Straußenführer 2017


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Denken und Urteilsvermögen überprüfen

Das Theater Basel in der Saison 2017/18

Während in Berlin der Kampf um Personalien und Neuanfänge tobt, wirkt Andreas Becks Vorwort zum Programmheft der kommenden Saison ziemlich nachdenklich. Überhaupt hat man das Gefühl, dass diese Intendantengrußworte von Mal zu Mal nachdenklicher werden. Es gehe heute darum im Theater Zeitgeschehen, Gesellschaft und Politik darzustellen, liest man da und weiter, das Denken und Urteilsvermögen zu überprüfen. Schade nur, dass die eigentlichen Entscheidungsträger wohl gar nicht erst ins Theater gehen.

Andreas Beck, Intendant des Theater Basel (© Simon Hallström)

Andreas Beck, Intendant des Theater Basel (© Simon Hallström)

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„Starke Stücke zum Vierzigsten“

Im Gespräch: Leopold Kern und Herbert Wolfgang vom Musiktheater „Die Schönen der Nacht“

Wer vierzig Jahre gemeinsam auf der Bühne steht, hat jede Menge zu erzählen. Wer in dieser Zeit auch noch 28 eigene Programme inszeniert, hat ein Stück Theatergeschichte geschrieben. Marion Klötzer besuchte Leopold Kern und Herbert Wolfgang vom Musiktheater „Die Schönen der Nacht“. Ein Gespräch über Entwicklungen und Herzens-projekte.

Herbert Wolfgang und Leopold Kern in "Gigolo" (© Barbara Schwanhäuser)

Herbert Wolfgang und Leopold Kern in „Gigolo“ (© Barbara Schwanhäuser)

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Mit dem Dampfboot durch den Dschungel

Sommertheater am Kaltwasserhof im Münstertal mit „African Queen“ und „Gift“

Spätestens seit der 2002 ausgestrahlten und mit dem Grimme-Preis prämierten SWR-Doku „Schwarzwaldhaus 1902“ ist der Kaltwasserhof im Münstertal ein Begriff und lockt Wanderer zu jeder Jahreszeit. Seit einigen Jahren wird hier auch während der Sommermonate Theater gespielt.

African Queen: Kristina Malyseva als Rose Sayer und Norbert Störmer als Charlie Allnutt

African Queen: Kristina Malyseva als Rose Sayer und Norbert Störmer als Charlie Allnutt

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James Blond agiert im Hochschwarzwald

Proben für das neue Landschaftstheaterstück des „Theaters in den Bergen“ laufen auf Volldampf

Es ist wohl eines der ungewöhnlichsten Theater der Republik. Das „Theater in den Bergen“ um den Autor und Regisseur Arnd Heuwinkel und die Kostümbildnerin und Schauspielerin Antonia Tittel hat seinen Sitz am oberen Ende des Angenbachtals, einem Seitental der Wiese, in Häg-Ehrsberg auf der Höhe. 2011 etablierte sich das Privattheater als Verein und präsentiert seither alljährlich ein besonderes Theaterspektakel: Der Clou: Alle Aufführungen finden draußen in bisweilen atemberaubender Naturkulisse in und um Ehrsberg statt.

Besuch einer Probe des Theaters in den Bergen in Häg-Ehrsberg

Besuch einer Probe des Theaters in den Bergen in Häg-Ehrsberg

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Countdown einer Ehe

Henrik Ibsens „Nora“ beim Sommer-Open-Air der Immoralisten

Als Henrik Ibsen 1879 sein Theaterstück „Nora oder Ein Puppenheim“ verfasste, waren die Geschlechterrollen noch klar definiert: Der Ehemann verdiente das Geld und sorgte für Ehefrau und Familie, weshalb ihm auch die Entscheidungsgewalt über alles oblag. Im Gegenzug erzog die Ehefrau die Kinder, führte ansonsten ein sorgenfreies Leben und kümmerte sich ums Aus- und Ansehen. Ein veraltetes Arrangement, wie es auch heute existiert und funktioniert.

Lisa-Lena Tritscher und Jochen Kruß

Lisa-Lena Tritscher und Jochen Kruß

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Verzweiflung macht verführbar

Die 42. Rathaushofspiele des Wallgraben Theaters zeigen das Musical „The Black Rider“

Ein riesiges, knallrotes Wetterhäuschen mit Hirschgeweih und zwei Toren füllt die Bühne, davor stehen stilisierte Tannen und ein Hochstand, links davon quetschen sich drei Musiker an die Wand – es herrscht drangvolle Enge zur Premiere des Musicals „The Black Rider“ im Freiburger Wallgraben Theater. Bis kurz vor Beginn hoffte man bei diesen 42. Rathaushofspielen noch auf einen lauen Sommerabend, das folgende Gewitter zwang zum Umzug in den Gewölbekeller. Grandios ist aber auch diese abgespeckte Indoor-Version, die unbedingt Lust macht, das Ganze nochmal unter freiem Himmel zu erleben.

Dynamischer Broadway-Flair im Rathausinnenhof (© Hermann Posch)

Dynamischer Broadway-Flair im Rathausinnenhof (© Hermann Posch)

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Kurzweilig und prallbunt

Shakespeares „Was ihr wollt“ bei den 69. Festspielen auf dem Breisacher Schlossberg

Ein rotes Zuckerbäcker-Schloss steht auf der idyllischen Freiluftbühne auf dem Breisacher Schlossberg, drumherum gibt es echte Bäume, knallbuntes Riesen-Obst und einen Pavillon mit Schaukel. Eine stimmungsvolle Kulisse für ein Märchen mit einer Prise Kitsch und jeder Menge Schabernack (Bühne: Stephanie Breidenstein). All das gibt es bei den 69. Festspielen gleich zwei Mal, wird hier doch mittags „Rumpelstilzchen“ gespielt und danach der Shakespeare-Klassiker „Was ihr wollt“ für die Großen.

Wer liebt hier wen?

Wer liebt hier wen?

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Peymann-Dämmerung am Berliner Theaterhimmel

Nach 18 Jahren verlässt Claus Peymann seinen Intendantenstuhl im legendären Theater am Schiffbauer Damm

Mit dem Abgang dieses dann 80-jährigen Theaterriesen geht eine überaus erfolgreiche Ära zu Ende, die alles, was zu hochartifiziellem, teilweise stilbildendem und im Brechtschen Sinne eingreifendem Theater inklusive einiger Skandale gehört, in sich barg. Statistisch drückt sich dies in 190 Premieren, 10.332 Vorstellungen, 40.879 Minuten (=nahezu ein Monat) Applaus und 3.703.647 Besuchern aus.

Claus Peymann (rechts) in voller Aktion, assistiert von den Schauspielern Marina Senckel und Raphael Dwinger

Claus Peymann (rechts) in voller Aktion, assistiert von den Schauspielern Marina Senckel und Raphael Dwinger

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