Straußenführer 2017



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Magritte-Ausstellung in der Frankfurter Kunsthalle Schirn

Rätselhafte Bildkompositionen

Wirklichkeit, Wahrheit, Illusion? Das beschäftigte den Maler René Magritte (1898–1967), der sich zuvörderst als denkender Mensch verstand. Die Kunsthalle Schirn widmet ihm derzeit eine konzentrierte Einzelausstellung, die rund 70 Leihgaben aus aller Welt vereint und in fünf Kapiteln seine konzeptuelle Auseinandersetzung mit der Beziehung von Bild und Sprache, Philosophie und Malerei erhellt.

Gemälde von René Magritte: „Variante de la tristesse“. Es zeigt ein Huhn vor einem Ei im Eierbecher

René Magritte: „Variante de la tristesse“, 1957 (© Schirn Frankfurt)

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Die Antike ist ein Kunstrukt

Eine Ausstellung in der Archäologischen Sammlung demonstriert die Schauseiten antiker Skulpturen

Die Antike, so wie wir sie kennen, ist ein Konstrukt: so weiß, so frontal. An der marmornen Kälte griechischer und römischer Skulpturen wurde bekanntlich bereits gekratzt und seitdem denkt man über eine farbige Antike nach. An der Freiburger Universität hat man im Rahmen eines dreijährigen Förderprojektes, das von der Mercator-Stiftung finanziert wurde, die Schauseiten antiker Skulpturengruppen zum Thema gemacht.

Foto eines Antiken Statuenensembles, es zeigt den trojanischen Priesters Laokoon im Todeskampf

Gruppe des trojanischen Priesters Laokoon im Todeskampf, Archäologische Sammlung der Universität Freiburg, Gipsabguss nach Original in Rom, Vatikanische Museen, um 50 v. Chr. (© J. Ruf)

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Egon Schiele: Vom enfant terrible zum geheiligten Künstler

Die Wiener Albertina zeigt Werke anlässlich Schieles 100. Todestag

Egon Schiele (1890-1918) war sich selbst immer treu geblieben. „Die Figur ist doch das Wesentlichste, was mich am meisten erfüllt: der menschliche Körper“, erklärte er seiner langjährigen Gefährtin Walburga „Wally“ Neuzil. Trotz des rauen Gegenwinds, der ihm deshalb aus der Wiener Gesellschaft und Kunstszene entgegentoste, hielt er zeitlebens an seinem Grundmotiv, der Aktdarstellung fest.

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Egon Schiele: Schwarzhaariger Mädchenakt, 1910 (Ausschnitt)
Bleistift, Pinsel, Aquarell mit proteinhaltigen Bindemitteln, Deckweiß, auf Packpapier (© Albertina, Wien)

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„Passion – Leidenschaft“-Ausstellung im Museum ART.plus in Donaueschingen

Von Ultraschwarz bis Schneeweiß

Schwarz, diese markante und lichtärmste Farbe, trete sie nun alleine oder kontrastiv auf, ist in der Kunst seit Jahrzehnten ein heiß diskutiertes Sujet. Für Pierre Soulages (*1919 Rodez), der momentan mit fünfzehn monochromen Arbeiten im Fokus der Ausstellung „Passion – Leidenschaft“ im Museum ART.Plus in Donaueschingen gezeigt wird, wurde Schwarz im Zusammenspiel mit Lichtreflexen, die Nuancen von Anthrazitgrau bis zu Weiß hervorzubringen vermögen, eine wahre Passion.

Monochromes Werk von Pierre Soulages

Monochromes Werk von Pierre Soulages

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Raymond É. Waydelich: Retrospektive in der Städtischen Galerie Offenburg

Einfallsreicher Archäologe der Zukunft

Die Gegenwart als Vergangenheit betrachten und typische Utensilien unserer Zeit für die Nachwelt vergraben, das charakterisiert Raymond Waydelichs Projekt „Archäologie der Zukunft“ – ganz nebenbei wird so auf unsere Vergänglichkeit angespielt.

Radierung  „Elsass - Schwarzwald" von Raymond É. Waydelich

Raymond É. Waydelich: „Elsass – Schwarzwald“, 2002, Radierung (Foto © Christophe Hamm)

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Kunstverein Freiburg startet das Projekt “Site Visit”

Eine Spielwiese

Ganz so clean sieht die Installation von Camille Le Houzec und Jocelyn Villemont bereits nicht mehr aus. Nach der Performance von New Noveta (Keira Fox, Ellen Freed) klafft ein ziemliches Loch in einer der Hohlkehlen.

Kunstwerk „Paradies“ von Berthold Reiß

Berthold Reiß: „Paradies“

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Von Freiheit und Schönheit

Christo & Jeanne-Claude – Ausstellung in der Kunsthalle Messmer

Möglichst vielen Menschen den Anlass für eine ästhetische Erfahrung zu bieten, das gehört zu den Hauptanliegen des Künstlerpaares Christo (*1935) & Jeanne-Claude (1935-2009), das seit den 1960er Jahren durch spektakuläre, logistisch ausgefeilte Kunstaktionen weltweit bekannt wurde. Sehr erfolgreich war die Verhüllung des Berliner Reichstags, der, nach über zwanzig Jahren Vorbereitung (!), 1994 mit hunderttausend Quadratmetern feuerfestem Gewebe eingekleidet werden durfte – über fünf Millionen Besucher strömten herbei.

Foto des von Christo in Stoff verhällten Pont Neuf

Christo: Verhüllter Pont Neuf

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Das Museum Frieder Burda zeigt Arbeiten von Sigmar Polke

Seiten- und Pinselhiebe

Muss Kunst immer ernst sein? Witz gehört in Sigmar Polkes Werk dazu und macht den besonderen Charme seiner Arbeiten aus. Der 2010 verstorbene Künstler spielte dabei auch gern mit Zitaten. So hat er die Umrisse von Albrecht Dürers berühmtem Hasen nachgeformt – mit Wäschegummi. Dieses Werk ist Teil der Ausstellung „Sigmar Polke. Alchemie und Arabeske“, die bis zum  21. Mai im Museum Frieder Burda in Baden-Baden gezeigt wird. Die Schau präsentiert Polke-Werke aus der Sammlung Frieder Burda und ergänzt sie um thematisch passende Arbeiten aus dem Nachlass des Künstlers und Stücke aus internationalen Sammlungen. Das Ergebnis bietet einen reizvollen Querschnitt durch Sigmar Polkes experimentierfreudiges und humorvolles künstlerisches Arbeiten.

Kunstwerk von Sigmar Polke: „Dürer Hase“, 1968. Es zeigt die Skizze eines Hasen

Sigmar Polke: „Dürer Hase“, 1968

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