Straußenführer 2017


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Blutspenden in der Uniklinik Freiburg






Lavendel, Folklore und Mittelmeer

Villa Méditerranée in Marseille

Villa Méditerranée in Marseille

Ein zwiespältiges Urteil über die Europäische Kulturhauptstadt 2013 Marseille

Walter Benjamin, einst Student an der Freiburger Universität, der Marseille seit 1926 wiederholt besuchte, war fasziniert und irritiert zugleich angesichts der großen provençalischen Hafenstadt. An Hugo von Hofmannsthal schrieb er, dass es schwieriger sei, Marseille „einen Satz abzuringen, als aus Rom ein ganzes Buch herauszuholen“.
Die Künstlerin Heidrun Reymann, 2012 aus dem Ruhrgebiet nach Freiburg übergesiedelt, seitdem aktives Mitglied der Bürgerinitiative Pro Kulturhauptstadt Freiburg, sandte uns einen im Urteil zwiespältigen Bericht aus Marseille (gemeinsam mit dem slowakischen Košice im Jahr 2013 Europäische Kulturhauptstadt). Dorthin war H.R.REY – so ihr Künstlername – vor wenigen Wochen gereist. Gern drucken wir die Schilderung (in Auszügen) ab. mf

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Museum als Ort der Konfrontation

Fragen an die neue Leiterin des Museums für Neue Kunst

Dr. Christine Litz, neue Leiterin des Museums für Neue Kunst in Freiburg Foto: Rosa Maria Rühling

Seit 1. Juni ist Dr. Christine Litz im Amt. Sie leitet jetzt das Museum für Neue Kunst der Stadt Freiburg. Die studierte Kunsthistorikerin machte durch Projektleitungen bei „skulptur projekte münster 07“ (2005–2007) und der Kasseler Documenta 13 (2009–2012) auf sich aufmerksam. Zwischenzeitlich arbeitete sie in der politischen Verwaltung und war Referentin für Bildende Kunst beim zuständigen niedersächsischen Landesministerium. Martin Flashar sprach mit Christine Litz.

Kultur Joker: Liebe Frau Litz, vor wenigen Wochen traten Sie Ihren Job in Freiburg an, haben Sie schon erste Eindrücke gewinnen können, zum Beispiel über die Kunst im öffentlichen Raum in unserer Stadt?

Litz: Kunst im öffentlichen Raum interessiert und begleitet mich seit langem. Hier geht es mir vor allem um die Frage: Was ist privat, was ist öffentlich, welche Rolle kann Kunst spielen, wie wollen wir unseren Lebensraum gestalten?
Deswegen strukturiere ich meine Spaziergänge durch die Stadt mithilfe der von Michael Klant herausgegebenen Bände zur Skulptur im öffentlichen Raum in Freiburg. Ich freue mich beispielsweise jedes Mal, wenn ich einen Blick in die Installation „Archäologie der Zukunft“ von Raymond E. Waydelich werfen kann, die immer Mal aufblitzt, wenn aus der Tiefgarage am Augustinerplatz ein Auto hinein- oder hinausfährt.
Ganz beeindruckt bin ich von der Leuchtschrift, die derzeit auf dem Stadttheater thront: Sie macht mich neugierig und nachdenkend über das, was das Herz der Stadt und ihre Kunst ausmacht.

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Kunst Macht Freiburg (12): Herbert Maier

Herbert Maier, Scheibenraum 7 (links) und 6 (rechts unten),
Öl auf Leinwand, 130 x 140 cm, 2011/2012

Er ist wohl der gewichtigste Freiburger Radierer und Ölmaler seiner Generation aus der Region. Herbert Maier, geboren 1959 in Haslach im Kinzigtal, blickt bereits jetzt auf ein immenses Ouevre an Aquarellen, Zeichungen, Radierungen, Holzschnitten und Ölbildern zurück. Mehrfach erhielt er national und international bedeutsame Stipendien, die ihn u. a. nach Paris, Peru und in die USA führten.

In zahlreichen Einzelausstellungen war und ist er präsent. Als Kulturhauptstadt-Gruß sendet Maier zwei neue Bilder der Serie „Scheibenraum“ – der irritierende Titel bezeichnet, worum es geht: in der vermeintlich zweidimensionalen Fläche entstehen bei längerer Betrachtungsdauer Volumen und Tiefe. Maier schreibt uns: „Meine Bilder sind offen … sie entfalten ihren Raum und ihre Dinghaftigkeit erst in der Sehzeit.“ Der vielfach um die Welt reisende Künstler trägt seine Erfahrungen immer wieder nach Freiburg zurück.