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	<title>Kultur Joker &#187; Interviews</title>
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	<description>Freiburger Kultur- und Veranstaltungszeitung</description>
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		<title>Abenteurer und Forschungsreisender</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 11:41:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der in München lebende Österreicher Bruno Baumann gehört zu den seltenen Exemplaren der Spezies Mensch, die von der breiten Masse – zumeist mit einer Mischung aus Neid und Hochachtung – als Grenzgänger bezeichnet werden. Dafür steht unter anderem die Durchquerung des sandigen Herzstücks der Wüste Gobi, die er 2003 als erster Mensch im Alleingang bewerkstelligte&#8230;
Seinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_451" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-451" src="http://www.kulturjoker.de/wp-content/uploads/2010/01/bruno-baumann.jpg" alt="Bruno Baumann: Schriftsteller, Filmemacher und Abenteurer" width="500" height="228" /><p class="wp-caption-text">Bruno Baumann: Schriftsteller, Filmemacher und Abenteurer</p></div>
<p>Der in München lebende Österreicher <strong>Bruno Baumann</strong> gehört zu den seltenen Exemplaren der Spezies Mensch, die von der breiten Masse – zumeist mit einer Mischung aus Neid und Hochachtung – als Grenzgänger bezeichnet werden. Dafür steht unter anderem die Durchquerung des sandigen Herzstücks der Wüste Gobi, die er 2003 als erster Mensch im Alleingang bewerkstelligte&#8230;<span id="more-449"></span></p>
<p>Seinen Ruf als Abenteurer und Forschungsreisender untermauerte Baumann mit zahlreichen anderen Unternehmungen wie der Durchquerung der Wüste Takla Makan in China (1989), Erstbesteigungen im Tibesti-Gebirge im Tschad (1993), einer Transhimalaya-Überquerung (1997) oder der Erstbefahrung des Sutley-Canyons in Tibet mit Wildwasserschlauchbooten (2004). Durch Bücher, Filme und Vorträge bietet er dem  Publikum die Möglichkeit, an seinen Erlebnissen teilzuhaben. So auch in Freiburg, wo Bruno Baumann am 7. Februar mit seinem Diavortrag „Asien – Auf den Spuren des Buddha“ im Rahmen der Mundologia zu sehen sein wird. Claus Weissbarth sprach mit Bruno Baumann.</p>
<p><strong>Kultur Joker:</strong> Herr Baumann, wenn man sich mit ihrer Vita beschäftigt, fällt auf, dass es Ihnen vor allem die Wüsten angetan haben. Was fasziniert Sie an diesen kargen, lebensfeindlichen Landschaften?</p>
<p><strong>Baumann:</strong> Am Anfang hat mich das auch nicht unbedingt fasziniert. Ich komme ja aus einer Vorzugslage, wo das Wasser aus der Leitung kommt, daher war die Wüste für mich zunächst nur ein Synonym für Durst, Schwitzen und quälende Entbehrungen. Das hat sich Mitte der 80er-Jahre radikal geändert, als ich erstmals am Rande der Flugsandwüste Takla Makan stand, die sich mit dem einladenden Zusatz schmückt: „Wer einmal hineingeht, wird nie mehr zurückkehren“. Diesen Satz empfand ich als Aufforderung und wollte wissen, welche emotionalen und sinnlichen Erfahrungen einen erwarten, wenn man sich einem solchen Sandkasten für Erwachsene aussetzt. Wüsten sind ganz besondere Naturlandschaften, wo es zum Beispiel die Qualität der Stille gibt, die man sonst in keiner anderen Naturlandschaft findet. Man kann ohne jede Störung Gedankenketten fortspinnen und ich habe sehr schnell begriffen, dass die Wüste ein Ort der Reflektion ist. Nicht zufällig sind Propheten früher in die Wüste gegangen, um sich selbst zu erfahren und kosmische Gesetzmäßigkeiten zu erkennen.</p>
<p><strong>Kultur Joker:</strong> Ihre Grenzgänge stehen ja auch in Zusammenhang mit einem gewissen Forscherdrang. Was gibt es denn in den Wüsten zu entdecken außer Unmengen von Sand?</p>
<p><strong>Baumann:</strong> Eine ganze Menge, denn der Sand hat nicht nur eine alles verschlingende, sondern auch eine unglaublich konservierende Kraft. Wir würden heute von vielen großen Kulturen nichts wissen, hätte der Sand sie nicht konserviert. Das ist in  Ägypten ebenso der Fall wie in den großen zentralasiatischen Wüsten, wo sich unter anderem die Spuren der antiken Seidenstraße finden.</p>
<p><strong>Kultur Joker:</strong> Bei ihren Abenteuern versuchen Sie auch, immer wieder Grenzen zu überwinden, Dinge zu tun, die vor Ihnen noch niemand geschafft hat. Aus welcher Motivation heraus begeben Sie sich freiwillig in Situationen, die im Extremfall durchaus lebensgefährlich sein können?</p>
<p><strong>Baumann:</strong> Aus dem Bewusstsein heraus, dass sich über einen solchen Umweg Erfahrungen machen lassen, die man in einer Komfortzone wie der unseren nicht so einfach machen kann. Wir Menschen sind ja so strukturiert, dass wir unser Potenzial nur dann abrufen, wenn wir unbedingt müssen. Bei meinem Alleingang durch die Wüste Gobi habe ich tatsächlich Grenzen überschritten, aber das war ein ganz bewusster Schritt. Denn Leben heißt nicht nur nehmen, sondern auch geben. Und wenn man einzigartige Lebenserfahrungen machen will, dann funktioniert das nur, wenn man auf gewisse Sicherheiten verzichtet.</p>
<p><strong>Kultur Joker:</strong> Überspitzt gesagt, könnte man Sie aber auch als lebensmüde bezeichnen&#8230;</p>
<p><strong>Baumann:</strong> &#8230;aber nur, wenn man es aus einem sehr begrenzten Blickwinkel betrachtet. Ich habe mich ganz langsam über einen Zeitraum von 20 Jahren an diese Grenzen herangetastet, ehe ich den Schritt darüber hinaus gewagt habe. Irgendwie macht das jeder in seinem Leben, denn sonst würde man ja nichts dazulernen. Der Unterschied bestand in meinem Fall darin, dass ich mich in eine Zone begab, die mich existenziell bedrohte. Aber dieses Risiko musste ich eingehen, um ein einziges Mal in meinem Leben alle mir zur Verfügung stehenden Fähigkeiten in der Gleichzeitigkeit leben zu können. Das ist eine fantastische Erfahrung, die mich zeitlebens begleitet und mir Gewissheit darüber gibt, über welche Potenziale ich für den Fall der Fälle verfüge.</p>
<p><strong>Kultur Joker: </strong>Welche konkreten Auswirkungen hat ein derart ungewöhnlicher Erfahrungsschatz auf ihre grundsätzliche Einstellung zum Leben?</p>
<p><strong>Baumann:</strong> Die sind durchaus vielfältig. Zum Beispiel in Bezug auf das Thema Wasser, wobei zu viel ebenso ein Problem darstellt wie zu wenig. In der Wüste beschäftigt man sich damit nicht nur auf intellektueller Ebene, sondern begibt sich quasi auf einen Selbsterfahrungstrip, der sich weitaus nachhaltiger auswirkt. Gerade in einer Situation des Mangels wird klar, welche Dinge essentielle Bedeutung haben und was weniger wichtig ist. Dinge, die wir eigentlich als selbstverständlich erachten, bekommen so einen ganz anderen Stellenwert. Es bleiben auch Qualitäten wie die Geistesgegenwart, das Bewusstsein, sich im Hier und Jetzt zu bewegen, denn die Gegenwart begründet die Zukunft und nicht umgekehrt. Oder auch die Erkenntnis bezüglich unserer emotionalen Intelligenz – einer Wissensquelle, die ursprünglich jeder von uns hatte, die wir aber wie ein nutzlos gewordenes Organ abgeworfen haben. Wir sind zwar Weltmeister im logischen und analytischen Denken, aber darüber hinaus ist uns die Intuition verloren gegangen, ohne die man in der Wüste nicht überleben kann.</p>
<p><strong>Kultur Joker: </strong>Letzten Endes geht es Ihnen nicht allein um das reine Abenteuer. Was wollen Sie ihren Lesern und Zuhörern mit ihren Büchern, Vorträgen und Filmen vermitteln?</p>
<p><strong>Baumann: </strong>Vor allem eine gewisse Wertschätzung für die Natur und die wenigen Freiräume, die es auf der Erde noch gibt. Daneben geht es mir sehr stark um die kulturelle Ebene. Ich begreife mich ein wenig als Kultur-Botschafter und versuche zwischen den Welten zu vermitteln.</p>
<p><strong>Kultur Joker:</strong> Bei ihrem Vortrag in Freiburg begeben Sie sich auf die Spuren des Buddhismus. Welche Beziehung haben Sie im Lauf der vergangenen Jahrzehnte zur Lehre Buddhas entwickelt?</p>
<p><strong>Baumann:</strong> Ich bin nicht zum Buddhismus konvertiert, aber der historische Buddha als Mensch – nicht als über dem Boden schwebender Heiliger – hat mich interessiert. Ich wollte wissen, was dieser Mann vor 2.500 Jahren gedacht hat, was innovativ an seinem Denken war und was dazu geführt hat, dass seine Lehren auch heute noch als geistige Orientierung dienen. Bei meinen extremen Erlebnissen, vor allem in der Wüste, hatte ich mehrfach das Gefühl, dass ich mit bestimmten Einsichten des Buddha in sehr eindringlicher Weise in Berührung geriet. Besonders in puncto Selbsterkenntnis oder der radikalen Forderung nach Selbstverantwortung. Dadurch ist meine Wertschätzung für die buddhistische Ethik, die in der Einschätzung gründet, dass all unsere Handlungen unmittelbare Auswirkungen auf Dritte haben, enorm gestiegen. Was passiert, wenn man dies nicht beachtet, kann man ganz aktuell an der momentanen Wirtschaftskrise ablesen. Da verlieren Menschen ihren Job, obwohl sie mit den Bankern, die die Krise verursacht haben, rein gar nichts tun haben.</p>
<p><strong>Kultur Joker:</strong> Glauben und Religion nehmen nicht nur in Tibet, sondern im gesamten asiatischen Raum ja einen ganz anderen Stellenwert als in unserer materiell geprägten Gesellschaft ein&#8230;</p>
<p><strong>Baumann:</strong> &#8230;wo der Glauben zu einer Art Buchhaltung der Seele verkommen ist und nur noch als Ritual betrieben wird. Dagegen ist die Qualität des Glaubens in Asien eine ganz andere und steht in untrennbarer Verbindung mit dem Alltag. Verbote und Unterdrückung führen dazu, dass die Orientierung an der Religion sogar noch stärker wird.</p>
<p><strong>Kultur Joker:</strong> Würden Sie sagen, dass die Menschen im Buddhismus glücklicher leben, als der durchschnittliche Westeuropäer?</p>
<p><strong>Baumann: </strong>Je weniger Bedürfnisse ein Mensch hat, desto häufiger gelingt es ihm, all seine Bedürfnisse zu erfüllen und dadurch glücklicher und zufriedener zu sein. Bei uns gibt es ja eine ganze Industrie, die nur dazu da ist, möglichst viele Bedürfnisse zu schüren. Von daher haben Menschen mit weniger Bedürfnissen grundsätzlich einen Vorteil gegenüber jenen, die sich diesbezüglich am westlichen Standard orientieren.</p>
<p><strong>Kultur Joker: </strong>In ihrem Vortrag „Asien – Auf den Spuren des Buddha“ zeichnen Sie ein Bild der Gegenwart im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne. Können Sie dieses Bild konkretisieren?</p>
<p><strong>Baumann: </strong>Damit umzugehen, bildet für viele asiatische Völker die ganz große Herausforderung unserer Zeit. Zwar haben sich auch dort im Lauf der Jahrhunderte Veränderungen ergeben, jedoch viel langsamer als bei uns. Seit ca. 50 Jahren kommt nun in rasender Geschwindigkeit die Moderne und wirft ganz neue Fragen auf, die sich auf traditionelle Art und Weise nicht beantworten lassen. Deshalb müssen sie eine neue Synthese finden, die Tradition und Kultur mit der Moderne vereint.</p>
<p><strong>Kultur Joker:</strong> Eines ihrer Hauptanliegen besteht darin, den Dialog zwischen den Kulturen zu intensivieren. Vor diesem Hintergrund haben Sie das Projekt „Roads of Dialogue – Silkroad Project 2010“ ins Leben gerufen, das sich auf den multikulturellen Geist der Seidenstraße bezieht. Welche Hoffnungen sind damit verbunden?</p>
<p><strong>Baumann:</strong> An diesem Dialog führt gar kein Weg vorbei, weil ihn schon die globalen Probleme der Menschheit einfordern. Fortschritte, beispielsweise bei Maßnahmen gegen den Klimawandel, lassen sich nur erzielen, wenn alle Länder gemeinsam vorgehen. Denn globale Probleme, dazu zähle ich auch die vielen religiösen Konflikte, lassen sich logischerweise nur auf globaler Ebene lösen.</p>
<p><strong>Kultur Joker:</strong> Sie äußern die Hoffnung, dass eine neue Seidenstraße als Verbindungsstrang zwischen Europa und Asien entstehen könnte.</p>
<p><strong>Baumann: </strong>Mich interessiert vor allem die Frage, ob die antike Seidenstraße Schnee von gestern ist, oder ob es da auch Dinge gibt, die für uns heute noch große Relevanz haben könnten. Wenn man die Seidenstraße aus einer modernen Sichtweise heraus neu interpretiert, kann man durchaus zu dem Schluss kommen, dass sie das erste Beispiel von Globalisierung auf diesem Planeten war. Immerhin begegneten sich dort vor 2.000 Jahren alle damaligen Weltkulturen von der mediterranen über die griechisch-römische und persische bis hin zur indischen und chinesischen. Es wurde  ein Austausch betrieben, der sehr befruchtend und von Inspiration geprägt war, sodass letzten Endes alle Beteiligten einen Mehrwert davontrugen.<br />
Demgegenüber stellt sich die Frage, warum die moderne Globalisierung diesen Mehrwert nicht liefert und so vielen Menschen zurecht Angst macht. Und wenn man noch genauer hinschaut, erkennt man, dass der Austausch auf der Seidenstraße weit über den Handel hinausging und auch die kulturelle wie die religiöse Ebene einbezogen waren, während sich der Austausch heutzutage einzig und allein auf die Ökonomie begrenzt. Daher war der Dialog damals weitaus umfassender und nachhaltiger als in der heutigen Zeit. Religiöse Konflikte und kulturelle Zusammenbrüche ließen sich so eindämmen oder gar völlig vermeiden.</p>
<p><strong>Kultur Joker:</strong> Welche konkreten Aktivitäten sind geplant, um dieses Ansinnen publik zu machen?</p>
<p><strong>Baumann:</strong> Im neuen Jahr wird sich in einer spektakulären Aktion eine internationale Kulturkarawane, bestehend aus Künstlern, Sportlern und anderen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, von Hamburg aus Richtung Shanghai aufmachen, um diesen Dialog nicht nur intern, sondern auch an diversen externen Schauplätzen vorzuleben. Endpunkt ist die Expo Shanghai, die größte Weltausstellung, die es je gegeben hat, wo unter anderem „der interkulturelle Dialog als Herausforderung und Chance in der Gegenwart“ zu den wichtigen Themen zählt. Dort wollen wir uns einbringen und Zeichen setzen, auch wenn wir wissen, dass wir die Welt nicht verändern können.</p>
<p><strong>Kultur Joker: </strong>Herr Baumann, vielen Dank für das Gespräch&#8230;</p>
<p><strong>Auf der Mundologia gastiert Bruno Baumann am:<br />
7. Februar, 16 Uhr, Konzerthaus Freiburg.</strong></p>
<p><strong>Karten und Infos: <a href="http://www.mundologia.de" target="_blank">www.mundologia.de</a></strong></p>
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		<title>Tibet: &#8220;Die derzeitige Lage ist dramatisch&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Mar 2009 11:37:03 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Interview mit Wilfried Pfeffer vom Tibet-Kailash-Haus in Freiburg.
Am 10. März 2009 jährt sich die Besetzung Chinas zum 50. Mal. Das Freiburger Tibet Kailash Haus erinnert an diesem Tag an die Unterdrückung der tibetischen Kultur. Annette Hoffmann sprach mit dessen Leiter, dem Tibetaktivisten Wilfried Pfeffer.
Kultur Joker: Warum braucht der 50. Jahrestag der Besetzung Tibets durch China [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Interview mit Wilfried Pfeffer vom Tibet-Kailash-Haus in Freiburg.</strong><br />
Am 10. März 2009 jährt sich die Besetzung Chinas zum 50. Mal. Das Freiburger Tibet Kailash Haus erinnert an diesem Tag an die Unterdrückung der tibetischen Kultur. Annette Hoffmann sprach mit dessen Leiter, dem Tibetaktivisten Wilfried Pfeffer.<span id="more-261"></span></p>
<p><strong>Kultur Joker: </strong>Warum braucht der 50. Jahrestag der Besetzung Tibets durch China unsere Aufmerksamkeit?</p>
<p><strong>Wilfried Pfeffer:</strong> Die internationale Weltöffentlichkeit der vergangenen Jahrzehnte hat es ab und an geschafft, die fast vergessenen Tibeter zu unterstützen. Es ist nur durch die Unterstützung vieler Privatpersonen möglich, dass die Unterdrückung Tibets durch China eine Aufmerksamkeit bekommt.</p>
<p><strong>Kultur Joker:</strong> Was ist das Ziel Ihres Engagements, die Aufhebung der Besetzung oder die Wiederherstellung der Menschenrechte?</p>
<p><strong>Pfeffer:</strong> Wir sind in den letzten 30 Jahren bescheiden geworden. Vor 20 Jahren wollten wir Tibetaktivisten noch die absolute Freiheit von Tibet als Volk und politische Nation. Durch das Wachstum Chinas und seine Bedeutung als Wirtschaftskraft ist dies aussichtslos geworden. Es hat uns überrascht, dass der 14. Dalai Lama schon vor 20 Jahren vom mittleren Weg gesprochen hat, er meint damit eine innere Autonomie Tibets eingebunden in das Reich Chinas. Die Sicherheitspolitik, aber auch die Außen- und Wirtschaftspolitik würde dann in den Händen der Chinesen bleiben. Wir konnten das damals noch nicht akzeptieren. Alles deutet darauf hin, dass dies der einzige pragmatische Weg für die Tibeter ist, überhaupt ein menschenwürdiges Leben zu erreichen.</p>
<p><strong>Kultur Joker:</strong> Im Vorfeld der Olympiade in Peking kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen in Tibet. Wie sieht die derzeitige Lage aus?</p>
<p><strong>Pfeffer:</strong> Die derzeitige Lage ist dramatisch. In den letzten 20 Jahren war Tibet nie ein derartiges Gefängnis wie im Moment. Über 10.000 Menschen sind inhaftiert, einige Tausend ermordet oder an unbekannte Orte verschleppt. Die Angehörigen von Hunderten Tibetern wissen seit Wochen nicht, wo ihre Verwandten sind. Im Moment wird hart durchgegriffen. Gleichzeitig ist zu befürchten, dass zum 10. März Unruhen ausbrechen werden, da der Wille zur Opposition unter den Tibetern groß ist.</p>
<p><strong>Kultur Joker: </strong>Ist die Politik der Gewaltfreiheit des 14. Dalai Lamas gescheitert?</p>
<p><strong>Pfeffer:</strong> Nein, Ende November hat der 14. Dalai Lama ein Referendum beantragt, an dem sich 600 Delegierte der Exilregierung in Dharamsala und 20.000 Stimmen aus China beteiligten. 80 Prozent davon unterstützen den mittleren Weg des Dalai Lama.</p>
<p><strong>Kultur Joker: </strong>Wird es einen 15. Dalai Lama geben?</p>
<p><strong>Pfeffer:</strong> Es wird bestimmt einen 15. geben. Aber ob er noch eine politische Position einnehmen wird, ist nicht sicher. Es kann sein, dass der 15. Dalai Lama nur noch das kulturelle, nicht aber das politische Mandat tragen wird.</p>
<p><strong>Kultur Joker:</strong> Warum konzentriert sich das westliche Engagement derart auf Tibet und nicht auf andere bedrohte Völker?</p>
<p><strong>Pfeffer:</strong> Das Tibetthema mit dem mutigen ethischen Ansatz, Gewaltfreiheit politisch und nicht nur als gesellschaftlich-ethisches Ziel anzustreben, überzeugt viele. Es ist dem Dalai Lama mitsamt den fünf Millionen Tibeterinnen und Tibetern in den letzten 30 Jahren gelungen, mehr die Freiheit von der Gewalt als die Gewalt selbst zu praktizieren.</p>
<blockquote><p>Am <strong>10. März</strong> veranstaltet das Tibet Kailash Haus von 12 bis 18 Uhr eine <strong>Mahnwache am Bertoldsbrunnen</strong>. Zwischen 11 und 17 Uhr wird ein Tibet-Filmtag im Tibet Kailash Haus (Wallstraße 8) veranstaltet.</p></blockquote>
<blockquote>
<p style="text-align: center;"><strong>Tibet &#8211; Mythos und Realität</strong><br />
Diavortrag im Glashaus in Freiburg/Rieselfeld</p>
<p>„Tibet – Mythos und Realität“ ist ein Diavortrag betitelt, der am <strong>15. März</strong> um 19 Uhr, im Glashaus im Stadtteil Rieselfeld im Rahmen eines Tibet-Tages (11-21 Uhr) gezeigt wird. 4 Jahre reiste Ashi Hunger life von ihren Erlebnissen in Tibet. Sie möchte nicht nur umfassend informieren, sondern auch Verständnis und Mitgefühl wecken für die Würde und Menschenrechte einer der letzten tief religiösen Kulturen der Erde.</p>
<p>Angesprochen werden auch die Umweltsünden auf dem Dach der Welt, die Sinisierung durch die Chinesen, das Erbe der Kulturrevolution und die Lage der Menschenrechte, die Flucht von Mönchen und Kindern über den Himalaya ins indische Exil und die Situation nach der Olympiade.</p>
<p>Infos: <a href="http://www.asien1.de" target="_blank">www.asien1.de</a> oder Tel. 0761/1375397.</p></blockquote>
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		<title>Experimentierfeld für Künstler</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Mar 2009 08:06:19 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Annette Hoffmann]]></category>
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		<category><![CDATA[Nothing to say and I am saying it]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Gespräch: Caroline Käding, Leiterin des Kunstvereins Freiburg.
Ihre Vorgängerin, Felicity Lunn, kündigte vorzeitig, da sie befürchtete, dass mit einem derart reduzierten Etat, wie er im Doppelhaushalt 2007/8 beschlossen wurde, der Kunstverein Freiburg zu einem „Provinzverein“ werden würde. Provinziell wirkt das Programm von Caroline Käding nicht, die seit dem 1. Oktober 2008 den Kunstverein Freiburg leitet. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Gespräch: Caroline Käding, Leiterin des Kunstvereins Freiburg.</strong><br />
Ihre Vorgängerin, Felicity Lunn, kündigte vorzeitig, da sie befürchtete, dass mit einem derart reduzierten Etat, wie er im Doppelhaushalt 2007/8 beschlossen wurde, der Kunstverein Freiburg zu einem „Provinzverein“ werden würde. Provinziell wirkt das Programm von Caroline Käding nicht, die seit dem 1. Oktober 2008 den Kunstverein Freiburg leitet. Am 27. März wird ihre erste Ausstellung <strong>„Nothing to say and I am saying it“</strong> eröffnet, in der Werke der Künstler Markus Amm, Karla Black, Marieta Chirulescu, Ned Vena sowie Cerith Wyn Evans zu sehen sein werden. Caroline Käding, die in Erlangen und Berlin Kunstgeschichte studiert hat, arbeitete bereits für die Galerie Max Hetzler und den Sammler Heiner Bastian in Berlin, zuletzt war sie Kuratorin an der Kestnergesellschaft in Hannover, wo sie für Ausstellung mit Franz Ackermann, Bettina Rheims und Erik Bulatov, aber auch für die Schau „Made in Germany“ und „Back to Black“ verantwortlich war. Mit Caroline Käding sprach Annette Hoffmann über ihr Jahresprogramm, die Verortung des Freiburger Kunstvereins in der Stadt und über Kulturarbeit in Zeiten enger finanzieller Rahmenbedingungen.<span id="more-218"></span></p>
<div id="attachment_221" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-221" title="Caroline Käding" src="http://www.kulturjoker.de/wp-content/uploads/2009/03/interview-kaeding.jpg" alt="Im Gespräch: Caroline Käding, Leiterin des Kunstvereins Freiburg" width="500" height="235" /><p class="wp-caption-text">Im Gespräch: Caroline Käding, Leiterin des Kunstvereins Freiburg</p></div>
<p><strong>Kultur Joker:</strong> In diesem Monat kann man im Kunstverein Freiburg gleich zwei Ausstellungen sehen: das sehr verspielte Turnhallen-Environment der jungen britischen Künstlerin Anthea Hamilton und ihre erste eigene für den Kunstverein Freiburg kuratierte Gruppenausstellung „Nothing to say and I am saying it“. Frau Käding, Sie werden dort nach Namen wie Karla Black oder Cerith Wyn Evans zu urteilen, eher minimalistische Positionen zeigen. Was wird konkret zu sehen sein?</p>
<p><strong>Caroline Käding:</strong> „Nothing to say but I am saying it“ wird eine Ausstellung sein, in der Skulpturen, Malerei, Filme und Fotografien gezeigt werden. Es sind eigentlich keine minimalistischen Positionen, der Minimalismus ist vielmehr als Hintergrund ein wichtiger Aspekt für die Arbeiten. Künstler, die vor einigen Jahren noch einen eher formalistischen Ansatz hatten und geometrische Positionen entwickelt haben, tendieren jetzt zu offeneren Bildräumen. Von Karla Black wird eine Skulptur zu sehen sein, die eigentlich ein Papier ist, das von der Decke hängt. Die zweite Arbeit von ihr ist eine Skulptur aus Plastiktüten, die bepudert sind und Farbpigmente aufweisen. Und doch ist diese Arbeit ganz körperlich und hängt wie eine illusionistische barocke Wolke im Raum. Ihre Arbeiten haben etwas Abstraktes und doch sind in Form von Nagellack- und Lippenstiftspuren Ansätze von Narration eingeschrieben, die nicht auf Anhieb zu sehen sind. Eine wichtige Arbeit der Ausstellung ist der 35mm-Film von Cerith Wyn Evans „Take my eyes and throw them to you“. Man schaut auf eine schwarze Fläche, auf der viele Kratzer sind, die sich vermeintlich zu einem Bild zusammensetzen. Sie entstehen durch das mechanische Abreiben des Filmmaterials. Im Prinzip löst sich der Film beim Projizieren mehr und mehr auf. Insgesamt würde ich „Nothing to say and I am saying it“ als eine eher didaktische Ausstellung bezeichnen.</p>
<p><strong>Kultur Joker:</strong> Inwiefern?</p>
<p><strong>Käding: </strong>Weil der Ansatz ein historischer ist. Man könnte sich gut ein Werk aus Gerhard Richters grauer Serie in dieser Ausstellung vorstellen. In den 1970er Jahren fing er damit an, Ausdruckslosigkeit und Inhaltslosigkeit in Farbe zu übersetzen. Geht man kunsthistorisch noch einen weiteren Schritt zurück, muss man Mark Rothko nennen, der mit seinen letzten Bildern von 1969 einen dunklen Raum geschaffen hat, dem durch einen weißen Strich ein Horizont, eine gewisse Räumlichkeit vorgegeben ist, die nicht mehr benennbar ist. Das Interessante an der zeitgenössischen Kunst ist, dass die jüngere Generation diesen Aspekt wieder aufnimmt. Markus Amm etwa, ein deutscher Künstler, hat noch vor ein paar Jahre streng formalistische Bilder und Skulpturen geschaffen. Die Bilder seiner letzten Einzelausstellung sind jedoch von einer gewissen Tiefenräumlichkeit bestimmt, in der sich nichts mehr entdecken, aber viel assoziieren lässt.</p>
<p><strong>Kultur Joker:</strong> Wenn Sie didaktisch sagen, haben Sie sicherlich ein Rahmenprogramm geplant.</p>
<p><strong>Käding: </strong>Über die üblichen Führungen hinaus bin ich derzeit mit Hochschule für Musik in Freiburg für einen Konzert­abend in Verbindung. Der Ausstellungstitel ist ja ein Zitat von John Cage, und auch Morton Feldman hat zum Beispiel mit einem solchen Klangraum gearbeitet.</p>
<p><strong>Kultur Joker:</strong> Ayse Erkmen, die Sie in einer Einzelausstellung im Sommer zeigen werden, wird sicherlich mit dem Raum arbeiten, oder?</p>
<p><strong>Käding: </strong>Ayse Erkmen hat neulich Freiburg besucht und sich nicht nur den Kunstverein, sondern auch das Kinder- und Jugendtheater im Marienbad angesehen. Sie hat sich lange in den Räumen des Kunstvereins aufgehalten und ich warte jetzt auf ihren Ausstellungsvorschlag. Für die übernächste Ausstellung ist die Finanzierung noch nicht gesichert. Ich würde gerne Gabriel Kuri zeigen, ein Mexikaner, der in Brüssel lebt. Es wäre seine erste Einzelausstellung in einer Institution. Für die letzte Berlin Biennale hatte er in der Neuen Nationalgalerie eine große Skulpturengruppe geschaffen, die auch als Garderobe fungierte. Wir stehen in Kontakt, ich kann aber nur dann eine Ausstellung mit ihm realisieren, wenn sich die Landesstiftung Mexiko beteiligt. Alleine können wir eine solche Ausstellung nicht stemmen. Es gibt jedoch auch noch die Idee für eine andere Ausstellung, die wir stattdessen zeigen können.</p>
<p><strong>Kultur Joker:</strong> Das klingt, als ob Ihr hauptsächliches Interessengebiet auf konzeptueller Kunst liegt. Ist das so?</p>
<p><strong>Käding: </strong>Das würde ich so nicht sagen. In „Nothing to say but I am saying it“ geht es mir genauso um Malerei und Skulptur. Ich interessiere mich für konzeptuelle Kunst, würde aber auch gern eine Videoausstellung zeigen. Nur, dafür reicht das Budget nicht. Und meine Vorbereitungszeit war nicht so lange, dass ich für mein Ausstellungsprogramm die Medien ausgewogen wählen konnte.</p>
<p><strong>Kultur Joker: </strong>Begonnen haben Sie die Leitung des Freiburger Kunstvereins mit der Regionale. Haben Sie sich andere Kunstinstitutionen im Dreiländereck angesehen?</p>
<p><strong>Käding:</strong> Das war für mich ein guter und anregender Einstieg. Überhaupt halte ich die Regionale für ein spannendes Ausstellungsprojekt und freue mich schon darauf, in diesem Jahr die Auswahl selbst zu treffen. Von den 44 Künstlern, die im Kunstverein Freiburg ausgestellt haben und die noch Felicity Lunn und Regina Herr ausgewählt haben, kannte ich niemanden, fand aber einige Arbeiten darunter richtig gut. Einige Künstlernamen möchte ich auch weiterverfolgen. Ich bin nach Basel gefahren und habe mir die Regionale in der Kunsthalle Basel und im Ausstellungsraum Klingental angesehen. Das Format in der Kunsthalle <em>(dort wurden auf Initiative des Ausstellungsraum Klingental alle abgelehnten Werke gezeigt, Anm. d. Red.)</em> war als Politikum ganz interessant, um die Ausstellungsform zu hinterfragen, für das einzelne Werk war es sehr problematisch, da es sich nicht entfalten konnte. Letztlich sind die Kuratoren des Ausstellungsraum Klingental und der Kunsthalle Basel vom gleichen Material ausgegangen und ich hatte den Eindruck, dass die Regionale im Ausstellungsraum Klingental sehr geschickt kuratiert war. Die Künstler haben mit dem Raum gearbeitet und auf dessen Begebenheiten reagiert.</p>
<p><strong>Kultur Joker: </strong>Ab einer gewissen Größe stehen die Kunstvereine unter dem inneren Widerspruch, sich in der jeweiligen Stadt verorten zu müssen und sich gleichzeitig international ausrichten zu wollen und zu müssen. Planen Sie Ausstellungen mit regionalen Künstlern?</p>
<p><strong>Käding:</strong> Als die hauptsächliche Ausstellung für regionale Künstler sehe ich die Regionale. Freiburg hat zudem den Vorteil, da es mit dem Kunsthaus L6 über einen städtischen Ausstellungsort verfügt, dessen ausdrücklicher Auftrag es ist, im Schwerpunkt regionale Kunst zu zeigen. Ich möchte aber nicht ausschließen Künstler, die hier leben zu zeigen. Um Namen zu nennen, reichen die vier Monate, die ich hier bin, aber noch nicht aus. Ich bin gerade erst dabei, mir Ateliers anzusehen.</p>
<p><strong>Kultur Joker:</strong> Bevor Sie nach Freiburg gekommen sind, haben Sie in Berlin für den Sammler Heiner Bastian und für Galerien gearbeitet. Zuletzt waren Sie Kuratorin bei der Kestnergesellschaft in Hannover. Im Vergleich dazu befindet sich der Kunstverein Freiburg am geographischen Rand der deutschen Kunstszene und er ist finanziell spätestens nach den Kürzungen im Doppelhaushalt 2007/8 schlecht ausgestattet. War es ein Schock für Sie, hier ganz andere Arbeitsbedingungen vorzufinden?</p>
<p><strong>Käding: </strong>Nein, ein Schock nicht. Aber mein Denken ist schon durch meine bisherigen Tätigkeiten bestimmt. Ich wusste von Anfang an, dass der Kunstverein Freiburg nicht mit der Kestnergesellschaft zu vergleichen ist, die über einen Jahresetat von 1,8 Millionen Euro verfügen und sich fragen kann, welchen der Top-Ten-Künstler man sich leisten kann. Aber ich wusste auch, dass im Kunstverein Freiburg viele bekannte Künstler, wie Nader Ahriman ihre erste große Einzelausstellung hatte. Die Halle kann ein Experimentierfeld für Künstler sein. Natürlich macht es einen Unterschied, wenn man mit der konkreten Situation befasst ist. Ich habe bestimmte Vorstellungen und möchte bestimmte Dinge realisieren. Ich versuche so nahe wie möglich an diese Vorstellungen zu kommen. Die Rahmenbedingungen geben mir jedoch vor, was sich hier umsetzen lässt.</p>
<p><strong>Kultur Joker:</strong> Im Herbst bewilligte der Freiburger Gemeinderat Etaterhöhungen für verschiedene Kultureinrichtungen. Hatten Sie und der Vorstand sich überlegt, einen Antrag zu stellen, dass die Kürzungen zurückgenommen werden?</p>
<p><strong>Käding: </strong>Nein, es wurde nicht in Erwägung gezogen. Ich bin ja erst seit dem 1. Oktober 2008 hier. Unsere finanzielle Situation hat sich nicht geändert. In der letzten Mitgliederversammlung haben wir in Reaktion darauf beschlossen, ab der nächsten Ausstellung Eintrittsgelder zu erheben. Der normale Eintritt soll bei 2 Euro, er ermäßigte bei 1,50 Euro liegen, donnerstags ist der Besuch gratis und für Mitglieder ist er ja sowieso frei. Wir werden mit der Erhebung der Eintrittsgelder die Möglichkeit haben, beim Museums-Pass mitzumachen. Ich verspreche mir dadurch eine größere Außenwirkung. Wir haben keinen Etat für Öffentlichkeitsarbeit, für Werbemittel wie Poster. Darüber hinaus gründen wir einen Förderkreis, den Circle. Dabei handelt es sich um eine erweiterte Mitgliedschaft, mit der sich unsere Mitglieder noch mehr für den Kunstverein engagieren können und so auch die Kunst in Freiburg voranzubringen.</p>
<p><strong>Kultur Joker: </strong>Derzeit suchen Sie Studierende unterschiedlicher Fächer als Praktikanten. Das klingt, als ob Sie die Einrichtung des interdisziplinären Praktikantenteams des „Labors“ an der Kestnergesellschaft nach Freiburg übertragen.</p>
<p><strong>Käding:</strong> Genau das habe ich vor. Dort hatten wir zwischen 9 und 15 Laboranten. Wir sind hier ja nur zu zweit und aufgrund dessen ist es sehr schwierig, professionell zu arbeiten. Wir kommen mit der Arbeit nicht hinterher, daher kam dann die Überlegung durch ein Praktikantenteam die Womanpower aufzustocken. Demnächst werden hier zwei Praktikanten arbeiten. Ich würde das Team gerne weiter ausbauen und würde mich freuen, wenn sich Grafik- oder Marketingstudenten oder jemand, der später in die Öffentlichkeitsarbeit gehen will, bewirbt. Der Wunsch nach einem Praktikantenteam ist aus der Not heraus geboren, aber natürlich sehe ich es auch als Verpflichtung, junge Leute einzubinden.</p>
<p><strong>Kultur Joker:</strong> Welches Konzept haben Sie für den kleinen Raum im vorderen Bereich des Kunstvereins?</p>
<p><strong>Käding:</strong> Ich möchte den Raum erst einmal neutral belassen. Ich finde es wichtig, einen Dokumentationsraum zu haben, in dem wir auch unsere Publikationen zeigen können. Aber auch unsere Grafiken und Auflagenobjekte. Im Kunstverein gibt es Jahresgaben, die sich seit Jahren in unserem Haus befinden und die die Mitglieder, die sie kaufen könnten, nicht sehen. Ich möchte aus diesem Raum einen Ort machen, an dem man sich trifft.</p>
<p><strong>Kultur Joker:</strong> Frau Käding, vielen Dank für das Gespräch.</p>
<p><em>Annette Hoffmann</em></p>
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		<title>Weite Welt ganz nah.</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Feb 2009 21:19:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<strong>Im Gespräch: Tobias Hauser über das MUNDOlogia-Festival 2009</strong>
Die Welt ist in Freiburgs Zentrum gerückt: Vom 6.-8. Februar findet zum sechsten Mal die MUNDOlogia statt, das Dia-Festival zum Staunen und Träumen, zum Lernen und Nachdenken. Die Reisebilder aus aller Herren Länder werden in diesem Jahr erstmalig im Konzerthaus gezeigt. Durch die Dia-Vorträge international bekannter Foto-Journalisten hat sich die Veranstaltung im Bürgerhaus am Seepark einen Namen gemacht...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Gespräch: Tobias Hauser über das MUNDOlogia-Festival 2009</strong><br />
Die Welt ist in Freiburgs Zentrum gerückt: Vom 6.-8. Februar findet zum sechsten Mal die MUNDOlogia statt, das Dia-Festival zum Staunen und Träumen, zum Lernen und Nachdenken. Die Reisebilder aus aller Herren Länder werden in diesem Jahr erstmalig im Konzerthaus gezeigt. Durch die Dia-Vorträge international bekannter Foto-Journalisten hat sich die Veranstaltung im Bürgerhaus am Seepark einen Namen gemacht.<span id="more-6"></span> Neben technischer Höchstform in perfektem Ambiente steht „MUNDOlogia“ in 2009 neuerdings nun auch für eine Reise-, Foto-und Outdoormesse mit Workshop-Angebot. Über die (neue) Philosophie der Veranstaltung sprach Heidi Korf mit Tobias Hauser.</p>
<p><strong></strong></p>
<p><img class="size-medium wp-image-32 alignleft" title="mundologia" src="http://www.kulturjoker.de/wp-content/uploads/2009/02/mundo-300x300.jpg" alt="Frosch - fotografiert auf eine der zahlreichen Expeditionen." /></p>
<p><strong>KulturJoker:</strong> Herr Hauser, Sie sind Gründer und, zusammen mit David Hettich, Organisator der MUNDOlogia, die jetzt zum sechsten Mal stattfindet. Dieses Jahr treten Sie in einem wesentlich größeren Rahmen an die Öffentlichkeit, nämlich im Konzerthaus Freiburg – ein echter Erfolg.</p>
<p><strong>Hauser:</strong> Ja, das ist richtig. Wir arbeiten seit längerem an einer Erweiterung und freuen uns sehr, dass nun der Umzug ins Konzerthaus stattfinden kann. Viel Unterstützung haben wir dabei von unseren langjährigen Partnern, wie der Sparkasse Freiburg, Canon, dem ADAC und von unserem neuen Kooperationspartner Bad Dürrheimer erhalten.</p>
<p><strong>KulturJoker: </strong>Warum der Ortswechsel?</p>
<p><strong>Hauser: </strong>Wir haben schon länger über einen Umzug in ein größeres Veranstaltungshaus nachgedacht, weil das MUNDOlogia-Festival die letzten vier Jahre immer ausverkauft war. Ein weiterer wichtiger Grund ist, dass uns das Bürgerhaus am Seepark zu wenig Spielraum für die Umsetzung neuer Ideen gab. Ein Beispiel dafür ist die neue MUNDOlogia-Messe, die wir in Zusammenarbeit mit dem Reisespezialisten avenTOURa und dem Freiburger Fotofachgeschäft Foto-Löffler veranstalten. Dafür wäre im Bürgerhaus kein Platz gewesen.</p>
<p><strong>KulturJoker:</strong> Denken Sie, dass Sie mit der Erweiterung um das Messespektrum – es wird eine Reise-, eine Outdoor- und Fotomesse geben &#8211; mehr Publikum anziehen?</p>
<p><strong>Hauser:</strong> Eine der Ideen, die sich mit dem Messeangebot verbindet, ist, auch Menschen anzusprechen, die sich für Vorträge, wie wir sie veranstalten, bisher wenig interessieren – zum Teil auch, weil sie diese mit langweiligen Diavorträgen in Verbindung bringen, von denen unsere Veranstaltungen weit entfernt sind. Über die Messe lernen neue Besucher auch das Festival kennen. Es ist zudem schwierig, sich ausschließlich über die Qualität der Vorträge abzuheben – die guten Referenten trifft man sowohl in Freiburg als auch in Stuttgart oder der Schweiz. Abheben kann man sich aber durch die Gestaltung eines perfekten Rahmens. Das gelingt uns im Konzerthaus in sicherlich einzigartiger Weise. Wir werden eine 13 m breite Leinwand haben, größer als im Kino, die Lichtverhältnisse könnten besser nicht sein, die ansteigenden Sitzreihen bieten eine hervorragende Sicht.</p>
<p><strong>KulturJoker:</strong> Technisch ist alles auf dem bestmöglichen Stand. Neben der technischen und ästhetischen Seite ist im Wort „Mundologia“ die „Weltkenntnis“ enthalten. Sie wollen also auch etwas vermitteln.</p>
<p><strong>Hauser: </strong>Ja. Ich glaube, dass Reisen an sich bildet. Man nimmt vieles aus einem anderen Blickwinkel wahr. Nicht jeder hat die Möglichkeit so zu reisen wie wir, wir schätzen uns da sehr glücklich. Aber manchmal reicht es schon, etwas zu zeigen. Und was gibt es Schöneres für einen Fotojournalisten oder Journalisten, als durch seine Arbeit ein bisschen Weltkenntnis weiterzugeben und Menschen zum Nachdenken anzuregen. Ein schönes Beispiel dafür ist der Vortrag „Planet der Wälder“ von Markus Mauthe, einem Greenpeace-Fotografen, der fünf Jahre lang in allen großen Urwaldgebieten der Erde unterwegs war. Mit meinem neuen Vortrag über Costa Rica versuche ich ebenfalls beides zu zeigen, die Schönheit der Natur, aber auch ihre Gefährdung.</p>
<p><strong>KulturJoker:</strong> Was konkret sollen die Leute anders machen?</p>
<p><strong>Hauser: </strong>Ich denke, es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass wir mit unserem Handeln und unserem Konsumverhalten die Welt verändern. Wenn ich konventionelle Bananen und Ananas aus Costa Rica oder anderen Ländern kaufen würde, würde ich damit Anbaumethoden unterstützen, die den Menschen vor Ort und der Natur schaden. Also entscheide ich mich dagegen. Der enorme Pestizideinsatz im Ananasanbau z.B. ist äußerst bedenklich für die lokale Pflanzen- und Tierwelt. Der Zuckergehalt der Früchte ist durch Zucht so hoch wie nie, was die Nachfrage explodieren ließ. Doch die wenigsten fragen nach dem Preis, den Menschen und Umwelt in den Anbauregionen dafür bezahlen müssen. Wir müssen uns einfach darüber im Klaren sein, dass wir mit unserem Kaufverhalten auf die Entwicklungen in anderen Regionen der Welt einen großen Einfluss haben – zum Guten oder zum Schlechten.</p>
<p><strong>KulturJoker:</strong> Das klingt wie eine gelungene Verknüpfung von unterhaltender Vortragskunst und Wissensvermittlung. Denn es sind ja nicht unbedingt dieselben Personengruppen, die sich mit ökologischen Themen beschäftigen und die auf einen Reisediavortrag gehen.</p>
<p><strong>Hauser:</strong> Das stimmt.</p>
<p><strong>KulturJoker:</strong> Aber Sie haben auch anders ausgerichtete Vorträge.</p>
<p><strong>Hauser:</strong> Natürlich. In Alexander Hubers „Die fünfte Dimension“ z.B. geht es ums Abenteuer beim extremen Bergsteigen und damit um Grenzerfahrungen. Und wir bieten auch Themenvorträge über Australien, Irland oder Norwegen an. Viele Menschen nutzen den Besuch dieser Live-Reportagen, um sich auf eine eigene Reise vorzubereiten. Andere wollen einfach ein bisschen träumen, spannende Geschichten aus einem fremden Land hören oder sich von schönen Bildern verzaubern lassen. Für uns ist es wichtig, dass die Referenten und Produzenten live vor Ort und damit vom Publikum ansprechbar sind. Wir schaffen bewusst eine „Anfassatmosphäre“, weil dadurch ein Vortrag viel glaubwürdiger ist. Natürlich würden wir insgesamt gern auch noch mutigere Themen zeigen.</p>
<p><strong>KulturJoker:</strong> Welche denn?</p>
<p><strong>Hauser:</strong> Es gibt sehr spannende Vorträge, z.B. über Afghanistan oder über einen Stamm in der Mongolei, die Tuwas, die hier niemand kennt. Das Interesse an solchen speziellen Regionen, die nur wenige  selbst bereisen werden, ist leider noch zu gering. Unser Ziel ist es jedoch, das Festival so zu gestalten und weiterzuentwickeln, dass auch solche Themen ihren Platz haben.</p>
<p><strong>KulturJoker:</strong> Trotz aller Schwierigkeiten und der Notwendigkeit, das Festival auch an der „großen Nachfrage“ auszurichten: Dadurch, dass auch humanitäre Organisationen anwesend sind, schaffen Sie ja ein Gegengewicht zur reinen Spektakel- und Mainstream-Veranstaltung.</p>
<p><strong>Hauser: </strong>Ja, wir bieten die Möglichkeit für Hilfsorganisationen, kostenlos einen Stand im Konzerthaus zu machen. Es kommt z.B. die Nepalhilfe Beilngries, deren Engagement ich persönlich kenne und sehr schätze. Der Eintritt für bestimmte Seminare fließt komplett in das Projekt „Malaika-Children’s Home“, ein Waisenhaus in Kenia, das sich um Kinder kümmert, die ihre Eltern durch AIDS verloren haben. Auch die Kinderhilfsorganisation Camaquito, mit der ich seit Jahren zusammenarbeite, wird vor Ort sein. Sie engagiert sich in Kuba vor allem im Bildungsbereich. Gerade sind wir dabei,  Schulen wieder aufzubauen, die durch die Hurrikans zerstört wurden. Auch der Tibet-Hilfe haben wir angeboten zu kommen.</p>
<p><strong>KulturJoker: </strong>Sie haben das Wort „träumen“ im Zusammenhang mit dem Reisen gebraucht. Auch in der europäischen Geistes- und Literaturgeschichte kann man nachvollziehen, dass es zwischen beidem einen Zusammenhang gibt. Wie würden Sie das aus eigenem Erleben beschreiben?</p>
<p><strong>Hauser:</strong> Viele Menschen haben ab und zu Lust aus dem Alltag auszubrechen, sie träumen davon, etwas anderes zu sehen und zu erleben. Da ich viel auf Reisen bin, passiert mir das nicht so oft, aber ich kenne das auch. Manchmal sehe ich in Büchern oder Magazinen Bilder von fremden Regionen, die so schön sind, dass ich beginne, davon zu träumen einmal hinzukönnen, hinzudürfen. Glücklicherweise gibt es immer noch unzählige Orte auf der Welt, die so schön sind, dass man sagt: Das ist hier wie im Traum, es ist vielleicht sogar schöner, als ich es mir je erträumen konnte.</p>
<p><strong>KulturJoker: </strong>Und Sie sagen, dass Reisen bildet.</p>
<p><strong>Hauser:</strong> Ja, noch wichtiger als die schönen Bilder ist für mich zu sehen, wie Menschen an anderen Orten der Erde leben und mit was für Problemen sie kämpfen. Das kann Denkanstöße für das eigene Leben geben, die Bedeutung eigener Schwierigkeiten relativieren, kulturelle Vorurteile abbauen und uns für die Belange anderer Menschen sensibilisieren.</p>
<p><strong>KulturJoker:</strong> Sie haben vorhin etwas angesprochen, was Sie in Ihrem Vortrag thematisieren werden, nämlich die Umweltzerstörung in Costa Rica. Worum wird es noch gehen?</p>
<p><strong>Hauser: </strong>Der Vortrag „Costa Rica – Reise in den tropischen Garten Eden“ ist ein vielschichtiges Länderportrait, in dem ich die unterschiedlichen Regionen des Landes zeige, von der Küste bis ins hohe Bergland, von Nebelwaldregionen bis zu den Gipfeln aktiver Vulkane. Viele ungewöhnliche Geschichten sind dabei, darunter Reportagen über die Tauchgründe der Isla del Coco, das massenhafte Töten von Haien vor Costa Ricas Küste, das einzige Krankenhaus für Faultiere und die Schildkröteninvasion an der Nicoya Halbinsel. Die massenhafte Ankunft der Oliv-Bastardschildkröten am Strand von Ostional war eines meiner eindrücklichsten Erlebisse und fotografisch eine echte Herausforderung, einerseits weil die Tiere vor allem nachts zur Eiablage an der Strand kommen und man sie nicht mit Blitzlicht fotografieren darf, andererseits weil wir in der Regenzeit dort waren und sogar einige Zeit wegen Hochwasser festsaßen.</p>
<p><strong>KulturJoker: </strong>Was sind eigentlich Nebelwälder?</p>
<p><strong>Hauser:</strong> Nebelwälder gibt es nur in den Tropen und Subtropen, ab etwa 1000 Meter über dem Meeresspiegel. Wegen des besonders feuchten Klimas und der häufigen Regenfälle wachsen auf den Bäumen auffällig viele Flechten und Moose, Orchideen und Farne. Der Wald ist zudem oft in dichte Nebelschwaden gehüllt. Manchmal sehen sie sehen aus wie Märchenwälder – geheimnisvoll und verwunschen.</p>
<p><strong>KulturJoker:</strong> Ist Reisen für Sie eigentlich eine Lebensform, ist es eine Sucht?</p>
<p><strong>Hauser:</strong> Schwierig zu sagen. Ich bin sehr gerne auf Reisen und es reizt mich, neue Länder kennenzulernen. Nicht weil es hier nicht schön wäre. Freiburg ist für mich immer noch einer der schönsten Orte, und hier sind auch Familie und Freunde. Ich komme sehr gerne zurück. Das Schöne an meinem Beruf ist, dass ich meine Neugierde leben kann. Aber natürlich ist das alles auch sehr anstrengend, denn meine Art zu Reisen hat nichts mit Urlaub zu tun. Ich habe einen strikten Zeitplan, die Bilder müssen gemacht, die Storys gut werden. Nach sechs Wochen bin ich wirklich „fertig“. Was vielleicht die „Sucht“ ausmacht ist, dass man so viel Neues kennenlernt, neue Menschen trifft und immer wieder ungewöhnliche Erlebnisse hat  – das ist einzigartig in diesem Beruf.</p>
<p><strong>KulturJoker:</strong> Herr Hauser, ich danke Ihnen für dies spannende Gespräch.</p>
<p>Neu bei der Mundologia:</p>
<blockquote>
<ul>
<li> Neuer Veranstaltungsort ist das Konzerthaus Freiburg.</li>
</ul>
<ul>
<li>Optimale Bild- und Tonqualität, 13 m große Leinwand.</li>
</ul>
<ul>
<li>Große MUNDOlogia-Messe zu den Themen Fotografie, Medien Outdoor und Reisen.</li>
</ul>
<ul>
<li>Zahlreiche Ausstellungen und Workshops.</li>
</ul>
<ul>
<li> Vorträge über Fotografie, Tropenmedizin, Investitionsmöglichkeiten in tropischen Wald</li>
</ul>
<ul>
<li> Schülerkarten für 5 Euro für alle Vorträge im Rolf-Böhme- Saal.</li>
</ul>
<p>Infos und Karten:<br />
<a href="http://www.mundologia.de">www.mundologia.de</a></p></blockquote>
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