit 3.500 Kilowattstunden Jahresverbrauch wird dadurch mit Kostensteigerungen von 26 bis 35 € gerechnet und auch mittelständische Unternehmen müssen sich auf deutlich steigende Stromkosten einstellen.<br />
Im Interesse Ihrer Kunden haben die Elektrizitätswerke Schönau Anwälte eingeschaltet, die sich schon dahingehend geäußert haben, dass die rechtliche Zulässigkeit der vollkommenen Befreiung von Netzentgelten sowohl nach deutschem Energiewirtschaftgesetz als auch nach EU-Recht höchst zweifelhaft ist. Zunächst werden daher alle Argumente gegen die Festlegung der neuen Umlage als Stellungnahme im Konsultationsverfahren der Bundesnetzagentur eingebracht, das laut Bundesnetzagentur ergebnisoffen sein soll. Sollte dies nicht zum gewünschten<br />
Ergebnis führen, ist der nächste Schritt die Beschwerde gegen die Festlegung und/oder eine Klage.<br />
„Es kann nicht sein“, so Ursula Sladek, Vorstand der Netzkauf EWS e.G., „dass Haushalte und mittelständische Unternehmen die Kosten der Großindustrie für die Stromnetzbenutzung zahlen müssen, die im Übrigen auch schon von der Beteiligung an den Kosten für die Erneuerbaren Energien befreit sind. Die geplante Umlage widerspricht dem Verursacherprinzip, setzt keinerlei Anreize zur Energie Einsparung und verschlechtert massiv die Voraussetzungen für die dezentrale Kraftwärmekopplung in den begünstigten Unternehmen. Die Kraftwärmekopplung als wichtigster Partner der Erneuerbaren Energien wird somit massiv ausgebremst – die geplante Umlage setzt daher auch energiepolitisch vollkommen falsche Signale“.<br />
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Ursula Sladek, Vorstand Netzkauf EWS eG, u.sladek@ews-schoenau.de; Tel. 07673/8885-34.</p>
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		<title>Nachhaltige Geldanlagen</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 13:39:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachhaltig]]></category>

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		<description><![CDATA[Grünes Geld – Handbuch für ethisch-ökologische Geldanlagen 2012/2013 Noch zu Beginn des Jahrzehnts galten nachhaltige Geldanlagen als eine Domäne privater Anleger. Sie haben damit u.a. den Ausbau der erneuerbaren Energie-Branche mit  bundesweit über 280.000 Arbeitsplätzen ermöglicht. Bis 2020 rechnet die Bundesregierung hier mit einem Anstieg auf 500.000 Arbeitsplätze, womit  diese Branche die Größenordnung der Automobilbranche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Grünes Geld – Handbuch für ethisch-ökologische Geldanlagen 2012/2013</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-1174" title="GruenesGeld_Cover_300DPI" src="http://www.kulturjoker.de/wp-content/uploads/2011/12/GruenesGeld_Cover_300DPI-211x300.jpg" alt="" width="211" height="300" /></p>
<p>Noch zu Beginn des Jahrzehnts galten nachhaltige Geldanlagen als eine Domäne privater Anleger. Sie haben damit u.a. den Ausbau der erneuerbaren Energie-Branche mit  bundesweit über 280.000 Arbeitsplätzen ermöglicht. Bis 2020 rechnet die Bundesregierung hier mit einem Anstieg auf 500.000 Arbeitsplätze, womit  diese Branche die Größenordnung der Automobilbranche erreichen wird. Heutzutage sind außer den Umwelttechnikfonds auch Umweltaktien an der Börse hinzugekommen. Nachhaltigkeit ist im Laufe der Jahre inzwischen zu einem Milliardenmarkt  geworden.<br />
Nachhaltige Geldanlagen im Bereich Klimaschutz, Wasser, Umwelttechnologie, Emerging  Markets sind auf dem Weg zum Mainstream. Mehr und mehr werden damit Wertediskussionen auch in Kapitalanlagen abgebildet. Viele Anleger nachhaltigen Investments verknüpfen ihre ökologische Einstellung und ihre Geldanlage. Umfragen belegen, dass bereits für ein Drittel der Befragten Geldanlagen nach Nachhaltigkeitskriterien in Frage kommen. Nachdem nachhaltige Unternehmen in der derzeitigen Krise besser abschneiden als konventionelle Wettbewerber, ergeben sich bei nachhalten Fonds auch höhere Börsenwerte.<br />
Damit sich der an ethisch- ökologischen Geldanlagen interessierte Anleger in diesem riesigen Markt mit einer Fülle von neuen Investitionsmöglichkeiten orientieren kann, haben die Autoren Max Deml und Holger Blisse ein fundiertes Nachschlagewerk mit dem Titel „Grünes Geld – Handbuch für ethisch–ökologische Geldanlagen“ hierfür entwickelt.<br />
Mit der Neuauflage des seit nun mehr 20 Jahren erscheinenden „Klassikers“ unter den Handbüchern zu ethisch–ökologischen Geldanlagen liegt ein überarbeitetes und informatives, mit unabhängigen Informationen versehenes, Buch zu vielfältigen Öko-Investmentmöglichkeiten vor.<br />
Es bietet einen weitreichenden Überblick über  Banken, Aktien- und Renten- Investmentfonds, ethisch-ökologische Aktienindizes, Ratingorganisationen, Immobilien und Sachwerte. Ein Augenmerk liegt in dieser Auflage auf dem Bereich mit festverzinslichen bzw. sachwertbezogenen Investments, wie Plantagen und Immobilien. Neue Produkte in den Bereichen Mikrokredite und Genussrechte, aber auch deren Probleme werden vorgestellt.<br />
Listen für den Anlegerschutz komplettieren das Handbuch zu einem umfassenden Informations- und Nachschlagewerk für den an „grünen Geldanlagen“ interessierten Bürger.<br />
Insgesamt ist das Buch sehr übersichtlich gestaltet, ergänzt durch  Tabellen mit Firmen- und  Internetadressen. Damit bietet dieses Handbuch nützliche und umfassende Informationen rund um das Thema der ethisch-ökologischen Geldanlagen.<br />
Ingrid Klein/Marion Rapp<br />
(Umweltakademie Baden-Württemberg)</p>
<p>Max Deml / Holger Blisse (2011): Grünes Geld. Das Handbuch für ethisch-ökologische Geldanlagen 2012/13. Hampp Verlag, Stuttgart, 357 Seiten. ISBN: 978-3-942561-12-9;  Erhältlich im Buchhandel. Euro 19.95.</p>
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		<title>Engagiert Euch</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 13:35:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachhaltige Gedanken von Stéphane Hessel Vor über einem Jahr war Stéphane Hessel durch sein Manifest „Empört Euch!“ in aller Munde; mit dem nachfolgenden Titel „Engagiert Euch“ setzt er sein damaliges Plädoyer für Verantwortung und Zivilcourage fort. Das schmale Buch besteht wesentlich aus einem Gespräch, das der über neunzigjährige Stéphane Hessel mit dem jungen Journalisten und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachhaltige Gedanken von Stéphane Hessel</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1170" title="Stephane Hessel Paris 2002" src="http://www.kulturjoker.de/wp-content/uploads/2011/12/Hessel_Stephane_c_Gattoni_Leemage.tif" alt="" /><img class="aligncenter size-medium wp-image-1171" title="FG0117" src="http://www.kulturjoker.de/wp-content/uploads/2011/12/Hessel_Stephane_c_Gattoni_Leemage-282x300.jpg" alt="" width="282" height="300" /></p>
<p>Vor über einem Jahr war Stéphane Hessel durch sein Manifest „Empört Euch!“ in aller Munde; mit dem nachfolgenden Titel „Engagiert Euch“ setzt er sein damaliges Plädoyer für Verantwortung und Zivilcourage fort. Das schmale Buch besteht wesentlich aus einem Gespräch, das der über neunzigjährige Stéphane Hessel mit dem jungen Journalisten und Umweltaktivisten Gilles Vanderpooten geführt hat. Nachhaltige Entwicklungspolitik, Ökologie und demokratische Grundwerte sind ihre Themen. Im Anhang ist die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ abgedruckt, an deren Entwicklung Hessel 1948 als Mitarbeiter der Uno beteiligt war. Geschichte erinnern und daraus einen Appell an die nächste Generation abzuleiten, das ist Hessels Anliegen. Seine Argumente scheinen einfach; doch selbst wenn sie einem nicht immer gefallen, ihre Überzeugungskraft gewinnen sie zuletzt aus der Lebensgeschichte dieses engagierten Demokraten.<br />
Eben diese Lebensgeschichte, niedergelegt in der Autobiographie „Tanz mit dem Jahrhundert“, wurde nun endlich als Taschenbuch aufgelegt. Wie sich bei Stéphane Hessel  Persönliches mit weltgeschichtlichen Ereignissen überschneidet, darf erstaunen. 1917 in Berlin geboren, emigrierte er 1924 mit seiner Familie nach Frankreich. Nur knapp überlebte der Widerstandskämpfer die NS-Diktatur, danach war er als Mitarbeiter der UNO und französischer  Diplomat international aktiv, in New York, Genf, Algier und Saigon. Bis heute bewegt er sich in mehreren Sprachen und verfügt über ein phantastisches Gedächtnis. Dass auch Liebe, Ehe und Kinder  nicht zu kurz kamen, all das erzählt „Tanz mit dem Jahrhundert“ leicht und präzise.<br />
Stéphane Hessels Eltern, Helen und Franz, haben als Schriftsteller und Übersetzer das intellektuelle Deutschland des 20. Jahrhunderts mitgeprägt; Franz Hessel schrieb 1929 etwa das extraordinäre Buch „Spazieren in Berlin“. Soeben wurde es in einer ansprechenden Neuauflage ediert, mit einem Geleitwort seines Sohnes. Bis heute beeindruckt und inspiriert, was Franz Hessel über sein Spazierengehen in Berlin notierte; der Leser befindet sich mittendrin und sieht sich an die Hand genommen von der Empfehlung: „…ein wenig Müßiggang und Genuss lernen und das Ding Berlin in seinem Neben- und Durcheinander von Kostbarem und Garstigem, Solidem und Unechtem, Komischem und Respektablem so lange anschauen, liebgewinnen und schön finden, bis es schön ist“. So bestimmt das Bewusstsein das Sein und nicht umgekehrt − das trifft auch insgesamt auf diese Familiensaga zu.<br />
„Engagiert Euch!“ – Stéphane Hessel im Gespräch mit Gilles Vanderpooten, aus dem Französischen von Michael Kogon. Ullstein Verlag, Berlin 2011. 61 S.<br />
Stéphane Hessel. Tanz mit dem Jahrhundert. Erinnerungen. Aus dem Französischen von Roseli und Saskia Bontjes van Beek. List Verlag Berlin 2011. 400 S.<br />
Franz Hessel. Spazieren in Berlin. Geleitwort von Stéphane Hessel, Nachwort von Bernd Witte. Verlag für Berlin-Brandenburg. Berlin 2011. 240 S.<br />
<em>Cornelia Frenkel</em></p>
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